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Mittwoch, 14. Juli 2010

Öffentliche Toiletten ein Problem in Göteborg

In Göteborg gibt es insgesamt etwa 40 öffentliche Toiletten, zumindest nach den offiziellen Angaben der Stadt. Wer jedoch die Stadt besucht und dann dringend eine Toilette benötigt, entdeckt eine andere Realität, denn zum einen sind die Toiletten kaum zu finden, nicht auf den Stadtplänen verzeichnet und dann kann es geschehen, dass sie nicht gereinigt wurden, außer Funktion sind oder so klein gestaltet wurden, dass man bei Klaustrophobie die Flucht ergreift.

Die Stadt Göteborg hat auch mit zwölf Restaurants ein Abkommen geschlossen, dass diese ihre Toiletten, gegen 1000 Kronen im Jahr, allgemein öffnen. Leider findet ein Besucher der Stadt nirgends eine Liste oder eine Markierung, die ihm helfen könnte diese Restaurants zu finden. In der Regel sind die Besucher daher gezwungen eine der Toiletten eines Kaufhauses zu benutzen und, falls man dann über ein Fünf-Kronen-Stück verfügt, eine dieser nicht öffentlichen Toiletten zu benutzen.

Nachts kann ein Besucher Göteborgs im Grunde nur verzweifeln, da selbst manch öffentliche Toilette geschlossen ist und das urinieren an einer Straßenecke oder hinter einem Baum eine teure Angelegenheit werden kann. Wird man dabei von der Stadtpolizei entdeckt, so kostet diese Ordnungswidrigkeit in Göteborg 800 Kronen.

Herbert Kårlin

Montag, 7. September 2009

Zahlreiche Studenten Göteborgs haben eine falsche Adresse

Nach schwedischem Gesetz muss man seinen Wohnsitz unmittelbar nach Umzug im zuständigen Finanzamt melden. Zahlreiche Studenten Göteborgs kommen dieser Auflage nicht und nur sehr zögernd nach, da sie oft nur vorübergehend bei jemandem einziehen, in den ersten Monaten häufig umziehen oder eine Anmeldung einfach nicht für wichtig nehmen, da sie nach dem Studium ja ohnehin wieder weg- oder zurückziehen.

Dieses Verhalten hat, außer dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, meist keinerlei direkte Folgen für die Betroffenen, solange sie keinen Arzt benötigen, kein Wohngeld beantragen müssen oder andere administrative Angelegenheiten anliegen. Zuständig in diesen Angelegenheiten ist nämlich der eingetragene Wohnort des Studenten, was unter Umständen erhebliche finanzielle Konsequenzen mit sich führen kann.

Das zweite Problem betrifft natürlich die Stadt Göteborg, da jede Planung, egal ob es sich um Ausbildungsplätze, Kindergartenplätze oder einfach die Anzahl von Ärzten handelt, auf Grund der angemeldeten Bewohner erfolgt. Je größer daher die Abweichung der realen Zahl von der eingetragenen Zahl ist, je weniger kann das gesellschaftliche Gefüge funktionieren. Allein Göteborg verliert im übrigen zwischen 1000 Euros und 3000 Euros an Einnahmen an jedem Student, der sich nicht rechtmäßig beim Finanzamt anmeldet.

Herbert Kårlin