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Montag, 26. Mai 2014

Toucandiebstahl in Göteborg

Erst am 28. März kam die Toucandame Georgina im Universeum in Göteborg an um dort Big George Gesellschaft zu leisten und vielleicht auch irgendwann für junge Vögel im Tropenhaus zu sorgen. Der Anfang war etwas schwierig, denn Big George zeigte sich sehr misstrauisch und Georgina musste sich immer wieder vom starken und scharfen Schnabel des Männchens in Acht nehmen, aber mit der Zeit wurden die Angriffe immer seltener und das Verhältnis zwischen den beiden besserte sich.


Nach einem wochenlangen gemeinsamen Aufenthalt im Tropenteil des Universeum begann nun Big George endlich den Weibchen sogar den Hof zu machen und die Kämpfe gehörten endgültig der Vergangenheit an, bis am Samstagmorgen die Tierwärter vergeblich nach Georgina suchten und letztendlich feststellen mussten, dass die Dame spurlos verschwunden war, also von einem dreisten Dieb gestohlen worden war.

Wie der Diebstahl zu Stande kam, ist bisher völlig unklar, aber da Georgina an Menschen gewöhnt war und sich ihnen auch näherte, ist es denkbar, dass sie mit einem schnellen Griff in einer größeren Tasche verschwand und dann aus dem Gebäude geschmuggelt wurde. Da Georgina beringt ist und einen Chip trägt, gilt die Dame als unverkäuflich, aber ein privater Halter dürfte, ohne entsprechenden Tipp, dennoch kaum gefunden werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Samstag, 31. August 2013

Das Universeum in Göteborg bekommt weniger Geld

Im Regenwald der Universeum in Göteborg

Die Nachricht, dass das Universeum in Göteborg im nächsten Jahr statt dem erwarteten regionalen Zuschuss in Höhe von bisher jährlich zehn Millionen Kronen nur noch 7,4 Millionen Kronen erhält, schlug nahezu wie eine Bombe ein und bedeutet, dass an Projekten gespart werden muss und auch das Personal gekürzt wird, jedoch in einer Weise, dass es die Besucher der populärwissenschaftlichen Einrichtung nicht zu spüren bekommt.

Aber auch wenn die Kürzung des Budgets so kurzfristig kommt und dadurch gewisse Probleme bei der Planung des nächsten Jahres verursacht, so war diese Kürzung seit Jahren zu erwarten, da die Region Västra Götaland für diese Art an wissenschaftlichen Einrichtungen nur über ein jährliches Gesamtbudget von insgesamt 15 Millionen Kronen verfügt, die jedoch an sechs Einrichtungen verteilt werden müssen. Das Universeum war daher jahrelang privilegiert, jedoch mit dem Ziel, dass die dortige Geschäftsführung sich bald von einem Teil des Beitrags löst und sich von den Eintritten finanziert statt durch die Subventionen immer größere Projekte in die Wege zu leiten.

Die neue Verteilung der 15 Millionen Kronen soll nun so vor sich gehen, dass die Summe der Menge der Kinder angepasst wird, die man in der Nähe einer der sechs populärwissenschaftlichen Einrichtungen findet, was dem Göteborger Universeum immer noch knapp die Hälfte des Gesamtbudgets bringt. Allerdings sollen die bisherigen Stiefkinder, der Innovatum Teknikpark in Trollhättan und das Dalénium Science Center in Skövde, in Zukunft eine höhere Summe erhalten um ihre Einrichtungen ausbauen und besser entwickeln zu können.

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Dienstag, 26. März 2013

16 Dinosaurier kommen nach Göteborg


Am 28. März 2013 wird im Göteborger Universeum die zweite Ausstellung an Dinosaurier eröffnet, eine Ausstellung mit 16 legendären Tieren, die bis zum 6. Oktober die Terrasse des Museum einnehmen werden. Der Unterschied zu der vorhergehenden Präsentation der Tiere ist jedoch, dass alle neun Arten mit Federn bekleidet sind und dass die Tiere dieses Mal eigens für das Universeum hergestellt wurden.

Wissenschaftler sind sich mittlerweile nahezu einig, dass die gigantischen Tiere zu  den Vögeln gehören, auch wenn die Dinosaurier nie fliegen konnten. Die Federn waren allerdings auch nicht zum Fliegen bestimmt, sondern dienten dem Wärmehaushalt der Tiere und der Camouflage in der Natur. Auch wenn man heute nicht mehr sagen kann welche Farbe die Federn der Dinosaurier hatten und wie stark die Tiere befiedert waren, so könnten die Riesenvögel natürlich auch genau so ausgesehen haben wie im Universeum. Die Idee war jedoch nicht ein Original-Saurier zu rekonstruieren, sondern den Besuchern der Ausstellung eine Idee zu geben wie die Tiere ungefähr ausgesehen haben.

