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Freitag, 5. Oktober 2012

Windkraft vor Göteborgs Toren


Nachdem sich die Stadt Göteborg immer häufiger Entscheidungen fällt ohne auf die Meinung ihrer Wähler zu hören oder sie rechtzeitig über geplante Entscheidungen sachkundig zu informieren, steigt der Widerstand gegen die links-grüne Regierung der Stadt nahezu täglich. Neben dem Infrastrukturpaket, das nur von den Politikern als optimal bezeichnet wird, zeichnet sich nun auch ein Konflikt zur Windkraftpolitik Göteborgs ab, der mangels Information zu einer Zerreißprobe für die Politiker werden kann.

Während der geplante Windkraftpark in Ale aus finanziellen Gründen vorerst nicht gebaut wird, will Goteborg Energi mit der grünen Stadtpolitikerin Kia Andreasson an der Spitze den Bau von 15 Windkraftwerken in der Hafeneinfahrt der Stadt so schnell wie möglich in Angriff nehmen, auch wenn sich mittlerweile eine Widerstandsgruppe von über 1000 Personen gebildet hat, die, wenn auch teilweise aus sehr eigenwilligen Gründen, einen anderen Platz für die Windkraftwerke fordern und feststellen, dass sich Göteborg Energi sehr wenig Mühe machte Alternativstellen zu finden.

Die Gruppe Göteborgs Kultur och Miljöarv behauptet nun, dass die von Göteborg Energi gewählte Stelle instabil sei, da man dort Schlamm ablagerte, der zudem mit Umweltgiften angereichert ist, die sich bei Bohrungen im Meer verteilen werden und die Meeresökologie ins Ungleichgewicht bringen. Hinzu kommt, dass große Teile der Gewässer Privatbesitz seien. Auf diese Argumente antwortet Kia Andreasson lediglich, dass alle Möglichkeiten im Raum Göteborg ausführlich geprüft wurden und de Hakefjord die idealste Stelle für die 15 Windkraftwerke sei statt sachkundige Gründe vorzulegen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 6. März 2012

Windkraft im Västra Götaland

Keine Region Schwedens zeigt in Fragen Windenergie die gleichen Ambitionen wie das Västra Götaland. Allein während der nächsten drei Jahre sollen 20 Milliarden Kronen in 109 verschiedene Projekte gesteckt werden. Diese Summe entspricht 16 Prozent der geplanten Gesamtinvestition Schwedens, wobei allein Alingsås, das nur wenige Kilometer von Göteborg entfernt liegt, fünf Milliarden in etwa 15 Projekte stecken will.

Das kleine Problem, das sich jedoch noch hinter diesen ambitiösen Plänen versteckt, ist die Tatsache, das bisher kaum eines der Projekte finanziert ist und selbst dann, wenn die schwedische Wirtschaft keine Rezension erleben sollte, während der nächsten drei Jahre maximal ein Viertel der Projekte auch wirklich realisiert werden können. Der Region scheint es daher wichtiger zu sein sich einen grünen Anstrich zu verpassen und eine Zukunftsvision zu präsentieren als von Tatsachen zu reden.

Die größten Probleme mit dem Bau von Windkraftwerken hat natürlich das Unternehmen Göteborg Energi, da der Widerstand gegen Windkraftwerke in Stadtnähe und an der Küste so bedeutend ist, dass die Stadt nur in teilweise weit entfernten Gegenden oder in Offshore-Anlagen investieren kann und städtischer Strom daher weite Strecken zurücklegen muss, was die Kosten für ökologischen Strom erheblich erhöht.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Februar 2012

Biogasanlage in Göteborg und der Grundstückstausch

Auch wenn die bisherigen Angelegenheiten gegen Göteborg Energie von der Staatsanwaltschaft nun mangels Beweisen niedergelegt wurde, so zeigt die die gestrige TV-Serie Uppdrag Granskning, dass die Geschäftsmethoden des städtischen Unternehmens nach wie vor mehr als nur zweifelhaft sind. Erneut zeigt sich dies bei der Satzung der Biogasanlage GoBiGas auf Hisingen bei der persönliche Beziehungen eine größere Rolle spielen als wirtschaftliche Interessen.

