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Samstag, 27. April 2013

Billigere Wohnungen in Göteborg

Die Göteborger Volkspartei fordert die regierenden Parteien der Stadt auf für billigere Wohnungen und den Erhalt von billigen Mietwohnungen zu sorgen, was in der Stadtführung auf Unverständnis zu stoßen scheint, da man dort der Meinung ist bereits diesen Weg beschritten zu haben, obwohl die städtischen Baugesellschaften bei Renovierungsarbeiten die Mieten grundsätzlich bedeutend erhöhen und die Bevölkerung mit geringerem Einkommen damit aus der Stadt vertreibt.

Auch die Forderung Wohnungen billiger zu bauen und bei Renovierungen nur auf den Erhalt der Substanz zu setzen, prallt an der Macht der Entscheidenden ab, denn auch hierbei ist man der Meinung, dass die Bauunternehmen der Stadt billig bauen, obwohl die Kosten in Göteborg über jenen anderer Städte liegt und so wenig Mietraum geschaffen wird, dass die Wohnungsnot und die damit verbundenen Mietpreise ebenfalls die einfachere Bevölkerung aus zentralen Lagen vertreibt.

Auf Kritiken reagiert die Stadt Göteborg damit die Schuld der bürgerlichen Regierung in Stockholm aufzulasten, denn der sogenannte ROT-avdrag, eine Steuerbegünstigung für Bauherren und Wohnungseigentümer, kommt Mietern nicht zu Gunsten und fördert nur Eigentum, eine Aussage, die man in einer Stadt in der die größten Bauunternehmen unter der Regie der Stadt liegen, in Frage stellen muss, denn in diesem Fall muss die Stadt selbst einen klaren Plan schaffen, der zu billigen Wohnungen führt. Ohne einen klaren Plan und tatsächlichen Handlungen wird die Kritik an der Führungsschicht der Stadt kaum zur Ruhe gebracht.

Herbert Kårlin

Sonntag, 21. August 2011

Studenten in Göteborg ohne Wohnung

Für Studenten, die nun im Herbst ihr Studium in Göteborg aufnehmen wollen, die aber nicht bereits eine Wohnung haben oder bei Freunden und Verwandten unterkommen, sieht die Situation im Wohnungsmarkt nahezu aussichtslos aus, denn die Wartezeit auf ein Zimmer in einem Studentenwohnheim beträgt gegenwärtig 18 Monate und die Wartezeit auf eine kleine Wohnung sogar drei Jahre, also die Zeit eines kürzeren Studiums.

Obwohl auf Grund der Studiengebühren dieses Jahr zwei Drittel weniger ausländische Studenten in Göteborg erwartet werden, wiederholt sich nun die Situation des Vorjahres, da in Göteborg beim Wohnungsbau immer mehr auf Bostadsrätt gesetzt wird und selbst Studentenwohnungen in gewöhnlichen Mietraum verwandelt wurden. Der Neubau von Studentenwohnheimen gehört nicht zu den vordringlichen Plänen der Universitätsstadt.

Für die rund 60.000 Studenten in Göteborg stehen gerade einmal 9.200 Wohnungen in Studentenwohnheimen zur Verfügung, was bedeutet, dass sich die Mehrheit der Studenten anderweitig eine Unterkunft beschaffen muss. Als Argument dafür, dass keine Wohnungen für Studenten geschaffen werden, gilt die Aussage, dass man ja nicht im Voraus weiß wie viele Studenten sich in Göteborg einschreiben und sich die Situation permanent ändert. Eine Untersuchung darüber, unter welchen Umständen Studenten in Göteborg leben müssen, ist nicht geplant, zumal man sich die Stadt dann Tatsachen stellen müsste über die man lieber schweigt.

Herbert Kårlin