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Donnerstag, 2. Januar 2014

Göteborger Schlosswald soll geschützt werden

Nach jahrzehntelanger Diskussion über die Entwicklung des Göteborger Schlosswaldes (Slottsskogen) und den unterschiedlichsten Plänen, die die gesamte Breite zwischen einer Bebauung und der Schaffung eines Schutzgebietes umfassen, wollen die Politiker der Stadt nun im Jahr 2014 einen Schlussstrich setzen und endgültig über die Zukunft der größten Grünanlage der Stadt entscheiden.


Alles weist darauf hin, dass der Stadtrat während einer der kommenden Versammlungen entscheiden wird den Schlosswald in ein kommunales Naturschutzgchutzgebiet zu verwandeln, was jede Bautätigkeit ausschließen soll und die Erhaltung des Parks als Grünfläche garantiert. Auch wenn diese Art von Schutz der geringsmögliche Schutz in Schweden ist, so könnte damit, zumindest für die kommenden Jahre, das wichtigste Ausflugsgebiet der Göteborger im heutigen Zustand erhalten bleiben.

Die Frage, die sich in diesem Rahmen allerdings stellen wird, ist die Nutzung des Schlosswaldes für Veranstaltungen wie Way Out West, die offensichtlich ein kommerzielles Interesse vertreten und die Anlage zeitweise für die Besucher sperrt sowie die Grünfläche stark strapaziert. Das Schutzinteresse wird daher dem kulturellen Interesse der Stadt gegenüberstehen und unter Umständen ein etwas zweifelhaftes Naturschutzgebiet entstehen lassen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 27. Oktober 2013

Göteborg will nun den umstrittenen Ardalsberget schützen

Auch wenn es noch keine endgültige Entscheidung zur Nutzung des Ardalsberget gibt, Swerock jedoch in erster Instanz mit der Entscheidung konfrontiert wurde, dass der Berg mit dem einzigen Waldgebiet des Göteborger Stadtteils Hisingen aus mehreren Gründen nicht in einen Steinbruchs verwandelt werden darf, zeigt sich nun der Stadtrat Göteborgs plötzlich wieder eifrig dabei das gesamte Gebiet als Naturschutzgebiet auszuzeichnen.

Der Plan zum Schutz des Gebietes war bereits vor sämtlichen Fragen zum Steinbruch interessant gewesen, wobei sich die Stadt dann jedoch entschlossen hatte sich gegen den Naturschutz zu stellen und das Klagen anderen zu überlassen, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Verantwortlichen hofften von Swedrock Material für den Straßenbau günstig erhalten zu können.

Sehr plötzlich findet die Stadt Göteborg nun jedoch eine Million Kronen für die zuständigen Ämter, damit der Schutz des Gebietes baldmöglichst in Angriff genommen werden kann und eine grüne Insel inmitten des Hafengebietes entstehen kann in dem allerdings der Ölgeruch nie ganz verschwindet. Der vermutliche Schutz des Gebietes wird allerdings nicht nur von Swerock negativ gesehen, denn auch die Betreiber des Hafens wollen das Gebiet für ihre Expansion haben, was der Stadt erneut einiges an Kopfzerbrechen bereiten wird.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 1. Mai 2013

Ein Wanderfalke kann die Gasglocke retten

Nachdem das Göteborger Bauamt nun eine Abrissgenehmigung für die rostende Gasglocke in Göteborg ausgestellt hat ohne irgendwelche Bedingungen zu stellen, liegt es nun an den Wanderfalken (Falco peregrinus) über die Zukunft des Gebäudes zu entscheiden, das ein deutliches Kennzeichen Göteborgs ist. Die endgültige Entscheidung zum Abriss oder dem Erhalt der Gasglocke liegt nun an der Region und den Bestimmungen zum Naturschutz, denn Naturschutz interessiert weder den Stadtrat, noch das Bauamt oder den Besitzer der Gasglocke.

Nach über 50 Jahren hatte sich im Jahr 2012 ein Wanderfalke entschieden die Gasglocke als Wohnung zu benutzen und, nach über 50 Jahren, kehrte damit der rot gelistete Vogel nach Göteborg zurück. Der Platz schien jedenfalls sehr gut gewählt zu sein, denn das Weibchen blieb nicht allein und im Sommer 2012 konnte man ein Pärchen mit zwei Jungen über Göteborg entdecken, die die Gasglocke als ideale Wohnung betrachteten und auch dieses Jahr wieder dort wohnen wollen.

