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Samstag, 5. Oktober 2013

Göteborger Universität und Chalmers verlieren an Ruf

Wer das diesjährige Ranking der Universitäten und Hochschulen in der Zeitschrift Times Higher Education betrachtet, stellt fest, dass sowohl die Göteborger Universität als auch die Technische Hochschule Chalmers nicht einmal mehr unter den 200 besten höheren Ausbildungsstellen weltweit zu finden sind, denn nach den Kriterien, die bei diesem Ranking bedeutend sind, ist die Hochschulausbildung in Göteborg fast schon im freien Fall.


Natürlich sind diese Rankings immer mit etwas etwas Vorsicht zu genießen, denn außer den immer wiederkehrenden amerikanischen und englischen Eliteinstituten findet man in der Spitzengruppe gerade einmal die Technische Hochschule in Zürich (zwölfter Platz) und unter den schwedischen Einrichtungen schafft es nur das Karolinska Institutet überhaupt in die Gruppe der 100 besten Universitäten weltweit eingereiht zu werden.

Für Göteborg liegt dieser Abstieg natürlich nicht an den Änderungen der Einrichtung der letzten Jahre, sondern an den falsch gewählten Kriterien, da Forschung mehr Punkte gibt als Unterricht und Medizin höher eingestuft wird als Soziologie oder Kunst. Diese Aussagen könnten natürlich zutreffen, wenn alle vergleichbaren schwedischen Universitäten gleichermaßen verlieren würden, aber bei genauerem Betrachten des Ranking stellt man fest, dass es nur die beiden Göteborger Universitäten sind, nicht aber Lund, Stockholm oder Uppsala, die am Absteigen sind. Es wäre daher sinnvoll, wenn Göteborg etwas tiefer in ihrer Hochschulausbildung graben würde und das Problem nicht  nur an den Kriterien der Times suchen würde.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 17. Juni 2013

Göteborger Hochschule wird zu Grabe getragen

Nahezu wie eine Bombe schlug vergangene Woche die Nachricht ein, dass die Nordische Volkshochschule für Volksgesundheit in Göteborg nach 60 Jahren Aktivität geschlossen werden soll, ein Entschluss, den, nach Informationen von Sveriges Radio, die Sozialminister der nordischen Länder gemeinsam getroffen haben ohne einen klaren Grund für diese Entscheidung zu nennen.

Die Nordiska folkhögskolan för folkhäslovetenskap ist ein gesamtnordisches Projekt an der sich Studenten aus allen nordischen Ländern, nach einer abgeschlossenen Ausbildung, in Fragen der Volksgesundheit spezialisieren können, unter anderem in Ansteckungsschutz, Gesundheitsfragen von Behinderten oder der vorbeugenden Arbeit in Gesundheitsfragen in den Schulen. Diese Ausbildung ist im gesamten Norden einmalig und gehört daher zu jenen Ausbildungen, die Studenten aus allen nordischen Ländern anzieht.

Die rund 300 Studenten der Volkshochschule für Volksgesundheit fühlen sich von den Regierungen der verschiedenen Ländern nun im Stich gelassen, da viele von ihnen nun ihre begonnene Ausbildung nicht mehr zu Ende führen können, da diese Ausbildungen in keinen anderen Hochschulen des Nordens angeboten werden. Für viele Studenten sind die hohen Kosten, die die Ausbildung bisher schon verursachte, verloren, da die Entscheidung der Minister aus heiterem Himmel kam.

Herbert Kårlin

Samstag, 13. April 2013

Man wird in Göteborg zu alt für ein Studentenwohnheim

In ganz Schweden kann man in jedem Alter noch ein Studium beginnen, vorausgesetzt man hat die Hochschulreife oder meistert die Hochschulprüfung. Und in ganz Schweden kann man während seines Studiums in einem Studentenwohnheim wohnen. In ganz Schweden? Nein, eine Stadt macht hierbei eine Ausnahme, denn in Göteborg werden nur Studenten, die mindestens 17 Jahre alt sind und maximal 48 Jahre erreicht haben, als Mieter akzeptiert.

