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Sonntag, 5. Oktober 2014

Eine besondere Geburt in Schweden

Als Forscher des Sahlgrenska Universitätskrankenhauses in Göteborg im Jahre 1999 begannen nach einer Lösung zu suchen wie Frauen, die ohne Gebärmutter geboren wurden oder denen diese in sehr jungen Jahren entfernt werden musste, Kinder bekommen können, war ihnen bewusst, dass dies sehr viele Jahre dauern würde. Erst als im Jahre 2012 die erste Transplantation einer Gebärmutter gelang, waren die Forscher dem Ziel ein großes Stück näher gerückt und nur zwei Jahre später können sie eine Erfolgsmeldung verbuchen.

Nun gaben die Mediziner bekannt, dass nicht nur bisher sieben der neun Transplantationen einer Gebärmutter über alle Erwartungen gut verliefen, sondern dass auch die erste der Frauen  vor einem Monat ein gesundes Baby geboren hat und eine weitere Frau ein Kind erwartet. Beide Embryos entstanden aus den Eiern der Mütter und den Spermien der Väter und wurden zu Beginn des Jahres in der jeweiligen Gebärmutter eingesetzt.

Natürlich ist dies noch nicht als echter Erfolg zu sehen, denn bei zwei Frauen ist die Transplantation missglückt und bei fünf weiteren ist ungewiss ob sie nun Kinder bekommen können, aber die Kette der Ereignisse zeigt, dass es möglich ist dass eine Frau, die ohne Gebärmutter zur Welt kommt, Mutter werden kann. Weitere Forschungen, Transplantationen und Analysen können daher in wenigen Jahren bereits dazu führen, dass überall in der Welt ähnliche Transplantationen durchgeführt werden können und zumindest die Chance besteht, dass ein Teil dieser Frauen auch Kinder bekommen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. August 2014

Unsichere Zukunft für das Aeroseum in Göteborg

Seit Mai 2005 hat sich des Aeroseum in Göteborg zu einem wahren Erlebniszentrum in Göteborg entwickelt. Auch wenn die finanziellen Voraussetzungen in dieser Zeit nicht immer optimal waren, so gelang es den Verantwortlichen die Aktivitäten auszubauen und die unterirdischen Hallen begrüßen heute rund 50.000 Besucher pro Jahr. Neben einer staatlichen Subvention von jährlich zwei Millionen Kronen gelang es dem Aeroseum sich aus Einnahmen, mit Hilfe von Sponsoren und der Aktivität von Freiwilligen zu finanzieren, ein Modell, das nun in Frage gestellt ist.


Um auch weiterhin die absolut notwendige staatliche Subvention zu erhalten, muss das Aeroseum bereits ab 2015 nachweisen, dass auch die Region Västra Götaland und/oder die Stadt Göteborg am Erhalt der Einrichtung interessiert sind und das Erlebniszentrum ebenfalls finanziell unterstützen, genau genommen mit 3,5 Millionen Kronen, eine Summe, die auch garantieren würde, dass die wissenschaftliche Aktivität des Aeroseums ausgebaut werden kann und nicht mehr jede Investition zu einer Zerreißprobe wird.

Problematisch ist jedoch, dass sich bisher weder die Region noch die Stadt sonderlich für das Aeroseum interessierten und das Budget für das kommende Jahr bereits entschieden ist, ohne allerdings das Aeroseum einzubinden. Die Stadtverwaltung zeigt sich zwar offen für Verhandlungen mit dem Flugerlebniszentrum, sieht jedoch kaum einen Handelsspielraum für 2015. Die Verantwortlichen des Aeroseum blicken dem kommenden Jahr nun mit gemischten Gefühlen entgegen, denn sollte es die staatlichen Gelder verlieren, so können nur noch am Wochenende Besucher entgegengenommen werden, was die Einkünfte des Aeroseums stark mindern könnte.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 5. Mai 2014