Die Region des Västra Götlands hat es nun nicht leicht, denn der Wanderfalke ist nicht nur sehr selten geworden und auf der Roten Liste Schwedens zu finden, sonder wird auch auf europäischem Niveau geschützt. Nach den geltenden Gesetzen darf ein Gebäude mit Wanderfalken nur dann abgerissen werden, wenn es absolut keine andere Lösung gibt, was in diesem Fall wohl sehr schwierig zu beweisen ist, denn auch wenn die Restauration der Gasglocke Geld kostet, so kann sie dennoch erhalten bleiben, umgebaut werden und weiterhin ein Nistplatz für Wanderfalken sein.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Montag, 10. Dezember 2012

Göteborger Schlosswald soll geschützt werden


Das Göteborger Bauamt hat sich entschlossen den größten Stadtpark Schwedens, den Göteborger Schlosswald, im kommenden Jahr gegen jede Art von Bauprojekt zu schützen um ihn damit für alle Zukunft als Grünfläche für die Erholung der Städter zu erhalten. Auch wenn dieses Projekt seit über 20 Jahren immer wieder auf den Tisch des Stadtrats kam, kam nun mit der grüneren Politik der Stadt die Wende.

Sicher ist bisher jedoch nur, dass der Schlosswald geschützt wird, nicht entschieden ist jedoch in welche Kategorie er fallen wird. Im nächsten Schritt muss daher entschieden werden ob der Schlosswald nach Stockholmer Modell zu einem Nationalstadtpark wird, zu einem Naturschutzgebiet oder einem Kulturschutzgebiet, die alle drei gemeinsam haben, dass dort keine Miethäuser oder Privathäuser gebaut werden dürfen.

Auch wenn das Bauamt der Stadt nun als erstes den Schlosswald in seiner Gesamtheit unter Schutz stellen will, so geht der Plan des Amtes bereits weiter indem auch einige andere Parkanlagen der Stadt geprüft werden, die von Bauunternehmen bereits in Zukunftsprojekten eingeschlossen werden. Sollten daher diese Parks den Voraussetzungen für ein Schutzgebiet entsprechen, so können in den kommenden Jahre auch diese als Naturschutzgebiete Göteborgs ausgezeichnet werden.


Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. November 2012

Grünfläche in Arendal wird zum Steinbruch

Auch wenn der linke Flügel des Göteborger Stadtrats noch im August des Jahres unter allen Umständen die Grünfläche in Arendal, eine der letzten auf der Insel Hisingen, retten wollte, hat sich die Stadt nun entschieden alle Einsprüche zurückzuziehen damit Swerock unmittelbar mit dem Kahlschlag der Gegend beginnen kann und den für die Dauer von 20 Jahren genehmigten Steinbruch in Betrieb nehmen kann.

Die Ursache dafür, dass Göteborg den Prozess nicht fortführt, ist die Tatsache, dass Swerock mit Schadenersatzansprüchen droht, die problemlos 100 Millionen Kronen übersteigen können und die Aussicht den Fall zu gewinnen und damit die Natur zu schützen sehr gering ist. Die Stadt hofft indes, dass das Unternehmen die Schäden an der Natur so weit wie möglich begrenzen wird und in diesem Zusammenhang Gespräche mit Göteborg führen wird.

Nach der Genehmigung der Regionalregierung darf Swerock bis zum Jahr 2032 insgesamt 12,9 Millionen Tonnen Berg in Schotter verwandeln, wobei die jährliche Menge auf 750.000 Tonnen begrenzt ist. Dass die Stadt nun einen Rückzieher machte, kann allerdings auch daran liegen, dass für die geplanten Straßenarbeiten und den Ausbau der Eisenbahnlinie sehr große Mengen an Schotter benötigt werden, die man bei einem entsprechenden Abkommen mit Swerock zu einem relativ günstigen Preis erwerben kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 18. November 2012

Das Feuchtgebiet Välen in Göteborg wird Naturschutzgebiet

Nach jahrelangen Bemühungen um das Feuchtgebiet Välen im westlichen Göteborg hat sich die Göteborger Stadtverwaltung nun entschlossen darüber zu entscheiden, ob die 68 Hektar zu einem Naturschutzgebiet erklärt werden soll, damit die kommerzielle Nutzung auch in Zukunft ausgeschlossen wird. Da die Stadt selbst Eigentümer des gesamten Grundstückes ist, geht die Entscheidung im Grunde nur darum, ob dort die einzigartige Natur geschützt werden soll oder in naher Zukunft Baukräne aufgebaut werden.

Välen bietet innerhalb Göteborgs die einzige Fläche an der Süßwasser langsam in Salzwasser übergeht und nicht nur die Mündung mit seinem Feuchtgebiet interessant ist, da man hier im Laufe des Jahres allein 160 Vogelarten beobachten kann, sondern auch, weil man entlang eines Wanderweges historische Gräber finden kann und von einer einzigartigen Natur profitieren kann.

Der Naturschutzverband Västra Frölunda versucht seit über 20 Jahren das Feuchtgebiet Välen zu schützen und setzte zu diesem Zweck auch das schottische Highland Cattle aus, das die umzäunten Wiesen abweidet, damit möglichst wenige Menschen den inneren Bereich des Gebietes betreten müssen. Das bisher relativ wenig besuchte Gebiet hat die idealen Voraussetzungen als Schutzgebiet, wobei es den Besuchern auch möglich ist durch Wanderwege optimal von Välen profitieren zu können.

Copyright: Herbert Kårlin