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Nicht nur der Drottningtorget in Göteborg soll in Zukunft ein nahezu verkehrsfreier Platz werden, sondern im Rahmen des Infrastrukturpaketes, das zum Großteil von der Maut finanziert werden soll, soll auch der Korsvägen autofrei werden, einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt mit einer sehr geringen Unfallsquote.Im lehmhaltigen Untergrund der Stadt bei den Gothia Towers der Svenska Mässan und am Vergnügungspark Liseberg soll im Rahmen dieses Infrastrukturpakets ein bedeutender unterirdische Bahnhof entstehen, an dem nicht nur alle Züge anhalten werden, sondern auch der erste unterirdische Kreisverkehr für Autos. Die zu erwartenden Kosten werden die Maut jedoch um Jahre verlängern.Der heutige Verkehrsknotenpunkt Korsvägen, der auch den Zugang zum Universum und dem Weltkulturmuseum ermöglicht, soll nach dem Bau der unterirdischen Anlagen ausschließlich dem öffentlichen Verkehr Göteborgs, Fahrrädern und Fußgängern reserviert sein. Die technische Lösung für diese größte unterirdische Anlage Göteborgs ist bisher noch in der theoretischen Planung des städtischen Verkehrsamts.Herbert Kårlin
Vom 15. bis zum 19. November 2010 finden in Göteborg die Antirassistischen Filmtage statt, bei denen unter anderem auch der letzte Film von Günter Wallraff eine Rolle spielt, da er das Verhältnis „normaler“ Bürger zu einer anderen Hautfarbe sehr deutlich ausdrückt und den versteckten Rassismus zum Thema macht.Die antirassistischen Filmtage mit Filmen, Vorträgen und Diskussionsrunden finden parallel an mehreren Orten Göteborgs statt, was die Besucher teilweise dazu zwingt zwischen mehreren Angeboten zu wählen. Als Arenen wählten die Antirassistischen Filmtage das Hagabio, Atalante, das Kulturzentrum Frölunda, das Angereds Bio und das Weltkulturmuseum.Zu den antirassistischen Filmtagen werden nicht nur bedeutende Gäste aus Schweden, sondern auch zahlreiche internationale Gäste einladen, die die Aspekte des weltweit steigenden Rassismus von einer nichteuropäischen Warte angehen. Sämtliche Veranstaltungen während der Antirassistischen Filmtage sind kostenlos.Herbert Kårlin
Am Sonntag, den 12. September 2010 findet im Weltkulturmuseum (Världskulturmuseet) in Göteborg das dritte öffentliche Eid-Fest statt, das auch als Fitr-Fest oder Fastenbrechen bekannt ist und eines der beiden bedeutendsten Feste der Muslims ist und mit dem Ende von Ramadan drei Tage lang gefeiert wird.Während die ersten beiden Tage des Eid-Festes auch bei den offeneren Muslims zu Hause mit Familie und Freunden gefeiert wird und mit bestimmten Riten und einem gemeinsamen Gebet in der Moschee eingeleitet wird, sind am Sonntag im Weltkulturmuseum alle eingeladen, die sich für das Eid-Fest interessieren und die Kultur der Welt der Muslims besser verstehen wollen.Bereits im ersten Jahr konnte das Weltkulturmuseum zum Fitr-Fest 3000 Personen begrüßen. 2009 wurden bereits 3500 gezählt und dieses Jahr hoffen die Veranstalter auf eine weitere Zunahme der Zahl. Das Fest im Weltkulturmuseum ist jedoch nicht religiös geprägt, sondern will den Besuchern dieses Ereignis in Form einer Ausstellung, mit Musik, Festtagskleidung, Gerüchen und typischen Gerichten, die zum Eid-Fest zubereitet werden, näher bringen.Herbert Kårlin
Als der schwedische Naturschutzverband den gestrigen Tag zum Kleidungstauschtag ausrief, war das Weltkulturmuseum (Världskulturmuséet) in Göteborg mit auf dem ersten Rang. Als das Museum öffnete, warteten 300, vor allem jüngere, Göteborger bereits darauf ihre Kleidung abzugeben um später dann mit neuen Kleidern, Hosen, Schuhen oder anderem Gewand das Museum wieder zu verlassen. 50 der Tauschwilligen mussten letztendlich bereits abgewiesen werden, da der Platz im Museum sonst für die Aktion nicht ausgereicht hätte.Vor allem modebewusste junge Leute greifen in Göteborg immer häufiger zum Kleidungstausch und sparen damit nicht nur Geld, sondern helfen damit auch der Umwelt. Zahlreiche Jugendliche warten regelmäßig auf die verschiedensten Kleidungstauschaktionen, die in Göteborg zu den unterschiedlichsten Ereignissen statt finden.Ein Durchschnittsschwede kauft im Jahr 24 Kilogramm Kleidung und Textilien, was einem enormen indirekten Verbrauch an Energie entspricht. Nach Berechnungen des schwedischen Naturschutzverbandes kann man bei jedem getauschten oder in einem Secondhandlanden gekauften Kleidungsstück 97% der für die Herstellung eines Kleidungsstück nötigen Energie einsparen. Auch wenn der Kleidertauschtag nicht in Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Göteborger Wissenschaftsfestival in Verbindung steht, so kann das Ereignis dennoch im Rahmen des Klimaschutzes gesehen werden, der beim Vetenskapsfestivalen eine bedeutende Rolle spielt.Herbert Kårlin