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Donnerstag, 27. Juni 2013

Physikstudium in Göteborg ohne jeden Wert

Wer sich für diesen Herbst für eines der drei angebotenen Masterprogramme in Physik an der Göteborger Universität eingeschrieben hat und sich dabei auf die Informationen verlässt, die auf der Homepage der Universität zu finden ist, wird diese Entscheidung unter Umständen später bereuen, denn auch wenn die Universität als solches einen guten Ruf hat, so gibt es Ausbildungszweige, die nicht gerade zu den Erstrebenswerten gehören.

Als man nämlich die Ergebnisse der einzelnen schwedischen Universitäten mit dem erstrebenswerten und notwendigen Ziel der Ausbildungen verglich, stellte man fest, dass die Masterausbildung in Physik in Göteborg sehr weit hinter den notwendigen Werten liegt, genau genommen so weit, dass die Universität eventuell die gesamte Masterausbildung in diesem Bereich verlieren wird, sollte nicht innerhalb eines Jahres ein Wunder geschehen.

Allerdings findet man die Probleme mit einem zu niedrigen Ausbildungsniveau nicht nur in Physik, sondern auch die Kandidatur in Statistik weist in Göteborg ein ähnlich verheerendes Ergebnis auf, so dass ein Student am Ende der Ausbildung sein Examen im Grunde gleich vergessen kann, denn damit eine Arbeitsstelle zu finden ist bei der aktuellen Konkurrenz nahezu ausgeschlossen. Die Göteborger Universität wird nun im Laufe des kommenden Jahres versuchen das Ausbildungsniveau wieder in die Höhe zu treiben, auch wenn das entsprechende Budget gegenwärtig noch nicht vorhanden ist.

Herbert Kårlin

Sonntag, 27. Januar 2013

Chalmers in Göteborg erhält europäische Unterstützung

Als 2010 Andre Geim und Konstantin Novoselov für ihre Entdeckung der Kohlenstoff-Modifikation Graphen den Nobelpreis für Physik erhielten, begann ein internationales Rennen auf Patente in Verbindung mit diesem Stoff, der die Elektronik der Zukunft revolutionieren kann. Bisher haben bei diesem Rennen Amerika und Asien einen klaren Vorsprung erringen können.

Nun schaltet sich auch Europa ernsthaft in das Patentrennen mit Graphen ein, wobei das europäische Forschungsprojekt von der Technischen Hochschule Chalmer in Göteborg geleitet werden soll. Die westschwedische Hochschule erhält für dieses hoch aktuelle Forschungsprojekt eine Unterstützung aus Europa in Höhe von mehreren Milliarden Kronen.

Natürlich wird nicht das ganze Geld in Schweden bleiben und Chalmers wird nicht ohne fremde Hilfe die aufwendige Forschung, die zudem unter Zeitdruck steht, durchführen können. Nach ersten Schätzungen werden an diesem auf zehn Jahre geplanten Projekt etwa 100 verschiedene europäische Forschungsgruppen gleichzeitig arbeiten und Chalmers in Göteborg die gesamte Koordination übernehmen. Im ersten Jahr will Europa etwa 500 Millionen Kronen an Unterstützung  ausbezahlen, innerhalb der zehn Jahre knapp 9 Milliarden.

Herbert Kårlin