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Samstag, 30. November 2013

Internationales Roma-Filmfestival in Göteborg

Nach Stockholm, Uppsala und Gävle findet nun dieses Wochenende erstmals in Göteborg des Internationale Roma-Filmfestival statt, das fünfte Festival dieser Art, das nicht nur die Geschichte der Roma in den Vordergrund rücken will, sondern eine andere Seite der Roma zeigt, in Form von Filmen, die man normalerweise nie in den großen Kinos sehen kann, denn diese Filme wurden von Roma gedreht und zeigen das Leben dieser Volksgruppe unter einem ungewohnten Winkel und ohne die Vorurteile, die allein mit dem Wort Roma immer noch bei vielen entstehen.


Drei Tage lang wird sowohl im Göteborger Stadtmuseum, als auch Hagabion und dem Folkets bio in Angered die Breite der Filmkunst der Roma gezeigt. Klassische Filme, Spielfilme, Zeichentrickfilme, Dokumentarfilme und Nachrichten wechseln sich ab und zeigen die Roma als Filmhelden und beeindruckende Regisseure. Sämtliche der Filmvorführungen sind kostenlos und werden anschließend von Diskussionen und Gesprächen zur Filmkunst der Roma begleitet damit der Besucher nicht nur ein passiver Betrachter des Filmgeschehens bleibt.

Die Idee zu diesem Festival kam Domino Kai, dem Veranstalter des Festivals, als er zur parallelen Ausstellung Vi är Romer, die gegenwärtig im Stadtmuseum Göteborg zu finden ist, als Berater tätig war, denn es gibt kaum ein Medium, das ein Publikum besser zum Nachdenken bringt als der Film. Natürlich hofft Domino Kai, dass sich die Besucher der Filme anschließend nicht sofort wieder in alle Winde verstreuen, sondern bei einem Kaffee über das Thema Roma diskutieren und die Eindrücke später auf das tägliche Leben mit der Roma-Bevölkerung Göteborgs übertragen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 12. November 2013

Archäologischer Fund in Göteborg

Als man in der Domkirche in Göteborg einen neuen Aufzug einbauen wolllte, stießen die Bauarbeiter auf einen erstaunlichen Fund, nämliche die Reste einer alten Kirchenmauer, die rund 400 Jahre alt ist und aller Wahrscheinlichkeit nach  innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Gründung Göteborgs durch Gustav II. Adolf gebaut wurde. Es handelt sich dabei um die ältesten archäologischen Funde des heutigen zentralen Göteborg.

Obwohl die alte Mauer nur in einer Tiefe von 30 Zentimeter lag, war sie bisher nicht entdeckt worden. Andererseits war natürlich diese erste Kirche, die im Laufe der Zeit mehrere verschiedene Namen hatte, überwiegend aus Holz gebaut, eine Gebäude, das am 15. April 1721, gemeinsam mit weiteren 211 Häusern, völlig abbrannte. Das gleiche Schicksal erlitt auch die folgende Kirche, die an der gleichen Stelle erbaut wurde, denn auch diese fiel dem Feuer zu Opfer, was erklärt, warum die aktuelle Domkirche nur bis 1815 zurückreicht.

Aber wie üblich in Göteborg, so wird man diese historische Mauer vermutlich nur kurze Zeit zu sehen bekommen, da sie vermutlich mit dem Einbau des neuen Aufzugs für immer verschwinden wird und als Fotosouvenir im Stadtmuseum aufbewahrt wird. Für einige Wochen wird der archäologische Fund jedoch hinter einer Plexiglasscheibe zu betrachten sein bevor sie von der „Zukunft“ Göteborgs einzementiert wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 16. März 2013

Ausstellung zur Kultur der Roma in Göteborg

Am Samstag, den 23. März um 13 Uhr wird im Göteborger Stadtmuseum die Ausstellung Vi är romer - möt människorna bakom myten (Wir sind Roma - begegne den Menschen und nicht den Mythen) eröffnet, eine Ausstellung, die Roma nicht in Form einer Reportage eines Außenstehenden zeigt, sondern eine Ausstellung, die die Roma selbst zusammenstellten um ihre lange Geschichte in Schweden von ihrer Seite aus zu zeigen.


