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Freitag, 5. September 2014

Göteborg und bedürftige Schüler

Obwohl seit mehreren Jahren allgemein bekannt ist, dass Schüler mit Lernschwierigkeiten in Göteborg kaum, oder aber sehr verspätet, die ihnen vom Gesetz zugesagte Unterstützung bekommen und mehrere Eltern sogar erst über das Gericht ihre Rechte durchsetzen mussten, wollte die Stadt den Tatsachen nicht ins Auge sehen und den Schulen die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Das Ergebnis zeigt sich allerdings auch im Ranking der Schulen bei dem Göteborg sehr weit abgeschlagen im hintersten Feld mitläuft.

Um Zeit zu gewinnen, hatte Göteborg natürlich erst noch eine eigene Untersuchung beauftragt und die Rektoren der Schule befragen lassen. Das Ergebnis war, wie zu erwarten, identisch mit den längst bekannten Problemen, denn rund 60 Prozent der Rektoren bestätigten, dass ihnen einfach das Geld fehlt um bedürftige Schüler rechtmäßig unterstützen zu können. Dass diese Untersuchung nur dem Zeitgewinn diente, geht auch daraus hervor, dass sowohl das Schulamt als auch die Schulinspektion Göteborg gerade wegen diesem Missstand bereits kritisierte.

Noch kurz vor den Kommunalwahlen tritt nun die Göteborger Grüne Kia Andreasson nun an die Öffentlichkeit und erklärt wie nützlich es doch sei nun die wahren Probleme zu kennen. Als Wahlversprechen kommt natürlich auch die Garantie, dass sich nun alles ändern wird, auch wenn die Politikerin nicht bekannt gibt wie viel zusätzliches Geld sie den Schulen zukommen lassen will, wo sie die qualifizierten Lehrer findet und wie sie erreichen will, dass die Bearbeitung der einzelnen Fälle vor sich gehen kann, aber da die Schule ein wichtiges Wahlthema ist, hat Andreasson dann ja vier Jahre Zeit über die Antworten nachzudenken, falls der linke Block weiterhin Göteborg regieren sollte.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. September 2014

Ausgebildete Lehrer, ein Problem in Göteborg

Als der schwedische Verband der Lehrer im Jahre 2003 erstmals die Qualität der Schulen des Landes bewertete, lag Göteborg mit seinen Schulen auf Platz 47. Heute findet man Göteborg auf Platz 234 von insgesamt 290, und dies, obwohl die Stadt im Laufe eines Jahres sogar um acht Plätze nach oben kletterte. Jedes Wahlversprechen über eine bessere Qualität der Schulen der Stadt kann unter diesen Voraussetzungen nur als leeres Versprechen betrachtet werden, denn um innerhalb von vier Jahren um 200 Plätze nach oben zu klettern, dazu ist ein Wunder notwendig.

Nach den Auswertungen des Lehrerverbands ist das Hauptproblem in Göteborg, dass es hier viel zu wenige ausgebildete Lehrer gibt, der Unterricht also zum Teil von Aushilfskräften oder nicht voll ausgebildeten Lehrern gegeben werden muss, ein Problem, das voraussichtlich selbst bis 2020 nicht behoben wird, da landesweit viel zu wenige Lehrer ausgebildet werden und während der kommenden vier Jahre weniger neu ausgebildete Lehrer die Universitäten verlassen werden als pensioniert werden. Und wie man Studenten vom Lehrerberuf wieder überzeugen kann, darauf kann bisher keine kommunale Partei eine Antwort geben.

Ausgerechnet in Göteborg ist auch eine Gehalterhöhung nicht die Ursache für die zu geringe Anzahl an ausgebildeten Lehrern, die man hier beschäftigt, denn die Stadt bezahlt ihren Lehrern mehr als andere Gemeinden, die man in Spitzenpositionen findet und die kein Problem dabei haben gute Kräfte anzustellen. Es wäre daher wichtig, dass Göteborg sich erst einmal auf die Suche nach dem Problem macht, denn auch in den kommenden Jahren werden Lehrer die Chance haben ihre Arbeitgeber zu wählen und Schulen mit einem schlechten Ruf werden auf der Strecke bleiben.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 22. Oktober 2013

Göteborg kümmert sich wenig um die Probleme der Lehrer

Nach dem Verband der Lehrer nimmt Göteborg die Kritiken zur Arbeitssituation an den Schulen der Stadt nicht ernst und unternimmt nichts um deren Situation zu verbessern. In der Regel sind die Klassen zu groß und die Lehrer sind dadurch nicht nur überlastet, sondern auch nicht mehr in der Lage jenen Schülern zu helfen, die eine persönliche Unterstützung benötigen. Nach Aussage der Lehrer wird der Arbeitsdruck in Göteborg immer höher ohne dass man Licht im Tunnel sehen kann.

