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Samstag, 14. Juni 2014

Stadtführungen für Einwanderer in Göteborg

Um Neuankömmlingen die Stadt Göteborg näher zu bringen und ihnen ein erstes Gefühl für ihre neue Heimat zu vermitteln, organsierte die Stadtverwaltung im Laufe des Frühjahrs erstmals fünf Stadtwanderungen mit jeweils 20 Teilnehmern. Das Ziel dieser Führungen für Flüchtlinge und Einwanderer war ihnen die Bauweise der Stadt und ihre Geschichte näher zu bringen, da ihnen dies auch ein Gefühl zur neuen Heimat vermittelt kann.


Die Führungen wurden, je nach Gruppe, von einem Dolmetscher ins Arabische, Persische, Somalische, Russische oder ins Englische übersetzt und dauerten insgesamt jeweils drei Stunden, unterbrochen von einer Pause im Språkcaféet (Sprachcafé), wo die Neulinge in Göteborg auch später immer wieder jemanden treffen können mit dem sie in ihrem noch holprigen Schwedisch diskutieren können und Tipps jeder Art erhalten.

Auch wenn das Projekt als solches ein hervorragender Einsatz ist, so stellt sich dennoch die Frage, ob Göteborg es wirklich als Erfolg verzeichnen kann, denn im Durchschnitt kommen täglich zwischen 20 und 25 Flüchtlinge und Einwanderer in Göteborg an und das Angebot der Stadtwanderungen trifft daher nur eine Minorität die prozentual geradezu zu vernachlässigen ist. Sinnvoll wäre ein ernsthafter Einsatz, der mindestens zehn Prozent dieser Gruppe erreicht, aber dafür ist sicher kein Budget vorgesehen und Werbung kann man auch mit einer Idee machen.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 22. Februar 2014

Göteborg präsentiert die schwedische Geschichte

Wenn man an Geschichte denkt, so denken viele zuerst an dicke Bücher und einen langweiligen Stoff, den man sich ohnehin nicht merken kann. Das Göteborger Kunstmuseum zeigt ab heute die schwedische Geschichte, zumindest ausschnittsweise, in einem neuen Gewand, denn hier kann man die Geschichte das Landes in Form einer Ausstellung mit überdimensionalen Gemälden entdecken und dabei gleichzeitig Bekanntschaft mit einigen der bedeutendsten Herrschern des Landes machen.

Die Bevölkerung Visbys überreicht Valdemar Atterdag seine Schätze.

Die Ausstellung En målad historia wurde aus Gemälden des 19. Jahrhunderts zusammengestellt, die teilweise auch eine Leihgabe anderer Museen sind. Ziel der Ausstellung ist natürlich nicht Wissen über Kriege und Eroberungen zu sammeln, sondern sich in die Vergangenheit zu versetzen und Kristina von Schweden, Gustav Vasa oder Gustav II. Adolf so zu betrachten wie sie von Künstern des 19. Jahrhunderts betrachtet wurden, in einer Umgebung, die wir uns heute oft völlig anders vorstellen.

Wenn man die zahlreichen Details, die Hintergründe, die Waffen oder auch die Gesten der Personen in den Gemälden betrachtet, so stellt man sich natürlich auch die Frage, ob dies Geschichte ist oder eine Geschichte, die von den Künstlern “verfälscht“ wurde, im gleichen Sinn wie heute Fotografien nur ein gewolltes Bild der Zeitgeschichte darstellen und nicht unbedingt die Realität, da sich mächtige Männer und Frauen in Pose stellen und Fotografen das zeigen was sich der Betrachter wünscht. Die Ausstellung im Göteborger Kunstmuseum zeigt daher auch nur eine Warte der schwedischen Geschichte und ist gerade deswegen besonders interessant.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 26. Januar 2014

200 Jahre Frieden mit eingeschränktem Fest

Wenn die Bohus fästning (Festung Bohus) in Kungälv im kommenden Juni 200 Jahre Frieden im Norden ankündigt, so wird dieses bedeutende Ereignis ohne das schwedische und dänische Königshaus vor sich gehen, denn beide Königshäuser haben bereits definitiv abgesagt, da man dort vermutlich bereits einen Strich unter die nordische Geschichte gemacht hat. Ob sich das norwegische Königshaus und die Präsidenten Finnlands und Islands einfinden werden, ist noch ungewiss, aber nach den ersten beiden Absagen sehr unwahrscheinlich.