Das Ziel der Ausstellung ist vor allem die Roma nicht als Gruppe zu sehen, sondern als verschiedene Individien. Die Ausstellung als solches erlaubt dem Besucher auch die verschiedensten Warten der Roma zu entdecken, denn neben Fotografien, Videos, Kleidung, Schmuck und Musikinstrumenten findet man alles was die Kultur der Roma für die einen fremd erscheinen lässt und bei anderen die Neugierde und das Interesse weckt. Eines der Glanzstücke ist ein bereits historischer Wagen einer Romafamilie, den das Museum im vorigen Jahr in England erworben hat.

Anlässlich der Ausstellung wird auch das Buch Det var en gång det som inte var erstmals präsentiert, ein Buch, das gleichzeitig in Schwedisch, Englisch und Romani erscheint und einige der bedeutendsten Sagen der Roma einem breiten Publikum näher bringen will. Ziel der Ausstellung ist es natürlich die Kultur der Roma zu verstehen und sie dadurch nicht mehr durch tausend Vorurteile auszugrenzen. Die Vernissage der Ausstellung findet um 13 Uhr im Beisein der Schmuckkünstlerin Rosa Taikon, der Schwester der Schriftstellerin Katarina Taikon, statt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 14. November 2012

Spielwaren tauschen in Göteborg

Am kommenden Samstag und Sonntag werden in Göteborg erneut zwei Tage des Spielwarentausches veranstaltet, die im Rahmen eines Europaprojekts veranstaltet werden nach denen die Menge des Abfalls reduziert werden soll. Und gerade Spielzeug landet sehr häufig im Abfall, da sich die Interessen der Kinder mit jedem Jahr ändern und Spielzeug sehr viel Platz in den Wohnungen wegnimmt. Der Tausch ist daher eine gute Lösung für die Umwelt und für Kinder.

Am Samstag können sich nun Kinder jeden Alters mit bis zu fünf Spielwaren im Röhsska Designmuseum in Göteborg einfinden und am Sonntag im Stadtmuseum, wobei sie natürlich auch beide Termine nutzen können. Für jedes Spielzeug, das sie dort abgeben, erhalten sie einen Gutschein für ein neues Spielzeug, das sie unter jenen wählen können, die andere Kinder abgegeben haben.

Der Spielzeugtausch, der bereits zum vierten Mal in Göteborg stattfindet, lockte bisher jedes Mal etwa 200 Besucher an, was bedeutet, dass man jeweils unter nahezu 1000 Spielwaren jeder Art wählen konnte. Für Kinder, die hier die Zielgruppe sind, ist es auch nicht wichtig ob das abgegebene Stück mehr oder weniger wert ist als jenes, das man beim Tausch erhält, denn wichtig ist dabei vor allem, dass das neue Spielzeug Spaß macht oder eine neue Entdeckung zulässt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. April 2012

Integration von Roma in Göteborg

Auch wenn Göteborg bei der Roma-Politik nicht immer eine vorbildliche Rolle spielte, sondern Bettler dieser Volksgruppe bereits zwangsweise zurück in die Heimatländer transportierte, wo sie riskierten Verfolgungen ausgesetzt zu werden, hat sich der schwedische Staat entschieden in Göteborg ein Pilotprojekt zur Integration der Roma zu starten. Parallel zu Göteborg wird dieses Projekt auch in Helsingborg, Linköping, Malmö und Luleå verfolgt.

