Sonntag, 4. September 2011

Zu hohe Gehälter in Göteborgs Unternehmen

Zu den bisherigen Skandalen in den städtischen Unternehmen Göteborgs kommt ein weiterer Skandal hinzu, der direkt oder indirekt vom früheren Chef des Unternehmens Göteborg Energi, Anders Hedenstedt, mit veranlasst wurde. Auch der Chef des Subunternehmens Din El wurde vom Hedenstedt mit einem Vertrag versehen, der gegen die Policy der Stadt verstößt und ihm ein Einkommen garantiert, das weit über der zulässigen Höhe von städtischen Spitzenangestellten liegt.

Lennard Hansson wurde durch den Vertrag nicht nur ein Einkommen von rund 1,8 Millionen Kronen im Jahr garantiert, ein Dienstfahrzeug und ein Bonus, sondern auch als Chef des städtischen Unternehmens Din El behielt er auch seinen Posten als Vorstand des Energieunternehmens seiner Frau. Weder der frühere Chef von Göteborg Energi, noch der Vorstand und am wenigsten Lennard Hansson sahen bei dieser Regelung ein Problem, was, auf Grund der zahlreichen Skandale der letzten Monate, auch auf die Mentalität in der Leitung Göteborgs schließen lässt.

Wie bereits typisch bei entsprechenden Situation wird nun alle Verantwortung auf den früheren Chef Anders Hedenstedt, der mittlerweile mit vorteilhafter Absprache in Frühpension ging, geschoben, und niemand will von den aktuellen Verträgen etwas gewusst haben. Für Lennard Hansson, den selbst der neue Vorstand von Göteborg Energi, die Grüne Kia Andreasson behalten will, muss sich als Opfer natürlich nichts an der Absprache ändern, da er den neuen Arbeitsvertrag in gutem Glauben unterschrieben hat und die merkwürdige Situation, dass er auch in einem Konkurrenzunternehmen aktiv ist, als Nebensache betrachtet wird.

Herbert Kårlin

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