Als sich nun ein 49-jähriger Nordschwede, der im Herbst ein Studium in Göteborg beginnt, auf die Warteliste der SGS Studentenwohnheime der Stadt setzen wollte, wurde er aus Altersgründen abgelehnt. Nun muss der Diskriminierungsombudsmann  entscheiden, ob sich Göteborg dabei legal verhält oder bei dieser Ablehnung gegen die geltenden Gesetze verstößt.

Während der Betroffene der Meinung ist, dass die Ablehnung eindeutig eine Altersdiskriminierung ist, ist sich die Geschäftsführung der SGS Studentenwohnheime keiner Schuld bewusst und argumentiert, dass die Wohnsituation für Studenten in Göteborg katastrophal ist und sie daher Auswahlkriterien einführen musste nach denen jüngere Studenten bevorzugt werden.  Genau genommen hoffen die SGS, dass der Ombudsmann den Fall gar nicht erst aufnimmt, da damit alle Probleme des Unternehmens beseitigt wären und Studenten über 48 in aller Zukunft nach einer privaten Untermiete suchen müssten.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Montag, 5. November 2012

Göteborg sahnt bei Forschungsbeiträgen ab

Als der Vetenskapsrådet am 1. November bekannt gab welche Unterstützung das Amt dieses Jahr an Göteborg vergibt, konnten die Universität Göteborg und die Technische Hochschule Chalmers der Stadt aufatmen, denn allein diese beide Einrichtungen erhalten mit knapp 300 Millionen Kronen nahezu 14 Prozent der gesamten Unterstützung für Forschungsarbeiten, was eine enorme Summe ist, wenn man bedenkt, dass jeder Forscher im Durchschnitt nur 800.000 Kronen erhält.

Für das kommende Jahr vergibt der Wissenschaftsrat (Veteskapsrådet) insgesamt 2,3 Milliarden Kronen für die gesamte Forschung im schwedischen Raum. Die Chance seinen Antrag bewilligt zu bekommen stand im besten Falle eins zu vier. Allein im Bereich Naturwissenschaft und Technik gingen dieses Jahr 1129 Anträge von Forschern ein von denen 292 bewilligt wurden. Göteborg konnte jedoch nicht nur in diesem Bereich absahnen, sondern auch bei IT-Forschung und Forschung im sozialwissenschaftlichen Bereich.

Die finanzielle Unterstützung durch den Vetenskapsrådet ist in jedem Fall an bestimmte Bestimmungen geknüpft und die Ergebnisse der Forschung werden ausgewertet, was garantieren soll, dass nur sinnvolle Projekte unterstützt werden. Bei Naturwissenschaft und Technik haben dieses Jahr 200 weibliche Forscher eine Unterstützung beantragt, wobei 49 dieser Anträge bewilligt wurden. Die bewilligte Quote unter den Frauen ist daher um 1,7 Prozent niedriger als bei Männern, wobei der Beitrag im Durchschnitt jedoch um 12.000 Kronen höher ist als bei Männern.

Herbert Kårlin

Dienstag, 29. Mai 2012

Einheitliche Kunstausbildung in Göteborg

Bereits zum Herbstsemester werden sich die Göteborger Kunststudenten jeder Art unter einer gemeinsamen Leitung finden, denn aus der Filmhochschule, der Hochschule für Fotografie, der Kunsthochschule Valand und der Abteilung Literäre Gestaltung wird eine einzige Hochschule werden, die sich „Akademin Valand“ nennt, eine Änderung, die es ermöglichen soll, dass alle Kunstsparten übergreifend behandelt und studiert werden können.

Präfekt der Gesamteinrichtung wird der Dubliner Mick Wilson, 47, der sein Doktorexamen am National College of Arts & Design in Irland ablegte, später Dekan an der Forscherschule Graduate School Creative Arts and Media wurde und zuletzt als Präfekt der Freien Kunst am Dublin Institute of Technology arbeitete. Mick Wilson hat die Aufgabe das Renommee der bereits international geschätzten Ausbildungen in Göteborg noch weiter voranzutreiben.