18. Wissenschaftsfestival 2014 in Göteborg

Zwischen dem 5. und dem 11. Mai 2014 findet in Göteborg das 18. Wissenschaftsfestival (Vetenskapsfestivalen) statt, das dieses Jahr im Freihafen mit einem Rekordversuch für das Guinness Buch der Rekorde eingeleitet wird, denn dort soll ab 10 Uhr morgens aus 4096 kleineren Sierpinski-Pyramiden die bisher weltweit höchste Sierpinski-Pyramide zusammengesetzt werden. Die Einzelteile wurden von 1200 Schülern der Mittelstufe gebaut, auch wenn für das Fertigstellen nun ein Kran benötigt wird.


Das diesjährige Wissenschaftsfestival wird an 30 verschiedenen Orten der Stadt zu finden sein und gewissermaßen vom Freihafen bis zur neu eingeweihten Stadtbibliothek, Liseberg und der Technischen Hochschule Chalmers führen. Das Festival richtet sich bei einigen Punkten nur an Schulen, bei der Mehrheit jedoch an die gesamte Bevölkerung der Stadt und seine Besucher. Das umfangreiche Programm bietet im Grunde jedem Bürger der Stadt interessante Vorführungen, Vorträge und Experimente.

Während die absolute Mehrheit der Punkte im Programm des Wissenschaftsfestivals natürlich modernste Technik und die wissenschaftliche Zukunft unserer Welt im Auge haben, ließ es sich die Stadtverwaltung natürlich nicht nehmen auch etwas Wahlpropaganda für die diesjährigen Wahlen mit unterzubringen, wenn auch verkleidet in Zivilcourage, die Bestechungen und krumme Touren aufdecken kann, ein Punkt, der zeigen soll, dass es Göteborg mit einer ehrlichen Zukunft ernst nehmen will und Edward Snowden auch einen Weg in die westschwedische Stadt gefunden hat.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 8. Januar 2014

Göteborger Universität verliert an Ansehen

Nachdem beim letzten internationalen Ranking die Göteborger Universität aus der Liste der 200 weltweit besten Universitäten verschwand und die Masterausbildung in Physik im vergangenen Sommer als geradezu wertlos bezeichnet wurde, hat die Einrichtung nun zum Jahresbeginn erneut eine negative Nachricht zu melden, denn vier ihrer Ausbildungen werden als minderwertig bezeichnet.


Nun musste das Universitätsamt zudem feststellen, dass das Kandidatenexamen in Filmwissenschaft nicht den geforderten Ansprüchen gerecht wird, auch wenn sich Göteborg als schwedische Hauptstadt des Films sieht. Aber auch die Kandidaten- und Masterexamen in Archäologie kommen nicht an den geforderten Standard, wie auch der Magister in Kunst und Bildwissenschaft, Bereiche in denen Göteborg eigentlich anderen Universitäten im Voraus sein sollte.

Die Umstrukturierung und neue Geldverteilungen bei denen einige Fachbereichen benachteiligt werden, können auch noch andere Fakultäten in die Tiefe ziehen und der Göteborger Universität ihr gesamtes Prestige nehmen. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Rektorin der Universität, Pam Fredman, weniger an Neubauten und einen modernen Campus am Näckrosdammen denkt, sondern daran wie sie in Göteborg die Ausbildungen wieder dem internationalen Niveau anpassen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 31. August 2013

Das Universeum in Göteborg bekommt weniger Geld

Im Regenwald der Universeum in Göteborg

Die Nachricht, dass das Universeum in Göteborg im nächsten Jahr statt dem erwarteten regionalen Zuschuss in Höhe von bisher jährlich zehn Millionen Kronen nur noch 7,4 Millionen Kronen erhält, schlug nahezu wie eine Bombe ein und bedeutet, dass an Projekten gespart werden muss und auch das Personal gekürzt wird, jedoch in einer Weise, dass es die Besucher der populärwissenschaftlichen Einrichtung nicht zu spüren bekommt.