Nach Uppdrag Granskning hat die Leitung von GoBiGas ein städtisches Grundstück gegen ein privates getauscht, was an sich kein Problem wäre, wenn nicht das eingetauschte Grundstück nur ein Fünftel dessen wert wäre wie das abgegebene Grundstück und wenn nicht eine private Einladung und private Beziehungen zwischen städtischer und privater Gesellschaft bestehen würden.

Der städtische Angestellte, der ein Grundstück im Werte von 100 Millionen Kronen gegen eines tauschte, das maximal 20 Millionen Kronen wert ist, arbeitet seit Jahren mit dem Unternehmen Nordic Storages zusammen und war selbst zur Geburtstagsfeier des leitenden Chefs von Nordic Storages an die französische Riviera eingeladen, ohne dies der Stadt mitzuteilen und ohne das geringste schlechte Gewissen dabei zu haben. Auch die Geschäftsleitung von Göteborg Energi verteidigt diesen Kuhhandel, denn, es bestehen schließlich jahrelange geschäftliche Beziehungen zwischen Göteborg Energi und Nordic Storages, weshalb auch öffentliche Ausschreibungen nicht nötig sind.

Herbert Kårlin

Sonntag, 29. Januar 2012

Göteborg Energi kämpft mit Problemen

Eine interne Überprüfung der Konten und Handlungen des städtischen Strombetreibers Göteborg Energie zeigt nun, dass das Unternehmen vermutlich mehrere Millionen an Kronen an Unternehmen bezahlt hat ohne je eine Leistung dafür erhalten zu haben. Die Geschäftsführung war daher nicht nur in skurrile Affären verstrickt, sondern hatte auch keinerlei Überblick über Auftragsvergabe und Zahlungen des Unternehmens. Die Führungsqualitäten scheinen jedoch nicht nur beim Geschäftsführer zu mangeln, sondern auch bei jenen, die entsprechende hochbezahlte Direktoren einstellen.

Obwohl kürzlich zwei Unternehmen bereits bei der Polizei angezeigt wurden, die illegale Rechnungen ausstellten, sagt die Sprecherin des Aufsichtsrats, Kia Andreasson (Göteborger Grüne im Stadtrat), dass sie keinerlei Informationen über die Angelegenheit hat, was natürlich nicht verwundert, da Kia Andreasson in zahlreichen Vorständen und anderen Organisationen sitzt und für einzelne Aufträge, die den Steuerzahler Millionen kosten, gar keine Zeit zur Verfügung hat, sondern sich blind auf einen Geschäftsführer verlässt.

Auch Lotta Brändström, zuständig für die internen Kontrollen, gibt sich sehr verschwiegen und hält wenig von Offenheit in den Angelegenheiten, was kaum ein Zeichen in Göteborg setzt, dass Betrug in Zukunft härter verfolgt wird und weitere Mauscheleien und Betrügereien verhindern könnte. Um Göteborg vom Ruf der Stadt der Bestechungen und Betrügereien zu befreien ist es dringend nötig mehr Offenheit zu zeigen und nicht nur intern über strafbare Handlungen zu diskutieren und intern jemanden zu versetzen.

Herbert Kårlin

Freitag, 20. Januar 2012

Göteborg setzt auf Windkraft

Auch wenn nach internen Regeln Windkraftwerke nicht mehr als 120 Kilometer vom Verbraucher entfernt sein sollen, hat Göteborg gestern das Klarzeichen für zehn Windkraftanlagen in Töreboda gegeben, das 180 Kilometer von Göteborg entfernt liegt. Die städtische Stromgesellschaft Göteborg Energi wird die Kraftwerke in eine Waldgebiet erbauen und rechnet dafür mit Kosten in Höhe von bis zu 400 Millionen Kronen.

Göteborg plant bis zum Jahre 2015 rund zehn Prozent der nötigen Energie aus Windkraft zu gewinnen und verfügt gegenwärtig über Anlagen in Gårdsten und Risholmen-Arendal, aber auch in Dals-Ed, Askersund und Falköping, die in beträchtlicher Entfernung von Göteborg liegen. Auch wenn der neue Windpark in Töreboda ab nächstem Jahr jeweils 50 - 60 GWh liefern wird, so ist die Stadt noch weit vom geplanten Ziel von einer Jahresproduktion von 500 GWh entfernt, was den geplanten zehn Prozent entspricht.

