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Freitag, 3. Januar 2014

Das Västra Götaland setzt auf Windkraft

Gegenwärtig findet man im Västra Götaland über 500 Windkraftwerke und damit weitaus mehr als in den anderen Regionen Schwedens, wobei man dabei bedenken muss, dass man in ganz Schweden mit seinen 21 Regionen (Län) nur etwas über 2500 Windkraftwerke findet und im Västra Götaland die Windräder in 37 der 49 Gemeinden zu finden sind, obwohl der Widerstand der Bewohner im allgemeinen sehr hoch ist.


Unter den neun Terwattstunden Windstrom, der gegenwärtig in ganz Schweden produziert werden, fallen 665 Megawatt auf das Västra Götaland, was wiederum bedeutet, dass die Anlagen der Region, statistisch gesehen, mehr Leistung bringen als in den anderen Teilen des Landes. Ob dieser Vorsprung langfristig gehalten werden kann, ist jedoch sehr schwer zu beurteilen, da einige Großprojekte des Västra Götlands nun von den Gerichten behandelt werden, da die Bevölkerung sich mehr und mehr gegen die Ausdehnung der Windkraft wehrt.

In diesem Rahmen muss auch gesehen werden, dass seit dem Jahreswechsel nur noch erneuerbare Energie an die städtischen Unternehmen Göteborgs geliefert wird, also Energie, die durch Wind, Wasser und auf biologische Weise gewonnen wird. Die Bewohner der Stadt müssen auf diese Entwicklung noch länger warten, denn der Stadt ist es wichtig als Organisation ein Vorreiter in Schweden zu sein, da dies ein idealer Weg ist um Europagelder zu erhalten.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Oktober 2013

Göteborg will seinen Windpark in den Schären

Trotz dem Widerstand der Bevölkerung der Schären, dem Umweltrisiko bei Bohrungen im Meeresgrund zwischen den Göteborger Schären, dem Einspruch der Opposition im Stadtrat und der Überprüfung der ökologischen Zulässigkeit der Einrichtung eines Windparks im Hakefjord hat sich die rot-grüne Mehrheit der Gewählten Göteborgs dazu entschieden, den Bau eines Windparks in den Schären voranzutreiben.


Sicher fühlen sich viele Gegner des Windparks nur von den 15 geplanten 190 Meter hohen Windkraftwerken gestört, die die Romantik der Schären zerstören werden und auch ein Problem für die Freizeitboote sind, die dort im Sommer zu hunderten zu finden sind, aber die Stadt schließt bei ihren Plänen, unter dem Druck der Grünen, vor allem die Augen davor, dass an der geplanten Stelle der Hafen-Mudder mit unzähligen Umweltgiften liegt, der durch die Bohrung zwangsweise aufgewühlt wird und das gesamte Ökosystem vor den Göteborger Schären vernichten kann.

Allerdings war diese endgültige Entscheidung des Stadtrats mehr eine Formalität, denn in der Tat gingen die entsprechenden Anträge bereits im April des Jahres an das Umweltgericht, in der Hoffnung, dass dort alle Bedenken der nicht kommunalen Umweltschützer als unsinnig erklärt werden. Nach Meinung der rot-grünen Mehrheit ist der gewählte Ort die idealste Lage, auch wenn niemand so genau erklären kann warum dies der Fall ist. Erstaunlich ist dabei auch, dass man einerseits die Schären als wichtigsten zukünftiges Tourismusziel ernannte, andererseits genau dort die Umwelt gefährden will.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 5. Oktober 2012

Windkraft vor Göteborgs Toren


Nachdem sich die Stadt Göteborg immer häufiger Entscheidungen fällt ohne auf die Meinung ihrer Wähler zu hören oder sie rechtzeitig über geplante Entscheidungen sachkundig zu informieren, steigt der Widerstand gegen die links-grüne Regierung der Stadt nahezu täglich. Neben dem Infrastrukturpaket, das nur von den Politikern als optimal bezeichnet wird, zeichnet sich nun auch ein Konflikt zur Windkraftpolitik Göteborgs ab, der mangels Information zu einer Zerreißprobe für die Politiker werden kann.

