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Freitag, 20. Juni 2014

Göteborg wird eine Stadt für Fahrräder

Es ist nicht das erste Mal, dass Göteborg sich zu einer Fahrradstadt erklärt und mit Prognosen aufwartet, die von Beginn an unrealistisch sind. Bereits 1999 sagte man voraus, dass die Arbeiten an Fahrradwegen dazu führen sollen, dass 2012 zwölf Prozent aller Reisen innerhalb der Stadt mit dem Fahrrad gemacht werden. In der Tat handelte es sich dann jedoch nur um sieben Prozent und das tatsächliche Wachstum zeigte sich relativ bescheiden, da die Fahrradwege zum Teil schlecht geplant waren und der Unterhalt extrem zu wünschen ließ. Zahlreiche andere Städte waren mit ihrer Entwicklung an Göteborg in den gleichen Jahren vorbeigezogen.


Nun legt das Göteborger Straßenverkehrsamt einen neuen Plan vor, der dieses Mal bis zum Jahr 2025 reicht und besagt, dass sich bis dahin die Anzahl der Fahrten mit dem Fahrrad verdreifachen werden und von 73.000 im Tagesschnitt auf 219.000 ansteigen werden, eine Vision, die so wenig haltbar sein wird wie jene des Jahres 1999, aber auf dem Papier nahezu jede andere schwedische Stadt schlägt. Immerhin dürfte dieser Plan jedoch dazu führen, dass zumindest die aktuellen Fahrradwege verbessert werden und das Unfallrisiko für Radfahrer etwas reduziert wird.

Um die Göteborger zum Fahrrad zu bringen, legt das Straßenverkehrsamt auch eine klare Richtlinie vor, denn stufenweise sollen die Fahrradwege besser beleuchtet werden, der Unterhalt im Winter soll auf zentralen Strecken gefördert werden, es sollen mehr Einbahn-Fahrradwege entstehen und die Fahrradwege sollen sehr deutlich von den Bürgersteigen getrennt werden. Leider handelt es sich bei vielen dieser Ideen nur um ein Wunschdenken, denn um sichere Fahrradwege zu bauen, Fahrrädern mehr Platz zu geben und die Gefahren in Kreuzungen zu entschärfen, benötigt man etwas, was es in Göteborg kaum gibt, nämlich zusätzlichen Platz.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Mittwoch, 18. Juni 2014

Mehr Mietfahrräder in Göteborg

Das städtische Mietfahrradsystem Styr och Ställ wird auch diesen Sommer wieder weiter ausgebaut und in der Innenstadt entstehen weitere 13 Stellen an denen man sehr preisgünstig für eine halbe Stunde ein Fahrrad leihen kann um damit eine kurze Strecke im Zentrum per Fahrrad zurücklegen zu können. Als äußerste Grenze kam nun auch ein Platz am Botanischen Garten Göteborgs hinzu.


Das Göteborger Straßenverkehrsamt feiert sein Leihsystem mit den lobendsten Worten, da die Fahrräder immer häufiger benutzt werden, trotz der Probleme, dass man damit weder nach Hisingen, noch an die Badeplätze oder an die Delsjön kommen kann, Ziele, die im Sommer für die Bewohner der Stadt von größtem Interesse wären. Ziel ist lediglich, dass man mit den Mieträdern einfacher zu seinem zentral gelegenen Arbeitsplatz gelangt.

Mit keinem Wort spricht das Göteborger Straßenverkehrsamt von seinem touristenfeindlichen System, das jedes Privatunternehmen mit Mieträdern zum Konkurs führt. Aber für Touristen ist Styr och Ställ vollkommen uninteressant, denn ein Tagesausflug im Sommer kostet pro Tag auch bisweilen weit über 600 Kronen. Wer daher nur zwei oder drei Tagestouren machen will, kann sich für diesen Preis ein gebrauchtes Fahrrad kaufen und es am Ende des Urlaubs einfach an der Straße stehen lassen. Keine Stadt der Welt zeigt sich beim Fahrradverleih so touristenfeindlich wie Göteborg.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. Mai 2014

Göteborgsgirot schlägt die Rekorde

Als gestern der jährliche Göteborgsgirot ausgetragen wurde, ein Radrennen, das sich über 70 Kilometer erstreckt und dabei alle Stadtteile berührt, konnte man rund 4000 Fahrräder am Start zählen, etwa 1000 mehr als im vergangenen Jahr, was ein Zeichen dafür ist, dass sich dieses Radrennen in eine feste Einrichtung verwandeln kann, das bald auch deutlich mehr ausländische Teilnehmer anzieht als bisher und nicht mehr überwiegend Radfahrer aus Schweden ins Ullevi lockt.


