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Samstag, 12. Juli 2014

Studieren ohne Wohnung in Göteborg

Die Wohnungsnot für Studenten steigt in Göteborg mit jedem Studienjahr weiter an. Wenn nun im Herbst das neue Studienjahr beginnt, so gibt es rund 80.000 Studentenwohnungen, allerdings für etwa 350.000 eingeschriebene Studenten, die irgendwo wohnen wollen, was für so manchen damit endet, dass er oder sie auf den Studienplatz verzichtet und damit auch nie im gewünschten Beruf arbeiten kann. Wie viele Studenten jedes Jahr mit diesem Problem leben müssen, ist unbekannt.

Für 270.000 Studenten in Göteborg bedeutet dieser akute und steigende Mangel an Studentenwohnungen, dass sie bei einem Freund oder einer Freundin auf einer Matratze am Boden schlafen müssen, von einer Untermiete zur anderen kommen, auf Campingplätzen schlafen oder einem Verwandten unter Umständen auf die Nerven gehen. Nur jene Studenten können im Herbst beruhigt nach Göteborg kommen, die sich bereits vor fünf Jahren auf die Warteliste für eine Studentenwohnung eingeschrieben haben.

Die Stadt Göteborg will seit Jahrem von diesem steigenden Problem kaum etwas wissen, obwohl man dort selbstverständlich die Ausweitung der Universitäten herbeisehnt und in Studenten die wirtschaftliche Zukunft der Stadt sieht. In den Augen des Stadtrates baute man vor Jahren bereits genügend Studentenwohnungen und die Anzahl der jährlichen Studenten ist schliesslich auch nicht messbar. Der wahre Grund ist jedoch, dass man mit Studenten nicht das grosse Geld verdienen kann und der Bau von Studentenheimen der Stadt kaum Prestige für die kommende 400-Jahrfeier verleihen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 21. April 2014

Neue Studentenwohnungen für Göteborg

Wenn es um Bauvorhaben geht, denkt das Bauamt Göteorgs nicht unbedingt an die billigsten Mieten oder Preise für die Einwohner und noch weniger daran ob die neuen Gebäude auch in die Stadtlandschaft passen, was natürlich anschliessend zu Protesten von Seiten der betroffenen Bewohner führt und jedes Bauprojekt zudem verzögert oder auch, nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss, ganz verhindert.

Eines dieser Projekte findet man nun in Lindholmen, genauer genommen einem Teil Lindholmens, der ein historisches Interesse aufweist, über eine einzigartige Bauweise verfügt und daher zu den Gebieten gehört, die auf Grund eines Reichsinteresses erhalten bleiben sollen. Bei Erweiterungen muss zudem jedes neue Gebäude der Umgebung angepasst werden, was Göteborg bei seiner Ausschreibung im Jahre 2011 wohl vergessen hat den Architekten mitzuteilen, davon abgesehen, dass die anschliessende Auswahl nicht so ganz legal zuging.

In der Tat soll nun auf einem Raum in dem überwiegend Holzgabäude des 19. Jahrhunderts stehen zusätzlich ein fünfstöckigen Wohnkomplex mit 175 Studentenwohnungen entstehen, obwohl es in der Nähe davon eine weitaus geeignetere Fläche für dieses Gebäude gibt und der Neubau auch die Parkplätze für die vorhandenen Bewohner vernichtet. Das Bauamt der Stadt will mit dieser Idee ein einzigartiges Gebiet vom gesamten Göta älv aus verstecken und damit zeigen, dass Göteborg eine moderne Stadt ist, auch wenn die Besucher eigentlich den älteren Charakter bevorzugen, der in Göteborg täglich mehr verloren geht.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 14. Februar 2014

Provisorische Wohnungen für Studenten in Göteborg

Offiziell sollen in Göteborg jährlich 400 Wohnungen für Studenten fertiggestellt werden, da nur dadurch die große Wohnungsnot für Studenten langsam abgebaut werden kann. In der Tat wurden jedoch vergangenes Jahr nur etwas über die Hälfte der geplanten Wohnungen fertig und dieses sowie nächstes Jahr wird es kaum anders aussehen, obwohl man mittlerweise nicht nur an Neubau in Göteborg denkt.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Altersheime in Wohnraum für Studenten umgewandelt und es wurden Wohncontainer aufgestellt, die vorübergehend als Wohnraum dienen sollen, bis eben diese Gebiete für andere Zwecke benötigt werden. Diese Lösung der Containerwohnungen soll nun in mehreren Teilen der Stadt ein Zukunftsmodell werden, auch wenn damit das tatsächliche Problem nicht gelöst werden kann, da die Container nur einige Jahre auf den Grundstücken bleiben dürfen, mangels Bebauungsplan.