Während der geplante Windkraftpark in Ale aus finanziellen Gründen vorerst nicht gebaut wird, will Goteborg Energi mit der grünen Stadtpolitikerin Kia Andreasson an der Spitze den Bau von 15 Windkraftwerken in der Hafeneinfahrt der Stadt so schnell wie möglich in Angriff nehmen, auch wenn sich mittlerweile eine Widerstandsgruppe von über 1000 Personen gebildet hat, die, wenn auch teilweise aus sehr eigenwilligen Gründen, einen anderen Platz für die Windkraftwerke fordern und feststellen, dass sich Göteborg Energi sehr wenig Mühe machte Alternativstellen zu finden.

Die Gruppe Göteborgs Kultur och Miljöarv behauptet nun, dass die von Göteborg Energi gewählte Stelle instabil sei, da man dort Schlamm ablagerte, der zudem mit Umweltgiften angereichert ist, die sich bei Bohrungen im Meer verteilen werden und die Meeresökologie ins Ungleichgewicht bringen. Hinzu kommt, dass große Teile der Gewässer Privatbesitz seien. Auf diese Argumente antwortet Kia Andreasson lediglich, dass alle Möglichkeiten im Raum Göteborg ausführlich geprüft wurden und de Hakefjord die idealste Stelle für die 15 Windkraftwerke sei statt sachkundige Gründe vorzulegen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 22. Juli 2012

Stopp für Windkraft im Västra Götaland


Bereits am 1. Oktober 2011 verfügte das Västra Götaland über mehr Windkraft als jede andere Region Schwedens. 440 Windkraftwerke produzierten knapp 0,53 Twh, wobei die Pläne der Regionalregierung hoch liegen, denn bis 2020 soll sich die Energie aus Windkraft auf über sieben Twh steigern und damit weiterhin die Führungsrolle in Schweden behalten. Allerdings wird bereits heute die Windkraft der Region, insbesondere aber jene Göteborgs, teilweise weit entfernt vom Verbraucher produziert.

Auch die Untersuchung des SOM-Institutes in Göteborg sprechen für die Pläne der Region, denn nahezu 70 Prozent der Einwohner des Västra Götalands sprechen sich positiv zum Ausbau der Windkraft aus. Und dennoch werden immer mehr Projekte in der Region von den Gemeinden abgelehnt, weil sich Bürgerinitiativen finden, die sich in jeder Beziehung gegen jedes Windkraftwerk aussprechen.

Das Problem im Västra Götaland liegt, trotz der bisher positiven Erfahrungen mit Windenergie, darin, dass sich zwar die Mehrheit der Bevölkerung für Windkraft ausspricht, nicht aber in der eigenen Nähe, denn die Kraftwerke sind, nach Meinung der Anwohner, zu laut, werfen zu viel Schatten, verursachen ein zu hoher Verkehrsaufkommen oder passen einfach nicht in das Landschaftsbild der eigenen Gemeinde. Zahlreiche Projekte mussten mittlerweile bereits gestoppt werden und bei jedem neuen geplanten Projekt zieht eine schwarze Wolke auf, die Kernkraft über Windkraft setzt, obwohl die Bevölkerung, laut Statistik, für Windkraft ist.


Herbert Kårlin

Dienstag, 6. März 2012

Windkraft im Västra Götaland

Keine Region Schwedens zeigt in Fragen Windenergie die gleichen Ambitionen wie das Västra Götaland. Allein während der nächsten drei Jahre sollen 20 Milliarden Kronen in 109 verschiedene Projekte gesteckt werden. Diese Summe entspricht 16 Prozent der geplanten Gesamtinvestition Schwedens, wobei allein Alingsås, das nur wenige Kilometer von Göteborg entfernt liegt, fünf Milliarden in etwa 15 Projekte stecken will.

