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Dienstag, 22. April 2014

Probleme eines Kindergartens in Göteborg

Bereits neun Klagen über einen einzigen Kindergarten Göteborgs wurden von Eltern beim Schulamt eingereicht ohne dass dies bisher zu einem Ergebnis geführt hätte. Die Eltern beklagen sich insbesondere darüber, dass Kinder gekränkt und auch geschlagen werden, in der Regel von anderen Kindern, ohne dass die Erzieher eingreifen.

Als besonders kritisch sehen die Eltern dabei an, dass die Erzieher diese Probleme den Eltern nicht mitteilen und sämtliche Probleme intern unter den Tisch kehren statt den offiziellen Routinen zu folgen. Nach der Göteborgs-Posten kam in einem Fall ein Kind sogar mit einer Heftklammer im Kopf zu Hause an und musste von den Eltern zur Notaufnahme gebracht werden, da die Erzieher den Vorfall entweder nicht bemerkten oder nicht sehen wollten.

Auf Fragen erklären einige Erzieher, dass es in ihrem Kindergarten keine Probleme gäbe und alles, was dort als negativ betrachtet wird, auf die kulturellen Unterschiede der Kinder zurückzuführen sei, eine Aussage, die man im Grunde nur als rassistisch betrachten kann, da die Aufgabe der Erzieher gerade ist die Integration zu fördern und Kindern mit ausländischer Herkunft die schwedische Mentalität zu erklären und näher zu bringen.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 18. April 2014

Probleme beim Verkauf von Maiblumen in Göteborg

Seit 1907 wird in Göteborg von Kindern die Maiblume (Majblomman) verkauft um damit Geld für bedürftige Kinder zu sammel, ein Brauch, der über 100 Jahre den Verkäufern und vor allem den armen oder kranken Kindern eine grosse Freude bereitete. Erst 2014 und mit der wachsenden Anzahl an Kindern, die nicht die schwedische weisse Haut habnen und helfen wollen wie alle ihre Klassenkameraden, hat sich einiges geändert.

Denn ein elfjähriges Mädchen mit brauner Haut musste diese Tage mehrmals von Passanten hören, dass sie bei ihr keine Blume kaufen wollen, weil sie schon vom Aussehen her nicht schwedisch sei. Typischerweise waren jene, die vom dunkelhäutigen Madchen nicht kaufen wollten oder sie auslachten ältere Schweden, die damit deutlich ein fremdenfeindliches und rasistisches Gedankengut ausdrückten. Jüngere Menschen waren in diesem Punkt ohne Vorurteile.

Dass das junge Mädchen weiterhin die Majblomman verkauft, liegt an einem Kommentar, den sie hnsichtlich des rassistischen Verhaltens einiger Schweden auf Twitter hinterlassen hat, denn diese Meldung verbreitete sich massiv über die Sozialen Medien und führte dazu, dass das Mädchen nun spürt, dass diese älteren schwedischen Rassisten in Göteborg die Minderheit der Stadt ausmachen und die Mehrheit sie mit positiven Kommentaren stützt.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 4. März 2013

Polizeikontrolle bei ausländischem Aussehen

Seit einem Jahr ist die Polizei in Göteborg auf der Suche nach Personen, die sich nach einem abgelehnten Asylantrag in der Stadt illegal aufhalten um diese zwangsweise ins Heimatland zurückzuschicken. Da sich mehrere ausländische legale Einwanderer seither von der Polizei verfolgt fühlen, da sie wegen ihres Aussehens willkürlich kontrolliert werden, hat sich in Göteborg eine Bewegung gegründet, die sich gegen diese Gesichtskontrollen aussprechen und am vergangenen Samstag auch gegen die Art der schwedischen Durchführung des REVA-Projekt protestieren.

