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Freitag, 30. Mai 2014

Engpass mit Büroräumen in Göteborg

Eine mangelhafte Stadtplanung in Göteborg fürte nicht nur dazu, dass man auf Mietwohnungen, Wohnungen nach Bostadsrätt oder Villen jahrelang warten muss, und diese immer teurer werden, sondern auch die Nachfrage nach Büroräumen ist weitaus höher als der tatsächliche Bestand. Auch hier bleibt der Neubau weit hinter den Anforderungen und Bedürfnissen zurück und die Preise pro Quadratmeter liegen für kleinere Firmen jenseits ihrer finanziellen Mittel.


Dieses Problem scheint für Göteborg noch problematischer zu werden als der Bau von Mietwohnungen, obwohl gerade der Bau von Büroräumen Arbeitsplätze schaffen können. Setzt jedoch die Stadtverwaltung nun verstärkt auf Büroräume, so riskiert sie einen Aufstand derjenigen, die bereits seit sieben Jahren oder länger auf eine Mietwohnung warten und klar sagen, dass man ohne Wohnung auch keinen Arbeitsplatz suchen kann, sondern Göteborg meiden oder verlassen muss.

Aber der Bau von Bürohäusern, wie sie teilweise in der Bahnhofsgegend oder auf Hisingen geplant sind, führt Probleme mit sich, dann reine Bürohäuser führen dazu, dass diese Gegenden am Abend menschenleer sind und das Gefüge einer Stadt zerstören, denn nur Bauten, die eine Mischung aufweisen und neben Büroräumen  auch Wohnungen für Arm und Wohlhabend schaffen, können eine Stadt wirklich langfristig beleben, eine Lösung, die man bisher in Göteborg nicht ins Auge schließt.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. April 2014

Hohe Mieterhöhungen in Göteborg zu erwarten

Nahezu alle Mietwohnungen Göteborgs die noch aus den 60er und 70er Jahren kommen, mit privatem oder städtischem Eigentümer, werden in den kommenden fünf Jahren renoviert, modernisiert und vor allem isoliert um den neuen Umweltrichtwerten zu entsprechen. Die Kosten für diese Maßnahmen müssen die Mieter bezahlen, da das Geld aus den bisherigen Mieteinnahmen nicht als Rücklage für diese Arbeiten gespart wurde.


In der Tat bedeutet dies für viele Mieter, dass sie sich rechtzeitig eine neue Bleibe außerhalb der Stadt suchen müssen oder aber sich bald sehr stark einschränken müssen, denn bei öffentlichen Mietwohnungen werden die voraussichtlichen Mieterhöhungen nach Abschluss der Arbeiten bei etwa 30 bis 35 Prozent liegen und bei Privatbesitzern kann die Erhöhung in bestimmten Fällen auch 60 Prozent erreichen. Was dies bei einer Mindestmiete von 6000 Kronen für eine kleinere und einfachere Wohnung bedeutet, kann man sich leicht ausrechnen.

Geringverdiener werden ihre Wohnung in fünf Jahren kaum noch bezahlen können, da man bei nur 75 Quadratmetern Wohnfläche mit einer Miete von 9000 bis 10.000 Kronen, bei städtischem Vermieter, rechnen muss, einer Summe, die eine Einzelperson oft nicht einmal verdient, da einige Callcenter gerade einmal 70 Kronen brutto die Stunde bezahlen. Die Segregation der Stadt wird daher durch die Modernisierungen einen großen Schritt voranmachen, aber bei der aktuellen Wohnungsnot ist es kein Problem eine Wohnung zu Höchstpreisen los zu werden und Arme haben im Zentrum Göteborgs ohnehin bald nichts mehr verloren. Was die Wohnungsnot noch vergrößern wird ist dabei die Tatsache, dass die Stadt zahlreiche Mietwohnungen zudem in Bostadsrätt umwandeln will, da damit mehr Geld in die Kasse fließt.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 15. März 2014

Eine ungewöhnliche Ausstellung in Göteborg

Bereits vor zwei Jahren hat Stena-Fastigheter entschieden die Gebäude im Göteborger Pennygången zu renovieren und einem modernen Standard anzupassen, was für den Besitzer bedeutet aus Wohnungen für den Normalverdiener Wohnungen für den gehobenen Bürger der Stadt zu machen, also die Mieten nach der Renovation so anzuheben, dass die aktuellen Mieter diese Miete nicht mehr bezahlen können und umziehen müssen.

Man kann die Idee von Stena Fastigketer auch verstehen, denn da jede Art von Wohnungen in Göteborg Mangelware sind, kann man mit der gehobenen Bevölkerungsschicht nicht nur mehr Geld verdienen, sondern schafft sich zudem Mieter, die eine größere Sicherheit bieten. Der menschliche Aspekt hat bei wirtschaftlichem Denken wenig verloren und eine Entscheidung des Landesgerichts vom vergangenem Dezember gibt juristisch gesehen dem Vermieter Recht und betrachtet die Interessen der aktuellen und früheren Mieter als untergeordnet.

