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Dienstag, 4. März 2014

Die Welt der Orchideen in Göteborg

Auch wenn Göteborg vor allem mit seinen 1500 Arten an Rosen und der Trädgårdsföreningen Werbung macht, so gibt es eine weitere, wenn auch unbekanntere Sammlung an Blumen in Göteborg. In den Gewächshäusern des Botanischen Gartens kann man nämlich, zu einer Zeit in der man in der Natur kaum Blumen findet, 1500 Arten an Orchideen entdecken, die dort in der Regel einmal im Jahr besonders hervorgehoben werden.


Bis zum 23. März findet man dieses Jahr die Ausstellung der Freunde der Orchideen, deren Ziel es ist der breiteren Masse das Leben dieser Pflanzen und deren Blüte näher zu bringen, denn auch wenn Orchideen nur geringe Anforderungen stellen, so kann man sie sehr schnell „ertränken“ oder ihnen den falschen Platz geben. Um dies zu vermeiden, enthält die Ausstellung nicht nur hervorragende Fotos, sondern auch sehr viel Information.

Auch wenn Göteborg die größte nordische Sammlung an tropischen Orchideen vorweisen kann, so wirkt die Sammlung wissenschaftlich gesehen nahezu bescheiden, da man weltweit rund 30.000 Arten an Orchideen zählt und selbst die rund 50 schwedischen Arten, die alle unter Naturschutz stehen, nicht alle in der Sammlung zu finden sind. Die Ausstellung im Botaniska Trädgården bietet jeden Sonntag eine zusätzliche Attraktion, denn ein Fachmann in Orchideen beantwortet dann die Fragen der Besucher.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Göteborgs Kalender zeigt die Welt der Obdachlosen

Wenn heute die Obdachlosen Göteborgs die ersten Faktum-Kalender für das kommende Jahr verkaufen, so hat der Kalender nicht nur ein besonderes Thema, sondern gibt den Käufern auch einen Einblick in das Leben dieser Menschen, die über keinerlei Luxus verfügen und daher nicht wie jeder statistische Durchschnittsschwede jedes Jahr 5000 Kronen nur für Krimskrams ausgeben können, sondern sich jeden kleinsten Kauf sehr genau überlegen müssen. Es erstaunt daher, wenn man als Thema des Kalenders „Meine kleinen Schätze“ findet.

In der Tat hat das Meinungsforschungsinstitut Forsman & Bodenfors zwölf Obdachlose danach gefragt, was sie immer bei sich haben und nicht missen möchten. Jeder unter ihnen hatte irgend eine Kleinigkeit in der Tasche, das zwar keinerlei Marktwert hat, aber für den Einzelnen dennoch einen so großen Wert besitzt, dass er nicht ohne diesen Krimskrams leben möchte, da jedes Teil eine kleine Geschichte zu erzählen hat, an die sich jeder der Obdachlosen ohne eine Sekunde zu zögern sofort erinnern kann.

Der Fotograf Fredrik Lieberath versuchte dann die geliebten Objekte jedes Obdachlosen auf einem Kalenderblatt darzustellen und schreibt damit eine Art Kulturgeschichte der Obdachlosen Göteborgs, die diesen Kalender auch zu je 150 Kronen verkaufen, diese jedoch zuvor für 75 Kronen pro Stück, also die Hälfte der Verkaufssumme, kaufen müssen. Das Prinzip ist also das gleiche wie beim Verkauf der Obdachlosenzeitschrift Faktum und soll ein erster Schritt für all Verkäufer sein zurück in die Gesellschaft zu finden, wobei das Geldverdienen dabei ein Zusatzerfolg ist, denn das wichtigste ist zum sozialen Verhalten zurückzufinden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 31. Januar 2012

Ausstellung gegen Mobbing in Göteborg

Da Mobbing in Göteborger Schulen ständig zunimmt und die Stadt versucht jede Möglichkeit zu nutzen um gegen dieses Problem aufmerksam zu machen, findet gegenwärtig eine vom Måns Jenninger Fond finanzierte Fotoausstellung zum Thema Mobbing in der Göteborger Stadtbibliothek statt. Mobbing wird hier jedoch nicht zur Kunst erhoben, sondern die Fotos der Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin sollen einen Eindruck darüber vermitteln wie Mobbing im Alltag aussieht.

Die Ausstellung Mobbing ist vor allem auch an Schulklassen mit ihren Lehrern gerichtet, die vor den Fotos alle Aspekte des Mobbing erklären können und damit auch Schülern, die bisher zur Seite sahen, wenn ein Klassenkamerad gemobbt wurde, auf ein hilfreiches Handeln vorbereiten können oder ihnen deutlich machen, dass sie das Problem sofort einem Lehrer melden müssen, bevor ein zu großer Schaden entsteht.

Claes Jenninger, der Organisator der Ausstellung in der Stadtbibliothek, hat vor sieben Jahren seinen 13-jährigen Sohn verloren, der sich nach ständigem Mobbing das Leben genommen hat und schildert daher hautnah das Problem Mobbing in der Schule. Die Ausstellung wird durch mehrere Seminare ergänzt in denen Lehrer und andere Personen, die mit Kindergruppen arbeiten, mehr über das Thema Mobbing erfahren können.

Herbert Kårlin