Aber auch wenn die Kürzung des Budgets so kurzfristig kommt und dadurch gewisse Probleme bei der Planung des nächsten Jahres verursacht, so war diese Kürzung seit Jahren zu erwarten, da die Region Västra Götaland für diese Art an wissenschaftlichen Einrichtungen nur über ein jährliches Gesamtbudget von insgesamt 15 Millionen Kronen verfügt, die jedoch an sechs Einrichtungen verteilt werden müssen. Das Universeum war daher jahrelang privilegiert, jedoch mit dem Ziel, dass die dortige Geschäftsführung sich bald von einem Teil des Beitrags löst und sich von den Eintritten finanziert statt durch die Subventionen immer größere Projekte in die Wege zu leiten.

Die neue Verteilung der 15 Millionen Kronen soll nun so vor sich gehen, dass die Summe der Menge der Kinder angepasst wird, die man in der Nähe einer der sechs populärwissenschaftlichen Einrichtungen findet, was dem Göteborger Universeum immer noch knapp die Hälfte des Gesamtbudgets bringt. Allerdings sollen die bisherigen Stiefkinder, der Innovatum Teknikpark in Trollhättan und das Dalénium Science Center in Skövde, in Zukunft eine höhere Summe erhalten um ihre Einrichtungen ausbauen und besser entwickeln zu können.

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Mittwoch, 24. April 2013

Das Wissenschaftsfestival 2013 in Göteborg

Vom 25. bis zum 28. April 2013 findet in Göteborg das jährliche Wissenschaftsfestival statt, das in vier Tagen jeweils zwischen 50.000 und 70.000 Besucher anlockt, die auf anschauliche und populärwissenschaftliche Weise einen Blick in die Welt der Wissenschaften werfen wollen. Das diesjährige Wissenschaftsfestival steht unter dem Motto Kontroll eller noll koll (Unter Kontrolle oder keine Ahnung).

Das diesjährige Wissenschaftsfestival bietet an 31 verschiedenen Orten Göteborgs insgesamt 275 Programmpunkte, was bedeutet, dass man sich als Besucher seine Schwerpunkte aussuchen muss, je nachdem, ob man sich innerhalb seines Hobbys mehr Kenntnisse erhofft oder sich aber mit einem völlig neuen Stoff vertraut machen will. Wie immer, so sind auch dieses Jahre alle Veranstaltungen des Festivals kostenlos.

Innerhalb der Programmpunkte finden auch all jene ein Thema, die sich im Grunde gar nicht für Wissenschaft interessieren, denn innerhalb des Überthemas Kontroll eller noll koll findet man auch Vorträge und Seminare, die sich mit Computerspielen und der daraus folgende Abhängigkeit beschäftigen, wie man verhindern kann, dass Kinder fettleibig werden oder wo die Grenzen der Überwachung von Kindern liegt, da uns die heutige Technik eine nahezu lückenlose Überwachung ermöglicht.

Herbert Kårlin

Vetenskapsfestivalen Göteborg 2013

Dienstag, 26. März 2013

16 Dinosaurier kommen nach Göteborg


Am 28. März 2013 wird im Göteborger Universeum die zweite Ausstellung an Dinosaurier eröffnet, eine Ausstellung mit 16 legendären Tieren, die bis zum 6. Oktober die Terrasse des Museum einnehmen werden. Der Unterschied zu der vorhergehenden Präsentation der Tiere ist jedoch, dass alle neun Arten mit Federn bekleidet sind und dass die Tiere dieses Mal eigens für das Universeum hergestellt wurden.

