Posts mit dem Label Gunnar Asplund werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gunnar Asplund werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. April 2014

Das Göteborger Rathaus wird neu eingeweiht

Nachdem die städtische Baugesellschaft Higab das Göteborger Rathaus gegen eine Rechnung von rund 135 Millionen Kronen renovierte, konnte das Gebäude, das ursprünglich von Nicodemus Tessin dem Älteren im 17. Jahrhundert in holländischem Ziegel gebaut worden war und das heutige Aussehen erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Gunnar Asplund erhielt, am gestrigen Samstag neu eingeweiht werden.


Zur Einweihung bot der Stadtrat, der in den kommenden Tagen ganz dort einziehen wird, den Bürgern der Stadt zwei Tage der offenen Tür, was sowohl die Bürgernähe der Stadtführung demonstrieren als auch das Arbeitsumfeld der Gewählten zeigen sollte. Entsprechend war bereits am Samstag der Andrang sehr hoch, der sich am heutigen Sonntag vermutlich sogar noch verstärken wird.

Wer sich für die tatsächliche Renovierung der Räume des Rathauses interessiert, wird allerdings an zahlreichen Türen feststellen, dass die Stadt klare Grenzen gesetzt hat und wenig Interesse daran zeigt seinen Bürgern mehr als die reinen Arbeitsräume der Repräsentanten zu zeigen, denn der Zugang zu den reich geschmückten Räumen, die vor allem der Repräsentation dienen, wird den Besuchern versperrt. Gezeigt wird der nüchterne Teil des Gebäudes, der nur wenige Stunden pro Woche benutzt wird, auch wenn den Besuchern vorgespiegelt wird, dass sich dort das Leben der Stadtverwaltung abspielt. Nicht einmal ein kleines Büro einer Angestellten wird am Tag der offenen Tür geöffnet.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 23. Oktober 2010

Göteborgs Rathaus wird zum Museum

Seit das Amtsgericht im Sommer 2010 in die neuen Gebäude umzog, steht das historische Göteborger Rathaus am Gustav Adolf Torg leer, eines der architektonisch interessantesten Bauwerke der Stadt. Besonders interessant für Architekten der ganzen Welt ist der Anbau des Architekten Gunnar Asplund an dessen Fassade sich auch die Skulptur Die vier Winde befindet.

Der Hauptteil des heute leer stehenden Gebäudes war bereits im 17. Jahrhundert das Rathaus der Stadt. Als sich dann im 19. Jahrhundert die Stadt mehr und mehr entwickelte, benötigte man zusätzliche Räume, was im Jahre 1912 zu einer Bauausschreibung führte, die der damals 27-jährige Architekt Gunnar Asplund mit seiner futuristischen Idee gewann.

Um diese bahnbrechende Architektur jener Zeit, zumindest vorübergehend, einem breiten Publikum zu öffnen, wird vom 27. Oktober bis zum 5. Dezember in den Gebäuden, an Hand einer Ausstellung, die Geschichte des Bauwerks erzählt. Jede Stunde wird zusätzlich eine Führung durch die Räume veranstaltet. Der Eintritt ist in der Jahreskarte der Göteborger Museen enthalten.

Herbert Kårlin