Auch wenn Göteborg eine Küstenstadt ist, so bietet sie den Radfahrern bedeutende Hindernisse, die so manchen Anfänger zum Aufgeben zwingen, denn Göteborg besteht aus unzähligen Hügeln und selbst die Älvsborgsbron verlangt gewisse Anstrengungen und viel Training. Die Runde von 70 Kilometern fühlt sich daher eher wie eine mit 100 Kilometern an. Aus diesem Grund können etwas weniger trainierte Fahrer auch eine kleine Runde wählen, die nur halb so lang ist und auch von Rentnern genommen werden kann.

Auch wenn die trainierten Radfahrer Göteborgs hofften gestern einen Sieg zu erringen, so sah die Wirklichkeit am Ziel im Ullevi etwas anders aus, denn unter den Männern ging der Holländer Yannick Janssen als erster ins Ziel und unter den Frauen machte die 43-jährige Anfängern Camilla Dahlström aus dem Värmland das Rennen. Aber wie die Veranstalter immer wieder versichern, der Göteborgsgirot ist kein internationales Radrennen, sondern soll möglichst viele dazu verleiten zum Fahrrad zu greifen und beim Rennen Spaß zu haben.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 7. April 2014

Fahrradfahrer entscheiden in Göteborg über die Geschwindigkeit

Um das Fahrradfahren in Göteborg attraktiver zu machen, hat sich der Stadtrat entschlossen einerseits Fahrradwege auszubauen, andererseits aber auch einige Autostraßen an die Bedürfnisse von Fahrradfahrern anzupassen auf denen sich diese bisher sehr unwohl fühlten wenn ein Auto nur zehn Zentimeter entfernt an ihnen vorbeifährt und bereits ein Schlagloch zu einem Unfall führen kann.


Die ideale Lösung sah die Stadt darin einige Autostraßen vollständig zu Fahrradstraßen umzubauen in denen sich Autos ganz der Geschwindigkeit der Fahrräder anpassen müssen und diese nicht überholen oder sie durch dichtes Auffahren zum schnelleren Treten bringen dürfen. Auch wenn nicht jeder Autofahrer von dieser Lösung begeistert ist, so begrüßen sehr viele Göteborger diese innovative Idee, die bisher jedoch nur sehr begrenzt existiert.

Genau genommen gibt es bisher in Göteborg nur die Västra Hamngatan auf der sich Autofahrer den Zweirädern anpassen müssen, eine relativ kurze Straße mit relativ wenig Verkehr. In zweiter Stufe hat sich Göteborg nun entschieden die zweite Straße in Angriff zu nehmen, nämlich die Östra Hamngatan, die von Lilla Bommen bis zur Kungsportsbron führt und weitaus mehr frequentiert ist als die Västra Hamngatan. Hier ist allerdings eine Lösung für Fahrräder auch dringend nötig, da die teilweise sehr enge Straße bisher von Fahrrädern kaum benutzt werden kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. April 2014

Fahrradboom bei Angestellten Göteborgs

Um das Fahrradfahren der städtischen Angestellten zu fördern, hat sich der Stadtrat bereits einige attraktive Köder einfallen lassen, unter anderem kann man als Angestellter des öffentlichen Dienstes seit Herbst 2012 ein Fahrrad für im Durchschnitt 200 Kronen im Monat mieten. Nach drei Jahren erhält man dann die Chance sein Fahrrad für einen geringen Restwert zu erwerben oder aber ein neues Fahrrad zu mieten, wobei es selbstverständlich ist, dass sich die städtischen Angestellten ihr Fahrrad im Durchschnittswert von knapp 8000 Kronen auf dem freien Markt selbst aussuchen können.


Einleuchtend wäre diese Maßnahme natürlich noch wenn die Angestellten dann auch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren müssten, denn immerhin bekommen sie ihr Gefährt, auf drei Jahre berechnet, billiger als jeder andere Göteborger, oder aber erwerben es gegen eine zinslose „Abbezahlung“. Aber nein, die Angestellten dürfen weiterhin mit dem Auto zur Arbeit fahren und können das Fahrrad eben in ihrer Freizeit benutzen - oder auch anderen leihen. Die Nutznießer müssen keinerlei Gegenleistung bringen, was in einer Stadt mit grünem Anstrich sehr zu denken gibt.

