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Sonntag, 12. Februar 2012

Die Schlingnatter weiterhin in Göteborg

Wie „Vårt Göteborg“ diese Woche mitteilte, zeigte die Suche nach der geschützten Schlingnatter (Coronella austriaca) im vorigen Jahr erneut Erfolg, denn nach über 300 Stunden an Beobachtungen an 13 Stellen, die von den ungefährlichen Schlangen bewohnt werden können, konnte man zwischen Mai und September drei Schlangen im Göteborger Raum entdecken.

Die extrem scheue Schlingnatter versteckt sich fast immer unter Laub oder Steinen und wird daher nur sehr selten gesehen. Von den drei Schlangen, die man im letzten Jahr entdeckte, lebten zwei im Südwesten des Göteborger Stadtteils Hisingen und eine im Delsjögebiet. Da man bereits während der letzten Suche nach der Schlange im Jahre 2008 vier Tiere fand, kann man nun davon ausgehen, dass sich die Schlingnattern in diesen Gebieten fest etabliert haben.

Die Schlingnatter kommt nur im südlichen Teil Schwedens vor und ist extrem von der Ausrottung bedroht, weshalb sie bereits in ganz Europa geschützt wird. Die Hauptursache für den Rückgang dieser Reptilien liegt vor allem an der Vernichtung ihrer Lebensräume, zumal sich die Schlangen im Laufe ihres Lebens jeweils nur sehr wenig von ihrem Geburtsort entfernen. Trotz ihrem Schutz werden sie jedoch auch vom Menschen getötet, die sie für Kreuzottern halten, obwohl die typische Zeichnung der Kreuzottern auf dem Rücken der Schlingnattern nicht vorhanden ist und auch die Kopfform abweicht.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Juni 2010

Göteborg verliert seinen Platz im Umweltranking

Zum dritten Mal hat die SNF (Svenska naturskyddsföreningen), der schwedische Naturschutzverband, 222 von 290 schwedischen Gemeinden nach ihren Umweltschutzmaßnahmen bewertet. Während Göteborg in den Jahren 2005 und 2007 noch einen fünften, respektive sechsten Platz, belegte, liegt die Stadt bei der jüngsten Untersuchung nur nur noch auf einem geteilten 29. Platz.

Zum ersten Mal hat der Naturschutzverband SNF nicht nur zukünftige Pläne und das angestrebte Ziel bewertet, sondern auch die tatsächlichen Aktionen der Städte mit in die Untersuchung aufgenommen, was in Göteborg die Kluft zwischen gewünschten Zielen und tatsächlichen Maßnahmen deutlich aufzeigt, denn viele Pläne der Stadt in Fragen Umweltschutz bleiben auf der Strecke, verzögern sich und selbst die bisherigen Maßnahmen zur Luftverbesserung haben keine erheblichen Fortschritte gezeigt.

Einige der Gründe für den Verlust der Topplätze liegen am mangelhaften Recycling von Naturabfall in Göteborg, die fortgesetzte Anwendung herkömmlicher Lampen bei einem Teil der Straßenbeleuchtung, die unzureichende Anregung für städtische Angestellte den öffentlichen Verkehr zu benutzen oder auch dem extrem seltenen Einsatz von Videokonferenzen, was Reisekosten erheblich reduzieren könnte. Es handelt sich dabei um Schritte, die in Städten wie Östersund, Stockholm und Malmö, die die ersten drei Plätze belegen, längst umgesetzt wurden.

Herbert Kårlin