Vor allem die städtischen Bauunternehmen wollen die Containerwohnung mit minimalem Standard nun verstärkt in mehreren Teilen der Stadt verteilen, da man auf diese Weise dem offiziellen Ziel der 400 Studentenwohnungen pro Jahr näher kommen kann, zumindest vorübergehend. Das größte Projekt dieser Art soll nun auf einem Parkplatz einer touristisch interessanten Gegend entstehen, denn hier sollen 1000 Container mit insgesamt sieben Etagen aufgestellt werden, ein Projekt, das die Anwohner bereits stark beunruhigt, und dies nicht nur aus optischen Gründen. Immerhin kann Göteborg dann von der ersten gestapelten Containerstadt für Studenten sprechen, eine Werbung, die nicht unbedingt positiv klingt.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 5. September 2013

Einfacher Standard für Studentenwohnungen in Göteborg

Kurz nachdem sich die kommunale Firma Bostadsbolagen in Göteborg entschieden hat bis zum Jahre 2015 selbst Studentenwohnungen zu bauen um damit 700 zusätzliche Wohnungen zu stellen, kommt nun ein kleiner Dämpfer für all jene, die in die neuen Wohnungen einziehen wollen, oder aber in irgendeine neue gebaute Studentenwohnung der Stadt ziehen wollen, denn die Wohnungen werden nicht den bisherigen Standard haben.

Das Bauamt der Stadt Göteborg hat nämlich beantragt die bisherigen Regeln zum Bau von Wohnungen für Studenten grundsätzlich aufzuheben um kleinere Wohnungen mit weniger Komfort, dafür aber auch etwas billiger, bauen zu dürfen, was natürlich bedeutet, dass der Quadratmeterpreis für die neuen Mieter kaum unter dem heutigen liegen wird, sie jedoch weniger geboten bekommen und deswegen auch weniger zu zahlen haben.

Der Gedankengang der Göteborger Stadtplaner und des Stadtrates ist indes politisch und in einer Notlage nahezu logisch, denn in deren Augen ist es Studenten nur recht auf Größe und Komfort einer Wohnung zu verzichten, wenn dies die einzige Chance ist überhaupt eine eigene Unterkunft zu finden. Es stört diese Studenten sicher auch nicht mit mehr Lärm, ohne Aufzug und geringerem Komfort zu leben als ursprünglich zu ihren Gunsten bestimmt wurde. Ob dadurch natürlich wirklich mehr Studentenwohnungen gebaut werden, das sei noch dahingestellt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. August 2013

Wohnungsproblem für Studenten in Göteborg

Wer nach der Sommerpause seine Studien an einer Universität oder Hochschule in Göteborg beginnen will, hat mit einer Schwierigkeit besonderer Art zu rechnen, denn das Angebot an Studentenwohnungen ist so gering wie noch nie und, je nach Studentenwohnheim, liegen die Wartezeiten zwischen einem und fünf Jahren, können also bedeutend länger sein als das Studium. Nur Studenten mit vorsorgenden Eltern hatte, die den Studienanfänger bereits vor Jahren auf die Warteliste schrieben, können auch zum Semesterbeginn im eigenen Zimmer einziehen.

Wer dagegen auf eine neue Wohnung hoffte, muss nicht nur feststellen, dass die Anzahl der fertig gestellten Studentenwohnungen weitaus geringer als geplant ist, sondern entdeckt auch, dass die 93 neuen Wohnungen der SGS Studentbostäder mit ihrer Miete über dem Normalbudget liegen, denn für 28 Quadratmeter verlangen die Vermieter 4800 Kronen, also mehr als die Hälfte des Studienkredites in Höhe von gegenwärtig 9024 Kronen pro Monat, der in den Ferien zudem nicht ausbezahlt wird. Nur reiche Eltern können in diesem Fall eine Lösung sein.