Die Dinosaurier lebten vor etwa 260 Millionen Jahre auf der Erde und die Mehrheit der Forscher nimmt an, dass sie mit dem Meteorenregen, der vor über 65 Millionen Jahren in Mexiko niederging, ausstarben. Aber auch dies ist natürlich nur eine Theorie, denn bis heute weiß niemand so genau woher diese Tiere kamen und warum sie so plötzlich verschwanden. Sicher ist im Grunde nur, dass damals nur eine Gruppe an Verwandten überlebte, nämlich die Vögel.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Vetenskapsfestivalen Göteborg 2013

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Neue giftige Schlange im Göteborger Universeum

Rechtzeitig zum Weihnachtsprogramm des Göteborger Universeum bekam die Abteilung „Giftige Schönheiten“ des Universeums eine weitere Giftschlange, die mit zu den tödlichsten Schlangen dieser Welt zählen. Am 20. Dezember zog eine australische Todesotter (Acanthophis antarcticus praelongus) in den Terrarien des Museums ein.

Wie bereits der Inlandstaipan (Oxyuranus microlepidotus), ebenfalls im Universeum zu sehen, so kommt auch die Todesotter aus Australien, wo die größte Anzahl an tödlichen Schlangen vorkommt. Das Exemplar im Universeum hat jedoch keine so weite Reise hinter sich und hat sich nie im australischen Sand eingegraben, den sie wurde von einem Mitarbeiter des Universeum im nahen Skåne aufgezogen.

Die Todesotter wird meist nicht länger als 60 cm und ähnelt, auf den ersten Blick, einer Kreuzotter, wobei sie jedoch nicht der gleichen Familie angehört. Die Schlange ist wegen ihrem Nervengift gefürchtet, das nach wenigen Stunden zum Ersticken führen kann. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen sterben nach einem Biss der Schlange etwa 15% der von der Schlange gebissenen Menschen, wobei es jedoch ein sehr aktives Serum gibt, das die Lähmungen fast unmittelbar aufhebt.

Herbert Kårlin

Montag, 29. November 2010

Ambitiöses Bauprojekt in Göteborg

Nicht nur der Drottningtorget in Göteborg soll in Zukunft ein nahezu verkehrsfreier Platz werden, sondern im Rahmen des Infrastrukturpaketes, das zum Großteil von der Maut finanziert werden soll, soll auch der Korsvägen autofrei werden, einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt mit einer sehr geringen Unfallsquote.

Im lehmhaltigen Untergrund der Stadt bei den Gothia Towers der Svenska Mässan und am Vergnügungspark Liseberg soll im Rahmen dieses Infrastrukturpakets ein bedeutender unterirdische Bahnhof entstehen, an dem nicht nur alle Züge anhalten werden, sondern auch der erste unterirdische Kreisverkehr für Autos. Die zu erwartenden Kosten werden die Maut jedoch um Jahre verlängern.

Der heutige Verkehrsknotenpunkt Korsvägen, der auch den Zugang zum Universum und dem Weltkulturmuseum ermöglicht, soll nach dem Bau der unterirdischen Anlagen ausschließlich dem öffentlichen Verkehr Göteborgs, Fahrrädern und Fußgängern reserviert sein. Die technische Lösung für diese größte unterirdische Anlage Göteborgs ist bisher noch in der theoretischen Planung des städtischen Verkehrsamts.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 1. Juli 2010

Die Västerhavsveckan in Göteborg und dem Västra Götaland

Am 1. Juli wird an der Ostindiefararen Götheborg, die den Sommer über am Stenpiren in Göteborg liegt, die Västerhavsveckan, die Woche des schwedischen Westmeeres, eröffnet, die bis zum 11. Juli in Västra Götaland zu etwa 100 Aktivitäten einlädt, die dem Besucher das Meeresmilieu vor der Westküste näher bringen sollen.

In Göteborg konzentrieren sich die Aktionen vor allem um den Segler Götheborg, das Einkaufszentrum Nordstan, das Universeum, das Museum Maritiman und das Meereszentrum in Lindholmen, wo Kapitäne und Seeingenieure für die Hochsee ausgebildet werden. Die Mehrheit der Ereignisse richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene.