Als einzige Partei stimmten die Christdemokraten gegen die Entscheidung in Töreboda, da ihrer Meinung nicht nur die Stadt mit Steuermitteln in Windkraft investieren soll, sondern auch private Investoren gefunden werden müssen. Nach den Christdemokraten dürfen bei Spekulationen mit Energie nicht Steuern riskiert werden und damit die Bevölkerung für Fehlplanungen verantwortlich gemacht werden.

Herbert Kårlin

Samstag, 3. Dezember 2011

Göteborg erhält Schwedens größtes Windkraftwerk

Aus mehreren Teilen der Welt nähern sich Göteborg die Teile des größten Windkraftwerks Schwedens, um dann auf der bereits fertigen Betonplattform auf Risholmen, an der äußersten Spitze des Göteborger Hafens, aufgestellt zu werden. Mit einer Höhe von 145 Metern wird das Windkraftwerk die höchste Stelle Göteborgs werden und ein Symbol der Hafeneinfahrt für alle Schiffe sein.

Die ersten Teile, das Maschinengebäude und der 85 Meter hohe Turm, werden bereits am Sonntag mit dem Fahrzeug Abis Belfast in Göteborg ankommen, während die Rotorblätter aus Brasilien noch einige Tage auf sich warten lassen werden. Bereits am 16. Dezember wird das Windkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 15 Millionen kw/h im Jahr jedoch einsatzbereit sein und fünfmal soviel Strom liefern wie ein übliches Windkraftwerk.

Die gelieferte Energie ist ausschließlich für die Hafenbetriebe gedacht und verwandelt den Göteborger Hafen zu einem der umweltfreundlichsten Häfen der Welt. Das Windkraftwerk entstand in Zusammenarbeit des Forschungszentrums der Göteborg Energi, SKF und der Technischen Hochschule Chalmers, die das Kraftwerk auch für Forschungsprojekte benutzen wird.

Herbert Kårlin

Samstag, 12. November 2011

Göteborg Energi ohne Rücksicht auf Verluste

Die stadteigene Gesellschaft Göteborg Energi fordert von der Stadt für jede installierte Anlage einen eigenen Vertrag. Allein das Straßenverkehrsamt musste daher rund 1500 Verträge mit Göteborg Energi unterschreiben. 860 gelten für die Straßenbeleuchtung, 250 für Ampelanlagen, aber auch für Rolltreppen, Pumpanlagen oder die Beleuchtung von Verkehrszeichen wird ein eigener Vertrag gefordert. Beim kleinsten Irrtum stellt die Stromgesellschaft einfach die Anlage ab.

Ein Fehler bei der Dateneingabe beim Straßenverkehrsamt hatte nun fatale Folgen, denn da zwei Verteiler die gleiche Nummer besaßen, stellte Göteborg Energi fest, dass es für zwei zentrale Straßen Göteborg, die Postgatan und die Kronhusgatan, keine Absprache gab und stellte daher die Verteiler am Montag ohne jede Vorwarnung ab, was dazu führte, dass beide Straßen ab dem frühen Abend im völligen Dunkel lagen.

Während die beiden letzten Male, als Göteborg Energi zur gleichen Methode griff statt eine Mail zu schicken oder anzurufen, das Abschalten keine schwerwiegenden Folgen hatte, wurde dieses Mal in der Postgatan eine 58-jährige Frau überfallen und dabei schwer verletzt. Göteborg Energi sieht sich natürlich unschuldig, gibt aber auch keine plausible Erklärung für das Vorgehen. Hinzu kommt, dass Göteborg in zwei Wochen Gast einer internationalen Beleuchtungskonferenz ist und dabei eines der übelsten Beispiele in diesem Bereich wurde.

Herbert Kårlin

Sonntag, 4. September 2011

Zu hohe Gehälter in Göteborgs Unternehmen

Zu den bisherigen Skandalen in den städtischen Unternehmen Göteborgs kommt ein weiterer Skandal hinzu, der direkt oder indirekt vom früheren Chef des Unternehmens Göteborg Energi, Anders Hedenstedt, mit veranlasst wurde. Auch der Chef des Subunternehmens Din El wurde vom Hedenstedt mit einem Vertrag versehen, der gegen die Policy der Stadt verstößt und ihm ein Einkommen garantiert, das weit über der zulässigen Höhe von städtischen Spitzenangestellten liegt.

