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Montag, 30. Dezember 2013

Frauenhäuser in Göteborg müssen Hilfsbedürftige ablehnen

Auf Grund der enormen Wohnungsnot in Göteborg ist es den Frauenhäusern der Stadt nur in sehr seltenen Fällen möglich weitere Frauen, mit oder ohne Kinder, in ihren Notunterkünften aufzunehmen, da diese Zimmer mittlerweile für die kritischsten Fälle zu Langzeitwohnungen wurden, denn den Frauen eine Mietwohnung zu beschaffen ist nahezu unmöglich, da auch die Stadtverwaltung hierbei keine große Stütze ist.

Gerade während der Feiertage führt dies zu enormen Problemen, da gerade in dieser Zeit, oft unter Alkoholeinfluss, die Gewalt gegenüber Frauen am meisten zunimmt, die meisten Ämter geschlossen haben und das Sozialamt nur in wenigen Fällen selbst eingreift um die Frauen zu schützen. Oft werden sie von dort aus direkt in die Hölle zurückgeschickt oder sie sollen vorübergehend zu Freunden oder Familienangehörigen ziehen.

Für die Frauenhäuser in Göteborg ist jedoch nicht nur das Finden von Mietwohnungen ein Problem, sondern es handelt sich auch um Geldprobleme und die Tatsache, dass die Stadtverwaltung das Problem der Frauen nahezu als Nebensache behandelt und keinerlei zusätzliche Plätze einrichtet und die rechtliche Möglichkeit des Kontaktverbots eine unwirksame Gesetzesänderung ist, da nur zehn Prozent der ausgesprochenen, jedoch missachteten Kontaktverbote irgendeine Konsequenz zeigen, da Staatsanwälte nicht Aussagen, sondern klare Beweise unter Zeugen fordern.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Mai 2012

Göteborger Imam mit zwei Gesichtern

Als der Imam der größten Moschee Göteborges offiziell gefragt wird welchen  Rat er einer Frau gibt, die von ihrem Mann misshandelt wird, so antwortet er, dass sie zur Polizei gehen soll, da Mann und Frau nach dem Gesetz gleichgestellt sind und die Misshandlung eine Straftat ist. Die Sendung Uppdrag Granskning zeigte nun ein anderes Gesicht des gleichen Imam, der bei veränderter Situation ganz andere Antworten gibt.

Als zwei Frauen mit Niqab und versteckter Kamera ihn um Rat fragen, so hält er eine Misshandlung für das tägliche Brot, dem sich die Frau unterwerfen muss, zumindest so lange sie nicht um ihr Leben fürchten muss. Probleme werden seiner Meinung nach in der Familie geklärt. Dass Frauen deswegen unterdrückt werden, hält er für ein Märchen. Natürlich darf der Mann auch mehrere Frauen haben und die Frau darf ihrem Mann Sex nicht verweigern. Auch wenn diese Meinungen für moderne Schwedinnen nach Mittelalter klingen, so sind dies aktuelle Ratschläge, die eine moderne arabische Frau in der Göteborger Moschee erhält.

Sicher findet man tausend Gründe diese Aussagen des Göteborger Imam zu entschuldigen, denn er hat sein Studium vermutlich in einem arabischen Land gemacht, und schließlich kommen normalerweise auch nur gläubige Muslime zu ihm, die seine Meinung teilen. Vielleicht ist er auch nur einer der Extremisten, die das moderne Schweden verändern wollen oder nicht akzeptieren. Aber egal welche Meinung man vorschiebt, so muss ein Imam in Schweden auch über die rechtliche Situation in Schweden informiert sein. Und auch wenn sich der Imam missverstanden fühlen sollte, so gibt er allen, die den Islam als Gefahr für die schwedische Gesellschaft sehen, Argumente, die die Kluft zwischen Muslime und Christen nur vergrößern können.
Herbert Kårlin

Samstag, 21. Januar 2012

Wohnprobleme für an Gewalt ausgesetzte Frauen

In Göteborg findet man gegenwärtig 1100 Sozialwohnungen in denen Personen aufgenommen werden, die wegen Alkohol-, Drogenmissbrauch oder nachdem sie gewaltsamen Übergriffen des Partners ausgesetzt waren, aufgenommen werden können. Rund 25 Prozent der Betroffenen sind Frauen, die nach schwerem Misshandlung dort wohnen.

Da es gegenwärtig keine Geschlechtertrennung in diesen Häusern gibt, in denen nur tagsüber Personal zu finden ist, muss oft eine einzelne Frau den Flur mit zehn oder mehr Männern teilen, was bei diesen Frauen zu einer extremen Verunsicherung führt, zumal viele unter ihnen vom Alkohol oder Drogen abhängig sind und dadurch bereits die Nähe eines Mannes als Gefahr betrachten. Auch wenn diese Situation in Göteborg seit langem bekannt ist, gibt es bisher keinen Willen sie zu ändern.

Ein weiteres Problem, das misshandelte Frauen betrifft, ist die Tatsache, dass sich Frauen selten als Opfer sehen, sondern die Schuld erst bei sich selbst suchen, eine Meinung, die das Personal in den Wohnanlagen oft unterstützt. Um zumindest dieses Problem zu beseitigen, wurden nun 300 städtische Angestellte dazu ausgebildet die Probleme von Frauen, die misshandelt werden, besser zu verstehen.

Herbert Kårlin