Bis einschließlich 2015 sollen die fünf Städte nun mit guten Beispielen vorangehen und damit anderen Städten des Landes die richtigen Wege zur Integration der Roma weisen. Der Projektleiter Göteborgs, Jan Svensson, ist der Meinung, dass Göteborg gewählt wurde, weil hier bereits erste Schritte wie das Feiern des Nationaltags der Roma und eine geplante Ausstellung im Stadtmuseum als positive Beispiele gewertet wurden. Die bisherigen Projekte der Stadt zu Fragen der Roma wurden insbesondere von Europageldern gestützt.

Um das Projekt erfolgreich zu gestalten, sollen bei der Vorbereitung des Planes erstmals Vertreter der Roma aktiv mitwirken. Die bedeutendsten Punkte der Integration sollen auf Ausbildung, Arbeit, Gesundheit und Altersvorsorge zielen, wobei das übergreifende Ziel sein soll, dass Roma, die im Jahre 2012 geboren werden im Jahre 2032 die gleichen Möglichkeiten innerhalb der schwedischen Gesellschaft haben wie Nicht-Roma.
Herbert Kårlin

Freitag, 25. November 2011

Jubiläumsausstellung im Göteborger Stadtmuseum

Vom 26. November 2011 bis Januar 2013 findet man im Göteborger Stadtmuseum eine Ausstellung besonderer Art, in Erinnerung daran, dass das Museum am 1. Dezember des Jahres 150 Jahre alt wird. Natürlich hatte das Stadtmuseum damals weder die heutige Ausdehnung, noch verfügte es über die ausgiebigen Sammlungen, und die damals modernen Geräte, Werkzeuge und Maschinen, die man 1861 den Besuchers zeigte, sind heute historische Raritäten.

Die Jubiläumsausstellung, die am Samstag mit Kaffee und Torte für die Besucher öffnet, erstreckt sich auf drei Räume, die jeweils das 19. Jahrhundert, das 20. Jahrhundert und die Geschichte des Museums zwischen 1900 und 1993 darstellen, dem Jahr, als das Museum zum Stadtmuseum (Stadsmuseum) wurde. Das Museum lädt damit zu einer Göteborger Zeitreise über nahezu drei Jahrhunderte ein und zeigt dabei zahlreiche Gegenstände, die bisher nur in den Lagern schlummerten.

Ziel dieser Jubiläumsausstellung ist es vor allem die Entwicklung des Museums und der Gesellschaft in den 150 Jahren, in denen das Museum besteht, darzustellen. Zu diesem Zweck wird die Ausstellung auch von Objekten aus dem Kunstmuseum, dem Naturhistorische Museum und den ethnographischen Sammlungen Göteborgs ergänzt. Die jüngste Zeit Göteborgs behandelt dann auch den Brand in Backaplan im Jahre 1998 und selbst die Unruhen während des Europa-Treffens in Göteborg 2001.

Herbert Kårlin

Samstag, 13. August 2011

Göteborg sucht Zugang zu europäischem Karneval

Das Stadtmuseum Göteborg beantragte in Europa eine finanzielle Unterstützung um die Rolle und die Veränderung des Hammarkullekarnevalen dokumentieren zu können, da die Unterstützung Schwedens für diese Art von Untersuchungen rückläufig ist und als nebensächlich behandelt wird. Göteborg selbst sieht jedoch den Hammarkullekarnevalen als wichtigen Teil eines Integrationsprogramms, das nicht vernachlässigt werden darf und international mehr Aufmerksamkeit verdient.

Gemeinsam mit acht anderen Städten Europas, in denen ebenfalls Karnevale stattfinden, will Göteborg nun die Entwicklung der Karnevale im letzten Jahrhundert untersuchen und Unterschiede aufzeichnen, aber auch nach den Elementen suchen, die allen Karnevalen Europas gemein sind. Die Untersuchung soll auch zu einem Gedankenaustausch dienen, der allen an der Untersuchung beteiligten Karnevalen zu Nutzen sein kann.

