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Donnerstag, 31. Januar 2013

Göteborger Moschee kann Unterstützung verlieren

Als die Journalisten von Uppdrag granskning nach einem Jahr erneut die Moscheen Schwedens unter die Lupe nahmen um zu erfahren, ob sich Imame und Religionsführer an die schwedischen Grundregeln halten und Frauen die gleichen Rechte wie Männern garantieren, konnten sie feststellen, dass zwar Stockholm und Örebro von den kritisierten Imamen Abstand nahm, nicht jedoch Göteborg, das dem dortigen Imam volles Vertrauen aussprach, obwohl er voriges Jahr die Diskriminierung von Frauen verteidigte.

Als die Journalisten dieses Jahr die Arbeit in der größten Göteborger Moschee erneut untersuchten, so stellten sie fest, dass der islamische Informationsverein in der Moschee, der von der Stadt Göteborg finanziell unterstützt wird, selbst auf seiner Homepage die Diskriminierung der Frau vorschreibt. Ahmed Al-Afty verglich dort die Familie mit einem Boot in dem es nur einen Kapitän geben kann und dass die Engel eine Frau verbannen, die dem Mann Sex verweigert, eine Aussage, die eindeutiger nicht sein kann.

Erst nach dieser neuen Aufschlüsselung erklärt die Göteborger Sozialdemokratin Anna Johansson, die Verantwortliche für die Unterstützung des islamischen Vereins,  dass eine weitere finanzielle Unterstützung des Vereins in Frage gestellt ist, da er die Grundbedingungen für eine Unterstützung nicht erfüllt, da die Aussagen von Ahmed Al-Afty kaum von einer Gleichstellung von Mann und Frau sprechen. Dass diese Probleme bereits seit einem Jahr bestehen, scheint die Politikerin kaum zu stören, und sie vergisst dabei auch, dass nicht die Stadt das Problem verfolgte, sondern Journalisten.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Mai 2012

Göteborger Imam mit zwei Gesichtern

Als der Imam der größten Moschee Göteborges offiziell gefragt wird welchen  Rat er einer Frau gibt, die von ihrem Mann misshandelt wird, so antwortet er, dass sie zur Polizei gehen soll, da Mann und Frau nach dem Gesetz gleichgestellt sind und die Misshandlung eine Straftat ist. Die Sendung Uppdrag Granskning zeigte nun ein anderes Gesicht des gleichen Imam, der bei veränderter Situation ganz andere Antworten gibt.

Als zwei Frauen mit Niqab und versteckter Kamera ihn um Rat fragen, so hält er eine Misshandlung für das tägliche Brot, dem sich die Frau unterwerfen muss, zumindest so lange sie nicht um ihr Leben fürchten muss. Probleme werden seiner Meinung nach in der Familie geklärt. Dass Frauen deswegen unterdrückt werden, hält er für ein Märchen. Natürlich darf der Mann auch mehrere Frauen haben und die Frau darf ihrem Mann Sex nicht verweigern. Auch wenn diese Meinungen für moderne Schwedinnen nach Mittelalter klingen, so sind dies aktuelle Ratschläge, die eine moderne arabische Frau in der Göteborger Moschee erhält.

Sicher findet man tausend Gründe diese Aussagen des Göteborger Imam zu entschuldigen, denn er hat sein Studium vermutlich in einem arabischen Land gemacht, und schließlich kommen normalerweise auch nur gläubige Muslime zu ihm, die seine Meinung teilen. Vielleicht ist er auch nur einer der Extremisten, die das moderne Schweden verändern wollen oder nicht akzeptieren. Aber egal welche Meinung man vorschiebt, so muss ein Imam in Schweden auch über die rechtliche Situation in Schweden informiert sein. Und auch wenn sich der Imam missverstanden fühlen sollte, so gibt er allen, die den Islam als Gefahr für die schwedische Gesellschaft sehen, Argumente, die die Kluft zwischen Muslime und Christen nur vergrößern können.
Herbert Kårlin