Aber mit den hohen Mieten und der Warteliste ist das Problem der neuen Studenten in Göteborg nicht beendet, denn zahlreiche Betrüger profitieren nun von der Ahnungslosigkeit der Neuen und der Wohnungsnot und bieten nicht existierende Wohnungen an oder vermieten auch Wohnungen über die sie nicht verfügen an mehrere Studenten gleichzeitig. Da das Geschäft auf Abstand und Internet abläuft, stellen daher sehr viele Studenten erst bei ihrer Ankunft in Göteborg fest, dass die Vorauszahlung der Miete abzuschreiben ist ohne dass sie auch nur in die kleinste Wohnung einziehen können.

Herbert Kårlin

Freitag, 28. Juni 2013

Wohnungen für ausländische Studenten in Göteborg

Nachdem gegenwärtig etwa 1100 ausländische Studenten in Göteborg eine Wohnung suchen, da sie nach den Sommerferien an einer Hochschule oder Universität der Stadt studieren wollen, hat sich der städtische Wohnungsvermittler Boplats Göteborg entschlossen zwei Personen einzustellen, die dieser Gruppe bei der Wohnungssuche zu Hilfe kommen sollen und gezielt an ausländische Studenten Wohnungen vermittelt. 

Die Idee für diese Vermittlung tauchte auf, weil ausländische Studenten, die nach Göteborg kommen, in der Regel die Sprache nicht sprechen und auch nicht wissen über welche Wege sie bei der extremen Wohnungsnot fündig werden sollen. In den letzten Jahren war es deshalb gerade diese Gruppe an Studenten, die oft ausgenützt wurde oder auch Betrügern aufsaßen für die gerade Studenten jeder Art eine leichte Beute sind.

Die beiden Angestellten bei Boplats suchen nun gezielt Wohnungen und Zimmer für ausländische Studenten und kontrollieren dabei auch die Seriosität der Vermieter und geben den Wohnungssuchenden Tipps. Bisher konnte die Sonderabteilung von Boplats bereits über 100 Wohnungen finden, die nun gezielt den Studenten aus anderen Ländern vermittelt werden, obwohl die Suche gerade erst begonnen hat und viele Schweden gegenwärtig in Urlaub sind.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. Februar 2013

Studentenwohnung in Göteborg nur bei Erfolg

Da in den vergangenen Jahren sehr häufig Studentenwohnungen auch von Personen benutzt wurden, die keinerlei Rechte darauf hatten, begannen im vergangenen Herbst auch die Verantwortlichen der Studentenwohnungen für Studenten der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg die Berechtigung in regelmäßigem Abstand zu überprüfen, allerdings, wie die Universität Stockholm, auf eine automatisierte Weise durch eine Abfrage der universitären Database Ladok.

Zu Beginn jeden Semestern geht daher eine Anfrage an die Database bei der überprüft wird ob der Student nicht nur an einer Universität eingetragen ist, sondern ob er auch mindestens 15 Hochschulpunkte erreicht hat (Erstsemester ausgenommen), eine Menge, die belegt, dass der Betroffene mit dem mindest nötigen Erfolg einem Hochschulstudium folgt. Wurde dieses Ziel nicht erreicht, so geht die Kündigung an den Mieter und er muss die Studentenwohnung verlassen.

Obwohl diese Überprüfung als solches in Schweden vollkommen legal ist, will die Dateninspektion unter Umständen Klage gegen die Vermietgesellschaft in Göteborg einreichen, da die Kontrolle ohne Wissen der Studenten erfolgt und automatisch stattfindet, was dem aktuellen schwedischen Datenschutzgesetz widerspricht. Die meisten Universitäten haben dieses Problem nicht, da sie zu jedem Semester schriftliche Belege von ihren Studenten fordern, was allerdings nicht der modernen Technik entspricht und die Bearbeitung verlangsamt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. Januar 2013

Teure Wohnungen für Studenten in Göteborg

Einig ist man sich in Göteborg in einem Punkt: Man benötigt bis zum Jahre 2015 mindestens 1500 zusätzliche Wohnungen für Studenten, auch wenn es gegenwärtig kaum so aussieht auch nur die Hälfte davon bauen zu können. Als Alternative sind bereits Container-Wohnungen mit vorübergehender Baugenehmigung im Gespräch und andere Zwischenlösungen, was jedoch das Wohnungsproblem nur in die Länge schiebt und langfristig vermutlich auch vergrössert.

