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Freitag, 23. März 2012

IT-Service in Göteborg aus Umweltgründen

Die Stadt Göteborg investiert in einen ausgedehnten IT-Service, der bisher übliche Treffen von zwei bis 20 Personen durch Videokonferenzen ersetzen soll. Das Ziel dieses Dienstes ist es jedoch nicht Geld zu sparen, sondern Reisen innerhalb der Stadt und in Stadtnähe weitgehend durch Videokonferenzen zu ersetzen um der Umwelt einen Dienst zu erweisen, da zu viele Angestellte Göteborgs noch immer nicht zu angebotenen Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln greifen, wenn sie zu einem Meeting müssen.

Als zweiten Grund für die Einführung der neuen Technik nennt die Verwaltung Göteborgs eine Bürgernähe zu schaffen, da es die neue Technik ermöglichen wird auch immer wieder einen Betroffenen mit in die Konferenz einzubinden und dadurch ein gesamtheitliches Bild zu sehen. Eine breite Öffentlichkeit durch die Videokonferenzen in das Geschehen der Stadt zu integrieren ist indes nicht vorgesehen.

Die neue Technik wird den Steuerzahler über zwei Millionen Kronen kosten, ohne dass bisher eine Studie erstellt wurde welche Kosten dann in Zukunft eingespart werden können und welche Verwaltungsbereiche Videokonferenzen auch anwenden wollen. Die neu vorgestellte Technik ist indes nichts als eine sehr einfache Methode, die im einfachsten Fall eine Unterhaltung von Laptop zu Laptop ermöglicht, was jede Webkamera ermöglicht, oder aber die Anwendung von Mikrofonen und Bildschirmen, die auch ein Treffen von rund 20 Personen an verschiedenen Stellen ermöglichen. Die ersten Videokonferenzen können dann ab Herbst gebucht werden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Juni 2010

Göteborg verliert seinen Platz im Umweltranking

Zum dritten Mal hat die SNF (Svenska naturskyddsföreningen), der schwedische Naturschutzverband, 222 von 290 schwedischen Gemeinden nach ihren Umweltschutzmaßnahmen bewertet. Während Göteborg in den Jahren 2005 und 2007 noch einen fünften, respektive sechsten Platz, belegte, liegt die Stadt bei der jüngsten Untersuchung nur nur noch auf einem geteilten 29. Platz.

Zum ersten Mal hat der Naturschutzverband SNF nicht nur zukünftige Pläne und das angestrebte Ziel bewertet, sondern auch die tatsächlichen Aktionen der Städte mit in die Untersuchung aufgenommen, was in Göteborg die Kluft zwischen gewünschten Zielen und tatsächlichen Maßnahmen deutlich aufzeigt, denn viele Pläne der Stadt in Fragen Umweltschutz bleiben auf der Strecke, verzögern sich und selbst die bisherigen Maßnahmen zur Luftverbesserung haben keine erheblichen Fortschritte gezeigt.

Einige der Gründe für den Verlust der Topplätze liegen am mangelhaften Recycling von Naturabfall in Göteborg, die fortgesetzte Anwendung herkömmlicher Lampen bei einem Teil der Straßenbeleuchtung, die unzureichende Anregung für städtische Angestellte den öffentlichen Verkehr zu benutzen oder auch dem extrem seltenen Einsatz von Videokonferenzen, was Reisekosten erheblich reduzieren könnte. Es handelt sich dabei um Schritte, die in Städten wie Östersund, Stockholm und Malmö, die die ersten drei Plätze belegen, längst umgesetzt wurden.

Herbert Kårlin