Die für Schulen zuständige Stadträtin Anna Johansson verspricht, nachdem der Lehrerverband die Stadt erneut anmahnte Verbesserungsmaßnahmen anzugehen, die Situation ernst zu nehmen und verspricht erneut, dass „etwas“ geschehen wird, da dies auch im Interesse der Schüler sei, aber sie kann nicht sagen wann und was geschehen wird, was man auch damit übersetzen kann, dass es bisher keinerlei Plan dafür gibt und die Stadt kein weiteres Geld für Schulen ausgeben will.

Anna Johansson erklärt, dass die Stadt sehr viel Geld in das Schulsystem steckte und sie kann dabei vielleicht nicht verstehen, dass andere Städte sich etwas mehr anstrengen, da die Probleme dort geringer sind. Ob die Politikerin in Zukunft allerdings noch Zeit für die Schulpolitik hat, ist fraglich, denn sie plant eine Karriere im Parlament in Stockholm und will der Göteborger Politik den Rücken kehren. Die Lehrer Göteborgs können daher nicht vor 2015 mit besseren Bedingungen rechnen, falls überhaupt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 12. September 2013

Steigender Lehrermangel bedroht Göteborgs Schulen

Während man auf schwedischem Niveau feststellt, dass innerhalb der kommenden zehn Jahre 25 Prozent aller Lehrer pensioniert werden, zeigt sich die Situation in Göteborg noch negativer, denn hier werden in der gleichen Zeit sogar 30 Prozent der Lehrer aus dem Berufsleben ausscheiden, was bedeutet, dass innerhalb von zehn Jahren mindestens 2600 Lehrer in Göteborg angestellt werden müssen nur um die heutige Personalstärke zu halten.

Wie Göteborg dieses Problem angehen wird, ist indes ungewiss, denn kaum ein Beruf wurde in den letzten Jahren so unbeliebt wie der Beruf eines Lehrers, denn die schlechte Bezahlung und der steigende Arbeitsdruck führen sogar dazu, dass 60 Prozent der aktuellen Lehrer die nächste Chance nutzen wollen um von ihrem Beruf abzuspringen. Aber gerade von Lohnerhöhungen will Göteborg nichts wissen, da Schulen eher billiger werden sollen statt ein höheres Budget zu bekommen.

Weder die schwedische Regierung, noch die Gemeinden wollen die ernste Situation einsehen, obwohl selbst an den Hochschulen bereits heute in manchen Lehramtsfächern kaum noch Bewerber vorhanden ist und 16 Prozent der Grundschullehrer sowie 25 Prozent der Gymnasiallehrer kein Lehrerzertifikat haben und daher an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen müssen oder aber mangels Qualifikation zu einem anderen Beruf greifen werden. Ohne Änderungen der Ausbildungspolitik werden in Göteborg bald wieder Klassen mit über 30 Schülern an der Tagesordnung sein.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. März 2013

Schüler in Göteborg wollen ihre Lehrer behalten

Am gestrigen Montag demonstrierten hunderte von Gymnasiasten Göteborgs gegen die weiteren Einsparungen in den staatlichen Einrichtungen, die heute schon weniger Geld zur Verfügung haben als vergleichbare Schulen in anderen Teilen des Landes. Die Schüler sind der Meinung, dass die schulische Leistung eng mit der Anzahl der Lehrer und der Finanzlage einer Schule zusammenhängt, denn Schulbücher des Jahres 1990 können bei der schnellen Entwicklung nicht das Gegenwartsbild unser Welt zeigen.

Der Hauptgrund der Demonstration richtete sich jedoch darauf, dass in manchen Schulen, aus Kostengründen, die Anzahl der Lehrer halbiert werden soll, obwohl schon heute die angestellten Lehrer ihre Aufgabe kaum noch erfüllen können. Insgesamt sollen in Göteborg zum nächsten Schuljahr 110 Lehrer ausgestellt werden oder in Pension gehen, eine Entscheidung, die nicht nur von den Schülern kritisiert wird, sondern auch den betroffenen Schulen und der Gewerkschaft der Lehrer.

