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Montag, 25. November 2013

Die Kosten für die Hafeneisenbahn in Göteborg explodieren

Als Anfang des Jahres 2012 der dänische Konzern Maersk den Göteborger Containerhafen übernahm, verpflichtete sich die Stadt Göteborg den Schienenverkehr auf Kosten der Stadt auszubauen und in einen zweigleisigen Betrieb zu verwandeln, wobei die Kosten teilweise auch vom Staat übernommen werden sollten, da dadurch der gesamtschwedische Warenverkehr über den Hafen Göteborgs bedeutend ausgebaut werden kann.


Als Göteborg damals über die Kosten dieses Ausbaus sprach, so wurde allgemein von etwa zwei Milliarden Kronen gesprochen, was schon damals nur die Ämter als wahrscheinlich annahmen um die Bevölkerung nicht zu erschrecken. Aber obwohl das Projekt nun gerade einmal begonnen wurde, so steht heute schon fest, dass sich die Kosten eher bei drei als bei zwei Milliarden Kronen ansiedeln, ohne jedoch eventuelle zusätzliche Preissteigerungen einzurechnen.

Dass sich der Preis jedoch auch auf vier oder auch fünf Milliarden Kronen erhöhen kann, liegt allein an der Tatsache, dass sich die Gesamtarbeiten auf bis nach 2023 ausdehnen werden und sowohl eine Eisenbahnbrücke über den Göta älv gebaut werden muss als auch ein bedeutender Tunnel in einem sensiblen Gebiet. Wie hoch tatsächlich die Kapazitätsausweitung des Hafens dadurch sein wird und welche Rolle der Göteborger Hafen gegen 2025 spielen wird, ist indes gegenwärtig vollkommen unbekannt.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 27. August 2013

Das weltweit größte Containerschiff in Göteborg

Nur in sehr wenigen Häfen dieser Erde ist es möglich das bisher größte Containerschiff, das je die Weltmeere befahren hat, zu sehen, denn die Häfen in denen die neue Maersk Mc-Kinney Möller anlegen kann, kann man zählen. Nur in Europa und Asien findet man einige Ladekais, die für das Schiff zugänglich sind, denn der Tiefgang, die Breite, die Länge und selbst die Höhe stellen an die Fahrrinnen und die Häfen besondere Anforderungen.


Heute liegt die Maersk Mc-Kinney Möller, noch auf ihrer Jungfernreise von Asien nach Europa, für rund 24 Stunden im Göteborger Containerhafen um erst entladen und dann erneut beladen zu werden, da man hier über die größten Kräne verfügt, die derzeit in Europa und Asien aufgebaut wurden und die auch beim zweitgrößten Containerfahrzeug bereits ihre Leistungsfähigkeiten bewiesen haben.

Die in Südkorea gebaute Maersk Mc-Kinney Möller ist in der Lage insgesamt 18.000 Container zu laden, die, aufeinandergestapelt, die Höhe von 47 Kilometer hätten. Das Riesenfahrzeug ist 400 Meter lang und 59 Meter breit, wobei zehn Etagen unter dem Deck und weitere neun über ihm liegen, das Schiff also ebenso hoch ist wie die bisher höchsten Gebäude Göteborgs, die Gothia Towers. Zu diesem Ereignis werden heute selbst Rundfahrten im Hafen angeboten, damit möglichst viele Göteborger das Fahrzeug einmal aus nächster Nähe sehen können.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 14. Mai 2012

Kundendienst im Göteborger Hafen wird nach Indien ausgelagert

Nachdem die dänische Reederei Maersk zu Beginn des Jahres den Containerhafen in Göteborg übernommen hat und von Göteborg die Zusage erhalten hatte die Infrastruktur auszubauen und zu verbessern, beginnt Maersk nun die zu teuren Arbeitsplätze in Göteborg abzubauen. Bis zu 40 Angestellte die bisher im Kundendienst arbeiteten, werden wegen einer Umstrukturierung in Kürze gekündigt, wobei diese Arbeitsplätze gleichzeitig nach Indien ausgelagert werden.

Natürlich wird man nicht alle Angestellten Göteborgs ersetzen, da das Unternehmen das Markenzeichen Schweden weiterhin benutzen will. Die Führungsschicht, die mit wichtigsten Geschäftspartnern verhandelt, wird daher weiterhin im Göteborger Hafen anzutreffen sein. Wie viele Angestellte in Göteborg gehen müssen und unter welchen Kondition, ist bisher unbekannt. Maersk will in jedem Fall zuerst versuchen die älteren Arbeitnehmer, gegen Entschädigung, vom freiwilligen Verlassen ihrer Arbeitsplätze überzeugen.

Da Maersk gegenwärtig seine gesamte Aktivität neu strukturieren will, was bedeutet gewinnträchtiger gestalten will, ist die Auslagerung des Göteborger Kundendiensts nur die erste offiziell bekannte Maßnahme. Vor wenigen Jahren arbeiteten im Unternehmen, das heute Maersk gehört, noch 220 Angestellte, die bis heute auf 160 reduziert wurden und bereits in wenigen Wochen bei 120 liegen wird. Die Stadt Göteborg hat beim Verkauf der Hafenaktivität keinerlei Garantien für das angestellte Personal gefordert.
Herbert Kårlin