Diese zwei Jahre Kampf der Mieter gegen Goliath haben nicht nur dazu geführt, dass eine Basisgruppe an Mietern nun noch enger zusammengeschweißt wurde und andere den Kampf als verloren sahen und bereits auszogen, sondern, sondern auch dazu, dass die Designerin Lena Gollvik begann einigen der Mieter zu folgen und sie fotografisch festzuhalten. Am kommenden Sonntag wird nun ihre Ausstellung im Pennygången 50 eröffnet und elf Familien, sowie 27 Freundschaften bildlich vorgestellt, eine Ausstellung, die zeigen soll, dass ein Straßenzug nicht nur Wohnungen bietet, sondern auch Menschen zusammenfinden lässt, die eine Umgebung zum Leben bringen.

Copyright: Herbert Kårlin

Billigflug.de

Montag, 17. Februar 2014

Lärm gehört in Göteborg zum Wohnstandard

Ein Hauswirt in Göteborg, der einer Familie mit Kindern den Untermietvertrag nicht mehr verlängern wollte weil sich Nachbarn über den Lärm beschwert hatten, den die Kinder beim Spielen machten, musste vor dem Mieteramt der Stadt nun eine Schlappe einstecken und den Untermietvertrag verlängern, da Lärm in etwas älteren Häusern Göteborgs als „normal“ betrachtet wird.

Angestellte des Mieteramts waren wegen der Angelegenheit in die am meisten vom Lärm betroffene Wohnung eines Altbaus gegangen um die Lärmbelastung vor einer Entscheidung selbst beurteilen zu können. Sie konnten in der Tat feststellen, dass man die spielenden Kinder sehr deutlich, teilweise auch sehr lautstark, hören konnte und selbst der Kronleuchter zu klirren begann als die Kinder hüpften oder Ball spielten, aber nach den Angestellten ist dies keine unzulässige Störung, sondern ein Normalzustand bei Altbau.

Nach dem Argument des Amtes muss man bei Altbauten mit dieser Art von Lärm, aber auch mit lauter Musik oder lautem Fernsehen, rechnen. In diesem Zusammenhang darf allerdings nicht vergessen, dass es in Schweden kein Gesetz zur Ruhestörung gibt, da es sich bei Lärm um eine Toleranzfrage handelt und die Stadt Göteborg zudem plant die Bestimmungen zum Lärmschutz auch in Neubauten zu lockern, da man in Zukunft auch direkt an Schnellstraßen Wohnblocks errichten will.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. Februar 2014

Sport nicht gefragt bei Göteborger Politikern

Als Göteborg im Jahre 2003 die alten Kasernen in Kviberg umbaute, so sollte dort das größte schwedische Sportzentrum entstehen und das vorhandene Sportmuseum eine internationale Attraktion werden, zumindest nach den Aussagen des Stadtrates. Obwohl das Gebiet sehr abseits liegt und kaum als attraktiv bezeichnet werden kann, nahmen damals auch zahlreiche Sportklubs der Stadt das Angebot an, ein Irrtum, wie viele nun bekennen.

Wegen der extrem hohen Mieten, die die Stadt von ihren Mietern fordern, beginnt sich das Sportzentrum Kviberg mehr und mehr zu leeren. Schon heute kann man kaum noch von einem schwedischen Zentrum des Sports reden und die Sportverbände fühlen sich von der Stadt Göteborg im Stich gelassen, aber kleine Sportklubs können auf die Dauer die aktuellen Belastungen nicht tragen. Selbst das Sportmuseum  erwägt bereits einen Umzug, da die hohen Mieten nur zu Verlusten führen können.

Bevor Kviberg leer steht, will der Stadtrat nun nach einer Lösung suchen, auch wenn geringere Mieten nicht unbedingt auf dem Plan stehen. Im ersten Schritt sollen nun zum Sport auch kulturelle Aktivitäten kommen, aber auch dies könnte vergebene Mühe sein, denn bei schlechten Verkehrsverbindungen und einer ungünstigen geographischen Lage kann auch Kultur in Kviberg nur überleben wenn entweder die Mieten gesenkt werden oder aber die Subventionen erhöht werden, was beim Sparkurs der Stadt jedoch kaum zu erwarten ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Februar 2014

Göteborg verzögert preisgünstigen Wohnungsbau

Obwohl billiger Mietraum in Göteborg eine Mangelware ist, verhindern die Stadtplaner bewusst, dass preisgünstiger Wohnraum, in diesem Fall 40 Wohnungen, geschaffen wird, zumindest solange dies nicht durch städtische Bauunternehmen geschieht oder renommierte Architekten im Spiel sind, denn eines der interessantesten Objekte für Mieter kann frühestens in zwei Jahren geplant werden und sieht möglicherweise erst in vier oder fünf Jahren das Licht.

