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Dienstag, 11. Juni 2013

Autobrände in Göteborg zur Sommerzeit

Wie jedes Jahr, so brennen auch dieses Jahr mit Beginn der Schulferien wieder Autos in Göteborg. Die letzten drei Nächte wurden jeweils mehrere Autos angezündet, wobei die Brände in unterschiedlichen Stadtteilen gelegt wurden und die Polizei bisher keinen der Täter ausfindig machen konnte. Diese Situation wiederholt sich nun bereits seit mehreren Jahren und zentriert sich überwiegend auf Stadtteile mit einem hohen Anteil an Migranten.

Nach Meinung der Göteborger Polizei handelt es sich bei den Autobränden um keine organisierte Aktion, sondern jeder Brand ist unabhängig zu betrachten und als grober Jugendstreich zu sehen mit dem man jedes während der Sommerferien rechnen muss, wobei in den betroffenen Stadtteilen in der Regel auch jene betroffen sind, die nur ältere Fahrzeuge fahren und daher von der Versicherung nicht sehr viel zu erwarten haben. Aber natürlich schließt die Polizei nicht aus, dass sich die Gruppe der Brandstifter auf der Suche nach geeigneten Brandobjekten über mehrere Stadtteile hinweg bewegt.

Da die Polizei bereits die vergangenen Jahre kaum einen der Brandstifter festnehmen konnte, hat sie sich dieses Jahr an die Öffentlichkeit gewandt um bei der Suche nach den Tätern die Hilfe der Anwohner zu erhalten, eine Hilfe, die sie vermutlich vergebens erwartet, da man in den betroffenen Stadtteilen die Täter meist kennt und sich entweder mit den Täter solidarisch erklärt oder aber aus Angst schweigt, da man sonst mit bedeutenden Folgen zu rechnen hat.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. August 2012

Ein Kiosk in Göteborg unter Bedrohungen

Im Göteborger Stadtteil Majorna, nahe des Platzes Mariaplan, steht seit den 50er Jahren ein kleiner Wurstkiosk, der innerhalb der Familie vererbt wurde und heute bereits eine kleine Attraktion ist, da das kleine Gebäude nahezu exotisch zwischen den Hochhäusern aussieht, aber immer noch eine treue Kundschaft anzieht, auch wenn das Angebot nicht, wie bei den konkurrierenden Gatukök wie Sibylla, immer weiter ausgedehnt wurde, sondern dort eben immer noch Korv, also schwedische Wurstbrötchen verkauft werden.

Zahlreiche andere Korvkiosk, die früher in ganz Göteborg üblichen Wurstbuden, mussten mittlerweile den Stadtplanern weichen oder in moderne Gebäude umziehen, im Gegensatz zur Würstchenbude in Majorna. Und dennoch schwebt seit Januar 2011 eine massive Bedrohung über der Verkaufsstelle, da sich einige sogenannte Tierschützer darauf versteift haben, dort den Verkauf von Wurst zu verhindern, was ihre Aufschrift „Fleisch ist Morde“ am Stand immer wieder deutlich machte.

Aber leider ist es nicht nur die Aufschrift, die die extreme Gruppe hinterlässt, denn in regelmäßigen Abständen legt die Gruppe seit 2011 Brände, die die Bude zerstören sollen, ohne Rücksicht darauf, dass auch die nahen Landshövdingehus dabei mit in Flammen aufgehen können. In der Nacht zum Dienstag musste die Feuerwehr erneut zum Wurstkiosk aufbrechen, weil Nachbarn Flammen an der Bude entdeckten. Da dieses Mal keine Aufschrift zu finden war, stellt sich die Frage, ob eine neue Gruppe die „Arbeit“ übernommen hat, oder ob die Täter nur gestört wurden. Glücklicherweise konnte der Wurststand bisher immer noch rechtzeitig gerettet werden, aber für viele stellt sich die Frage: „Wie lange noch?“

Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. April 2011

Weniger Schulbrände in Göteborg

Während der letzten vier Jahre haben sich die Schulbrände in Göteborg nahezu halbiert. Im Jahre 2010 verzeichnete man nur noch 70 Brände statt 135, die noch vor vier Jahren bekämpft werden mussten.