Gegenwärtig plant die Stadt bis 2015 rund 1000 vorübergehende Notwohnungen für Studenten zu schaffen, wobei diese vorübergehenden Baugenehmigungen für Baracken, Container oder andere Unterkünfte jedoch nur für zehn Jahre gelten und nicht dem Bedarf gerecht werden. Die rechte Opposition fordert daher zusätzliche 500 Notwohnungen zu schaffen, da die Stadt die dafür nötigen Grundstücke besitzt und diese in den kommenden zehn Jahren auch nicht anderweitig benötigt werden.

Der Stadtrat Göteborgs argumentiert jedoch, dass der Bau von den zusätzlichen 500 Wohneinheiten das Gesamtprojekt so verteuern würde, dass jede der 1500 Studentenwohnungen eine Miete von 6.800 Kronen fordern würde, trotz einer sehr geringen Wohnfläche und dem geringen Komfort, eine Summe, die ein Durchschnittsstudent, der gerade einmal über 9000 Kronen Studienkredit pro Monat verfügt, wohl kaum bezahlen kann. Jede Wohnung, die über die 1000 geplanten Notwohnungen hinausgeht, würde verursachen, dass in Göteborg nur noch reiche Studenten studieren können.

Herbert Kårlin

Montag, 24. September 2012

2000 neue Studentenwohnungen in Göteborg

Das Bauamt Göteborgs versprach zwischen 2010 und 2015 mindestens 2000 Studentenwohnungen zu bauen um in Göteborg gegen die extreme Wohnungsnot für Studenten vorzubeugen. Nach der Tageszeitung Metro werden von den versprochenen Wohnungen innerhalb des versprochenen Zeitraums gerade einmal 410 Wohnungen fertig und können bis einschließlich 2015 bezogen werden, also 20 Prozent der als absolut sicher zugesagten Menge.

Wenn man das aktuelle Ergebnis betrachtet, so sieht die Situation allerdings noch schlechter aus, denn man darf bei diesen Zahlen nicht vergessen, dass bereits innerhalb der letzten beiden Jahre rund 100 Studentenwohnung durch eine Umwandlung in normale Wohnungen verschwunden sind und bis 2015 weitere Wohnheime den gleichen Weg gehen werden. Die steigende Anzahl an Studenten in Göteborg wird also weiterhin steigende Probleme finden.

Die optimistische Stadtplanung Göteborgs weist für die Zeit zwischen 1015 und 2020 weitere 2000 Wohnungen für Studenten aus, was bedeutet, dass innerhalb dieser Zeitspanne insgesamt 3590 Studentenwohnungen entstehen müssten, was wohl niemand in Göteborg für eine realistische Zahl nehmen kann, sondern als optimistische Überschätzung der tatsächlichen Fähigkeiten, da auf Grund des Infrastrukturpaketes gerade diese Zeit sich als finanzschwach erweist. So nebenbei müssen Studenten, die neue Studentenwohnheime beziehen, wie schon angekündigt, mit erheblichen Mieterhöhungen rechnen, obwohl bekannt ist, dass die Mieten jetzt schon zu hoch angesetzt sind.

Herbert Kårlin
 

Donnerstag, 16. August 2012

Keine Wohnung für Studenten in Göteborg

Studenten, die nun kurz vor Kursbeginn in Göteborg ankommen und innerhalb weniger Tage auf eine Studentenwohnung hoffen, erleben eine herbe Enttäuschung, denn die Stiftung SGS (Göteborgs Studentbostäder) hat keine freien Zimmer, nicht einmal in der schlechtesten Lage, und kann daher den Neulingen nur anbieten sich auf der Liste einzutragen. Anschließend bleibt nur noch die Wartezeit von 18 Monaten um in schlechter Lage ein kleines Zimmer zum Flur zu bekommen. Auf eine Wohnung muss der Student auf jeden Fall zwei Jahre warten.

