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Sonntag, 18. März 2012

Statt Guerilla gardening offizielle Gemüsegärten

Nachdem sich in den letzten Jahren Guerilla gardering in Göteborg auf immer breiterer Front durchsetzte, will die Stadt nun allen ihren Bewohnern, die den Wunsch nach einem Garten haben, ihren Wunsch erfüllen und erschließt dabei selbst sehr ungewohnte und bisher ungenutzt Stellen für Kleingärtner, die mitten in der Stadt Gemüse, aber auch Bäumen oder Blumen anbauen wollen.

Am 15. März öffnete Göteborg einen Blog in dem alle Interessenten ihre Wünsche vortragen dürfen und wo sie Stellen nennen können, die für die neue, grüne Aktivität in Frage kommt. Jeder Antrag wird überprüft und, sollte eine langfristige Nutzung möglich sein und keine anderen Hindernisse im Weg stehen, so wird der Antrag auch genehmigt. Göteborg wird dann selbst notwendige Erde, Gartenwerkzeug und einen Wasseranschluss zur Verfügung stellen, eine Voraussetzung für jeden Garten.

Obwohl diese Idee auch eine Vielzahl an Göteborgern betrifft, was sich auch daran zeigt, dass gegenwärtig kein Platz mehr in den bisherigen Schrebergärten zu finden ist, so ist der Blog nach den ersten Tagen noch kein Erfolg, was jedoch daran liegt, dass kaum ein Bürger darüber informiert wurde. Die schlechte Medienarbeit der Stadt zeigt sich auch darin, dass der ursprünglich schwedische Text in unzähligen Sprachen abgerufen werden kann, in einer völlig unverständlichen Google-Übersetzung.

Herbert Kårlin

Montag, 23. Mai 2011

Guerilla gardening in Göteborg

Seit einigen Jahren verbreitet sich in den verschiedenen Stadtteilen Göteborgs die Idee des guerilla gardening. Auf nicht von der Stadt genutzten Grünflächen unterschiedlichster Größe setzen Bürger der Stadt Kartoffeln, säen Karotten oder pflanzen Blumen. Mehrere hundert Personen haben sich dieser Bewegung mittlerweile angeschlossen und selbst einige Vereine gegründet.

Am gestrigen Sonntag riefen die Organisatoren von guerrillaodling (guerilla gardening) nun dazu auf 100.000 Sonnenblumen in Göteborg zu sähen, überall dort, wo eine kleine grüne Stelle im Asphaltdschungel zu finden ist, den die Stadt nicht selbst benutzt. Über 600 Personen hatten sich zu dieser Aktion über Facebook angemeldet, die die Stadt zu einer blühenden Fläche machen soll.

Auch wenn die Aktion nicht vom Gesetz abgesegnet ist, so steht die Stadtverwaltung dennoch positiv zum guerilla gardening in Göteborg, zumindest soweit keine Pflastersteine dafür entfernt werden. Allerdings müssen die Guerilla-Gärtner damit rechnen, dass an einigen kritischen Stellen die Sonnenblumen wieder entfernt werden. Die Stadtverwaltung weist auch darauf hin, dass Sonnenblumen sehr viel Wasser benötigen und die Gärtner der Stadt hoffen, dass die unbekannten Gärtner ihren Pflanzen auch regelmäßig Wasser bringen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 17. August 2010

Guerilla Gardening am Skansberget in Göteborg

Guerilla Gardening ist eine politisch unabhängige Gruppe in Göteborg, die auf ungenutzten öffentlichen Plätzen Gemüse pflanzt und Kartoffeln setzt. Nach der Definition der Gruppe gehören öffentliche Plätze Göteborgs allen und niemand gab der Stadt die Genehmigung dort ein Geschäft mit, zum Beispiel, Reklametafeln zu betreiben.

Im Mai diesen Jahres hatte Guerilla Gardening ein besonderes Ziel, nämlich den Skansberget auf dem man die frühere Verteidigungsanlage Skansen Kronan sehen kann. Die Gruppe kam mit Spaten, Saatkartoffeln und Samen um das ungenutzte Gebiet sinnvoll zu nutzen. Die einzige Botschaft, die Guerilla Gardening mit dieser Aktion vermitteln will, ist die Tatsache, dass man Teil einer Gemeinschaft ist und sich seiner Umgebung mehr verbunden fühlt, wenn man dort auch mit entscheiden kann.

Die Gartenanlage am Skansberget wurde mehrere Monate lang regelmässig von der Gruppe unterhalten. Im August konnten nun die Guerillagärtner Göteborgs zum ersten Mal mit großem Erfolg ernten. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erfuhren von der Aktion des Guerilla Gardening, indem die Gruppe die Presse von der Ernte informierte.

Herbert Kårlin