Kungälv gibt sich dennoch gelassen und spricht bereits von einigen Festtagen, die unvergesslich bleiben werden, denn zum Höhepunkt der Festlichkeiten am 7. Juni werden die Göteborger Symphoniker ein Konzert geben und in der Kirche der Kleinstadt wird der Bischof der Diözese einen Friedensgottesdienst halten und damit die fünftägigen Feierlichkeiten abschließen.

Immerhin wird es zwischen dem 3. und dem 7. Juni täglich musikalische und kulturelle Ereignisse geben, werden Seminare zur Geschichte Schwedens und Norwegens angeboten und der Nationalfeiertag wird eines der größten Feste der letzten Jahre sein, auch wenn das Staatsfernsehen SVT diese Feierlichkeiten nun doch nicht übertragen wird, da man dort die Fußballweltmeisterschaft als vorrangig bewertet. Kungälv, direkt vor den Toren Göteborgs, muss sich trotz des bedeutenden Jahrestages auch diesen Sommer mit einer kulturellen Nebenrolle zufrieden geben.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 6. Mai 2013

Die Götheborg geht auf Europatour


Am heutigen Nachmittag um 15 Uhr bricht die Götheborg zu ihrer vielleicht letzten großen Reise auf, die sie dieses Mal innerhalb von vier Monaten in neun europäische Länder bringen soll in denen das Segelschiff in fünfzehn Häfen anlegen wird um einer möglichsten großen Menge an Besuchern einen Hauch des 18. Jahrhunderts zu vermitteln und ihnen ein Stück der Geschichte Göteborgs näher zu bringen.

Die European Tour 2013 wird von Göteborg aus als erstes Richtung Norwegen gehen und in Tønsberg anlegen, einem Ort, der die Götheborg ausdrücklich eingeladen hat und ein idealer Ort für die erste Etappe dieser großen Reise ist, da es sich dabei um die älteste Stadt Norwegens handelt, die bereits von Snorre Sturlasson genannt wurde. Ein anderes bedeutendes Ereignis wird die Reise auf der Seine nach Paris sein, die Stadt, die bereits unter den Wikingern eine wichtige Rolle für die Industrialisierung des Nordens spielte.

Die Götheborg, die unter der Leitung von Kapitän Carsten Hedlund und mit 20 berufsmäßigen Seeleuten und 70 Jungmatrosen über die Wogen gleiten wird, wird erstmals auch am Tall Ships Race teilnehmen, der weltweit größten Segelregatta für große Segelschiffe. Die Götheborg wird, wie rund 100 weitere Großsegler von Århus in Dänemark über Helsinki und Riga nach Szczecin in Polen segeln. Das Ziel dieser Regatta ist nicht nur in kürzester Zeit anzukommen, sondern dass auf jedem Schiff 50 Prozent der Seeleute unter 25 Jahre sein müssen und die Völkergemeinschaft in den Vordergrund gestellt wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Samstag, 9. März 2013

Archäologische Baustelle in Göteborg

Bevor man nun im alten Teil Göteborg, dem Gamlestadstorget, Neubauten hochziehen wird, will man mehr über die Vergangenheit Göteborgs wissen, denn an dieser Stelle lag vor rund 600 Jahren eine der Vorgängerstädte Göteborgs, nämlich Nya Lödöse, eine Stadt von der wir bis heute nur relativ wenig wissen, da man sich beim Bau dieses Stadtteils wenig für archäologische Reichtümer interessierte.

Gegenwärtig sind 25 Archäologen damit beschäftigt eine Fläche von 7000 Quadratmetern schichtweise zu untersuchen, in der Hoffnung so viel wie möglich über die Anlage von Nya Lödöse zu erfahren, aber auch welche Tiere dort genutzt wurden, wovon sich die Bevölkerung ernährte und welche Pflanzen man damals anbaute, denn je mehr man hier findet, um so klarer wird das Bild dieser alten Stadt, die man bisher nur aus Aufzeichnungen kennt.

Nya Lödöse musste beim Bau des Stadtkerns von Göteborg (innerhalb des Wallgrabens) zwangsweise verlassen werden und die Gebäude wurden abgebrannt, damit die Bevölkerung nicht von der neu zu bevölkernden Stadt zurückkehren konnte. Bisher ist die Existenz von Nya Lödöse lediglich durch historische Aufzeichnungen bekannt, die jedoch mehr Aufschluss über die Handelstätigkeiten und die Bedeutung der Stadt geben als über das Leben der Bewohner als solches. Vorerst sind die Arbeiten bis Oktober des Jahres angesetzt, wobei die Bevölkerung in dieser Zeit viermal die Gelegenheit haben wird an einer Führung teilzunehmen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. November 2012

Gustaf II. Adolf in Göteborg wird restauriert


Nachdem voriges Jahr bereits Poseidon am Götaplatsen restauriert wurde um zur 400-Jahresfeier der Stadt sein nahezu ursprüngliches Gesicht zeigen zu können, sind die Restauratoren nun bei Gustaf II. Adolf am gleichnamigen Platz angelangt. Bis Ende Dezember wollen sie analysieren welche Arbeiten im kommenden Jahr dringend nötig werden, damit die am häufigsten fotografierte Statue der Stadt wieder im alten Glanz erstrahlen kann.