Während Göteborg und die vier universitären Einrichtungen diese Neuordnung begrüßen, da die Studenten nun an mehreren Richtungen parallel arbeiten können und die Forschung sich ebenfalls nicht mehr auf eine Kunstrichtung beschränken muss, sehen viele Studenten der Änderung mit gemischten Gefühlen entgegen, da dies in ihren Augen bedeutet, dass die Ausbildung nun bürokratisch geordnet wird und nur noch wenige Personen über Inhalte der Ausbildung entscheiden können, aber auch das Mitspracherecht der Studenten schrumpft.
Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Mai 2012

Seemannsausbildung in Göteborg mit Hindernissen

Eine gesamte Abgangsklasse der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg mit der Fachrichtung Seefahrt steht dieses Jahr vor dem Schulende noch ohne Praktikantenplatz auf der Straße, was bedeutet, dass ihr Examen nicht anerkannt werden kann, bis sie eben auch auf einem Schiff beschäftigt werden. Und die Chancen für die Absolventen der kommenden Jahre sehen kaum besser aus.

Dabei ist das Ausbildungssystem in Schweden in diesem Punkte gut geregelt, denn jedes Schiff, das unter schwedischer Flagge fährt, muss Absolventen der schwedischen Hochschulen für Seefahrt einen Platz für ein Praktikum anbieten. Das Problem ist jedoch, dass immer mehr schwedische Reedereien ihre Schiffe ausflaggen und daher auch keine schwedischen Studenten mehr suchen, sondern jene des entsprechenden Landes beschäftigen.

Die schwedische Infrastrukturministerin Catharina Elmzäter Svärd kennt das Problem und verspricht, möglicherweise durch Subventionen, das akute Problem zu lösen, was allerdings dieses Jahr kaum noch der Fall sein wird. Die Ministerin scheint sich allerdings des Problems, das die schwedische Regierung selbst verursachte, nicht in seiner gesamten Tragweite zu erfassen, denn sie ist der Meinung, dass schwedische Seeleute auf der ganzen Welt wegen ihrer hohen Qualifikation gesucht werden. Auch wenn dem so sei, so müssen die Absolventen der Göteborger Hochschule erst einmal ihr Patent in der Tasche haben um sich überhaupt bewerben zu können.
Herbert Kårlin

Montag, 9. April 2012

Neues Gesetz schafft Zweiklassengesellschaft

Nach den ersten Forschungsergebnissen der Universität Göteborg zum aktuellen Ausbildungssystem in Schweden, das die Regierung erst vor wenigen Jahren stark veränderte, fördern die neue Bestimmung die Trennung zwischen Akademikerfamilien und Arbeiter- sowie Einwandererfamilien, da nur noch derjenige die nötige Punkteanzahl zum Universitätszugang erreicht, der auch zu Hause darauf vorbereitet wird.

Im Idealfall müssen sich bereits Kinder in der Grundschule entscheiden, ob sie später eine Hochschule oder Universität besuchen wollen, denn nur wer sich von Beginn an auf Sprache und Mathematik spezialisiert, erreicht später die nötige Punktzahl für eine Zulassung. Wer dagegen in Sozialwissenschaften oder anderen Bereichen stärker ist, steht letztendlich vor verschlossenen Türen.

Auch wenn sich die Anzeichen zu dieser sozialen Ungerechtigkeit bereits im Herbst 2006 zeigten, so wurde dieses Jahr deutlich, dass fast nur noch diejenigen zu einem Studium zugelassen werden, die einen direkten und zielgerichteten Weg gingen. Wer nachträglich bei Komvux seine Punkte erwerben wollte oder gar, wie früher, darauf hoffte, dass ihm die erworbene berufliche Kompetenz helfen würde, wurde enttäuscht und muss nun erleben, dass diese Leistungen nicht mehr zählen.