Die Robert Dickson Stiftung, die vor kurzem wegen seiner billigen Mieten bereits Probleme mit dem Finanzamt in Göteborg bekam, da man dort der Meinung ist, dass eine Miete und die entsprechenden Steuern dem Marktwert angepasst werden müssen, also dem Preis, den städtische Vermieter praktizieren, wird der Stiftung nun auch beim geplanten Wohnungsbau eine bedeutende Hürde in den Weg gelegt.

Da das städtische Bauamt der Stiftung erklärte nicht über die menschlichen und finanziellen Ressourcen zu verfügen um in der geplanten Gegend einen Bebauungsplan zu erstellen, bot die Robert Dickson Stiftung an den Bebauungsplan selbst zu finanzieren, so dass ihn Göteborg nur noch unterzeichnen muss, sollte der Plan den allgemeinen Vorschriften entsprechen. Das Bauamt lehnt diesen Vorschlag jedoch kategorisch ab und will in nicht genau bestimmter Zukunft selbst einen Bebauungsplan vorlegen, diesen allerdings frühestens in zwei Jahren angehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 1. Februar 2014

Der Stadtteil Gårda bleibt teilweise erhalten

Der Kampf der Bewohner des Göteborger Stadtteils Gårda zeigt nun Erfolg, zumindest teilweise, denn die Mehrheit des Stadtrats hat nun dem Plan zugestimmt etwa die Hälfte der Altbauten, überwiegend historisch interessante Landshövdingehus, zu erhalten und die ursprünglichen Pläne neu zu überarbeiten, denn geplant war den gesamten Altbauteil dem Erdboden gleichzumachen um Parkplätze zu schaffen und das Gebiet an die Messe und das Scandinavium anzuschliessen.

Gårda ist jedoch nicht nur wegen seinen in Göteborg einmaligen Bauten von Interesse, sondern es handelt sich dabei auch um das letzte zentrale Gebiet mit geringen Mieten und einen Stadtteil, der sich noch mehr als Dorf als als Stadt sieht. Da der Standard in den meisten Gebäuden gegenwärtig als absolut minimal betrachtet werden muss, wohnen hier vor allem Personen mit sehr geringem Einkommen und teilweise Studenten.

Ob die Bewohner der Häuser allerdings auch in Zukunft in Gårda bleiben können, zumindest die Hälfte unter ihnen, ist ebenfalls noch nicht sicher, auch wenn die Stadt dies noch verspricht, denn in der Tat sollen nun sämtliche Gebäude restauriert und teilweise auch modernisiert werden. Die Kosten dieser Arbeiten werden selbstverständlich auf die Miete geschlagen. Es bleibt daher abzuwarten wie viel in den historischen Altbauten restauriert und modernisiert wird, denn sollte die Miete um 30 bis 40 Prozent steigen, so werden sehr viele der Bewohner auch ohne Abriss ausziehen müssen.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 24. Januar 2014

Die Stiftung Dickson hat weiterhin günstige Mieten

Die Dicksonska stiftelsen (Stiftung Dickson), die bereits 1856 gegründet wurde, vermietet gegenwärtig ihre rund 900 Wohnungen in Göteborg um bis zu 25 Prozent billiger als die anderen Vermieter der Stadt, also auch billiger als die städtischen Unternehmen selbst. Nach den Regeln der Stiftung  dürfen im Gegenzug dafür die Wohnungen nur an „minderbemittelte Personen aus der Arbeiterschicht“ vermittelt werden.

Das Göteborger Finanzamt fand diese Methode der Preissetzung als illegal an und wollte die Stiftung nun so besteuern, dass die Basis nicht mehr die tatsäch eingenommene Miete war, sondern eine ortsübliche Miete. Für die Stiftung Dickson hätte dies selbstverständlich bedeutet die Mieten anzupassen um keine roten Zahlen schreiben zu müssen, auch wenn die höheren Mieten gegen die Satzung verstoßen würden. Gestern wurde nun entschieden, dass die Stiftung ihre Wohnräume auch weiterhin günstiger vermieten darf als alle anderen Vermieter der Stadt.