Der Marmorsockel aus Carrara zeigt bereits deutliche Verschleißerscheinungen und zeigt kaum noch den Glanz der alten Tage, zumal diese Art von Marmor wenig für das schwedische Klima geeignet ist und Eisschäden sehr deutliche Spuren hinterlassen haben. Nun müssen die Restauratoren eine Möglichkeit finden, sämtliche Schäden am optimalsten zu reparieren um dem Marmor wieder seinen ursprünglichen Glanz verleihen zu können.

Aber auch die äußere Bronzeschicht des Stadtgründers Gustav Adolf selbst wurde durch den Einfluss von Möwenkot, Wind und Wetter stark beschädigt. Hier müssen die Restauratoren jedoch erst einmal feststellen ob der König auf einem Stahlgerüst steht oder nur die Bronze seine massive Figur in Form hält. Sicher ist jedoch, dass Gustaf II. Adolf innerhalb eines Jahres wieder sein früheres Aussehen erhalten wird. Falls das Geld der Stadt reicht, so werden in den folgenden Jahren noch zwei weitere Monumentalstatuen Göteborgs restauriert, nämlich der Kopparmärran am Kungsportsplatsen und die Johanna am Brunnsparken.

Herbert Kårlin

Samstag, 30. Juni 2012

Kulturgut in Göteborg nur an zweiter Stelle

Sollte der sogenannte Västlänken, eine unterirdische Eisenbahnlinie mit zusätzlichen Bahnhöfen - errichtet mit den Einnahmen aus der Maut - nach den aktuellen Plänen gebaut werden, so werden dabei unschätzbare historische Teile Göteborgs zerstört, insbesondere auch das kulturhistorische Milieu im Stadtteil Haga. Nach den entsprechenden Hinweisen von Seiten der Regionalregierung und dem Amt für Denkmalschutz will nun das Straßenverkehrsamt die bestehenden Pläne neu überdenken.

Nachdem jedoch bisher wegen dem lehmhaltigen Grund unter Göteborg bereits mehrmals auf den Bau einer U-Bahn verzichtet wurde, fordert das Straßenverkehrsamt gleichzeitig eine weitgehende Freiheit bei der Planung des Tunnels für die Eisenbahnlinie, da man sich bei Bau dem Untergrund anpassen muss und das Projekt bereits ohne weitere Änderungen unter Umständen weitaus teurer werden kann als geplant.

Der Bau des Västlänken, der im Jahre 2018 beginnen soll, riskiert einen großen Teil der Befestigungsanlagen aus der Gründungszeit der Stadt auszuradieren, aber auch restliche Mauern an den Kanälen und am Göta älv zu zerstören. Der Göteborger Stadtrat, der die gegenwärtigen Pläne bereits für Gut geheißen hat, will sich wegen der Vernichtung von historischen Bauten auf keinen Fall von seinem Plan abhalten lassen und sieht die ohnehin sehr diskutierte neue Eisenbahnlinie als absolut vorrangig an. Während man die 400-Jahrfeier Göteborgs plant, ist man auch bereit die Vergangenheit der Stadt zu zerstören.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. Mai 2012

Rena Rama in Göteborg



Architekturstudenten der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg haben für eine Woche eine Installation im Zentrum der Stadt aufgebaut, die unter dem Namen Rena Rama zu einem ungewohnten Besuch des Zentrums anregen soll, der mit Hilfe von 14 Objekten zu vierzehn historisch bedeutenden Stellen des heutigen Göteborg führen soll und eine Stunde lang Denkanstöße bietet.

Um diese moderne Art der architektonischen Ausstellung, die die Brücken von der Gegenwart zur Vergangenheit bauen soll, zu verstehen, sollte man sich an einem der Werke einen kleinen Plan holen auf dem die Namen der Baudenkmäler in Miniatur zu lesen sind, denn nur so wird der Zusammenhang zwischen dem Werk und dem gewählten Ort deutlich. Ohne diesen kleinen Hinweis kann man die Geschichte des Platzes nicht verstehen, was eine Voraussetzung dafür ist den Spaziergang von Werk zu Werk wirklich zu genießen.