Die jugendlichen Demonstranten wollten bei ihrer Demonstration am Gustav Adolf Torg, vor den Türen der Stadtverwaltung, auch darauf hinweisen, dass für eine sinnvolle Ausbildung die Klassen bereits heute zu groß sind, Ausbildungsmaterial fehlt und nicht genügend Plätze an Computern zur Verfügung stehen. Ob die Demonstration dem Stadtrat zu denken gibt, bleibt offen, denn leider sind die Demonstranten zu jung um an den kommenden Wahlen im Jahr 2014 ihre Meinung durch ein Kreuz ausdrücken zu können.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Freitag, 25. Januar 2013

Schulprobleme in Göteborg

Nachdem zum kommenden Herbst in Göteborg über 11.000 Plätze in den verschiedenen Gymnasien zur Verfügung stehen und diesem Angebot lediglich rund 9000 Schüler gegenüberstehen, zeigt sich nun, dass 72 private und 30 staatliche Gymnasien das Zeichen einer falschen Schulpolitik ist, da in den letzten Jahren ständig weiteren Privatschulen zugelassen wurden, mit Ausbildungsbereichen, die nur wenige Schüler anziehen konnten.

Einige der auf sehr spezielle Berufe spezialisierte Gymnasien haben bereits heute viel zu kleine Klassen um wirklich sinnvoll zu sein un dbieten teilweise Ausbildungen ohne jede Zukunftschance an. Das Ergebnis wird nach dem Reichsverband der Lehrer nun sein, dass diese Schulen oder einige Ausbildungszweige, die dort angeboten werden, zum Herbst geschlossen werden, was natürlich auch bedeutet, dass bis zu 100 Lehrer entlassen werden müssen.

Falls eine oder mehrere Schulen mangels Nachfrage niedergelegt werden, so bedeutet dies nicht nur, dass diese Schüler ihren Berufswunsch beerdigen müssen, sondern dass sie in der Regel in einem staatlichen Gymnasium unterkommen, das, im Gegensatz zu Privatschulen, verpflichtet ist jeden Schüler zu akzeptieren. Allerdings dürften sie dort oft in ohnehin sehr großen Klassen unterkommen, was eine gute Ausbildung in Frage setzten kann und kaum als sinnvolle Alternative gewertet werden kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 31. Januar 2012

Ausstellung gegen Mobbing in Göteborg

Da Mobbing in Göteborger Schulen ständig zunimmt und die Stadt versucht jede Möglichkeit zu nutzen um gegen dieses Problem aufmerksam zu machen, findet gegenwärtig eine vom Måns Jenninger Fond finanzierte Fotoausstellung zum Thema Mobbing in der Göteborger Stadtbibliothek statt. Mobbing wird hier jedoch nicht zur Kunst erhoben, sondern die Fotos der Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin sollen einen Eindruck darüber vermitteln wie Mobbing im Alltag aussieht.

Die Ausstellung Mobbing ist vor allem auch an Schulklassen mit ihren Lehrern gerichtet, die vor den Fotos alle Aspekte des Mobbing erklären können und damit auch Schülern, die bisher zur Seite sahen, wenn ein Klassenkamerad gemobbt wurde, auf ein hilfreiches Handeln vorbereiten können oder ihnen deutlich machen, dass sie das Problem sofort einem Lehrer melden müssen, bevor ein zu großer Schaden entsteht.

Claes Jenninger, der Organisator der Ausstellung in der Stadtbibliothek, hat vor sieben Jahren seinen 13-jährigen Sohn verloren, der sich nach ständigem Mobbing das Leben genommen hat und schildert daher hautnah das Problem Mobbing in der Schule. Die Ausstellung wird durch mehrere Seminare ergänzt in denen Lehrer und andere Personen, die mit Kindergruppen arbeiten, mehr über das Thema Mobbing erfahren können.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. Januar 2012

Göteborgs Schulen erhalten schlechte Noten

Nach der jährlichen Untersuchung der Qualität schwedischer Schulen landen die Schulen Göteborgs nun auf dem 184. von 290 Plätzen und haben daher innerhalb eines Jahres weitere 18 Plätze verloren, was ein deutliches Bild darüber gibt, was die gekürzten Budgets hinsichtlich der schulischen Ausbildung bewirken. Sollte Ausbildung in Göteborg nicht wieder wichtiger genommen werden, so riskieren die Schulen weiterhin an Qualität zu verlieren.

Die jüngste Auswertung der Verbunds schwedischer Lehrer (Lärarförbundet) zeigen allerdings auch, dass zwischen den Schulen im Västra Götaland bedeutende Unterschiede bestehen, denn die Schulen der Insel Tjörn findet man bereits auf dem 18. Platz und jene der Gemeinde Ale auf dem 278 Platz, was bedeutet, dass man in ganz Schweden nur noch in zwei Gemeinen Schulen findet, die noch schlechter bewertet werden als jene in Ale.