Das kleine Problem, das sich jedoch noch hinter diesen ambitiösen Plänen versteckt, ist die Tatsache, das bisher kaum eines der Projekte finanziert ist und selbst dann, wenn die schwedische Wirtschaft keine Rezension erleben sollte, während der nächsten drei Jahre maximal ein Viertel der Projekte auch wirklich realisiert werden können. Der Region scheint es daher wichtiger zu sein sich einen grünen Anstrich zu verpassen und eine Zukunftsvision zu präsentieren als von Tatsachen zu reden.

Die größten Probleme mit dem Bau von Windkraftwerken hat natürlich das Unternehmen Göteborg Energi, da der Widerstand gegen Windkraftwerke in Stadtnähe und an der Küste so bedeutend ist, dass die Stadt nur in teilweise weit entfernten Gegenden oder in Offshore-Anlagen investieren kann und städtischer Strom daher weite Strecken zurücklegen muss, was die Kosten für ökologischen Strom erheblich erhöht.

Herbert Kårlin

Freitag, 20. Januar 2012

Göteborg setzt auf Windkraft

Auch wenn nach internen Regeln Windkraftwerke nicht mehr als 120 Kilometer vom Verbraucher entfernt sein sollen, hat Göteborg gestern das Klarzeichen für zehn Windkraftanlagen in Töreboda gegeben, das 180 Kilometer von Göteborg entfernt liegt. Die städtische Stromgesellschaft Göteborg Energi wird die Kraftwerke in eine Waldgebiet erbauen und rechnet dafür mit Kosten in Höhe von bis zu 400 Millionen Kronen.

Göteborg plant bis zum Jahre 2015 rund zehn Prozent der nötigen Energie aus Windkraft zu gewinnen und verfügt gegenwärtig über Anlagen in Gårdsten und Risholmen-Arendal, aber auch in Dals-Ed, Askersund und Falköping, die in beträchtlicher Entfernung von Göteborg liegen. Auch wenn der neue Windpark in Töreboda ab nächstem Jahr jeweils 50 - 60 GWh liefern wird, so ist die Stadt noch weit vom geplanten Ziel von einer Jahresproduktion von 500 GWh entfernt, was den geplanten zehn Prozent entspricht.

Als einzige Partei stimmten die Christdemokraten gegen die Entscheidung in Töreboda, da ihrer Meinung nicht nur die Stadt mit Steuermitteln in Windkraft investieren soll, sondern auch private Investoren gefunden werden müssen. Nach den Christdemokraten dürfen bei Spekulationen mit Energie nicht Steuern riskiert werden und damit die Bevölkerung für Fehlplanungen verantwortlich gemacht werden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 22. Mai 2011

Umweltamt in Göteborg setzt auf Windkraft

Das Umweltamt in der Karl Johansgatan in Göteborg plant die Installation eines Windkraftwerkes und einer Solarzellenanlage, die in der Lage sein sollen soviel Strom zu produzieren, dass die Elektroautos des Amtes autonom mit Strom versorgt werden können.

Wie hoch die Stromproduktion sein wird und wie viele Elektroautos im Umweltamt zur Anwendung kommen werden ist bisher jedoch ungewiss, da die bisherigen Pläne einen Zeitraum von 20 Jahren umfassen und die Anwendung von Elektroautos in Schwedens Ämtern bisher noch relativ selten ist.

Das Windkraftwerk, das mit einem vier Meter hohen Mast an der Fassade des Gebäudes angebracht wird und die Solarzellen auf dem Dach haben jedoch ein weiteres Ziel. Die Anlage soll dazu dienen, dass die Bewohner Göteborgs Windenergie auch als sinnvolle Einrichtung für geringere Stromproduktion halten.