Die Schlinge, die die Installation Rena Rame einrahmt, ist das ursprünglich befestigte Göteborg, wobei die Studenten dabei auch auf die Entwicklungsfähigkeit der Wasserstadt Göteborg hinweisen wollen, denn so manche der historisch bedeutenden Stellen sind heute nahezu vergessen, andere durch Parkplätze unsichtbar und entfremdet. Um die Denkanstöße durch die Werke zu verbreiten, haben die Studenten auch dazu aufgerufen die Kamera zu zücken und die Fotos der Werke auf der dazu eingerichteten Facebook-Seite „RenaRamaGbg“ zu veröffentlichen und zu kommentieren.

Herbert Kårlin


Freitag, 25. November 2011

Jubiläumsausstellung im Göteborger Stadtmuseum

Vom 26. November 2011 bis Januar 2013 findet man im Göteborger Stadtmuseum eine Ausstellung besonderer Art, in Erinnerung daran, dass das Museum am 1. Dezember des Jahres 150 Jahre alt wird. Natürlich hatte das Stadtmuseum damals weder die heutige Ausdehnung, noch verfügte es über die ausgiebigen Sammlungen, und die damals modernen Geräte, Werkzeuge und Maschinen, die man 1861 den Besuchers zeigte, sind heute historische Raritäten.

Die Jubiläumsausstellung, die am Samstag mit Kaffee und Torte für die Besucher öffnet, erstreckt sich auf drei Räume, die jeweils das 19. Jahrhundert, das 20. Jahrhundert und die Geschichte des Museums zwischen 1900 und 1993 darstellen, dem Jahr, als das Museum zum Stadtmuseum (Stadsmuseum) wurde. Das Museum lädt damit zu einer Göteborger Zeitreise über nahezu drei Jahrhunderte ein und zeigt dabei zahlreiche Gegenstände, die bisher nur in den Lagern schlummerten.

Ziel dieser Jubiläumsausstellung ist es vor allem die Entwicklung des Museums und der Gesellschaft in den 150 Jahren, in denen das Museum besteht, darzustellen. Zu diesem Zweck wird die Ausstellung auch von Objekten aus dem Kunstmuseum, dem Naturhistorische Museum und den ethnographischen Sammlungen Göteborgs ergänzt. Die jüngste Zeit Göteborgs behandelt dann auch den Brand in Backaplan im Jahre 1998 und selbst die Unruhen während des Europa-Treffens in Göteborg 2001.

Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Juli 2011

Neue Touristenattraktion im Västra Götaland

Die Gemeinde Kungälv, wenige Kilometer nördlich von Göteborg, will bis zum Jahre 2020 Skandinaviens populärste Touristenattraktion schaffen, die vom Angebot und der Besuchermenge andere Sehenswürdigkeiten des Nordens ausstechen soll. Kungälv will die Festung Bohus Fästning, die einst als Grenzschutz zwischen Schweden und Norwegen diente, auf die Karte der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes setzen.

Bis zum Jahresende will Kungälv einen Plan ausarbeiten, der erst denn Stadtrat und später auch die Touristen überzeugen soll die kleine Stadt am Göta Älv zu besuchen, da bisher die Festung zwar von allen Seiten sichtbar ist, aber, außer dem Festival „Kungahälla Medeltidsdagar“ Ende Juli, sehr wenig für die Besucher zu bieten hat. Und gerade das Festival scheint von der Stadt nicht sehr geschätzt zu werden, da es nicht vom Ort selbst veranstaltet wird.

Kungälv denkt beim Ausbau der Bohus Fästning insbesondere an eine attraktive Beleuchtung, die die Festung auch nachts von weitem sichtbar macht und denkt an die rund 200.000 Übernachtungen von norwegischen Besuchern in Göteborg, die bisher kaum von Kungälv angezogen werden, obwohl die Geschichte der Festung eng mit der norwegischen Geschichte zusammenhängt. Aber noch hat Kungälv einige Monate Zeit um sich einige Gedanken über die Aufwertung der Bohus Fästning zu machen.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. April 2011

Klimaveränderungen als Gefahr in Göteborg

Am 19. April öffnet im Göteborger Stadsmuseet (Stadtmuseum) die Ausstellung „Rädda historien“, die die Einwirkung der Klimaveränderungen jeder Art auf historische Fundstücke zeigt und erklärt wie Umweltveränderungen bedeutendes Kulturerbe zerstören.