Der Lärarförbundet, der diese Auswertungen seit dem Jahre 2002 vornimmt, bewertet die Schulen nach insgesamt 14 Kriterien, darunter wie viele Schüler ein Lehrer hat, welche Ausbildung die Lehrer besitzen, wie oft Lehrer einer Schule krank werden und wie viele Schüler das Klassenziel auch erreichen. Während die Qualität der Ausbildung im Västra Götaland noch als sehr unterschiedlich bezeichnet werden kann, landen alle Gemeinden von Mittelskåne in der unteren Kategorie und sind, außer Helsingborg, am Niedergang.

Herbert Kårlin

Montag, 17. Oktober 2011

Überfüllte Freizeitheime in Göteborg

Der Lärarförbundet (Vereinigung der Lehrer) in Göteborg stellte bei einer Untersuchung fest, dass die Kindergruppen in den städtischen Freizeitheimen zu groß sind um ihren Aufgaben gerecht werden zu können. In einem der Fälle wurden 159 Kinder in einer einzigen Einrichtung gezählt, also rund 100 mehr als für das Freizeitheim vorgesehen sind.

Auch wenn die Anzahl der Kindergruppen in den Freizeitheimen steigt ohne dass größere Räume zur Verfügung gestellt werden, so bleibt das Personal auf einem Niveau, das für etwa 60 Kinder gedacht ist. Bisweilen stehen für 100 Kinder gerade einem drei Freizeitpädagogen zur Verfügung stehen oder ein Pädagoge ist gezwungen sogar 50 Kinder gleichzeitig zu betreuen.

Diese Fehlplanung der Stadt führt nicht nur zu einem extremen Stress für das Personal, sondern erlaubt es auch nicht den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden oder tiefere Beziehungen zwischen den Kindern entwickeln zu lassen. Eine Umkehrung des Prozesses ist indes nicht in Sicht, da die städtische Verwaltung Erziehungsfragen nicht prioritär behandelt.

Herbert Kårlin

Samstag, 1. Oktober 2011

Muslimische Grundschule in Göteborg geschlossen

Vorige Woche wurde nach nur vier Wochen Aktivität die muslimische Grundschule „Fredens Skola“ (die Schule des Friedens) von der Schulinspektion geschlossen, da die Probleme, die bei der Inspektion zu Tage kamen, so groß waren, dass dem Schulamt Göteborgs gar keine andere Wahl blieb. Die Schule, die von der Wissam Utbildning AB betrieben wurde, hatte Arabisch als Unterrichtssprache und sollte den Schülern Respekt für alle Kulturen und andere Menschen beibringen sowie die Integration in die schwedische Gesellschaft fördern.

Die Probleme, die von der Schulinspektion jedoch, nach zahlreichen Klagen von mehreren Eltern, entdeckt wurden, zeigten ein chaotisches Bild, denn schiitische Schüler bekämpften Sunniten, Kränkungen von Lehrern und Schülern war an der Tagesordnung, Schlägereien waren permanente Realität und selbst Lehrer und Schulleitung lebten seit Eröffnung der Schule nur in Konflikten. Friede und Verständnis waren die einzigen Werte, die man in der neu gegründeten Schule nicht fand.

Nur wenige Tage nachdem die Schule des Friedens geschlossen wurde und die Schüler in andere staatliche Schulen verteilt wurden, kommt jedoch das ganze Ausmaß zu Tage, denn Lehrer berichten, dass sie von Schülern täglich angegriffen wurden, da diese die Autorität jedes Lehrers ablehnten. Manche Eltern sind überrascht über das Resultat der Inspektion und hoffen nun ihre Kinder in Schulen zu finden in denen nicht Gewalt dominiert.

Herbert Kårlin

Dienstag, 20. September 2011

Lehrer in Göteborg wollen höheren Gehalt

Kurz bevor das nächste Regierungsbudget für Schulen präsentiert wird, gefolgt von den neuen Verhandlungen über die zukünftigen Gehälter für Lehrer, haben gestern Abend am Gustav Adolf Torg in Göteborg mehrere hundert Lehrer demonstriert und fordern eine bedeutende Aufwertung ihres Gehaltes. Nach Aussagen von Gewerkschaften und Lehrern liegt das Gehalt heute um rund 10.000 Kronen im Monat unter dem Normalniveau.