Nun zeigt sich, dass die Polizei in Göteborg nach Personal, auch nach privaten Angestellten, sucht, die bei der Suche nach Illegalen aktiv werden sollen, denn das politische Ziel Schwedens ist jeden zwangsweise in sein Heimatland zurückzuschaffen, der sich nach einem abgelehnten Asylantrag noch auf schwedischem Boden befindet. Da die bisherige Suche jedoch nur ein geringes Ergebnis brachte, will die Polizei nun auf mehr Personal setzen, da man annimmt, dass sich in Göteborg eine hohe Anzahl an Personen ohne Aufenthaltsgenehmigung aufhält.

Da die Kontrollen sich ausschließlich auf das Aussehen einer Person konzentrieren, was nach dem Gesetz Schwedens verboten ist, sucht die Polizei in Göteborg nun andere Argumente, die bisher insbesondere bei der Aussage enden, dass die Kontrollen nicht wegen dem ausländischem Aussehen geschehen, sondern weil sich eine Person zusätzliche verdächtig verhält und, zum Beispiel, eine hohe Nervosität zeigt, die eine Ausweiskontrolle aus kriminellen Anlässen ermöglicht, eine Aussage, die wohl kaum anders als stark vorurteilsbeladen gewertet werden kann.

Herbert Kårlin

Montag, 4. Februar 2013

Göteborg für dunkle und weiße Haut

In einer Debatte in der Göteborger Tageszeitung GP greift der Verein Pantrarna För Upprustning Av Förorten die Göteborger Entscheidung zur Citymaut auf eine völlig neue Weise an, denn nach den Autoren bestraft die aktuelle Regelung vor allem die Bürger mit dunklerer Haut und lässt der weißen Haut ihre Privilegien. Nach dem Verein schafft die Stadtverwaltung das frühere System der Südstaaten und der Nordstaaten Amerikas, nur auf die Vororte umgewandelt.

Tatsache ist natürlich, dass in der Innenstadt fast ausschließlich Weiße mit hohen Gehältern wohnen, die ihr Auto selbst bis zum Zeitungskiosk benutzen können ohne auch nur eine Öre an Abgaben leisten zu müssen, während in den Randgebieten und Vororten eine hohe Anzahl an Migranten mit geringem Einkommen wohnt, die nun ihr Auto nur noch stehen lassen können.

Die Vertreter des Vereins sehen nun die Situation, dass die dunklere Haut an den Bushaltestellen steht, während die weiße Haut gemütlich mit dem Dienstwagen die leeren Straßen zur Stadt benutzen kann, natürlich ohne die Citymaut selbst bezahlen zu müssen, eine Situation, die jede Demokratie und Gleichstellung in Frage stellt. Da zudem die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel immer mehr steigen, ist der Schritt zur Zweiklassengesellschaft Dunkel-Weiß in Göteborg bereits sehr vorangeschritten. Der Verein ist natürlich nicht gegen die Maut, sondern dafür, dass die Kosten nicht nur von den Armen getragen werden müssen.

Herbert Kårlin

Freitag, 24. Juni 2011

Polizei im Västra Götaland ausländerfeindlich

Nach mehreren Problemen des letzten Jahres erhielt die Universität Göteborg im Herbst den Auftrag das Ausländerverhalten, insbesondere hinsichtlich zu Kollegen mit ausländischem Hintergrund, zu analysieren und zu bewerten. Bereits nach den ersten Auswertungen hat jeder Polizist ausländischer Herkunft rassistische Bewertungen von Seiten einiger Kollegen erlebt.

Die Mehrheit der Betroffenen meinen jedoch, dass es sich um Einzelfälle handelt und ihre groben Ausdrücke mehr von Unprofessionalität zeugen als echtem Rassismus. Sie fügen jedoch hinzu, dass man über solches Verhalten als Angestellter bei der Polizei hinwegsehen muss und solche Aussagen nicht ernst nehmen darf.

Die Göteborger Forscher kommen indes zu einem anderen Schlusssatz und halten den Rassismus der Polizei in Västra Götaland für ein strukturelles Problem und machen einen schlechten Führungsstil verantwortlich. Nach Meinung der Forscher führt ein solches Verhalten nicht nur zu einem schlechten Arbeitsklima, sondern beeinträchtigt auch die Glaubwürdigkeit der Polizei.

Herbert Kårlin