Diese Entscheidung lässt zwar die Mieter in Haga, Majorna und Annedal aufatmen und wird vom Geschäftsführer der Stiftung, Mikael Jansson, als Gewinn betrachtet, ist aber dennoch etwas zweischneidig, denn in der Tat gelten für die Stiftung alle Arbeiter als minderbemittelt, die weniger als 30.000 Kronen im Monat verdienen, ein Verdienst, der jedoch auch für Lehrer, Krankenschwestern und nahezu alle anderen Gruppen an Angestellten gilt. Zudem darf ein Mieter, der später diesen Verdienst überschreitet, weiterhin in der Wohnung bleiben, unabhängig wie hoch das Einkommen steigt. Der Satz für „Minderbemittlung“ ist daher um mindestens 30 Prozent zu hoch angesetzt.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Januar 2014

Wohnungsnot in Göteborg steigt weiter an

Auch wenn die Stadt Göteborg regelmäßig verspricht, dass die Wohnungsnot abgebaut wird und dabei zahlreiche Neubauten ankündigt, so zeigt sich, dass allein im vergangen Jahr die Warteschlange beim städtischen Boplats Göteborg um rund 50.000 Personen wuchs und damit die Rekordzahl von 199.000 Personen erreichte, die in Göteborg dringend eine Mietwohnung suchen.

Je nach der Lage und Größe der Mietwohnung kann die Wartezeit auf eine entsprechende Wohnung mittlerweile ohne weiteres sechs Jahre überschreiten und selbst jene, die keinerlei Ansprüche stellen und nehmen was sich gerade bietet, müssen im Durchschnitt noch 950 Tage auf eine Wohnung warten, was wohl unmöglich ist wenn man unmittelbar einen Arbeitsplatz annehmen soll oder sein Studium beginnen kann.

Was viele der Wohnungssuchende dann jedoch noch vergessen, ist die Tatsache, dass viele Mietwohnungen in Göteborg über keinen Parkplatz verfügen und dort auch keine zu mieten sind, die Stadt jedoch eine Jagd auf jene Mieter macht, die ihr Fahrzeug dann nicht täglich benutzen. Wer denn drei Wochen in Urlaub fährt, kann erleben, dass die Stadt das Fahrzeug abschleppt, vor allem wenn sich ein Nachbar vom parkenden Auto gestört fühlt. Es geht daher nicht nur  darum eine Mietwohnung zu finden, sondern auch darum eventuell einen Platz für sein Auto zu finden.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 6. Januar 2014

Hochhäuser und eine neue Mietpolitik in Göteborg

Um die extreme Wohnungsnot in Göteborg zu beheben, entstehen die letzten Wochen über die ungewöhnlichsten Ideen und Vorschläge über deren Sinn man sich sicher streiten kann, aber die mit Sicherheit das Problem nicht beseitigen werden, sonder vermutlich der Beginn von neuen und zusätzlichen Problemen sind, da sie an den wahren Problemen der Wohnungsnot vorbeigehen und wenig überdacht sind.

Bild: Wingårdh

Noch zum Ende des vergangenen Jahres kam der Mieterverband auf die Idee, dass man jungen Leuten, die in Göteborg eine günstige Wohnung suchen, Speicherwohnungen anbieten soll, denn immerhin stehen, statistisch gesehen, bereits über 1000 unter ihnen gegenwärtig leer. Dass die Dachstühle oft nicht isoliert sind, keine Heizung vorhanden ist und gegenwärtig als Abstellplatz für Mieter der Häuser dienen, scheint dabei kaum von Interesse zu sein, ebenso wenig die Kosten, die eine Aufrüstung der Speicher fordern würde und den Mietpreis in die Höhe treiben kann.

Nun haben die Politiker Göteborgs, dank der Idee des Architekturbüros Wingårdh, eine zusätzliche Idee gefunden, die ganz allgemein zu Wohnungen führen soll, denn Gert Wingårdt hält es für ideal bei Heden so hoch wie möglich zu bauen und damit die Mietpreise von der Höhe der Wohnung abhängig zu machen, so dass der gehobene Normalverdiener in den unteren Etagen Platz findet und jene Mieter, die Luxus suchen, so hoch oben wie möglich unterkommen können, sich also (fast) alle Gesellschaftsschichten unter dem gleichen Dach befinden.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 30. Dezember 2013

Frauenhäuser in Göteborg müssen Hilfsbedürftige ablehnen

Auf Grund der enormen Wohnungsnot in Göteborg ist es den Frauenhäusern der Stadt nur in sehr seltenen Fällen möglich weitere Frauen, mit oder ohne Kinder, in ihren Notunterkünften aufzunehmen, da diese Zimmer mittlerweile für die kritischsten Fälle zu Langzeitwohnungen wurden, denn den Frauen eine Mietwohnung zu beschaffen ist nahezu unmöglich, da auch die Stadtverwaltung hierbei keine große Stütze ist.