Herbert Kårlin

Freitag, 14. Oktober 2011

Weniger Studienplätze an der Göteborger Universität

Da zahlreiche Universitäten des Landes nächstes Jahr mit weniger Geld auskommen müssen, sind viele gezwungen ganze Studienzweige zu streichen oder, wie im Fall der Göteborger Universität, 350 Studenten weniger zu akzeptieren als dieses Jahr. Als Ursache für die finanziellen Kürzungen nennt die schwedische Regierung die europäische Krise.

Eine Ausnahme ist jedoch die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg, die als eine der wenigen Hochschulen Schwedens im kommenden Jahr ein höheres Budget zugewiesen bekommt und dadurch mit einem Ansturm an Studenten rechnen muss. Die Einführung von Studiengebühren für nichteuropäische Studenten scheint dagegen keinen negativen Einfluss mit sich gebracht zu haben.

Eine weitere Änderung im nächsten Studienjahr des Göteborger Universität wird sein, dass Doktoranden keinen Studienbeitrag mehr erhalten, sondern vom ersten Tag an dort angestellt werden und dann grundsätzlich Lehraufträge übernehmen um das hohe Niveau der Ausbildungen an der Universität auch in Zukunft zu garantieren.

Herbert Kårlin

Sonntag, 28. August 2011

Weniger ausländische Studenten bei Chalmers

Nachdem der schwedische Staat für dieses Jahr eine Studiengebühr für nichteuropäische Studenten an allen Hochschulen des Landes einführte, ging die Anzahl an ausländischen Studenten an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg erheblich zurück. Am kommenden Montag beginnen gerade einem 135 Studenten, die die Jahresgebühr von 150.000 Kronen bezahlen konnten.

Allerdings ist auch diese Anzahl noch verfälscht, da rund die Hälfte unter ihnen ein Stipendium erhielten und daher entweder ganz von den Studiengebühren befreit wurden oder nur einen geringen Anteil selbst zahlen müssen. Die Anzahl der nichteuropäischen Studenten erreicht daher nur noch rund 25 Prozent der Vorjahre und verändert das Studentenbild der Hochschule bedeutend, auch wenn alle Studienplätze vergeben werden konnten.

Von den staatlichen Maßnahmen, die von Chalmers extrem kritisch aufgenommen wurden, sind insbesondere Studenten aus Pakistan, Indien, Iran, Bangladesh, Nigeria und China betroffen. Bei der Entscheidung eine Studiengebühr an schwedischen Hochschulen einzuführen, nannte die Regierung vor allem die hohen Kosten für den Steuerzahler, die bisher die Studien nichteuropäischer Studenten finanzieren mussten ohne dass der Staat nach Studienende diese Summen wieder an Steuern einnehmen kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 29. März 2011

Weniger Kapitäne in Göteborg

Im gleichen Takt, in dem schwedische Schiffe ausflaggen und sich in Dänemark, Norwegen, Holland oder England registrieren, da dort die Bedingungen weitaus vorteilhafter sind als in Schweden, verschwinden auch die Praktikantenstellen für die schwedische Seefahrtausbildung.

Allein die Seefahrthochschule Chalmers verlor in den letzten Jahren 160 von etwa 1000 Praktikantenplätzen, was bedeutende Folgen für die Ausbildung zu Kapitänen und Seefahrtingenieuren hat, da eine Ausbildung ohne Praktikum auf See nicht möglich ist. Die Folge ist daher, dass die Hochschule Chalmers in Zukunft nur noch weniger Studenten akzeptieren kann und damit immer weniger schwedische Fachkräfte auf See zur Verfügung stehen werden.

Weniger Studenten bedeutet jedoch auch, dass für die Ausbildungen weniger Geld zur Verfügung steht, worunter die Qualität des Studiums leidet und vor allem die teuren Teile der Ausbildung wie die Arbeit an Simulatoren reduziert werden müssen. Ohne baldige Gesetzesänderungen werden Kapitäne in Zukunft nur noch außerhalb Schwedens ausgebildet werden können.

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. September 2010

Forschungszentrum für Windenergie in Göteborg

Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg setzt ab Herbst voll in Windenergie, um Schweden weltweit zum Vorreiter für diese alternative Energie zu machen. In diesem Jahr setzt die Hochschule 100 Millionen Kronen in die Forschung und Ausbildung von Windkraft und Windenergie, eine Voraussetzung um bessere technische Lösungen mit höherer Leistung zu finden.

