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Mittwoch, 2. Juni 2010

Göteborg verliert seinen Platz im Umweltranking

Zum dritten Mal hat die SNF (Svenska naturskyddsföreningen), der schwedische Naturschutzverband, 222 von 290 schwedischen Gemeinden nach ihren Umweltschutzmaßnahmen bewertet. Während Göteborg in den Jahren 2005 und 2007 noch einen fünften, respektive sechsten Platz, belegte, liegt die Stadt bei der jüngsten Untersuchung nur nur noch auf einem geteilten 29. Platz.

Zum ersten Mal hat der Naturschutzverband SNF nicht nur zukünftige Pläne und das angestrebte Ziel bewertet, sondern auch die tatsächlichen Aktionen der Städte mit in die Untersuchung aufgenommen, was in Göteborg die Kluft zwischen gewünschten Zielen und tatsächlichen Maßnahmen deutlich aufzeigt, denn viele Pläne der Stadt in Fragen Umweltschutz bleiben auf der Strecke, verzögern sich und selbst die bisherigen Maßnahmen zur Luftverbesserung haben keine erheblichen Fortschritte gezeigt.

Einige der Gründe für den Verlust der Topplätze liegen am mangelhaften Recycling von Naturabfall in Göteborg, die fortgesetzte Anwendung herkömmlicher Lampen bei einem Teil der Straßenbeleuchtung, die unzureichende Anregung für städtische Angestellte den öffentlichen Verkehr zu benutzen oder auch dem extrem seltenen Einsatz von Videokonferenzen, was Reisekosten erheblich reduzieren könnte. Es handelt sich dabei um Schritte, die in Städten wie Östersund, Stockholm und Malmö, die die ersten drei Plätze belegen, längst umgesetzt wurden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 25. April 2010

Kleidung tauschen statt kaufen in Göteborg

Als der schwedische Naturschutzverband den gestrigen Tag zum Kleidungstauschtag ausrief, war das Weltkulturmuseum (Världskulturmuséet) in Göteborg mit auf dem ersten Rang. Als das Museum öffnete, warteten 300, vor allem jüngere, Göteborger bereits darauf ihre Kleidung abzugeben um später dann mit neuen Kleidern, Hosen, Schuhen oder anderem Gewand das Museum wieder zu verlassen. 50 der Tauschwilligen mussten letztendlich bereits abgewiesen werden, da der Platz im Museum sonst für die Aktion nicht ausgereicht hätte.

Vor allem modebewusste junge Leute greifen in Göteborg immer häufiger zum Kleidungstausch und sparen damit nicht nur Geld, sondern helfen damit auch der Umwelt. Zahlreiche Jugendliche warten regelmäßig auf die verschiedensten Kleidungstauschaktionen, die in Göteborg zu den unterschiedlichsten Ereignissen statt finden.

Ein Durchschnittsschwede kauft im Jahr 24 Kilogramm Kleidung und Textilien, was einem enormen indirekten Verbrauch an Energie entspricht. Nach Berechnungen des schwedischen Naturschutzverbandes kann man bei jedem getauschten oder in einem Secondhandlanden gekauften Kleidungsstück 97% der für die Herstellung eines Kleidungsstück nötigen Energie einsparen. Auch wenn der Kleidertauschtag nicht in Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Göteborger Wissenschaftsfestival in Verbindung steht, so kann das Ereignis dennoch im Rahmen des Klimaschutzes gesehen werden, der beim Vetenskapsfestivalen eine bedeutende Rolle spielt.

Herbert Kårlin