Gerade während der Feiertage führt dies zu enormen Problemen, da gerade in dieser Zeit, oft unter Alkoholeinfluss, die Gewalt gegenüber Frauen am meisten zunimmt, die meisten Ämter geschlossen haben und das Sozialamt nur in wenigen Fällen selbst eingreift um die Frauen zu schützen. Oft werden sie von dort aus direkt in die Hölle zurückgeschickt oder sie sollen vorübergehend zu Freunden oder Familienangehörigen ziehen.

Für die Frauenhäuser in Göteborg ist jedoch nicht nur das Finden von Mietwohnungen ein Problem, sondern es handelt sich auch um Geldprobleme und die Tatsache, dass die Stadtverwaltung das Problem der Frauen nahezu als Nebensache behandelt und keinerlei zusätzliche Plätze einrichtet und die rechtliche Möglichkeit des Kontaktverbots eine unwirksame Gesetzesänderung ist, da nur zehn Prozent der ausgesprochenen, jedoch missachteten Kontaktverbote irgendeine Konsequenz zeigen, da Staatsanwälte nicht Aussagen, sondern klare Beweise unter Zeugen fordern.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 22. Dezember 2013

Immer mehr Mieter werden aus Göteborg verdrängt

Nachdem die Gerichte Schwedens bisher der Meinung sind, dass Renovierungen und vor allem Modernisierungen von Wohnungen nicht von Rücklagen von bereits bezahlten Mieten bezahlt werden müssen, sondern die Mieter diese Kosten übernehmen müssen, auch wenn sie bei dieser Entscheidung nicht mitreden dürfen, werden immer mehr Mieter dazu gezwungen ihre teilweise recht günstigen „Altbauwohnungen“ aus den 60er Jahren zu verlassen.

Der neueste Fall betrifft nun 80 Mieter in Backa Röd auf Hisingen, die bei ihrem Vermieter Poseidon gegenwärtig für eine Wohnung mit 80 Quadratmeter 5200 Kronen pro Monat bezahlen. Poseidon will das Gebäude nun energiesparend modernisieren und  durch zwei zusätzliche Stockwerke insgesamt 140 Wohnungen schaffen deren Miete grundsätzlich um 80 Prozent über dem heutigen Preis liegen wird, nach Poseidon also dem Marktpreis entsprechen. 79 der 80 Mieter haben sich bereits entschlossen auszuziehen, da sie die neuen Mieten von nahezu 10.000 Kronen pro Monat nicht tragen können.

Grund für diese Entwicklung in Göteborg sind die extreme Wohnungsnot und die mangelnde Bauaktivität in Göteborg, insbesondere von Seiten der städtischen Unternehmen. Auf Grund diesen Problems suchen sehr viele Personen mit höherem Einkommen eine Wohnung der gehobenen Klasse. Dies führt jedoch andererseits dazu, dass immer mehr einkommensschwache Personen auf den bisherigen Komfort verzichten müssen und in sehr vielen Fällen dazu gezwungen sind eine Wohnung weit außerhalb Göteborgs zu suchen und bei einer Renovierung die bisherige Wohnung verlassen müssen.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 24. November 2013

Eine kleine Wohnung für 3000 Kronen in Göteborg

Erneut wird Bürgern Göteborgs nun die Hoffnung vermittelt, dass sie in Zukunft billige Mietwohnungen in Göteborg finden werden, denn eine Ausschreiben der Stadt bei dem ein Vorschlag eingereicht werden sollte nach dem eine Wohnung maximal 1500 Kronen pro Quadratmeter und Jahr kosten darf, 100 Kronen weniger als bisher die billigsten Wohnungen, lockte zahlreiche Architekturbüros an unter denen zehn von dreizehn auch den Anforderungen gerecht wurden.

Bild: Okidoki arkitekter

Bereits am Freitag wurde der Gewinner der Ausschreibung, Okidoki! arkitekter, als Gewinner prämiert. Das Architekturbüro erhält nun, zumindest theoretisch, den Auftrag 156 Wohnungen in Högsbo zu erstellen, vorausgesetzt, dass es je zum Bau kommt, denn noch gibt es keinen Bebauungsplan und keine Baugenehmigung, noch haben die Anwohner keine Chance Einspruch einzulegen und noch weiß man nicht so genau wie die Preise in einigen Jahren aussehen werden, denn das Projekt wird nicht morgen realisiert, sondern erst in einigen Jahren.

