Montag, 12. September 2011

Göteborg unter terroristischer Bedrohung

In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste das Eröffnungsfest zur Göteborger Kunstbiennale Pandemonium abgebrochen werden, weil die Veranstaltung von Terroristen für einen Anschlag ausgewählt war, so zumindest die Aussagen von der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo und der Polizei im Västra Götaland. Vor der Kunsthalle Röda Sten wurden bei der Aktion vier Personen festgenommen und erst nach mehreren Stunden konnte die Kunsthalle wieder betreten werden.

Am Sonntag wurden die vier festgenommenen Personen dem Haftrichter in Göteborg vorgeführt, der einen verhärteten Verdacht auf die Vorbereitung einer terroristischen Handlung feststellte. Da die Sicherheitspolizei und die Staatsanwaltschaft keinerlei Informationen Preis geben, weder die Identität oder Nationalität der Festgenommenen noch erklären um welche Bedrohung es sich handelte, wachsen die Spekulationen in der ganzen Welt, nicht zuletzt, weil es sich um den 11. September handelt.

Einige Journalisten vermuten einen Zusammenhang mit der Organisation Al Quaida, andere glauben, dass der angekündigte Besuch von Lars Vilks eine Rolle spielen kann und wieder andere glauben, dass das Attentat einen direkten Zusammenhang mit der Kunstbiennale hat. Aber das Schweigen der Staatsanwaltschaft kann auch bedeuten, dass mit weiteren Verhaftungen zu rechnen ist, auch wenn die Behörden versichern, dass keine Gefahr für die Allgemeinheit vorliegt.

--- Mittags teilte das Amtsgericht in Göteborg mit, dass es sich bei den Festgenommenen um Göteborger im Alter zwischen 23 und 26 Jahren handelt.

Herbert Kårlin

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