Während die ruhigste Möglichkeit das Meeresmilieu zu entdecken eine Wanderung entlang der Küste des Bohuslän ist, so ist vermutlich eine Fahrt mit dem Forschungsfahrzeug Nereus in das jüngste Meeresschutzgebiet Kosterhavet das aufregendste Erlebnis, wo man einen Teil der dort vorkommenden 6000 Arten an Pflanzen und Tieren aus nächster Nähe entdecken kann.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. Februar 2010

Der Laserstrahl feiert im Göteborger Universeum 50 Jahre

Vor 50 Jahren hat Theodore Maiman den Laserstrahl entdeckt, eine Lichtquelle, die aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Medizin wie Unterhaltungselektronik hätten ohne diese Entdeckung andere Wege einschlagen müssen und zahlreiche Gebiete des heutigen täglichen Lebens wären ohne Laserstrahl kaum möglich, auch wenn so manche die Messmethoden der Polizei ohne Laser bevorzugen würden.

Am 27. Februar eröffnet daher das Göteborger Universeum die Jubiläumsausstellung Laserstrahlen. Die Besucher können hier nicht nur alles über die unterschiedlichen Laserstrahlen und ihre Anwendung erfahren, sondern auch an Hand von kleinen „Experimenten“ die praktische Anwendung entdecken, indem sie ihre Augen testen oder die Dicke eines Haares messen.

Sowohl am Samstag den 27. Februar als auch darauf folgenden Sonntag stehen den Besuchern des Universeums jeweils um 11 und um 16 Uhr drei Experten in Laserfragen Rede und Antwort. Die drei Fachleute erzählen zum einen die Geschichte der verschiedenen Laserstrahlen und ihre Anwendung, zum anderen führen sie mehrere Experimente vor und, sie beantworten vor allem die Fragen der Besucher.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. September 2009

Ein neues Heim für die verlassenen Tiere Göteborgs

Bisher galt das Universeum als Auffanglager für Tiere, die von ihren Besitzern irgendwo ausgesetzt wurden oder aus sonstigen Gründen ihr Heim verloren. Katzen, Schildkröten und Giftschlangen wurden einfach dort abgegeben oder auch in den Räumen ausgesetzt, in der Hoffnung, jemand werde sich dann schon um sie kümmern.

Auf Grund des großen Aufwandes and Platz und Arbeitszeit, aber auch wegen der Teils sehr langen Quarantänezeiten hat das Universeum in Göteborg nun diesen Hilfsdienst eingestellt. Die Fachkräfte dienen nur noch als Berater, vor allem wenn es um Giftschlangen geht, deren Besitzer häufig wenig über ihre Tiere und die gleichzeitigen Gefahren wissen.

Ab September beginnt haben daher nun Tierfreunde ein Rettungszentrum für Tiere begonnen, das nach den Ideen von Animals H.O.P.E. arbeitet. In Göteborg, wie auch in ganz Schweden, werden eldsjälarna die gesamte Arbeit und Verwaltung übernehmen. Die Sponsoren für das Projekt wurden ebenfalls gefunden.

In Göteborg wird auch eine Tierklinik an das Projekt angegliedert. Idee ist natürlich für die gesunden oder wieder gesunden Tiere ein neues Heim zu finden oder sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum wieder auszuwildern, so dass der Aufenthalt in diesem Tierheim nur einen vorübergehenden Charakter hat.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 9. Juli 2009

Der Inlandtaipan im Universeum in Göteborg

Ab heute verfügt das Universeum in Göteborg über eine weitere Attraktion für die ein eigenes Terrarium errichtet werden musste. Heute zieht dort die giftigste Schlage der Welt ein, der Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) aus dem zentralen Australien.

Der Inlandtaipan wurde das erste Mal im Jahre 1879 von Sir Frederick McCoy beschrieben, wobei genauere Kenntnisse über die Schlange jedoch nur bis ins Jahr 1975 zurückreichen als die Schlange des zentralen Australiens genauer untersucht wurde.

Ein einziger Biss der Inlandtaipan kann, theoretisch, 1200 Menschen oder 25.000 Mäuse töten. Sie ist also um ein fünfundzwanzigfaches giftiger als die gefürchtete Kobra. Der Inlandtaipan ist in der Regel nicht aggressiv, flieht jedoch grundsätzlich nicht vor Feinen. Bei Gefahr oder Bedrohung verteidigt sie sich unmittelbar mit ihrem tödlichen Biss.

Der Inlandtaipan bereichert die Sammlung des Universeum und soll vor allem über die Notwendigkeit und die Entwicklung von Serum informieren, aber auch einen Einblick in die Giftkunde bieten.

Mehr über die Inlandtaipan im Göteborger Universeum bei: Världens giftigaste orm till Universeum