Die Idee Wooden it be nice ist natürlich in gewisser Weise bahnbrechend, denn durch die Holzbauweise ist es möglich eine Mietwohnung von 26 Quadratmetern zu 2995 Kronen im Monat zu vermieten, allerdings ohne Balkon und ohne Parkplatz, sowie der Idee durch das Badezimmer in den tatsächlichen Raum zu gelangen, denn der Flur wird gespart und die gemeinschaftliche Terrasse findet man auf dem Dach. Da man bei diesem Preis an Quadratmetern spart und möglichst viel Fläche ausnutzen will, so könnte es für die Bewohner der Häuser etwas eng werden und viel gegenseitiges Verständnis voraussetzen. Aber in der Tat werden auch nicht sehr viele Wohnungen für 3000 Kronen pro Monat zur Verfügung stehen, da jeder Zusatz kostet. Die größeren Wohnungen mit Balkon und Parkplatz wird man wohl kaum unter 14.000 Kronen pro Monat mieten können, ein Fundpreis für Geringverdiener, die mit 10.000 Kronen im Monat auskommen müssen.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 14. September 2013

Städtische Unternehmen treiben Mieten in die Höhe

Obwohl gegenwärtig rund 150.000 Personen in der städtischen Wohnungsvermittlung eingetragen sind und eine Mietwohnung suchen, bauen die städtischen Bauunternehmen nur sehr zögernd und sind nicht bereit verstärkt in diesen Markt zu investieren, obwohl die Zinsen gegenwärtig gering sind und die Kassen der Unternehmen gefüllt sind. Die Wohnungsnot wird durch diese Politik allerdings täglich größer.

Die Ursache für die geringe Bauaktivität der Stadt ist indes logisch, denn da die privaten Bauunternehmen nur teure Projekte planen und gerade wegen der Wohnungsnot nur ein Minimum bauen, damit sie sie Preise regelmäßig nach oben korrigieren können, profitiert die Stadt von diesem System, einmal durch die höheren Steuereinnahmen, zum anderen aber auch durch die hohen Mieten, die sich auch auf die öffentlichen Bauunternehmen der Stadt auswirken. Göteborg macht damit die Miethöhe zu einem Spekulationsobjekt.

Die Stadt Göteborg besitzt gegenwärtig fünf öffentliche Bauunternehmen, die auf einen Wert von über 60 Milliarden Kronen geschätzt sind und sehr hohe Gewinne abwerfen, zumindest theoretisch. Göteborg suchte nämlich eine Möglichkeit seine Verlustgeschäfte lohnend zu machen und führte daher die fünf Baufirmen mit einigen Verlustfirmen zum Konzern Förvalting AB Framtiden zusammen, was bedeutet, dass nun die Gewinne der Baufirmen die Verluste anderer Unternehmen ausgleichen können, oder, mit anderen Worten, dass jeder Mieter für die schlechten Geschäfte der Stadt aufkommen muss statt seine Miete gesenkt zu bekommen oder für das Geld Wohnungen gebaut werden.

Copyright: Herbert Kårtlin

Sonntag, 18. August 2013

Geringer Wohnungsbau und kaum Mietwohnungen in Göteborg

Auch wenn die Stadt Göteborg jedes Jahr ein Bevölkerungswachstum von über 5000 Bewohner verzeichnet, so werden im Laufe diesen Jahres gerade einmal rund 1000 neue Mietwohnungen gebaut, die nicht einmal ausreichen die aktuellen Bedürfnisse ohne Zuwanderung abzudecken, denn rund 50.000 Göteborger haben gegenwärtig keine eigene Wohnung und etwa die dreifache Menge sucht verzweifelt eine Mietwohnung und hofft darauf, dass die Sozialdemokraten Göteborgs endlich an den Begriff sozial denken.

Natürlich werden in Göteborg auch 2013 mehr als nur die 1000 Mietwohnungen gebaut, aber in der Regel handelt es sich um Genossenschaftswohnungen (bostadsrätt) in guter Lage für die ein Normalverdiener nicht einmal den Bankkredit erhält, aber für die er auch die monatlichen Zahlungen von oft über 8000 Kronen im Monat nicht aufbringen könnte.  Und sicher sind die 1000 Mietwohnungen, die man dieses Jahr errichten will über das doppelte dessen was in den vergangen Jahren gebaut wurde, aber sie reichen gerade einmal für die Hälfte der Zuwanderer.

Wenn man bedenkt, dass die meisten Zuwanderer Göteborgs Migranten und Jugendliche sind, die auf eine Mietwohnung angewiesen sind, da sie weit entfernt vom Einkommen und den Sicherheiten liegen, die eine Bank für einen Kredit für eine Genossenschaftswohnung fordert, so versteht man, dass die Warteliste trotz der Bauaktivität nur noch länger werden kann und es nicht verwunderlich ist, wenn sich für eine einzige frei Wohnung bis zu 15.000 Bewerber finden.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. August 2013

Wohnungsproblem für Studenten in Göteborg

Wer nach der Sommerpause seine Studien an einer Universität oder Hochschule in Göteborg beginnen will, hat mit einer Schwierigkeit besonderer Art zu rechnen, denn das Angebot an Studentenwohnungen ist so gering wie noch nie und, je nach Studentenwohnheim, liegen die Wartezeiten zwischen einem und fünf Jahren, können also bedeutend länger sein als das Studium. Nur Studenten mit vorsorgenden Eltern hatte, die den Studienanfänger bereits vor Jahren auf die Warteliste schrieben, können auch zum Semesterbeginn im eigenen Zimmer einziehen.