Noch im Herbst wird das Svensk VindkraftsTeknisk Centrum im Göteborger Stadtteil Lindholmen seine Arbeit aufnehmen, wobei etwa 15 Forscher und Professoren der Hochschule Chalmers und die gleiche Menge an Personen aus dem Energiesektor, vor allem der Windindustrie, gemeinsam an den Projekten arbeiten werden. Forschung und Ausbildung von jungen Ingenieuren, die auf Windkraft spezialisiert sind, gehen bei Chalmers Hand in Hand.

Das Zentrum für Schwedische Windkraft-Technik will vor allem die Entwicklung von Offshore-Anlagen ausweiten, da Windkraftanlagen an Land wegen Transportproblemen in Größe und Kapazität zu begrenzt sind. Hinzu kommt, dass sich auch die Küste vor Göteborg mit den permanenten Winden zum Ausbau der schwedischen Windparks hervorragend eignet.

Herbert Kårlin

Montag, 6. September 2010

Rockschule im Göteborger Stadtteil Hammarkullen

Ab 15. Oktober 2010 kann man im Music College im Göteborger Stadtteil Hammarkullen, der vor allem für den Hammarkullekarnevalen bekannt wurde, erstmals ein Jahr lang moderne Musik wie Rock, Hiphop oder elektronische Musik studieren. Dieser Studiengang richtet sich vor allem an Studenten, die anschließend an der Hochschule für Theater und Musik ein Studium anschließen wollen.

Das Modell des Hammarkullen Music College wurde nach einem Konzept in Venezuela aufgebaut, einer Schule, die auch der Dirrigent Gustavo Dudamel des Göteborger Konzerthauses absolviert hat. Wie auch in Venezuela, ist in Hammarkullen eines der Auswahlkriterien der Wunsch der Studenten in Zukunft professioneller Musiker zu werden.

Studenten des Music College in Göteborg haben, parallel zu ihrer musikalischen Ausbildung, auch die Möglichkeit, sich in Fächern, in denen Sie bisher nicht die notwendige Punktzahl für eine Hochschulausbildung errungen haben, diese Fächer zu studieren, um den Mangel auszugleichen. Der letzte Tag für die Bewerbung des ersten Kurses für zehn Studenten ist der 15. September.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. August 2010

2000 neue Studenten bei Chalmers in Göteborg


Für 2000 Studenten begann am Dienstag das erste Studienjahr bei der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, erneut eine Steigerung, die auf das hohe Ausbildungsniveau der Hochschule zurückzuführen ist. Trotz der extremen Wohnungsprobleme in Göteborg beantragen jedes Jahr mehr Studenten eine Zulassung als letztendlich angenommen werden können.

Das erste Jahr bei Chalmers beginnt jedoch weniger mit harter Arbeit, sondern mit vier Wochen bei denen Feste und Einführungen überwiegen. Und natürlich das Nollning stattfindet, die studentische Aufnahmeprüfung in die Gruppe der Chalmeristen. Jeder Fachbereich hat sein eigenes Komitee, das über diese Prüfungen entscheidet.

Vor allem während der ersten Woche kann man überall Chalmers-Studenten mit gelben Arbeitsmänteln finden, die von einer Gruppe an Neulingen umringt wird und auf eine Prüfung warten. Obwohl dem Einfallsreichtum der Prüfer hier kaum eine Grenze gesetzt ist, ist das Nollning meist relativ harmlos, wobei in Göteborg Wasser natürlich eine besondere Rolle spielt und so mancher neue Student erst einmal baden gehen muss … und Brunnen gibt es genügend in Göteborg.

Herbert Kårlin

Samstag, 22. Mai 2010

Chalmers fordert Zwangsmitgliedschaft im Studentenverband

Ab 1. Juli können die Studenten Schwedens frei wählen, ob sie Mitglied im Studentenverband einer staatlichen Universität sein wollen oder nicht, was auch den jahrelangen Forderungen der Mehrheit der Studenten entspricht und als demokratische Entscheidung betrachtet wird. Ausgenommen von dieser Regelung sind jedoch zwei Hochschulen des Landes.

