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Dienstag, 22. April 2014

Probleme eines Kindergartens in Göteborg

Bereits neun Klagen über einen einzigen Kindergarten Göteborgs wurden von Eltern beim Schulamt eingereicht ohne dass dies bisher zu einem Ergebnis geführt hätte. Die Eltern beklagen sich insbesondere darüber, dass Kinder gekränkt und auch geschlagen werden, in der Regel von anderen Kindern, ohne dass die Erzieher eingreifen.

Als besonders kritisch sehen die Eltern dabei an, dass die Erzieher diese Probleme den Eltern nicht mitteilen und sämtliche Probleme intern unter den Tisch kehren statt den offiziellen Routinen zu folgen. Nach der Göteborgs-Posten kam in einem Fall ein Kind sogar mit einer Heftklammer im Kopf zu Hause an und musste von den Eltern zur Notaufnahme gebracht werden, da die Erzieher den Vorfall entweder nicht bemerkten oder nicht sehen wollten.

Auf Fragen erklären einige Erzieher, dass es in ihrem Kindergarten keine Probleme gäbe und alles, was dort als negativ betrachtet wird, auf die kulturellen Unterschiede der Kinder zurückzuführen sei, eine Aussage, die man im Grunde nur als rassistisch betrachten kann, da die Aufgabe der Erzieher gerade ist die Integration zu fördern und Kindern mit ausländischer Herkunft die schwedische Mentalität zu erklären und näher zu bringen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 30. April 2013

Immer größere Gruppen in Kindergärten

Obwohl nach den Anweisungen des Schulamts nicht mehr als 15 Kinder in einer Kindergartengruppe gezählt werden sollen, da diese Menge als das Maximum für einen sinnvollen Unterricht gilt, haben die Göteborger Kindergärten gegenwärtig nach dem statistischen Durchschnitt Gruppen von 17,6 Kindern. Aber wie üblich bei einem statistischen Schnitt, so liegen dabei einige Gruppen in Elitekindergärten unter dem Durchschnitt und andere wiederum haben auch Gruppen von über 20 Kindern.

Sicherlich kann man auch von der Größe einer Gruppe nicht immer Rückschlüsse ziehen, da auch die Menge der Erzieher pro Gruppe, die Einrichtung und Ausstattung des Kindergartens sowie andere Faktoren eine Rolle spielen können. Problematisch ist jedoch, dass in Göteborg bei der Finanzierung der Kindergärten der Rotstift herrscht und auch nicht geplant ist die schwierige Situationen in den kommenden Jahren abzustellen.

Wenn man die heutige Situation mit jener des Jahres 2003 vergleicht, so stellt man fest, dass es damals kaum eine Kindergruppe von über 17 Kindern gab, heute aber in 24 Prozent der Göteborger Kindergärten mehr als 20 Kinder in jeder Gruppe gezählt werden, was bedeutet, dass diese Kinder nicht mehr entsprechend auf den Schulbesuch vorbereitet werden können und vom ersten Tag an im Hintertreffen sind. Nicht zu vergessen ist dabei, dass auch das Personal durch die hohe Belastung in eine Stresssituation gerät, die die Sicherheit der Kinder in Frage stellen kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 6. November 2011

Göteborg bietet zu wenig Kindergartenplätze

Nach dem aktuellen Gesetz vom 1. Juli des Jahres muss Göteborg für jedes Kind innerhalb von vier Monaten nach der Anmeldung einen Platz im Kindergarten bereitstellen, und zwar in einem Kindergarten, der von den Eltern gewünscht wird und in greifbarer Nähe der Wohnung liegt. Während die meisten Gemeinden Schwedens dieser Auflage nachkommen, stellt die Schulinspektion in Göteborg erhebliche Mängel fest.

Bei den gegenwärtigen Überprüfungen konnte das Schulamt bereits drei bedeutende Verspätungen entdecken, die den Eltern der Kinder erhebliche Probleme verursachten. Im Stadtteil Zentrum musste eine Familie sieben Monate lang auf einen freien Platz warten, in Lundby acht Monate und in Linnéstaden fünf Monate, wobei die Eltern in Lundby in keinem der gewünschten Kindergärten einen Platz zugewiesen bekamen und nun täglich eine größere Strecke zurücklegen müssen.

Kindergartenplätze sind für Kinder zwischen einem und fünf Jahren gedacht und können in Göteborg sechs Monate vor der Bedarf eintritt beantragt werden. Um einen Kindergartenplatz zu bekommen, muss man berufstätig sein, einem Studium folgen oder aktiv Arbeit suchen. Auch für Kinder, die eine besondere pädagogische Förderung benötigen, können im Kindergarten Plätze beantragt werden. Wer seine Abgaben für ein anderes Kind nicht bezahlt hat, bekommt erst dann einen Kindergartenplatz zugewiesen, wenn sämtliche Schulden bezahlt sind.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. April 2011

Keine weiteren Privatschulen in Göteborg

Die rot-grüne Stadtverwaltung Göteborgs rät dem Schulamt die 15 neuen Anträge von Privatschulen auf Zulassung abzulehnen, da Schulen nicht dazu dienen sollen Risikokapitalunternehmen hohe Gewinne zu bescheren, die zum Teil aus Steuern bezahlt werden. Hinzu kommt, nach Stadtverwaltung, dass private Schulen bereits das Schulbild Göteborgs dominieren.

Die rechte Opposition hält dagegen, dass die Ablehnung von 15 weiteren Schulen 2800 Ausbildungsplätze vernichtet und die Rolle einer Schule sei eine gute Ausbildung zu bieten, egal ob sie Gewinne an Aktieninhaber abwirft oder staatlich sei.

Dass sich die Grünen Göteborgs, entgegen bisheriger Meinungen, ebenfalls entschlossen gegen die Zulassung weiterer Privatschulen zu stimmen, hängt sicher auch mit mehreren Skandalen zusammen, in die Privatschulen in letzter Zeit verflochten waren, insbesondere in Hinblick darauf, dass mehrere Privatschulen weit unter dem Standard staatlicher Anforderungen ausbilden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. April 2011

Weniger Schulbrände in Göteborg

Während der letzten vier Jahre haben sich die Schulbrände in Göteborg nahezu halbiert. Im Jahre 2010 verzeichnete man nur noch 70 Brände statt 135, die noch vor vier Jahren bekämpft werden mussten.

Feuerwehr und Schulamt nehmen an, dass dieser Rückgang zum einen auf einer intensiven Aufklärungsarbeit der letzten Jahre beruht, zum anderen aber auch, dass die Verantwortlichen in den Schulen mögliche Brandherde wie Toiletten besser überwachen und regelmäßig kontrollieren, ob auch Feuerlöscher an den vorgegebenen Plätzen vorhanden sind.

Die Statistik beruht auf allen Bränden, die in Schulen ausbrechen, auch in Papierkörben und Toiletten. Allerdings ist die Anzahl an absichtlichen und unabsichtlichen Brandstiftungen auch von der Schule und dem Stadtteil abhängig. Diese Verteilung der Brandstiftungen ist prozentual nach wie vor nahezu unverändert.

Herbert Kårlin