Wer dagegen auf eine neue Wohnung hoffte, muss nicht nur feststellen, dass die Anzahl der fertig gestellten Studentenwohnungen weitaus geringer als geplant ist, sondern entdeckt auch, dass die 93 neuen Wohnungen der SGS Studentbostäder mit ihrer Miete über dem Normalbudget liegen, denn für 28 Quadratmeter verlangen die Vermieter 4800 Kronen, also mehr als die Hälfte des Studienkredites in Höhe von gegenwärtig 9024 Kronen pro Monat, der in den Ferien zudem nicht ausbezahlt wird. Nur reiche Eltern können in diesem Fall eine Lösung sein.

Aber mit den hohen Mieten und der Warteliste ist das Problem der neuen Studenten in Göteborg nicht beendet, denn zahlreiche Betrüger profitieren nun von der Ahnungslosigkeit der Neuen und der Wohnungsnot und bieten nicht existierende Wohnungen an oder vermieten auch Wohnungen über die sie nicht verfügen an mehrere Studenten gleichzeitig. Da das Geschäft auf Abstand und Internet abläuft, stellen daher sehr viele Studenten erst bei ihrer Ankunft in Göteborg fest, dass die Vorauszahlung der Miete abzuschreiben ist ohne dass sie auch nur in die kleinste Wohnung einziehen können.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. Juni 2013

Eine Einzimmerwohnung für 8000 Kronen in Göteborg

Die rege Bautätigkeit im Göteborger Kvillebäcken gab sehr vielen, die in der Stadt eine Mietwohnung suchen Hoffnung auf eine eigene Wohnung. Nachdem nun die ersten Wohnungen fertiggestellt werden und zur Miete ausgeschrieben sind, wurden die meisten unter ihnen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn auch wenn die geografische Lage nicht ideal ist, so wird dort die billigste Einzimmerwohnung vom städtischen Bauunternehmen Bostadsbolaget für 5.800 Kronen im Monat, zuzüglich Nebenkosten, angeboten. Wer auch etwas Sonne abbekommen will, muss sogar jeden Monat 6700 Kronen auf den Tisch legen.

Da die stadteigenen Unternehmen ihre Wohnungen am billigsten anbieten und privaten Vermietern damit einen Hinweis über die Preisniveaus geben, so ist es nicht verwunderlich, dass einige der Mietwohnungen, wohlbemerkt mit einem Zimmer, sogar nur für eine Monatsmiete von über 8000 Kronen ausgeschrieben sind. Mit Nebenkosten verschlingt dies bis zu 80 Prozent des Lohnes eines Berufsanfängers, so dass dieser nur von Nudeln leben kann und sich sicher auch keine Buskarte kaufen kann.

Obwohl es im Kvillebäcken an Infrastruktur fehlt, kaum Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind und der Weg in die Stadt auf Grund des trennenden Flusses Göta Älv nicht immer ein Vergnügen ist, sind die Mietpreise nun die höchsten Göteborgs. Selbst der Nichtmathematiker kann sich ausrechnen was wohl die geplanten Mietwohnungen in zentraler Lage kosten werden. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass gegenwärtig rund 10.000 Personen, die gegenwärtig keinen eigenen Mietvertrag haben, gerne diese Summen für eine Wohnung bezahlen werden und für die anderen 47.000 in der gleichen Situation sind Neubauwohnungen ohnehin nicht gedacht.

Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Mai 2013

Mietwohnungen werden in Göteborg unerschwinglich

Als die schwedische Regierung sich entschied das Gesetz zur Untermiete zu ändern und nicht nur erlaubte die Preisgestaltung dem Marktwert anzupassen, sondern zudem den Besitzern eines Bostadsrätts die Möglichkeit bot ihre Wohnungen auch gegen den Willen der Genossenschaft unterzuvermieten, sollte dies dazu führen, dass das Angebot an Wohnungen expandiert und die Wohnungsnot abgebaut wird.

Jeder denkende Mensch des Landes zweifelte an dieser Aussage, allen voran die Mieterverbände. Nun zeigt sich, dass, zumindest in Göteborg, zwar tatsächlich mehr Wohnungen zur Untermiete angeboten werden, insbesondere über die Site blocket.se, aber die Mietforderungen Höhen erreichen, dass es für Normalverdiener nahezu unmöglich wurde in nur einer halbwegs guten Lage eine Wohnung in Untermiete zu finden, die mit dem Einkommen in Einklang steht und damit die Jahre zu überbrücken bis eine eine feste Wohnung gefunden wurde.