Wissenschaftler sind sich mittlerweile nahezu einig, dass die gigantischen Tiere zu  den Vögeln gehören, auch wenn die Dinosaurier nie fliegen konnten. Die Federn waren allerdings auch nicht zum Fliegen bestimmt, sondern dienten dem Wärmehaushalt der Tiere und der Camouflage in der Natur. Auch wenn man heute nicht mehr sagen kann welche Farbe die Federn der Dinosaurier hatten und wie stark die Tiere befiedert waren, so könnten die Riesenvögel natürlich auch genau so ausgesehen haben wie im Universeum. Die Idee war jedoch nicht ein Original-Saurier zu rekonstruieren, sondern den Besuchern der Ausstellung eine Idee zu geben wie die Tiere ungefähr ausgesehen haben.

Die Dinosaurier lebten vor etwa 260 Millionen Jahre auf der Erde und die Mehrheit der Forscher nimmt an, dass sie mit dem Meteorenregen, der vor über 65 Millionen Jahren in Mexiko niederging, ausstarben. Aber auch dies ist natürlich nur eine Theorie, denn bis heute weiß niemand so genau woher diese Tiere kamen und warum sie so plötzlich verschwanden. Sicher ist im Grunde nur, dass damals nur eine Gruppe an Verwandten überlebte, nämlich die Vögel.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Vetenskapsfestivalen Göteborg 2013

Sonntag, 27. Januar 2013

Chalmers in Göteborg erhält europäische Unterstützung

Als 2010 Andre Geim und Konstantin Novoselov für ihre Entdeckung der Kohlenstoff-Modifikation Graphen den Nobelpreis für Physik erhielten, begann ein internationales Rennen auf Patente in Verbindung mit diesem Stoff, der die Elektronik der Zukunft revolutionieren kann. Bisher haben bei diesem Rennen Amerika und Asien einen klaren Vorsprung erringen können.

Nun schaltet sich auch Europa ernsthaft in das Patentrennen mit Graphen ein, wobei das europäische Forschungsprojekt von der Technischen Hochschule Chalmer in Göteborg geleitet werden soll. Die westschwedische Hochschule erhält für dieses hoch aktuelle Forschungsprojekt eine Unterstützung aus Europa in Höhe von mehreren Milliarden Kronen.

Natürlich wird nicht das ganze Geld in Schweden bleiben und Chalmers wird nicht ohne fremde Hilfe die aufwendige Forschung, die zudem unter Zeitdruck steht, durchführen können. Nach ersten Schätzungen werden an diesem auf zehn Jahre geplanten Projekt etwa 100 verschiedene europäische Forschungsgruppen gleichzeitig arbeiten und Chalmers in Göteborg die gesamte Koordination übernehmen. Im ersten Jahr will Europa etwa 500 Millionen Kronen an Unterstützung  ausbezahlen, innerhalb der zehn Jahre knapp 9 Milliarden.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 31. Mai 2012

400 Jahre Göteborg, der Jubiläumsplan

 
Als Göteborg 300 Jahre alt wurde, setzte die Stadt auf Kultur, deren Zeichen noch heute am Götaplatsen deutlich zu sehen sind und der immer noch als kultureller Magnet gilt. Wenn Göteborg im Jahre 2021 die nächste Schwelle nimmt und 400 Jahre alt wird, sollen erneut Zeichen gesetzt werden, die Göteborg deutlich auf die Weltkarte setzen und den Bewohnern eines neues Stadtbild bietet.

Bevor man sich an die Planung dieses Mammutprojektes machte, wollte man wissen, wovon eigentlich die Göteborger träumen. Jeder Bürger war daher aufgerufen seine Ideen und Wünsche zu präsentieren. Das Ergebnis findet man nun in einem 400 Seiten umfassenden Buch, wo man sich über alle 1680 eingegangen Ideen seine eigenen Gedanken machen kann. Auch wenn so manche Idee nur ein persönlicher Wunsch war, so findet man hier auch zahlreiche Ansätze, die die heutigen Schwachpunkte der Stadt zeigen und deshalb eine wichtige Anregung zur 400-Jahresfeier sind.