Mit Einbruch des Frühlings 2014 zeigt sich nun, dass die städtischen Angestellten ihre Vorteile erkannt haben, denn bereits Anfang April haben sie rund 300 neue Fahrräder über die Stadt bestellt, wobei ein Viertel unter ihnen sogar eine etwas teurere Version eines elektrischen Fahrrads gewählt haben. Die Stadt Göteborg bezeichnet diese Maßnahme als win-win-Aktion, auch wenn die Steuerzahler wohl in irgendeiner Weise für die Wartung, die Zinsen und andere Kosten aufkommen müssen, auch dann, wenn sie nicht für die Stadt arbeiten.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. März 2014

Göteborg denkt an Fahrradfahrer

Auch wenn die Fahrradfahrer nicht mit dem Unterhalt der Fahrradwege der Stadt zufrieden sind und die Mieträder Styr & Ställ Touristen kaum zufrieden stellen, da man damit keine Tagesausflüge machen kann ohne tief in die Tasche greiden zu müssen, so hat Göteborg ein futuristisches Konzept, das das Radfahren in der Stadt erleichtern soll und als wegweisendes Konzept für andere Städte dienen soll.


Die Idee der zukünftigen Fahrradwege liegt indes nicht an der Verbesserung der Fahrradwege, sondern daran, dass die Fahrradfahrer in Zukunft nicht mehr durch rote Ampeln gestoppt werden und nach dem Druck auf einen Knopf auf Grün warten müssen, sondern zügig und ohne Wartezeit Straßen überqueren können, gewissermaßen also eine permanente „grüne Phase“ haben.

Auf einer Teststrecke entlang des Göta älv wurden im Fahrradweg Sensoren eingelassen, die in der Lage sind an die kommenden Ampeln zu melden, dass sich ein Fahrrad nähert und dann rechtzeitig auf Grün schalten. Zusätzlich können die Sensoren erkennen, ob der Fahrradfahrer geradeaus weiter will oder nach links oder rechts abbiegen wird, damit eventuelle Ampeln sinnvoll reagieren können und sich der Verkehrsfluss optimal auf Fahrradfahrer anpasst ohne für Autofahrer zum Hindernis zu werden.


Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 22. September 2013

Göteborg soll eine Stadt für Fahrräder werden

Am gestrigen Samstag haben rund 300 Fahrradfahrer für ein umweltfreundlicheres Göteborg demonstriert indem sie mit ihren mit Muskelkraft betriebenen Fahrzeugen mehrmals die Linnégatan entlangfuhren, begleitet von einer wurmähnlichen symbolischen Straßenbahn. Die Demonstration sollte die Stadt darauf aufmerksam machen, dass sie nicht nur vom Vorteil des Fahrradfahrens reden soll, sondern dabei auch aktiv werden muss zumal die Anzahl der Fahrradfahrer in der Stadt permanent ansteigt.


Die eine Stunde dauernde Aktion, die auch von einigen umweltfreundlichen Politikern der Stadt begleitet wurde, endete am Järntorget mit einigen Reden und Musik. Das Hauptthema war indes nicht der Umweltschutz, sondern die Probleme, die von einer  von Computeranimation gesteuerte Stadtplanungen ausgeht, denn zahlreiche Fahrradwege in Göteborg sind kaum erkennbar, andere werden auch ständig von Fußgängern benutzt und die dritten sind extrem schlecht unterhalten.

Zwei Punkte fielen bei der Demonstration besonders ins Auge, nämlich die Forderung, dass die Stadt Göteborg endlich ein sinnvolles Netz mit Fahrradwegen ausbauen soll, da in den Augen der Fahrradfahrer der Stadtrat seit den 50er Jahren nur an Autofahrer denkt, und zum anderen das Problem, das Fahrradfahrer mit Fußgängern haben, die sich mit ihren Kopfhörern mit lauter Musik berieseln lassen und dabei gemütlich auf einem Fahrradweg spazieren gehen.

Copyrigt: Herbert Kårlin

Freitag, 13. September 2013

Göteborger Mietfahrräder im Aufwind

Nach den Statistiken des Straßenverkehrsamts in Göteborg wurden im letzten Quartal die Mietfahrräder Styr & Ställ insgesamt 143.000 Mal ausgeliehen, knapp 70 Prozent öfter als im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Ursache dieses Wachstums ist nicht erforscht, kann jedoch sowohl an der Einführung der Maut als auch der Ausdehnung der Verleihstellen oder dem steigenden Interesse von Studenten an diesen Rädern liegen.


Das Verleihsystem Styr & Ställ wurde erst 2010 in Göteborg eingeführt und wird nun als großer Erfolg gefeiert, da die Verantwortlichen die damit verbundenen Nachteile nicht sehen wollen. Die städtischen Mietfahrräder sind sehr praktisch und extrem preisgünstig wenn man nur vom Bahnhof zur Universität oder Arbeitsstelle fahren will, haben jedoch für alle Touristen, die in der Stadt ankommen unüberwindliche Probleme geschaffen.