Sowohl die Technische Hochschule Chalmers als auch die Hochschule in Jönköping sind Stiftungen und daher nicht von diesem Gesetz betroffen, obwohl in der Verwaltung dieser Stiftungen bedeutende Politiker sitzen. Als erstes hat nun die Technische Hochschule Chalmers beschlossen die Zwangsmitgliedschaft im Studentenverband auch in Zukunft zu fordern. Die Entscheidung in Jönköping ist für den 24. Mai geplant.

Für die 10.000 Stundenten von Chalmers bedeutet diese Entscheidung, dass sie auch in Zukunft jedes Jahr etwa 500 Kronen an Abgaben bezahlen müssen und der Studentenverband weiterhin der alleinige Vertreter der Studentenschaft gegenüber der Hochschule sein wird. Auf Grund dieser Zwangsmitgliedschaft ist auch in Zukunft garantiert, dass der Studentenverband der Hochschule Chalmers jährlich über ein Budget von rund vier Millionen Kronen verfügt und seine Arbeit in bisheriger Weise fortsetzen kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 7. März 2010

Die Hochschule Chalmers in Göteborgs zieht in die Vororte

Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg findet man heute vor allem im Zentrum Göteborgs und im Stadtteil Lindholmen, weit entfernt von den Randbezirken mit hoher Einwandererzahl. Diese Tatsache wird auch in Zusammenhang gezogen mit dem geringen Anteil von Einwanderern, die in Göteborg eine Ausbildung an einer Universität oder Hochschule suchen.

Die Technische Hochschule Chalmers will diese Problematik nun lösen und in Hammarkullen mit dem Aufbau zusätzlicher Ausbildungseinrichtungen beginnen, die alle maßgeblichen Studienrichtungen beinhalten und vor allem auch Studenten aus Hammarkullen und Angered anziehen, den beiden Stadtteilen mit der bedeutendsten Einwanderungsquote Göteborgs.

Auch die Hochschule für Szene und Musik hat ähnliche Pläne und will ihre Aktivitäten in Angered ausbauen und mit dem Studio Angered ein Bindeglied zwischen Gymnasium und Hochschule schaffen. Mit beiden Plänen hofft man auch Studenten mit Einwandererhintergrund aus anderen Teilen Schwedens anziehen zu können, indem man ihnen die Schwellenangst nimmt, da ein Studium im Zentrum Göteborgs immer noch den Ruf trägt für die schwedische Elite und reiche ausländische Studenten zu dienen.

Herbert Kårlin

Freitag, 9. Oktober 2009

Beide Göteborger Universitäten unter den 200 weltweit besten Universitäten

Und wieder wurde die Liste "World University Ranking" veröffentlicht in der mehrere schwedische Universitäten aufgenommen wurden. Neu unter den 200 best notierten Universitäten ist die Universität Göteborg, die voriges Jahr noch mit Platz 258 außerhalb der 200 nominierten Institutionen zu finden war und dieses Jahr die Nummer 185 einnahm.

Enttäuscht war jedoch die Führung der Technischen Hochschule Chalmers, die voriges Jahr noch auf Platz 198 gerade noch mit in der Liste aufgenommen wurde, obwohl sie voriges noch den 162. Platz eingenommen hatte: Die bedeutendste Hochschule Schwedens für Ingenieurwissenschaft scheint damit ihren Höhepunkt überschritten zu haben und muss sich anstrengen das selbst gesteckte Niveau zu halten.

Natürlich kam Göteborg mit seinen beiden Universitäten noch nicht an Lund (Platz 67) und Uppsala (Platz 75) heran, aber sie hat Stockholm, das mit nur einer seiner Universitäten auf Platz 178 liegt fast eingeholt. Dass jedoch fünf Universitäten des kleinen Landes es in die Weltrangliste geschafft haben beweist die hohe Qualität der schwedischen Hochschulausbildung.

Herbert Kårlin