Die Projektgruppen, die bereits ein Stück weiter denken und intensiv an den Vorbereitungen arbeiten, wollen Göteborg zu sieben Städten machen, die alle in einer einzigen Platz haben, denn das 400 Jahre alte Göteborg soll eine grüne Stadt werden, eine Kulturstadt, eine Stadt der Wissenschaft, eine moderne Stadt, eine Stadt der Erlebnisse, eine wachsende Stadt und eine offene Stadt in der sich alle Bewohner wohl fühlen, egal welcher Hautfarbe, welcher Religion und welcher Herkunft.

Herbert Kårlin
 

Donnerstag, 26. April 2012

16. Wissenschaftsfestival in Göteborg

Am 26.  April beginnt, nach der Einweihung am Abend des Vortages, das 16. internationale Wissenschaftsfestival (Vetenskapsfestivalen) für Jedermann in Göteborg. Wie bereits die letzten Jahre, so werden während der vier Tage etwa 70.000 Personen an einer der zahlreichen Aktivitäten teilnehmen, die alle wissenschaftlichen Richtungen in allgemeinverständlicher Weise umfassen.

Das diesjährige Thema des Wissenschaftsfestivals ist das Gehirn, ein Zentrum in dem die Gefühle wohnen, Eindrücke verarbeitet werden, aber auch die Steuerzentrale des Menschen sitzt, die über Gut und Böse bestimmt. Die Frage ist daher wie das Gehirn beeinflusst wird und wie das Gehirn uns beeinflusst. Wie bereits die vorhergehenden Jahre sind fast alle Veranstaltungen erneut kostenlos.

Das internationale Wissenschaftsfestival findet nicht nur an den dafür bekannten Einrichtungen statt, sondern nimmt ganz Göteborg ein, denn die Aktivitäten werden auch ins Kino Roy getragen, in das Einkaufszentrum Nordstan, die alte Zuckerraffinerie bei Röda Sten und nach Liseberg, das nur zu diesem Anlass bereits einige Tage früher öffnet und in den 42 Gondeln des Riesenrades je einen Forscher setzt, der den Fahrgästen dann sein Wissensgebiet näher bringt.
Herbert Kårlin

Dienstag, 10. Mai 2011

Das Wissenschaftsfestival in Göteborg

Zwischen dem 10. und dem 15. Mai findet das 15. Wissenschaftsfestival in Göteborg statt, das vielleicht bedeutendste populärwissenschaftliche Ereignis Europas bei dem 300 Forscher aus zehn Ländern mit dem interessierten Publikum Göteborgs über Forschung und Wissenschaft reden. Sämtliche Ereignisse sind für die Teilnehmer kostenlos.

Dieses Jahr wartet das Vetenskapsfestivalen, wie es auf Schwedisch heißt, mit einer besonderen Attraktion auf. Eine Stunde lang sitzt in jeder der Gondeln des Göteborgshjulet ein Forscher, der darauf wartet, dass sieben Personen zusteigen, denen er sein Wissensgebiet auf anschauliche Weise näher bringt.

Die kostenlos Reisenden wissen, bis sie in der Gondel sitzen, nicht, ob sie mehr über Archäologie, den Mars, die Seefahrt oder die Naturwissenschaften erfahren werden. Der Zufall entscheidet über ihren Partner, der sich bei seinen Erklärungen auf jede Art von Publikum vorbereitet hat und sein Thema sowohl für Kinder als auch Erwachsene, die sich mit dem Stoff bereits beschäftigt haben, aufbereitet hat. Dieses Ereignis findet ausschließlich heute zwischen 17 und 18 Uhr statt.

Herbert Kårlin

Samstag, 1. Januar 2011

In Göteborg Hilfe bei Bluthochdruck per Handy

In einer Zusammenarbeit zwischen der Sahlgrenska Akademin und der Göteborger Universität studieren Ärzte und Wissenschaftler die Möglichkeit Bluthochdruck als Einzelbild und dessen Symptome zu koordinieren, um Patienten per Handy die bestmögliche Hilfe zu bieten und die Einzelsymptome besser analysieren zu können.