Da die Fahrräder gegen die günstige Jahresgebühr nur jeweils eine halbe Stunde lang benutzt werden können, sind sie für Ausflüge in die nähere Umgebung oder gar für eine Woche unbezahlbar, da man sich bereits nach zwei Miettagen ein günstiges Fahrrad kaufen kann. Die privaten Verleihstellen, die es vorher in Göteborg gab, sind nun jedoch auf eine einzige geschrumpft. Inwieweit das Geschäft für die Stadt rentabel ist, ist ebenso ungewiss, denn in der Tat wird jedes Fahrrad, trotz des enormen Wachstums, im Durchschnitt gerade einmal am Tag benutzt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 6. August 2013

Fahrräder haben in Göteborg Vorfahrt

Um das Fahrradfahren in Göteborg sicherer zu machen und um gleichzeitig die Autofahrer zu einem langsameren Tempo zu zwingen, hat sich die Stadtverwaltungen entschlossen mehrere Straßen der Stadt in eine Art Fahrradstraßen zu verwandeln auf denen sich die Autofahrer dem Fahrverhalten und der Geschwindigkeit von Fahrradfahrern anpassen müssen.

Als erste Straße der Stadt wurde nun die Västra Hamngatan in eine Vorrechtstrasse für Fahrradfahrer verwandelt, eine jener Straßen, in denen wenig Platz für einen sicheren Fahrradweg existierte. Als die Straße daher nach aufwendigen Arbeiten, auch an den Straßenbahngleisen, wieder eröffnet wurde, zeigte sich, dass nun die Fußgänger mehr Platz haben, aber auch den Fahrradfahrern ein breiter Streifen zur Verfügung steht, nämlich die gesamte Fahrbahn,

Wer nun als Fahrradfahrer die Västra Hamngatan zwischen Grönsakstorget und Drottninggatan benutzt, benutzt die Fahrbahn, die auch für Autos gilt. Der Unterschied zu früher ist jedoch, dass kein Autofahrer ein Fahrrad überholen darf, sondern sich der Geschwindigkeit des Fahrradfahrers anpassen muss, was bei einem gemütlichen Radler auch bedeuten kann zehn Kilometer die Stunde einhalten zu müssen, was so manchem Autofahrer vermutlich nicht sonderlich zusagt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 9. Mai 2013

Neue Wege für Fahrräder in Göteborg

Dieses Jahr werden in der Stadt Göteborg zehn Kilometer neue Fahrradwege gebaut, was bedeutet, dass insgesamt nahezu 80 Millionen Kronen in Fahrradwege investiert werden, die das Fahrradfahren erleichtern sollen, vorerst aber zu einem immensen Hindernis wurden, da an zahlreichen Stellen gleichzeitig gebaut wird und Fahrradfahrer bisweilen auf die Straße abgedrängt werden oder auch schieben müssen, falls sie überhaupt wissen wie sie ans Ziel gelangen sollen.

Obwohl sich die Stadt schon seit Jahren als vorbildliche Fahrradstadt bezeichnet, zeigt jede Umfrage unter den Fahrradfahrern, dass die Verantwortlichen an den wahren Bedürfnissen vorbeiplanen, vermutlich, weil die Planer selbst noch nie versucht haben die Stadt per Fahrrad zu entdecken und sich vollständig auf ihr Reißbrett in Form eines Computers verlassen. Nach den Umfragen im ganzen Land, sind nur die Fahrradfahrer in Västerås und in Umeå mit ihren Fahrradwegen zufrieden und Göteborg landet von den 50 möglichen Plätzen auf Platz 42, was ein sehr mageres Ergebnis für die Fahrradstadt des Landes ist.

Das Hauptproblem in Göteborg ist jedoch, dass das Straßenverkehrsamt der Meinung ist, dass man gefährliche Fahrradwege mit Apps für Smartphones vermeiden kann, aber auch mit Fahrradplanern und anderen Propagandamitteln, aber man vergisst, dass man auf den Fahrradwegen ständig Jogger und Kinderwagen findet, die sich weigern den parallelen Gehsteig zu benutzen, dass man auf den Fahrradwegen ständig Löcher und steilen Kanten ausgesetzt ist, Autos darauf parken und der Unterhalt generell zu wünschen lässt. Wenn die Fahrradstadt des Landes auf Platz 42 landet, dann sollte dies dem Straßenverkehrsamt und dem Stadtrat zu denken geben.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 18. April 2013

Fahrraddiebstähle in Göteborg

Im vergangenen Jahr wurden in ganz Schweden insgesamt 60.400 Fahrräder als gestohlen gemeldet, acht Prozent weniger als im Vorjahr. Allein auf das Västra Götaland entfielen dabei 7143 Fahrraddiebstähle und auf die Stadt Göteborg kamen davon 2.664 gemeldete Diebstähle. Da die Chance einen Fahrraddieb zu finden sehr gering ist, werden allerdings die meisten der Fahrraddiebstähle gar nicht erst angemeldet.