Die Lehrer betrachten bei diesen Zahlen ihr Gehalt im Verhältnis zur Ausbildung, der zu erbringenden Leistung und dem Gehalt anderer, die ähnlichen Studien folgten. Natürlich ist allen Teilnehmern der Demonstration klar, dass sie nicht bereits in naher Zukunft 10.000 Kronen mehr auf ihrem Bankkonto finden werden, aber sie sehen diese Gehaltserhöhung als Ziel an. Gegenwärtig verdient ein 40jähriger Lehrer mit zehn Jahren Berufserfahrung knapp über 25.000 Kronen brutto im Monat.

Sowohl Lehrer, als auch die Verbände und Gewerkschaften für Lehrer sehen die Satzung in das Schulsystem als extrem wichtig an, insbesondere in Hinsicht auf die extrem hohe Arbeitslosigkeit Jugendlicher. Nur eine sehr gute Ausbildung mit hohem Bildungsniveau kann, nach der mehrheitlichen Meinung der Lehrer, diese Situation ändern. Es ist daher wichtig, dem Lehrerberuf auch die Möglichkeit zu bieten Schüler entsprechend auszubilden.

Herbert Kårlin

Freitag, 26. August 2011

Göteborger Schule macht Lehrer krank

Ein Gymnasium mit 275 Schülern im Göteborger Stadtteil Lindholmen wurde vom Gesundheitsamt geschlossen, weil die Angestellten und Schüler durch den Aufenthalt im Schulgebäude erkranken. Die üblichsten Symptome sind Hustenreiz, Schweißausbrüche, Atemprobleme und starke Kopfschmerzen, weshalb bereits im vorigen Jahr, nachdem die Schule dort eingezogen war, die Krankmeldungen von Angestellten und Schülern weit über dem Durchschnitt lag.

Auf Grund der Probleme wurde dieses Jahr die Schule vollständig saniert und auch die gesamte Belüftungsanlage und die Fenster ausgetauscht, damit diesen Herbst ein unbeschwerter Schulbesuch gewährleistet werden sollte. Da die Probleme erneut und in voller Stärke wieder auftauchten, blieb dem Gesundheitsamt keine andere Wahl mehr als die Schule zu schließen.

Auch die neuen Untersuchungen im Gebäude brachten bisher keine Resultate, so dass weiterhin nach der Ursache der Erkrankungen gesucht werden muss. Die 275 Schüler des Gymnasiums haben nun, bereits zum Schulbeginn, jedoch keine Schule mehr und warten darauf, dass die Schulverwaltung oder die Stadt ihnen ein neues Gebäude findet, damit der Unterricht wieder aufgenommen werden kann.

Herbert Kårlin

Freitag, 5. März 2010

Schüler geben in Göteborg Lehrern Noten

Göteborg folgt ab diesem Jahr dem Weg, den bereits einige wenige schwedische Kommunen und einige Freischulen wagten. Schüler dürfen ihren Lehrern Noten für ihre Arbeit geben. Während die absolute Mehrheit der Schüler die Einführung dieses Systems begrüßen, verhalten sich Lehrer abwartend, zweifeln oder gar feindlich gegenüber dieser Idee.

Die Schüler Göteborgs sehen das Problem und die Vorteile sehr realistisch und meinen, dass ein Lehrer gerade von der Beurteilung seiner Schüler lernen kann seinen Unterricht besser zu gestalten oder erfahren wird, dass er völlig auf dem richtigen Weg ist. Sie sehen auch das Problem, dass es schwierig ist zwischen dem Menschen und dem Lehrer zu unterscheiden oder es wichtig ist schlechte Noten nicht mit einer schlechten Bewertung zu beantworten. Und es herrschen Bedenken, dass eine öffentliche Bewertung dazu führen kann, dass sich Lehrer dann an Schüler rächen könnten, wenn sie eine schlechte Bewertung bekommen.

Die Lehrerseite dagegen glaubt kaum an die Objektivität ihrer Schüler und verschanzt sich teils hinter der hohen Ausbildung und einem Auftrag, den ein Schüler ohnehin nicht einschätzen könne. Außerdem glauben zahlreiche Lehrer, dass dann viele Lehrer ihren Schülern bessere Noten geben würden als sie verdienen, nur um selbst eine gute Bewertung zu erhalten. Auch wenn all diese Argumente wenig plausibel klingen, so gibt es jedoch eine berechtigte Angst unter der Lehrerschaft. Eine schlechte Bewertung könnte sich auch auf das Gehalt auswirken.

Herbert Kårlin