Lennard Hansson wurde durch den Vertrag nicht nur ein Einkommen von rund 1,8 Millionen Kronen im Jahr garantiert, ein Dienstfahrzeug und ein Bonus, sondern auch als Chef des städtischen Unternehmens Din El behielt er auch seinen Posten als Vorstand des Energieunternehmens seiner Frau. Weder der frühere Chef von Göteborg Energi, noch der Vorstand und am wenigsten Lennard Hansson sahen bei dieser Regelung ein Problem, was, auf Grund der zahlreichen Skandale der letzten Monate, auch auf die Mentalität in der Leitung Göteborgs schließen lässt.

Wie bereits typisch bei entsprechenden Situation wird nun alle Verantwortung auf den früheren Chef Anders Hedenstedt, der mittlerweile mit vorteilhafter Absprache in Frühpension ging, geschoben, und niemand will von den aktuellen Verträgen etwas gewusst haben. Für Lennard Hansson, den selbst der neue Vorstand von Göteborg Energi, die Grüne Kia Andreasson behalten will, muss sich als Opfer natürlich nichts an der Absprache ändern, da er den neuen Arbeitsvertrag in gutem Glauben unterschrieben hat und die merkwürdige Situation, dass er auch in einem Konkurrenzunternehmen aktiv ist, als Nebensache betrachtet wird.

Herbert Kårlin

Sonntag, 1. Mai 2011

Das Infrastrukturpaket in Göteborg lässt Preise steigen

Das groß angelegte Infrastrukturpaket Göteborgs, das zum Großteil von der Einführung einer Maut in der gesamten Innenstadt finanziert werden soll, wird für die Bürger der Stadt weitaus teurer als offiziell bekannt gegeben, da nicht nur die Maut als bedeutende Zusatzausgabe auf sie zukommt.

Da das Infrastrukturpaket auch bedeutende Änderungen im Straßenverkehr und den Bau von einem Eisenbahntunnel einschließt, müssen nach dem ebenfalls stadteigenen Betrieb Göteborg Energi, der die Bewohner Göteborgs mit Strom versorgt, eine Vielzahl an Kabeln und Röhren neu verlegt werden, was einen Kostenaufwand von etwa 60 Millionen Kronen erfordert.

Nach Göteborg Energi sind diese Kosten weder durch die Maut noch andere Steuern vorgesehen. Die Kosten für sämtliche Arbeiten müssen, nach Beschluss des Stadtrates, von Göteborg Energi selbst getragen werden, was jedoch nichts anderes bedeutet, als dass das Unternehmen die Kosten auf die Kunden umwälzt, die damit jedes Jahr bis zu 300 Kronen mehr für ihre Stromlieferungen zahlen müssen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. September 2010

Bestechungen in Göteborgs Firmenimperium

Obwohl die juristische Abteilung der Göteborger Stadtverwaltung eine Aufklärung aller zweifelhaften Geschäfte ihrer Firmen zusagte und eine absolute Kontrolle versprach, weitet sich die Affäre immer weiter aus. Erneut hat die Fernsehserie Uppdrag granskning Unregelmäßigkeiten eines Göteborger Unternehmens aufgedeckt.

Dieses Mal geriet das städtische Unternehmen Göteborg Energi ins Visier der Journalisten, bei dem ein Subunternehmer nicht nur für die Stadt tätig war, sondern gleichzeitig für das koreanische Unternehmen, das die neuen Stromzähler lieferte. Mit Göteborg Energi sind nun bereits sieben städtische Unternehmen in Bestechungsaffären verwickelt, ohne dass jedoch die Stadt selbst ernsthaft versucht die Unregelmäßigkeiten in städtischen Unternehmen unter Kontrolle zu bringen.

Geheime Aufnahmen der Fernsehjournalisten beweisen im Gegenteil, dass Angestellte, die mit der Presse reden wollen, von der Chefetage bedroht werden und, gegen das schwedische Gesetz, Nachforschungen darüber anstellen welche Angestellte mit einem Journalisten reden, eine Situation, die das gesamte schwedische Rechtssystem aushöhlt.

Herbert Kårlin