Da das Wetter in Göteborg nun in Bereiche gerät, die das Fahrradfahren wieder attraktiv machen, ist gerade nun das Risiko besonders hoch. Die hohen Preise für Monatsfahrkarten der öffentlichen Verkehrsbetriebe führen in Göteborg dazu, dass gerade Studenten um diese Jahreszeit auf der Suche nach preisgünstigen Fahrräder sind, was für die Diebe, meist organisierte Gruppen, wiederum bedeutet auch jetzt zuzuschlagen. Allerdings ist das Risiko sein Fahrrad ab Abstellplatz nicht wiederzufinden nicht in der ganzen Stadt gleich hoch.

Die meisten Fahrraddiebstähle fanden voriges Jahr im Zentrum statt, denn hier verschwanden im Durchschnitt täglich zwei Fahrräder meist spurlos. An zweiter Stelle kommt der Stadtteil Majorna-Linné, eine Gebiet in dem ebenfalls viele Studenten wohnen und Fahrräder üblich sind, denn hier verschwanden 2012 insgesamt noch 588 Fahrräder. Je weiter man sich dann vom Zentrum entfernt, umso seltener werden auch die Diebstähle, wobei Angered mit gerade einmal 51 gestohlenen Fahrrädern im vergangenen Jahr am Ende der Tabelle zu finden ist.

Herbert Kårlin

Freitag, 8. Februar 2013

Billige Verkehrsmittel für städtische Angestellte

Während der Versammlung am Mittwoch hat der Göteborger Stadtrat entschieden im Eilverfahren ein Projekt zu ermöglichen nach dem die 49.000 städtischen Angestellten eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmitteln zu Sonderkonditionen erhalten können, die weitaus günstiger sind als die bisherigen Jahreskarten. Die Angestellten sollen eine sogenannte Firmen-Jahreskarte erwerben können, die statt der üblichen 4285 Kronen nur 3000 Kronen kostet und dann noch in monatlichen Raten bezahlt wird, eine Vergünstigung, von der der Normalbürger der Stadt nur träumen kann.

Nach der Subvention für ein Fahrrad in Höhe von 1500 Kronen, können die Angestellten in Zukunft auch noch extrem preisgünstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, was man nahezu als Hohn bezeichnen kann, da die Stadt der Meinung ist, dass die Preise für Monatskarten für Normalbürger in Höhe von 505 Kronen für die Innenstadt zu billig sind und daher auf etwa 600 Kronen angehoben werden müssen. Da der Bürger Göteborgs jedoch keine Ratenzahlung hat, muss er also gegenwärtig bereits das Doppelte des städtischen Angestellten bezahlen, damit er zur Arbeit kommt und der Citymaut entgeht.

Nach der Vorsitzenden des Stadtrates, Anneli Hulthén, wird diese Aktion dazu führen, dass weitaus mehr städtische Angestellte die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen als bisher. Dass die Nutznießer für die Ratenzahlung keine Zinsen bezahlen müssen, sondern diese von den Steuern aller Göteborger bezahlt werden, hält Hulthén für eine Nebensache, was der Normalbürger der Stadt wohl kaum so sehen kann, da bei einem Kredit von nur 3000 Kronen bei der Bank erhebliche Zinsen anfallen. Und wenn man diese Zinsen mit nur 10.000 Nutznießern multipliziert, so erreicht man problemlos eine sechsstellige Zahl, die jene aufbringen dürfen, die nicht für die sozialistisch geführte Stadt arbeiten.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 7. Februar 2013

Die Zukunft des Göteborger Freihafens

Die politische Führung Göteborgs ist sich einig darüber, dass der Freihafen, der mittlerweile nur noch eine traurige Rolle in der Stadt führt und zudem restauriert werden muss, zur 400-Jahrfeier wieder ein attraktiver Ort sein soll, der zudem die beiden Seiten des Göta Älv näher bringen soll und nicht, wie bisher, eine Trennung darstellt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt eine internationale Ausschreibung vorgenommen.

Nun liegen die ersten Ideenpläne von renommierten Architekten vor, die im Älvrummet bei Lilla Bommen von der Allgemeinheit eingesehen werden können. Wer allerdings hofft Visionen zu finden, die für notwendigen Wohnraum sorgen werden, wird enttäuscht sein, denn vorerst haben sich die Architekten die einfacheren Teile vorgenommen, nämlich die Entwicklung von Grünflächen  und die Verbindung beider Seiten des Flusses für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Eines der Architekturbüros sieht vor allem Brücken drei bis vier Brücken, die von Lilla Bommen aus über den Freihafen nach Ramberget führen sollen und es ermöglichen dieses Gebiet vom Stadtzentrum aus innerhalb von fünf Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen und innerhalb von 15 Minuten auch zu Fuß. Ramberget ist bereits heute ein schwer erreichbares Ausflugsgebiet, das vor allem durch den Bau einer Moschee bekannt wurde.