Herbert Kårlin

Sonntag, 20. Februar 2011

Protest gegen Offshore-Windpark vor Göteborg

Göteborg Energi plant im Hake Fjord nördlich der Schäreninsel Brännö einen Offshore-Windpark mit voraussichtlich 12 bis 19 Windkraftwerken von 150 Meter Höhe, die nach ersten Berechnungen 200 GWh liefern sollen, was dem Durchschnittsverbrauch von 40 Prozent aller Mietwohnungen Göteborgs entspricht.

Da Göteborg Energie jedoch weder konkrete Pläne vorlegt noch ein Modell des geplanten Windparks auflegt, entwickeln sich Protestbewegungen auf den südlichen Schären, sowie den Küstenstreifen von Långedrag und Hisingen. Die Streitfragen zwischen Vereinigungen, die keine Windenergie in den Schären sehen wollen und Göteborg Energie häufen sich, können aber Mangels Plänen von keiner Seite gestärkt werden.

Auch wenn die Frage nach dem Landschaftsbild für viele Gegner des Windparks vor Brännö das Hauptargument ist und mit Farbprospekten hervorgehoben wird, so geht es offiziell um Regattas, die gestrichen werden müssen, die Vogelfluglinie nach Jylland, giftige Abfälle auf dem Meeresgrund, Lärmbelästigungen, fehlerhafte Angaben bei den ersten Bauplänen und andere Argumente. Die Windkraftgegner sind natürlich nicht gegen Windenergie, sondern gegen Windkraft vor der eigenen Tür.

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. September 2010

Forschungszentrum für Windenergie in Göteborg

Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg setzt ab Herbst voll in Windenergie, um Schweden weltweit zum Vorreiter für diese alternative Energie zu machen. In diesem Jahr setzt die Hochschule 100 Millionen Kronen in die Forschung und Ausbildung von Windkraft und Windenergie, eine Voraussetzung um bessere technische Lösungen mit höherer Leistung zu finden.

Noch im Herbst wird das Svensk VindkraftsTeknisk Centrum im Göteborger Stadtteil Lindholmen seine Arbeit aufnehmen, wobei etwa 15 Forscher und Professoren der Hochschule Chalmers und die gleiche Menge an Personen aus dem Energiesektor, vor allem der Windindustrie, gemeinsam an den Projekten arbeiten werden. Forschung und Ausbildung von jungen Ingenieuren, die auf Windkraft spezialisiert sind, gehen bei Chalmers Hand in Hand.

Das Zentrum für Schwedische Windkraft-Technik will vor allem die Entwicklung von Offshore-Anlagen ausweiten, da Windkraftanlagen an Land wegen Transportproblemen in Größe und Kapazität zu begrenzt sind. Hinzu kommt, dass sich auch die Küste vor Göteborg mit den permanenten Winden zum Ausbau der schwedischen Windparks hervorragend eignet.

Herbert Kårlin

Montag, 13. September 2010

Messe zur Windenergie in Göteborg

Vom 15. bis zum 17. September findet in der Svenska Mässan in Göteborg die schwedische Messe VIND 2010 zu Fragen der Windenergie statt, die 90 Aussteller auf dem Messegelände vereint und mit zahlreichen Diskussionen und Seminaren über die aktuelle Lage und die Zukunftsperspektive der Windenergie in Schweden informiert.

In Schweden liefert Windkraft die ideale Alternative zur herkömmlichen Energie und kann in absehbarer Zeit rund 20% des Landes mit Strom versorgen. Allein im Jahre 2009 hat sich die aus Windkraft gewonnene Energie verdoppelt und damit den bedeutendsten Zuwachs an zukunftsgerichteter Energieversorgung errungen.

Im nordschwedischen Piteå ist weltweit die größte Anlage für Windenergie geplant, die als richtungsweisend für erneuerbare Energie gilt. Während der Messe VIND 2010 in Göteborg kommt nun nicht nur die Entwicklung entsprechend großer Windparks ins Gespräch, sondern auch der Einsatz von Windenergie in Miethäusern und privaten Villen.

Herbert Kårlin