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Freitag, 5. September 2014

Göteborg und bedürftige Schüler

Obwohl seit mehreren Jahren allgemein bekannt ist, dass Schüler mit Lernschwierigkeiten in Göteborg kaum, oder aber sehr verspätet, die ihnen vom Gesetz zugesagte Unterstützung bekommen und mehrere Eltern sogar erst über das Gericht ihre Rechte durchsetzen mussten, wollte die Stadt den Tatsachen nicht ins Auge sehen und den Schulen die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Das Ergebnis zeigt sich allerdings auch im Ranking der Schulen bei dem Göteborg sehr weit abgeschlagen im hintersten Feld mitläuft.

Um Zeit zu gewinnen, hatte Göteborg natürlich erst noch eine eigene Untersuchung beauftragt und die Rektoren der Schule befragen lassen. Das Ergebnis war, wie zu erwarten, identisch mit den längst bekannten Problemen, denn rund 60 Prozent der Rektoren bestätigten, dass ihnen einfach das Geld fehlt um bedürftige Schüler rechtmäßig unterstützen zu können. Dass diese Untersuchung nur dem Zeitgewinn diente, geht auch daraus hervor, dass sowohl das Schulamt als auch die Schulinspektion Göteborg gerade wegen diesem Missstand bereits kritisierte.

Noch kurz vor den Kommunalwahlen tritt nun die Göteborger Grüne Kia Andreasson nun an die Öffentlichkeit und erklärt wie nützlich es doch sei nun die wahren Probleme zu kennen. Als Wahlversprechen kommt natürlich auch die Garantie, dass sich nun alles ändern wird, auch wenn die Politikerin nicht bekannt gibt wie viel zusätzliches Geld sie den Schulen zukommen lassen will, wo sie die qualifizierten Lehrer findet und wie sie erreichen will, dass die Bearbeitung der einzelnen Fälle vor sich gehen kann, aber da die Schule ein wichtiges Wahlthema ist, hat Andreasson dann ja vier Jahre Zeit über die Antworten nachzudenken, falls der linke Block weiterhin Göteborg regieren sollte.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 8. Januar 2014

Göteborger Universität verliert an Ansehen

Nachdem beim letzten internationalen Ranking die Göteborger Universität aus der Liste der 200 weltweit besten Universitäten verschwand und die Masterausbildung in Physik im vergangenen Sommer als geradezu wertlos bezeichnet wurde, hat die Einrichtung nun zum Jahresbeginn erneut eine negative Nachricht zu melden, denn vier ihrer Ausbildungen werden als minderwertig bezeichnet.


Nun musste das Universitätsamt zudem feststellen, dass das Kandidatenexamen in Filmwissenschaft nicht den geforderten Ansprüchen gerecht wird, auch wenn sich Göteborg als schwedische Hauptstadt des Films sieht. Aber auch die Kandidaten- und Masterexamen in Archäologie kommen nicht an den geforderten Standard, wie auch der Magister in Kunst und Bildwissenschaft, Bereiche in denen Göteborg eigentlich anderen Universitäten im Voraus sein sollte.

Die Umstrukturierung und neue Geldverteilungen bei denen einige Fachbereichen benachteiligt werden, können auch noch andere Fakultäten in die Tiefe ziehen und der Göteborger Universität ihr gesamtes Prestige nehmen. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Rektorin der Universität, Pam Fredman, weniger an Neubauten und einen modernen Campus am Näckrosdammen denkt, sondern daran wie sie in Göteborg die Ausbildungen wieder dem internationalen Niveau anpassen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 5. Oktober 2013

Göteborger Universität und Chalmers verlieren an Ruf

Wer das diesjährige Ranking der Universitäten und Hochschulen in der Zeitschrift Times Higher Education betrachtet, stellt fest, dass sowohl die Göteborger Universität als auch die Technische Hochschule Chalmers nicht einmal mehr unter den 200 besten höheren Ausbildungsstellen weltweit zu finden sind, denn nach den Kriterien, die bei diesem Ranking bedeutend sind, ist die Hochschulausbildung in Göteborg fast schon im freien Fall.


Natürlich sind diese Rankings immer mit etwas etwas Vorsicht zu genießen, denn außer den immer wiederkehrenden amerikanischen und englischen Eliteinstituten findet man in der Spitzengruppe gerade einmal die Technische Hochschule in Zürich (zwölfter Platz) und unter den schwedischen Einrichtungen schafft es nur das Karolinska Institutet überhaupt in die Gruppe der 100 besten Universitäten weltweit eingereiht zu werden.

Für Göteborg liegt dieser Abstieg natürlich nicht an den Änderungen der Einrichtung der letzten Jahre, sondern an den falsch gewählten Kriterien, da Forschung mehr Punkte gibt als Unterricht und Medizin höher eingestuft wird als Soziologie oder Kunst. Diese Aussagen könnten natürlich zutreffen, wenn alle vergleichbaren schwedischen Universitäten gleichermaßen verlieren würden, aber bei genauerem Betrachten des Ranking stellt man fest, dass es nur die beiden Göteborger Universitäten sind, nicht aber Lund, Stockholm oder Uppsala, die am Absteigen sind. Es wäre daher sinnvoll, wenn Göteborg etwas tiefer in ihrer Hochschulausbildung graben würde und das Problem nicht  nur an den Kriterien der Times suchen würde.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. September 2011

Göteborg hat die sichtbarste Universität Schwedens

Es gibt mehrere Statistiken über die Universitäten, angefangen von jenen, die die Menge der Nobelpreisträger, die sie hervorbrachten zählen bis zu der Anzahl und der Qualität der Ausbildung, die sie anbieten. Eine der Statistiken misst die Sichtbarkeit der Universitäten auf Internet, indem sie berechnet, wie oft auf eine der Seiten der Universitäten gelinkt wird und wie gut sie daher in den Suchmotoren zu finden ist.

Das spanische Cybermetrics Lab bestätigt nun bei ihrem Ranking der Göteborger Universität die beste Sichtbarkeit auf Internet unter den schwedischen Universitäten. Die Universität konnte innerhalb eines Jahres 123 Plätze überspringen und landet nun auf Platz 120 der Weltrangliste, neun Stellen vor Uppsalas Universität, die bisher die schwedische Liste anführte.

Wie zu erwarten, liegen die amerikanischen Universitäten auch nach der spanischen Liste auf den Topplätzen, angeführt von MIT und Harvard. Die am besten sichtbare europäische Universität wurde, was ebenfalls wieder zu erwarten war, das britische Cambridge. Die anderen schwedischen Universitäten, inklusive der Technischen Hochschule Chalmers, sind auch bei dieser Liste nur als „unter ferner liefen“ zu finden.

Herbert Kårlin