Herbert Kårlin
 

Dienstag, 29. Januar 2013

Fahrradverleih in Göteborg wird ausgedehnt

Nach den offiziellen Statistiken wurden die Fahrräder der städtischen Organisation Styr & Ställ seit der Eröffnung im Jahre 2010 rund eine halbe Million mal ausgeliehen. Ob in dieser Zeit auch ein Gewinn erwirtschaftet wurde ist indes weniger sicher, da die Stadt darüber schweigt und sich das System immer noch in der Aufbauphase befindet, denn noch ist es nicht möglich sich ohne hohe Zusatzkosten mit den städtischen Fahrrädern über das ganze Stadtgebiet zu bewegen.

Die Saison des Jahres 2013 beginnt bereits am 1. März und wird dann bis zum 30. Oktober fortführen, wobei die Jahreskarte dieses Jahr bei 125 Kronen liegen wird, ein Preis, der, nach der Stadt, nur dank des großen Erfolges möglich ist. Außerdem wird man dieses Jahr 300 zusätzliche Fahrräder und zehn neue Stationen im Zentrum der Stadt entdecken. Ein Hintergedanke dieser Ausdehnung ist natürlich auch die Citymaut, die Autofahrer zum Leihfahrrad bringen soll.

Eine weitere Neuerung ist, dass die Fahrradmiete nun auch in der Göteborg City Card eingeschlossen ist, damit die Besucher der Stadt häufiger zum Fahrrad greifen sollen. Leider teilte weder die Stadt noch das Fremdenverkehrsamt bisher mit, wie die Abrechnung in diesem Fall laufen wird, da sich die kostenlose Miete auf 30 Minuten beschränkt, was gerade bei Touristen, die eine Tagestour damit machen, zu einer sehr bösen Überraschung führen kann wenn sie dann wieder zu Hause ihre Ausgaben über die Kreditkarte genauer ansehen.

Herbert Kårlin

Freitag, 28. Dezember 2012

Fahrradwege in Göteborg nicht vorrangig


Nach einer gemeinsamen Untersuchung der Interessengemeinschaft der Fahrradfahrer Cykelfrämjandet und der Versicherung If räumen rund 50 Prozent der Orte im Västra Götaland vorrangig Fahrradwege und kümmern sich erst anschließend um die Straßen, was in der Regel bedeutet, dass beide Aktionen nahezu parallel erfolgen, da sich kleinere Räumfahrzeuge unmittelbar um Fahrradwege kümmern und die großen Geräte die Straßen frei halten.

Als eine der Ausnahmen gilt hier die selbsternannte Fahrradstadt Göteborg, die erst alle Autostraßen schneefrei sehen will bevor sich die kleineren Räumfahrzeuge um Fahrradwege kümmern dürfen, was die Fahrradwege zum Berufsverkehr oft unpassierbar macht und die Fahrradfahrer dazu zwingt ihr Leben auf den Autostraßen zu riskieren. Fahrradwege am Rande der Stadt werden in Göteborg bisweilen sogar erst am nächsten Tag geräumt oder sind, falls neue Schneefälle einsetzen, tagelang nicht geräumt.

Die Interessengemeinschaft der Fahrradfahrer kritisiert Göteborg, das mit Einführung der Citymaut sogar auf ein häufigeres Nutzen von Fahrrädern setzt, da es für Autofahrer kein Problem ist selbst bei geringem Schnee noch gefahrlos voranzukommen während das Fahrradfahren bereits mit einem Zentimeter Neuschnee zur Gefahr werden kann, insbesondere wenn sich die Temperatur schnell ändern kann und der Schnee dann eine unsichtbare Eisschicht überdeckt.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Städtische Angestellte Göteborgs mit Elektrofahrrädern

Die Stadt Göteborg hat während der letzten 18 Monate knapp über 100 Elektrofahrräder für ihre Angestellten erworben, damit diese sich umweltfreundlicher fortbewegen können und vermarkten diese Leistung nicht nur als umweltfreundlich, sondern als Zukunftslösung im Pflegedienst, für Schulen und auch in der Verwaltung. Sehr sinnvoll ist es dabei, dass die Stadt weder von Gesamtkosten spricht, noch davon wie viele Jahrzehnte es dauert bis man von einer „grünen Revolution“ reden kann.

Gegenwärtig zählt Göteborg rund 45.000 städtische Angestellte und mehrere Tausend unter ihnen müssen sich täglich an verschiedene Orte bewegen, sich also theoretisch die bisherigen 100 Fahrräder teilen, was wohl niemand im Ernst erwarten kann. Der Tropfen auf den heißen Stein verhindert zwar bei den Benutzern die Schweißtropfen, aber ein Dienst für die Umwelt ist nur gebracht, wenn der für die Batterien nötige Strom von Sonne und Wind kommt und für das Fahrrad auch ein Auto in der Garage bleibt oder, noch besser, gar nicht erst gekauft wird.

