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Montag, 18. März 2013

Göteborger fühlen sich in ihrer Stadt nicht sicher

Obwohl die Politiker Göteborgs das städtische Unternehmen Trygg gründeten, das die Stadt in ein Gebiet verwandeln soll in dem man sich sicher fühlt und Gemütlichkeit findet, zeigt die Statistik, dass die Göteborger mehr Angst vor einem Übergriff oder einem Überfall haben als die Bewohner Stockholms, obwohl in Stockholm die Statistik eine höhere Kriminalität ausweist und weitaus mehr Raubüberfälle zählt als Göteborg.

Der Stadtrat, allen voran der Sozialdemokrat Dario Espiga, erklärte gegenüber der Göteborger Tageszeitung GP, dass man die Ursachen für das Gefühl der Unsicherheit suchen muss und dann Wege finden wird um diese Angst abzubauen. Die Ursache der Angst der Göteborger suchen die Politiker der Stadt verschiedener Schattierung bei den vielen Grünanlagen der Stadt und natürlich der Berichtserstattung der Presse, die, in ihren Augen, diese Angst provoziert indem jeder Überfall auf der ersten Seite landet.

Dario Espigas und Jonas Ransgård sehen ein sicheres Göteborg im Ausbau des Überwachungssystems durch Kameras, damit man die Täter ausfindig machen kann statt sich wirklich an die Ursache der Probleme zu machen, denn die Unsicherheit der Göteborger entsteht durch kaum beleuchtete Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen, da die Stadt Energie sparen will - und die Bürger haben Angst vor menschenleeren Plätzen auf denen man nachts nie einen Polizisten patrouillieren sieht, da diese Plätze mit Autos nicht anzufahren sind.

Herbert Kårlin

Samstag, 12. November 2011

Göteborg Energi ohne Rücksicht auf Verluste

Die stadteigene Gesellschaft Göteborg Energi fordert von der Stadt für jede installierte Anlage einen eigenen Vertrag. Allein das Straßenverkehrsamt musste daher rund 1500 Verträge mit Göteborg Energi unterschreiben. 860 gelten für die Straßenbeleuchtung, 250 für Ampelanlagen, aber auch für Rolltreppen, Pumpanlagen oder die Beleuchtung von Verkehrszeichen wird ein eigener Vertrag gefordert. Beim kleinsten Irrtum stellt die Stromgesellschaft einfach die Anlage ab.

Ein Fehler bei der Dateneingabe beim Straßenverkehrsamt hatte nun fatale Folgen, denn da zwei Verteiler die gleiche Nummer besaßen, stellte Göteborg Energi fest, dass es für zwei zentrale Straßen Göteborg, die Postgatan und die Kronhusgatan, keine Absprache gab und stellte daher die Verteiler am Montag ohne jede Vorwarnung ab, was dazu führte, dass beide Straßen ab dem frühen Abend im völligen Dunkel lagen.

Während die beiden letzten Male, als Göteborg Energi zur gleichen Methode griff statt eine Mail zu schicken oder anzurufen, das Abschalten keine schwerwiegenden Folgen hatte, wurde dieses Mal in der Postgatan eine 58-jährige Frau überfallen und dabei schwer verletzt. Göteborg Energi sieht sich natürlich unschuldig, gibt aber auch keine plausible Erklärung für das Vorgehen. Hinzu kommt, dass Göteborg in zwei Wochen Gast einer internationalen Beleuchtungskonferenz ist und dabei eines der übelsten Beispiele in diesem Bereich wurde.

Herbert Kårlin

Freitag, 4. November 2011

Öffentliche Verkehrsmittel Göteborgs unter Bedrohung

Dieses Jahr mussten in Göteborg bereits 45 Linien eingestellt werden, weil Straßenbahnen und Busse mit Steinen beworfen oder die Fahrer mit grünen Lasern geblendet wurden, elf Touren mehr als im gesamten vorigen Jahr fielen wegen diesen Angriffen aus. Einige Touren Göteborgs werden von den Fahrern nur noch mit Angstgefühlen befahren, da sich dort die Angriffe häufen.

Die gefährlichsten Angriffe erfolgen mit grünen Laserpistolen und Laserstiften, deren Anwendung und Verkauf in Schweden verboten ist. Allein dieses Jahr wurden von den Fahrern von Bussen und Straßenbahnen bereits 118 dieser Vorfälle gemeldet, weitaus mehr als noch im vorigen Jahr, obwohl die dunkle Phase in Göteborg erst begonnen hat. Nur in sehr wenigen Fällen können die jugendlichen Straftäter von der Polizei ausfindig gemacht werden, da sich die Gruppen nach den Angriffen fast unmittelbar auflösen.