Die Ausstellung wurde auf die Situation in Göteborg und dem Västra Götaland angepasst, wobei gezeigt wird, wie saurer Boden Metalle zerstört, die Luftverunreinigung auf Steinritzungen wirkt, Klimaveränderungen mit Stürmen historische Gräber zerstörte und welche Folge Überschwemmungen für das Kulturerbe des Westgotenlands haben.

Auch wenn die Ausstellung, die bis zum 31. August zu sehen ist, sich an Geschichte und historischen Funden Göteborgs ausrichtet, so zeigt sie dennoch wie Umweltveränderung generell historische Werte zerstören, eine Problem, das weltweit eine immer größere Bedeutung hat.

Herbert Kårlin

Montag, 14. Februar 2011

Zinnfiguren erobern das Kviberg Museum in Göteborg

Zinnfiguren kamen, wie so vieles, über Deutschland nach Schweden und wurden ursprünglich als Lehrspielzeug verwendet. Erst ab den 20er Jahren begannen sich jedoch mehr und mehr Soldaten als Motive durchzusetzen, wobei hier auch die neuen Farbtechniken einen bedeutenden Einfluss hatten.

Da das Kviberg Museum in Göteborg sich auf die Militärgeschichte spezialisiert hat, ist es daher verständlich, dass hier gerade diese kaum 100 Jahre alte Methode, Technik und Darstellungsweise bei der Zinnsoldatenausstellung, die dort bis zum 5. März statt findet, im Vordergrund stehen.

Die Ausstellung bietet über 500 Zinnfiguren, die historische Ereignisse aus der Geschichte Göteborgs darstellen, die bis zu den Kämpfen unter Gustav Vasa zurückreichen. Alle Ereignisse wurde möglichst detailreich wiedergegeben und in die Landschaft gesetzt, die man alten Abbildungen nachempfunden hat.

Herbert Kårlin

Sonntag, 30. Mai 2010

Göteborg im 18. Jahrhundert

Ab dem 2. Juni 2010 öffnet im städtischen Museum Göteborg (Stadsmuseet) die Ausstellung „Göteborg im 18. Jahrhundert“ und präsentiert jenen Teil der Geschichte Göteborgs, der die größten Veränderungen im Gesellschaftssystem der Stadt verursachte, das Jahrhundert, in dem Göteborg zu einer Handelsmetropole wurde.

250 Jahre nach dem Bau des Ostindiska Huset, in dem früher die Ostindienkompanie ihren Sitz hatte, wird nun im gleichen Gebäude die Geschichte dieses Jahrhunderts dargestellt in der moderne wissenschaftliche Kenntnisse das Gesellschaftssystem revolutionierten und die Reisen in ferne Länder eine neue Kultur und Wissenschaft nach Göteborg brachten.

Die Ausstellung im Stadtmuseum präsentiert rund 400 Ausstellungsgegenstände aus den verschiedensten Sammlungen. Neben Luxusgütern jener Zeit wie Tee, Porzellan und Seide findet der Besucher vor allem Gegenstände aus dem Alltagsleben jener Epoche, in der auch die Kenntnisse über Tier- und Pflanzenwelt die Vorstellungen von anderen Ländern änderten.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. November 2009

Polens Befreiung im Emigranternas Hus in Göteborg

Vor zwanzig Jahren fiel nicht nur die Berliner Mauer, sondern ganz Osteuropa erlebte eine Verwandlung, die sich noch weit in die Zukunft hinein auswirken wird. So wurde vor 20 Jahren auch Polen gewissermaßen befreit und konnte sich ab 1990 von der Russischen Dominanz lösen.

Am 28. November wird zu diesem Anlass im Emigranternas Hus in Göteborg die Ausstellungen Solidaritets decennium eröffnet, die die zehn Jahre Befreiungskampf vor der Öffnung Polens zur westlichen Welt zum Thema hat und damit auch die Rolle der polnischen Gewerkschaft Solidaritet im Freiheitskampf Polens aufzeigt.

Die Ausstellung Solidaritets decennium entstand in Zusammenarbeit mit dem Karta Center in Warschau, das sich damit beschäftigt Dokumente an die Öffentlichkeit zu tragen, die die Geschichte Polens und Osteuropas spiegeln. Das Zusammenwirken von Polnischer Botschaft, dem Emigranternas Hus und dem Verband Levande Historia i Göteborg ermöglichte es, diese Ausstellung über 10 Jahre polnischer Geschichte nach Göteborg zu bringen.

Herbert Kårlin