Die Stadt Göteborg kauft die Elektrofahrräder gegenwärtig für einen Stückpreis zwischen 12.000 und 30.000 Kronen und vergisst dabei zu sagen, dass man für diese Fahrräder auch Garagen bauen muss, dass die Batterien und die Fahrräder eine Wartung benötigen und Spezialketten gekauft werden müssen damit die Räder nicht gestohlen werden. Für jene, die im Pflegedienst arbeiten, sind diese Fahrräder auch nicht immer eine gute Lösung, denn sie müssen die Batterie jedes Mal mit zu ihren Patienten mitnehmen, da diese sonst gestohlen werden können. Vom hohen Unfallrisiko bei Fahrrädern will die Stadt ebenfalls nicht sprechen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. August 2012

Fahrradfahren gefährlich in Göteborg

In Göteborg werden bei Unfällen genauso viele Fahrradfahrer schwer verletzt wie Autofahrer und je mehr Göteborger nach Einführung der Maut zum Fahrrad greifen, umso mehr Unfälle wird es geben, denn auch wenn sich die Stadt gerne als fahrradfreundlich gibt, so haben die Planer wenig dafür getan Gefahrenstellen zu vermeiden oder ein sicheres Netz einzurichten, damit man als Fahrradfahrer nicht sogar bewusst gegen Verkehrsregeln verstoßen muss wenn man sein Ziel erreichen will. Die Planung erfolgte deutlich am Reißbrett und nicht mit Hilfe von praktischer Erfahrung.

Sicher verfügt Göteborg insgesamt über 470 Kilometer an Fahrradwegen, wovon ein Teil in hervorragendem Zustand ist, und sicher wurden im vorigen Jahr auch 26.000 Quadratmeter an Fahrradweg neu geteert, aber all dies nützt wenig, wenn man selbst im August noch in manchen Kurven Rollsplitt findet, an manchen Stellen der Fahrradweg abrupt endet und man sich in der Rushhour plötzlich zwischen Autos befindet oder Löcher im Teer einen Sturz geradezu provozieren können, von Fußgängern, die an vielen Stellen der Stadt den Unterschied von Fahrradweg und Fußgängerweg nicht kennen, ganz zu schweigen … und dank lauter Musik über die Kopfhörer auch das Klingeln nicht hören können.

Bisher nehmen nur etwa zehn Prozent der Göteborger ihr Fahrrad um zur Arbeit zu gelangen, was in den Sommermonaten immerhin bedeutet, dass täglich über 100.000 Fahrten mit dem Fahrrad stattfinden. Wenn nun ab Januar 2013 die Citymaut in Göteborg eingeführt wird, wird diese Anzahl vermutlich erheblich in die Höhe gehen und ein Großteil der Fahrradfahrer auch weitere Strecken mit ihrem Gefährt zurücklegen. Göteborg denkt jedoch wenig an die Probleme, die dadurch entstehen können und wie viel Arbeitszeit wegen Unfällen mit dem Fahrrad verloren gehen werden, sondern plant weiterhin überwiegend eigene Spuren für Stadtbusse, die sich so mancher in Göteborg, wegen den ständig steigenden Preisen, bisweilen gar nicht mehr leisten kann.

Herbert Kårlin

Samstag, 28. Juli 2012

Architekten machen Göteborg zur Fahrradstadt

Auch wenn sich Göteborg selbst gerne als die Stadt der Fahrräder bezeichnet, geschieht relativ wenig an dieser Front, denn der Stadtrat investiert in den Ausbau der Fahrradwege und die Motivation zum Fahrradfahren weitaus weniger als andere Städte Schwedens. Und wenn man bedenkt, dass in Kopenhagen 45 Prozent der Arbeitnehmer bereits, ohne jede Maut im Hinterkopf, das Fahrrad zur Arbeit nehmen und in Göteborg gerade einmal neun Prozent, so kann man in Göteborg sicher nicht von einer modernen Fahrradstadt sprechen, sondern von einer Entwicklungsstadt.

Dabei könnte Göteborg mit seinem Hintergrund geradezu ein Modell einer schwedischen Fahrradstadt sein und die Geschichte wiederbeleben, denn im 19. Jahrhundert kamen die ersten Fahrräder über Göteborg nach Schweden, zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand man im Ullevi ein Velodrom und die ersten Fahrradrennen Schwedens fanden im Schlosswald statt. Bis Fußball, Tennis und schließlich Golf das Ende der Fahrradepoche brachten und in den Vordergrund traten.