Gegenwärtig bietet ein Vermieter Göteborgs eine Einzimmerwohnung mit 35 Quadratmetern für monatlich 12.500 Kronen an, eine Summe, die Jugendliche bei zahlreichen Arbeitsstellen nicht einmal ausbezahlt bekommen. Nach dem Mieterverband hätte die Wohnung vor der Gesetzesänderung gerade einmal 4500 Kronen gekostet. Auch wenn dieses Beispiel, ähnlich einer Vierzimmerwohnung für 34.500 Kronen pro Monat, die Spitze des Eisbergs sind, so ist es üblich, dass sich Wohnungen in Untermiete im letzten Jahr um 20 bis 30 Prozent verteuerten, also nur noch von der gehobenen Schicht gemietet werden können.

Herbert Kårlin

Samstag, 27. April 2013

Billigere Wohnungen in Göteborg

Die Göteborger Volkspartei fordert die regierenden Parteien der Stadt auf für billigere Wohnungen und den Erhalt von billigen Mietwohnungen zu sorgen, was in der Stadtführung auf Unverständnis zu stoßen scheint, da man dort der Meinung ist bereits diesen Weg beschritten zu haben, obwohl die städtischen Baugesellschaften bei Renovierungsarbeiten die Mieten grundsätzlich bedeutend erhöhen und die Bevölkerung mit geringerem Einkommen damit aus der Stadt vertreibt.

Auch die Forderung Wohnungen billiger zu bauen und bei Renovierungen nur auf den Erhalt der Substanz zu setzen, prallt an der Macht der Entscheidenden ab, denn auch hierbei ist man der Meinung, dass die Bauunternehmen der Stadt billig bauen, obwohl die Kosten in Göteborg über jenen anderer Städte liegt und so wenig Mietraum geschaffen wird, dass die Wohnungsnot und die damit verbundenen Mietpreise ebenfalls die einfachere Bevölkerung aus zentralen Lagen vertreibt.

Auf Kritiken reagiert die Stadt Göteborg damit die Schuld der bürgerlichen Regierung in Stockholm aufzulasten, denn der sogenannte ROT-avdrag, eine Steuerbegünstigung für Bauherren und Wohnungseigentümer, kommt Mietern nicht zu Gunsten und fördert nur Eigentum, eine Aussage, die man in einer Stadt in der die größten Bauunternehmen unter der Regie der Stadt liegen, in Frage stellen muss, denn in diesem Fall muss die Stadt selbst einen klaren Plan schaffen, der zu billigen Wohnungen führt. Ohne einen klaren Plan und tatsächlichen Handlungen wird die Kritik an der Führungsschicht der Stadt kaum zur Ruhe gebracht.

Herbert Kårlin

Dienstag, 12. März 2013

Ohne Spitzenarbeitsplatz keine Wohnung in Göteborg

Wer bei einer der städtischen Baugesellschaften nach einer Mietwohnung sucht und vielleicht nach Jahren endlich an der Stelle der Liste angekommen ist, die im Grunde eine Wohnung garantiert, kann diese Wohnung nur dann erhalten, wenn er auch ein sicheres Einkommen in bedeutender Höhe nachweisen kann, denn damit die Gesellschaft den Mieter akzeptiert und als sicher einstuft, muss er mindestens dreimal die Summe dessen verdienen, die er an Miete bezahlen muss.

Bei den meisten einfacheren Wohnungen Göteborgs in mittlerer Lage bedeutet dies, dass man zwischen 25.000 und 30.000 Kronen im Monat verdienen muss, eine Summe, die weder Migranten, noch Berufsanfänger oder Teilzeitbeschäftigte verdienen und auch bei vielen völlig normalen Arbeiten den Durchschnittsverdienst übersteigt. Dass der eventuelle Mieter keine Schulden haben darf und auch nicht anderweitig aufgefallen sein sollte, versteht sich von selbst.

Natürlich versteht auch in Göteborg jeder, dass ein städtisches Unternehmen sicher sein will, dass die Miete bezahlt wird, aber es sollte dennoch jedem selbst überlassen sein zu bewerten ob er der Belastung gewachsen ist und ob er ein Drittel oder die Hälfte seines Gehaltes für die Miete einsetzt. Bei Berufsanfängern helfen auch oft die Eltern mit einem regelmäßigen Zuschuss, aber diese Möglichkeit gilt für die Stadt als nicht relevant. Wer wenig verdient kann nur bei Eltern und Verwandten wohnen oder muss nach einer Untermiete greifen, die meist teurer ist als eine normale Mietwohnung und dem Geringverdiener klar macht, dass er ein Bürger zweiter Klasse ist.

Herbert Kårlin