Posts mit dem Label Straßenbeleuchtung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Straßenbeleuchtung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 12. November 2011

Göteborg Energi ohne Rücksicht auf Verluste

Die stadteigene Gesellschaft Göteborg Energi fordert von der Stadt für jede installierte Anlage einen eigenen Vertrag. Allein das Straßenverkehrsamt musste daher rund 1500 Verträge mit Göteborg Energi unterschreiben. 860 gelten für die Straßenbeleuchtung, 250 für Ampelanlagen, aber auch für Rolltreppen, Pumpanlagen oder die Beleuchtung von Verkehrszeichen wird ein eigener Vertrag gefordert. Beim kleinsten Irrtum stellt die Stromgesellschaft einfach die Anlage ab.

Ein Fehler bei der Dateneingabe beim Straßenverkehrsamt hatte nun fatale Folgen, denn da zwei Verteiler die gleiche Nummer besaßen, stellte Göteborg Energi fest, dass es für zwei zentrale Straßen Göteborg, die Postgatan und die Kronhusgatan, keine Absprache gab und stellte daher die Verteiler am Montag ohne jede Vorwarnung ab, was dazu führte, dass beide Straßen ab dem frühen Abend im völligen Dunkel lagen.

Während die beiden letzten Male, als Göteborg Energi zur gleichen Methode griff statt eine Mail zu schicken oder anzurufen, das Abschalten keine schwerwiegenden Folgen hatte, wurde dieses Mal in der Postgatan eine 58-jährige Frau überfallen und dabei schwer verletzt. Göteborg Energi sieht sich natürlich unschuldig, gibt aber auch keine plausible Erklärung für das Vorgehen. Hinzu kommt, dass Göteborg in zwei Wochen Gast einer internationalen Beleuchtungskonferenz ist und dabei eines der übelsten Beispiele in diesem Bereich wurde.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Göteborgs Probleme mit der Straßenbeleuchtung

Immer häufiger liegen in Göteborg ganze Straßenzüge, vor allem aber auch Fahrradwege, im Dunkel, da nahezu jede Straßenarbeit das Risiko mit sich bringt, dass die elektrischen Leitungen der Stadt beschädigt werden. Dies liegt jedoch nicht an schlechter Arbeitsleistung, sondern an der schlechten Qualität der Kabel, die bereits bis zu 80 Jahren im Boden liegen und nie erneuert wurden.

Die Politiker der Stadt denken zwar eine ein Infrastrukturpaket, das Göteborg zu einer der verkehrsfreundlichsten Stadt Skandinaviens machen soll, vernachlässigen jedoch die nötigsten Infrastrukturarbeiten die die Wasserversorgung und die Beleuchtung der Stadt betreffen.

Von den rund 5000 Kilometern elektrischen Leitungen, die unter den Straßen Göteborgs liegen, sind 3000 Kilometer älter als 70 Jahre. Aus Kostengründen werden jedoch bei jedem Problem nur die notwendigsten Arbeiten erledigt, wobei selbst die Anzahl der Arbeiter unterhalb der notwendigen Schwelle liegt. Da ein Meter neues Kabeln etwa 700 Kronen kostet, kommen in den nächsten Jahren Ausgaben in Millionenhöhe auf die Stadt zu, wenn die Sicherheit der Bevölkerung nicht gefährdet werden soll.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Juni 2010

Göteborg verliert seinen Platz im Umweltranking

Zum dritten Mal hat die SNF (Svenska naturskyddsföreningen), der schwedische Naturschutzverband, 222 von 290 schwedischen Gemeinden nach ihren Umweltschutzmaßnahmen bewertet. Während Göteborg in den Jahren 2005 und 2007 noch einen fünften, respektive sechsten Platz, belegte, liegt die Stadt bei der jüngsten Untersuchung nur nur noch auf einem geteilten 29. Platz.

Zum ersten Mal hat der Naturschutzverband SNF nicht nur zukünftige Pläne und das angestrebte Ziel bewertet, sondern auch die tatsächlichen Aktionen der Städte mit in die Untersuchung aufgenommen, was in Göteborg die Kluft zwischen gewünschten Zielen und tatsächlichen Maßnahmen deutlich aufzeigt, denn viele Pläne der Stadt in Fragen Umweltschutz bleiben auf der Strecke, verzögern sich und selbst die bisherigen Maßnahmen zur Luftverbesserung haben keine erheblichen Fortschritte gezeigt.

Einige der Gründe für den Verlust der Topplätze liegen am mangelhaften Recycling von Naturabfall in Göteborg, die fortgesetzte Anwendung herkömmlicher Lampen bei einem Teil der Straßenbeleuchtung, die unzureichende Anregung für städtische Angestellte den öffentlichen Verkehr zu benutzen oder auch dem extrem seltenen Einsatz von Videokonferenzen, was Reisekosten erheblich reduzieren könnte. Es handelt sich dabei um Schritte, die in Städten wie Östersund, Stockholm und Malmö, die die ersten drei Plätze belegen, längst umgesetzt wurden.

Herbert Kårlin