Eine Architektengruppe in Göteborg hat nun einen Plan für eine moderne Fahrradarena im Schlosswald ausgearbeitet, die Göteborg dabei helfen könnte zurück zur Fahrradtradition zu führen. Dort, wo vor wenigen Tagen noch die Schwedische Meisterschaft in Mountainbike ausgetragen wurde, könnte nach Meinung der Architekten ein Velodrom Platz finden, das sich zu einem Zentrum des Göteborger Fahrradsports entwickeln und den Bürgern Göteborgs das Fahrradfahren in den täglichen Gedanken zurückbringen könnte. Der Stadtarchitekt Björn Siesjö zeigt an dieser Idee sein Interesse, so dass im Grunde nur noch die Entscheidung des Stadtrats fehlt.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Juni 2012

Endlich Fahrräder für Göteborgs Angestellte

Diese Woche konnte sich der Stadtrat Göteborgs endlich darüber einigen unter welchen Bedingungen die Angestellten der Stadt ihre Fahrräder subventioniert bekommen und wer von der Aktion betroffen sein wird. Sehr bald war man sich einig, dass das Angebot nur für die 31.000 fest Beschäftigten gelten soll und dass die Gesamtsumme von 1500 Kronen möglichst in drei jährlichen Zuschüssen bezahlt werden soll, die allerdings als steuerpflichtiges Einkommen gelten, also in Realität nur etwa 1000 Kronen ausmachen.

Sollten tatsächlich alle berechtigten Angestellte den Kauf eines Fahrrads wählen, so kostet dies die Steuerzahler pro Jahr etwas über 22 Millionen Kronen und insgesamt über 60 Millionen Kronen, wobei natürlich niemand damit rechnet, dass es wirklich zu einem Ansturm kommen sollte, da ein gutes Fahrrad im Durchschnitt immer noch um die 5000 Kronen kostet, man also 4000 Kronen zulegen muss, und man sich dann auch noch täglich anstrengen soll um zur Arbeit zu erscheinen.

Die Stadt bietet in jedem Fall zwei Alternativen an, nämlich entweder den Kauf eines Fahrrads mit einem Zuschuss von 1500 Kronen, unabhängig davon, ob man dann mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt oder nicht, oder aber die dreijährige Miete inklusive Wartung, die den Mieter allerdings pro Monat 180 Kronen kostet, wobei er dann nach drei Jahren das Gefährt zum Restwert kaufen kann. Für ein Fahrrad, das 5000 Kronen in bar kostet, muss er dann etwa 7000 Kronen bezahlen. Wer sein Fahrrad in diesem Falle schont, hat daher nicht nur auf den Zuschuss von 1500 Kronen verzichtet, sondern bezahlt auch noch rund 20 Prozent an Zinsen für sein Fahrrad. Es wird sich zeigen wie viele sich von dieser Miete überzeugen lassen, zumal die Räder von Styr & Ställ bei Kurzzeitnutzung weitaus billiger sind.

Herbert Kårlin

Sonntag, 22. April 2012

Göteborg soll fahrradfreundliche Stadt werden

Auch wenn Göteborg während der letzten fünf Jahre regelmäßig die Kritik bekam, dass die Fahrradwege schlecht unterhalten werden, teilweise schlecht beschildert sind und einige Strecken geradezu gefährlich sind, spricht die Stadtverwaltung nach wie vor von einer fahrradfreundlichen Stadt, bietet städtischen Angestellten kostenlose Fahrräder, setzt auf das Mietsystem Styr & Ställ und all dies ohne den erwünschten Erfolg, denn die Mehrheit der Göteborger greifen statt zum Fahrrad nach wie vor zum Auto.

Nun erwartet das Straßenverkehrsamt Göteborgs mit der Einführung einer Maut am 1. Januar 2013, dass damit die Anzahl jener, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, rapide ansteigen wird und stellt fest, dass es zwar einen Fahrradweg-Planer für Internet und Smartphone gibt, aber niemand in der Stadt genau weiß in welchem Zustand und wie verkehrsfreundlich die 350 Kilometer an Fahrradweg in Göteborg sind.

Nun soll noch in diesem Jahr ein Plan ausgearbeitet werden, der den Verkehrsplanern ermöglicht sichere und gut beschilderte Fahrradwege zu schaffen. Das Ziel ist, dass jeder in Göteborg mit seinem Fahrrad schnell ans Ziel gelangt und das Unfallrisiko weitgehend reduziert wird. Aber schon jetzt zeichnet sich dabei ein Problem ab, denn der öffentliche Verkehr von Västtrafik muss prioritär behandelt werden und das zentrale Göteborg innerhalb der Kanäle kann auch in Zukunft nur als fahrradfeindlich betrachtet werden.
Herbert Kårlin