Diese Situation ist nicht neu, aber wird für viele Studienanfänger manchmal ein unüberwindliches Problem, da man beim freien Wohnungsmarkt noch länger auf seine vier Wände warten muss. Wie jedes Jahr werden wieder einige Studenten auf ihre Studienplätze in Göteborg und das Traumstudium verzichten müssen, andere von Freund zu Freund ziehen oder die Eltern um Kredit bitten, damit sie in einem Vandrarhem, einer Art Jugendherberge, einmieten können. Der Wohnzustand für Studenten ist in Göteborg katastrophal.

Seit fünf Jahren verschlechtert sich die Situation bereits, da SGD, oder mit anderen Worten die Stadt Göteborg, kaum Studentenwohnungen baut und private Bauherren oft am Bauamt der Stadt scheitern oder lieber in Wohnungen mit Bostadsrätt investieren. Und das Problem? Man will nicht zu viele Studentenwohnungen haben, denn es könnten ja irgendwann weniger Studenten kommen und dann Wohnungen unvermietet bleiben. Um Studenten zumindest auf die schwierige Situation aufmerksam zu machen, wäre es auf jeden Fall angebracht auf der Homepage nicht erst Hoffnungen zu wecken, sonder die Situation auch klar zu beschreiben. Lächelnde Studenten auf der Homepage helfen nicht bei der Wohnungssuche.

Herbert Kårlin

Freitag, 27. Januar 2012

Neue Skandale in Göteborg

Der jüngst Skandal Göteborgs betrifft nun die Stiftung SGS, den größten Vermieter von Studentenwohnungen der Stadt. Während der Chef von SGS bereits am Montag fristlos entlassen wurde und ihm der Zutritt zu den Räumen mit unmittelbarer Wirkung verboten wurde, hält sich die Stiftung mit Kommentaren weitgehend zurück und vermeidet die Öffentlichkeit. Der frühere Geschäftsführer kann jedoch, trotz seiner Vergehen, mit einer hohen Abfindung rechnen.

Was bewiesen scheint, ist die Tatsache, dass Mats Odersjö, der frühere Geschäftsführer, Musterwohnungen an Verwandte für Feste verlieh, Studentenwohnungen an einen Sportklub vermietete bei dem er als Geschäftsführer figurierte, die Kreditkarte der Stiftung illegal benutzt hat und auch bei Festen und Sponsoring Ungereimtheiten auftauchen, eine Situation, die sich in Göteborg nahezu ständig zu wiederholen scheint.

Die Stiftung, die ohne Gewinninteressen arbeitet und dessen Überwachung überwiegend von der Stadt Göteborg bestimmt wird, ist indes nur eine der zahlreichen Affären, die entstehen, weil die Beauftragten der Stadt ihren Pflichten nicht nachkommen und betreffen nun erstmals Studentenwohnungen, die in Göteborg ohnehin als Mangelware mit langen Wartelisten betrachtet werden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Januar 2012

Wohnungsbau 2012 in Göteborg

Obwohl die Stadt Göteborg für das Jahr 2012 wegen der enormen Wohnungsnot, die jedes Jahr bedeutender wird, rund 2500 neue Wohnungen versprochen hat, zeigt sich bereits zu Beginn des Jahres, dass maximal 1700 dieser Wohnungen auch im Laufe des Jahres bezugsfertig sein werden und daher nicht einmal für die normale Zuwanderung ausreichen werden und nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein können.

Selbst wenn man die Wohnungsnot der Studenten zur Seite nimmt, so fehlen bereits heute mindestens 13.000 Wohnungen für die Altersschicht zwischen 20 und 25, die erst dann eine Familie gründen können, wenn sie auch eine Wohnung finden kann. Und selbst für die 1700 Wohnungen gibt es noch mehrere „wenn und aber“ von Seiten der Stadtplaner, da einige der Pläne noch nicht genehmigt sind und daher gegen sie Klage eingereicht werden kann.

Wenn man die Art der Wohnungen, die im Laufe des Jahres 2012 bezugsfertig sein sollen, betrachtet, so findet man unter ihnen knapp über 100 Wohnungen für Studenten und rund 600 Mietwohnungen, obwohl dort die Wohnungsnot in Göteborg am höchsten ist. Die restlichen 1000 Wohnungen werden ausschließlich nach dem Bostadsrätt gebaut, was bedeutet, dass diejenigen, die einziehen wollen, über ein bedeutendes Kapital und eine sehr gute Arbeitsstelle verfügen müssen.

Herbert Kårlin