In erster Linie geht es Göteborg bei dieser Untersuchung natürlich darum den eigenen Karneval in Europa bekannter zu machen, zumal die Untersuchung zum 40-jährigen Jubiläum des Hammarkullekarnevalen in vier Jahren präsentiert werden soll. Da der Hammarkullekarnevalen insbesondere von Einwanderern gegründet und geleitet wird und nur am Rande auch schwedische Eigenheiten integriert, ist ein Vergleich der verschiedenen Karneval-Ereignisse eine gewisse Herausforderung für das Stadsmuseet in Göteborg.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. April 2011

Klimaveränderungen als Gefahr in Göteborg

Am 19. April öffnet im Göteborger Stadsmuseet (Stadtmuseum) die Ausstellung „Rädda historien“, die die Einwirkung der Klimaveränderungen jeder Art auf historische Fundstücke zeigt und erklärt wie Umweltveränderungen bedeutendes Kulturerbe zerstören.

Die Ausstellung wurde auf die Situation in Göteborg und dem Västra Götaland angepasst, wobei gezeigt wird, wie saurer Boden Metalle zerstört, die Luftverunreinigung auf Steinritzungen wirkt, Klimaveränderungen mit Stürmen historische Gräber zerstörte und welche Folge Überschwemmungen für das Kulturerbe des Westgotenlands haben.

Auch wenn die Ausstellung, die bis zum 31. August zu sehen ist, sich an Geschichte und historischen Funden Göteborgs ausrichtet, so zeigt sie dennoch wie Umweltveränderung generell historische Werte zerstören, eine Problem, das weltweit eine immer größere Bedeutung hat.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. April 2011

Göteborg-Witze im Stadtmuseum

Göteborg-Witze sind in ganz Schweden ein Begriff, auch wenn man sie nicht immer mag oder sie manchmal auch nicht versteht, wenn man den Humor Göteborgs nicht kennt. Kal, Ada, Beda und Osborn haben jedoch viel dazu beitragen, dass Humor und Göteborg als ein gemeinsamer Begriff betrachtet werden.

Den kommenden Samstag hat das Göteborger Stadtmuseum nun dem Göteborger Humor und den Göteborger Witzen gewidmet, indem Sture Hegerfors einen Vortrag über den typischen Humor der Stadt hält und der Autor Ulf Benkel dem Publikum erklärt wie ein Witz aufgebaut wird, damit er auch Erfolg hat.

Am Nachmittag können sich dann alle Besucher des Museums an einem Witz-Wettbewerb beteiligen. Jeder, der sich inspiriert fühlt, kann auf einem Post-it sein eigenes Werk verfassen und dann am Pinnboard anbringen. Am Ende der Veranstaltung wird dann das beste Werk gewählt und gekürt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 16. Mai 2010

Schüler in Göteborg veröffentlichen Buch

Am 19. Mai präsentieren die Schüler des Burgårdens Ausbildungszentrums im Stadtmuseum Göteborg ihr Buch „Vad du inte vet om mig“ (Was du nicht über mich weißt). Das sehr persönliche Buch schildert das Leben Jugendlicher in Göteborg, deren Suche nach Liebe, das Gefühl anders zu sein, die Schwierigkeit zu seinen Ansichten zu stehen und berichtet, was Jugendliche ihren Eltern nicht sagen.

Das Buch „Vad du inte vet om mig“ wird im Rahmen einer Ausstellung mit Tanzveranstaltung, wo sieben Texte des Buches von den Tänzern des Alströmergymnasiets interpretiert werden vorgestellt. Der Abend setzt sich dann mit einer Publikumsdiskussion zum Thema fort.

Das Buchprojekt entwickelte sich aus einer Zusammenarbeit des Ausbildungszentrums Burgården mit dem künstlerischen Leiter des Theaters Spira, Jonas Fröberg, der sich bereits seit dem Jahre 2003 für den Aspekt interessierte, wer in Vororten wohnt und wer die Innenstadt bewohnt und warum selbst in der Schule die Gruppenbildung vom Wohnort abhängig ist.

Herbert Kårlin