Auch das gezielte Werfen von Steinen auf Busfenster wurde im Herbst mehr und mehr zum Sport für jugendliche Gruppen, was nicht nur die Fahrer gefährdet und zu gestrichenen Touren führt, sondern auch Überfälle auf Fahrgäste erleichtert, die dann oft hunderte von Meters zu einer anderen Haltestelle laufen müssen.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Oktober 2010

Jeden Monat 100 Überfälle in Göteborg

Im Durchschnitt werden in Göteborg jeden Monat 100 Personen überfallen und beraubt und dies, obwohl die Polizei seit Frühjahr daran arbeitet insbesondere die Anzahl an diesen nächtlichen Überfällen zu reduzieren. Da die Täter jedoch in der Regel ihre Opfer und die Umgebung jeweils vorher beobachten, konnte die Polizei bisher keine bedeutenden Erfolge verzeichnen.

Über die Hälfte aller Überfälle verzeichnet man im Zentrum Göteborgs und nahezu die Hälfte der oft bewaffneten Raubüberfälle geschehen am Samstag und Sonntag zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens. Zu den gefährlichsten Stellen gehören dabei die Vasagatan und die Umgebung des Hauptbahnhofs.

Nahezu alle Überfälle erfolgen nach dem gleichen Muster. Wenn Männer im Alter zwischen 18 und 30 nachts eine Kneipe oder einen Nightclub verlassen, wurde entweder bereits beim Zahlen an der Theke oder einer Imbissstelle außerhalb der Einrichtung, beobachtet, ob sie Bargeld in der Tasche haben. Anschließend folgt ihnen der Täter bis zu einer dunklen oder menschenleeren Stelle um dann zum Angriff zu gehen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Juli 2010

Tödliche Messerstechereien in Göteborg

Seit Februar 2010 starben in Göteborg vier Menschen nach einer Messerstecherei. Nur einer der Toten war früher in die kriminellen Aktivitäten in der Stadt verwickelt und bei zwei Fällen ist der Täter noch nicht bekannt. Alle vier Fälle haben gemeinsam, dass sie mitten in der Stadt geschahen und die Motive der Täter banal scheinen oder unbekannt sind.

Voriges Jahr starben in ganz Västra Götaland nur sechs Menschen nach Messerstechereien. Diese Entwicklung gibt den Behörden Göteborgs zu denken, denn parallel zu den steigenden Todesfällen zeigt auch die Statistik, nach der immer mehr Personen illegalerweise Messer mit sich führen und diese auch sehr häufig ziehen um andere zu bedrohen oder ihre Forderungen zu stärken.

Auch die Fälle, wo Messer für kriminelle Aktivitäten angewandt werden zeigt seit drei Jahren eine steigende Rate. Während im Jahre 2008 noch rund 1700 Drohungen und Überfälle im Västra Götaland mit Hilfe eines Messers erfolgten, stieg die Zahl im Jahre 2009 bereits auf 2300 Fälle und wird dieses Jahr voraussichtlich erneut überboten.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Juni 2010

Steigende Gewalt in Göteborg

Während der letzten sechs Jahre haben sich Überfälle mit Messern und Messerstechereien in Göteborg verdreifacht. Immer häufiger haben diese Messerstechereien nun auch tödliche Folgen, was dazu führt, dass immer mehr Göteborger Nachts Angst davor haben allein durch die Straßen der Stadt zu gehen oder noch ein Restaurant oder eine Bar zu besuchen.

Aber auch Vergewaltigungen finden in erschreckender Höhe statt, denn kaum eine Woche verstreicht, an der nicht mindestens eine Frau in Göteborg eine Vergewaltigung bei der Polizei anzeigt, wobei die Dunkelziffer nicht in Betracht gezogen wird und die tatsächliche Anzahl an Vergewaltigungen nach Aussagen der Frauenverbände vermutlich um ein dreifaches höher ist als die bekannte Anzahl.

Hinzu kommen in Göteborg die nahezu täglichen Überfälle auf kleine Läden, was dazu führte, dass immer mehr Politiker einen bargeldlosen Zahlungsverkehr für ganz Schweden einführen wollen. Zu all diesen Problemen kommen die im Sommer steigende Anzahl an jugendlichen Randalierern, die bereits den Göteborger Stadtteil Tynnered verunsichern. Eine ähnliche Entwicklung stellt man auch in Stockholm und Malmö fest.

Herbert Kårlin