Bisher besuchen Patienten mit Bluthochdruck einen Arzt im Laufe des Jahres ein- bis viermal, was dazu führt, dass die mit Bluthochdruck zusammenhängenden Symptome vergessen sind oder auch falsch berichtet werden. Nach Meinung der Göteborger Ärzte ist nur ein täglicher Rapport in der Lage das Krankheitsbild jedes einzelnen Patienten zu verstehen um damit auch jedem einzelnen Patienten mit Bluthochdruck mit den richtigen Medikamenten und Ratschlägen zu helfen.

Das aktuelle Projekt, das im Jahre 2011 startet, benutzt des Handy als Kommunikation. Patienten berichten täglich über ihr Befinden, was unmittelbar ausgewertet wird, wodurch der Arzt gezielt, ebenfalls per Handy, Zusatzfragen stellen kann, Apotheken und Hausärzten über die Änderung der Medizinierung informieren kann und es an Hand der Aufzeichnungen und Kurven das Einzelbild erlaubt jeden Patienten individuell zu analysieren. Sollte dieses Projekt das gewünschte Resultat zeigen, so wird es etwa ein Jahr später auf breiter Fläche getestet.

Herbert Kårlin

Sonntag, 30. Mai 2010

Göteborg im 18. Jahrhundert

Ab dem 2. Juni 2010 öffnet im städtischen Museum Göteborg (Stadsmuseet) die Ausstellung „Göteborg im 18. Jahrhundert“ und präsentiert jenen Teil der Geschichte Göteborgs, der die größten Veränderungen im Gesellschaftssystem der Stadt verursachte, das Jahrhundert, in dem Göteborg zu einer Handelsmetropole wurde.

250 Jahre nach dem Bau des Ostindiska Huset, in dem früher die Ostindienkompanie ihren Sitz hatte, wird nun im gleichen Gebäude die Geschichte dieses Jahrhunderts dargestellt in der moderne wissenschaftliche Kenntnisse das Gesellschaftssystem revolutionierten und die Reisen in ferne Länder eine neue Kultur und Wissenschaft nach Göteborg brachten.

Die Ausstellung im Stadtmuseum präsentiert rund 400 Ausstellungsgegenstände aus den verschiedensten Sammlungen. Neben Luxusgütern jener Zeit wie Tee, Porzellan und Seide findet der Besucher vor allem Gegenstände aus dem Alltagsleben jener Epoche, in der auch die Kenntnisse über Tier- und Pflanzenwelt die Vorstellungen von anderen Ländern änderten.

Herbert Kårlin

Samstag, 6. Februar 2010

Festival der Wissenschaft in Göteborg

Das diesjährige Festival der Wissenschaft, das vom 19. bis zum 25. April 2010 in mehreren Lokalen Göteborgs stattfindet, steht unter dem Zeichen „för ändring“, einem Wortspiel des Wortes Veränderung. Das Thema soll Anstöße geben zum Thema wie Veränderungen zu einem dauerhaften Gesellschaftsgefüge führen können.

Beim Festival der Wissenschaft geht es dieses Jahr vor allem darum, wie Forschung und Technik zu Veränderungen des täglichen Lebens führen können. Beim diesjährigen Vetenskapsfestivalen in Göteborg geht es nicht um bahnbrechende Erfindungen und Neuerung, sondern um Forschung und Wissenschaft im Alltag. Als Teilnehmer werden beim Wissenschaftsfestival vor allem die Schüler Göteborgs gefordert, die bereits ausgiebig am nachdenken und forschen sind.

Das Vetenskapsfestivalen 2010 hat als Zentren vor allem Nordstan, das Stadsmuseum und die Experimentierwerkstatt der Technischen Hochschule Chalmers gewählt. Während das vorjährige Festival der Wissenschaft in Göteborg rund 100.000 interessierte Besucher anzog, hoffen die Veranstalter dieses Jahr diese Zahl noch übertreffen zu können.

Herbert Kårlin