Feuerwehr und Schulamt nehmen an, dass dieser Rückgang zum einen auf einer intensiven Aufklärungsarbeit der letzten Jahre beruht, zum anderen aber auch, dass die Verantwortlichen in den Schulen mögliche Brandherde wie Toiletten besser überwachen und regelmäßig kontrollieren, ob auch Feuerlöscher an den vorgegebenen Plätzen vorhanden sind.

Die Statistik beruht auf allen Bränden, die in Schulen ausbrechen, auch in Papierkörben und Toiletten. Allerdings ist die Anzahl an absichtlichen und unabsichtlichen Brandstiftungen auch von der Schule und dem Stadtteil abhängig. Diese Verteilung der Brandstiftungen ist prozentual nach wie vor nahezu unverändert.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Juni 2010

Über zehn Brände in einer Nacht - Unruhen in Göteborg

Die Feuerwehr hatte die Nacht auf Donnerstag in Göteborg alle Hände voll zu tun, denn außer zwei Bränden, die vermutlich aus Leichtsinn entstanden, wurden über zehn Brände mutwillig angelegt. Ein Kindergarten in Tynnered, Autos, Autoreifen, ein Motorrad, aber auch Mülltonnen und Zeitungspakete gingen diese Nacht in mehreren Teilen der stadt in Rauch auf und kündigen damit einen unruhigen Sommer an.

Viele Bewohner der betroffenen Stadtteile sehen die Sparmaßnahmen der Stadt als Ursache für die steigenden Unruhen zum Ferienbeginn, denn Sommerlager kosten Geld, über das eine immer kleinere Schicht verfügt, und die meisten Jugendhäuser werden dieses Jahr über den Sommer geschlossen, städtische Aktivitäten reduzieren sich auf ein Minimum. Kindern und Jugendlichen bleiben dieses Jahr nur die Straßen, was dazu führt, dass sie ihre Meinung zur städtischen Politik in Form von Krawallen und Brandstiftungen ausdrücken.

Wie bereits im vorigen Jahr sind erneut jene Stadtteile betroffen in denen vor allem Geringverdiener wohnen. Hisingen, Tynnered oder Högsbo stehen dabei ganz oben auf der Liste, Gegenden, in denen sich nur Miethäuser an Miethäuser reihen und höchstens ein Spielplatz für Kinder unter sechs Jahren die Monotonie unterbricht.

Herbert Kårlin

Sonntag, 4. Oktober 2009

Erneut gingen in Göteborg mehr als 20 Autos in Flammen auf

Mehrere Brände und erneut 20 Autos in Göteborg, die das Opfer von Brandstiftungen wurden. Vor allem in Teilen des Stadtteils Hisingen tritt keine Ruhe ein. Jede Nacht gehen Autos in Flammen auf, wobei mittlerweile vor allem grössere Garagen das Ziel der Brandstifter wurden.

Die Polizei scheint hilflos, denn kaum ein Täter kann identifiziert werden und kaum jemand sieht auch nur einen der Täter. Selbst Hundeeinheiten bleiben ergebnislos. Die betroffenen Anwohner sind geteilter Meinung und fordern, sei es eine bessere Jugendpolitik in Göteborg, sei es ein härteres Durchgreifen, aber niemand hat eine Lösung, während die Angst sich ausbreitet.

Jugendliche, die man in den betroffenen Stadtteilen befragt sind teils aggressiv, schuldigen aber auch die Göteborger Regierung an nichts gegen die hohe Arbeitslosigkeit zu unternehmen, keine Aktivitäten vorzuschlagen und jede positive Einrichtung durch Budgetstreichungen zu boykottieren. Ein Gesprächsaustausch beider Seiten scheint jeden Tag weiter in die Ferne zu rücken und auch die Stippvisite der Justizministerin Beatrice Ask in Göteborg konnte, auf Grund des hohen Sicherheitsstabes und einem Mangel an tatsächlicher Kommunikation mit Betroffenen, die Situation nur ins Negative führen.

Auf Grund der hohen Schäden an Fahrzeugen überlegen mittlerweile auch mehrere Versicherungsgesellschaften wie sie ihre Bilanz im Positiven halten können. Mit größter Wahrscheinlichkeit werden sie in Risikogebieten in naher Zukunft die Prämien erhöhen müssen und den Geschädigten noch mehr Schaden zufügen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. September 2009

Erneut gehen nachts sechs Autos in Göteborg in Flammen auf

In der Nacht zum Sonntag brannten erneut sechs Autos in verschiedenen Stadtteilen Göteborgs. Nachdem jedoch keine weiteren Unruhen stattfanden und selbst keine Steine auf Polizeifahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel geworfen wurden, bezeichnet die Göteborger Einsatzzentrale der Polizei die Nacht als ruhig.

Als beunruhigender betrachtet die Polizei jedoch die Tatsache, dass in der gleichen Nacht auch Fahrzeuge in Malmö, Vårberg und Stockholm brannten, unabhängig von den Unruhen, die Uppsala seit Tagen beunruhigen und die Bevölkerung in Angst versetzen. Es scheint zu befürchten, dass die Unruhen aus Göteborg nun auch auf andere Städte übergreifen.

Bisher konnte niemand für die Brandstiftungen und Sachbeschädigungen festgenommen werden. Lediglich eine unabhängige Person, die das eigene Fahrzeug zwecks Versicherungsbetruges anzündete, konnte von der Göteborger Polizei festgenommen werden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 6. September 2009

Eine Spezialeinheit wegen nächtlicher Unruhen in Göteborg

45 Autos fielen in Göteborg bereits dem Feuer zu Opfer. Unschuldige zahlen die Rechnung einer Polizeiaktion vom 10. August, die die Jugendlichen Göteborgs als Provokationen beurteilen. Der Wille zu einer Kommunikation fehlt beiden Seiten, und die Unruhen setzen fort.

In einigen sensiblen Stadtteilen werden daher von vermutlich organisierten Jugendlichen Autos in Brand gesetzt, Polizeifahrzeuge, Feuerwehr und öffentliche Verkehrsmittel mit Steinen beworfen. Einige Straßen werden von allen Seiten, auch den Bewohnern, nachts als No-Go-Area bezeichnet.

Nun will die Göteborger Polizei eine Sondergruppe bilden, die sich ausschließlich mit den nächtlichen Unruhen beschäftigt um ein Ende des Konflikts herbeizuführen. Die Gruppe erhielt den Namen Bryggan und soll sich vor allem um den Brennpunkt Hisingen kümmern. Die neu gebildete Einsatzgruppe geht vor allem der Spur nach, dass eine kriminelle Organisation hinter den Unruhen steckt, die auch an anderen Brandstiftungen und Drogenhandel beteiligt sein könnte. Inwieweit Kriminalisierung statt Diskussion zu einem Ergebnis führen wird bleibt abzuwarten.

Herbert Kårlin

Montag, 31. August 2009

Ein Forschungsprojekt, das junge Brandstifter zum Thema hat

Die Unruhen der letzten Woche in Teilen Göteborgs und die Tatsache, dass etwa die Hälfte aller Brände von Jugendlichen angelegt werden beschert der Göteborger Universität ein neues Forschungsobjekt, das klären soll, warum Jugendliche Autos oder Schulen anzünden, aber auch bei anderen Brandstiftungen eine so hohe Quote ausmachen.

Die erste Stufe des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes beschäftigt sich mit der Rolle von Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und Internet bei Brandstiftungen. Die Forscher wollen herausfinden inwieweit die Art der Berichtserstattung Brandstiftung fördert und welche Rolle Internet in der Verbreitung von Information in Zusammenhang mit Brandstiftungen hat um ein klares Bild über Ursache und Wirkung zu erhalten.

Die zweite Stufe der Forschung soll anhand der erworbenen Kenntnisse Lösungen suchen, sowohl in Hinsicht auf eine neue Erziehung der Jugendlichen, die Schaffung von Sensibilisierungsprogrammen und die Frage klären, wie man die Anzahl der von Jugendlichen angelegten Bränden reduzieren kann. Die Stadt Göteborg kann anschließend beginnen die Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Herbert Kårlin