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Dienstag, 26. August 2014

Operationen werden in Göteborg eingestellt

Auch wenn die Leitung des Sahlgrenska Universitätskrankenhauses in Göteborg immer wieder versichert dass man dort nicht unter Personalmangel leidet und jährliche immense Summen für Zeitarbeitskräfte und Aushilfskräfte ausgegeben werden, zeigt eine neue Studie ein völlig anderes Bild, insbesondere was die Operationsteams betrifft, denn im Schnitt muss im Sahlgrenska jede dritte fest gebuchte Operation, teilweise im letzten Moment, eingestellt werden.

Besonders häufig macht sich dies in der Orthopädie bemerkbar, denn die Studie zeigt, dass dieses Problem dort bereits seit 2007 besteht ohne dass organisatorisch eine Änderung eintrat und die Situation in irgendeiner Weise verbessert wurde. Da die Studie auf 17.000 gebuchte Operationen der Orthopädie in Göteborg aufbaut, hat sich das Problem dort also gefestigt, auch wenn ein Drittel der Abbuchungen aus den unterschiedlichsten Gründen von den Patienten ausgingen.

Die Forscher sind der Auffassung, dass das Problem insbesondere darauf beruht, dass zahlreiche Patienten zu schlecht auf den Eingriff vorbereitet wurden, aber auch, dass zu viele Eingriffe gebucht werden, da es selbstverständlich ist, dass immer wieder Notfälle eingeschoben werden müssen, zu Zeiten, in denen bereits eine Operation geplant ist. Erstaunlich ist dabei, dass das Sahlgrenska mittlerweile von einer Wirtschaftkraft geleitet wird, die einen neutralen Überblick haben sollte und Planung bereits während des Studiums lernte.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. November 2009

Wegen Sparmaßnahmen weniger Operation im Sahlgrenska Universitätskrankenhaus in Göteborg

Das Sahlgrenska Universitätskrankenhaus muss im nächsten Jahr 140 Millionen Kronen einsparen. Dies bedeutet weniger Untersuchungen, weniger Operation, weniger Überwachung bei und nach einer Krankheit. Nahezu jede Abteilung des Krankenhauses ist von Einschnitten betroffen und so manche Operation muss auf quasi unbegrenzte Zeit aufgeschoben werden, wenn der Patient nicht eine Behandlung in einem anderen europäischen Land wählt.

Am meisten betroffen von den Sparmaßnahmen ist die Orthopädie und die Kinderabteilung. Bei den Sparmaßnahmen geht es nicht nur um Personaleinsparungen (im Jahre 2010 werden 400 bis 500 Arbeitsplätze verschwinden), sondern Tausende von Patienten müssen auf so manche Behandlung oder Untersuchung verzichten oder mit einem größeren Risiko leben lernen.

Das Sahlgrenska wird ab nächstem Jahr nahezu jede Behandlung, die eine Ärztezentrale theoretisch ausführen kann, ablehnen, was natürlich bedeutet, dass der Patient dann die Behandlung auch selbst, im Rahmen des vorgegebenen Limits, bezahlen muss. Das Göteborger Sozialsystem geht damit einen weiteren Schritt auf die Zwei Klassen Gesellschaft zu. Wer kein Geld für seine Gesundheit übrig hat muss eben krank bleiben.

Herbert Kårlin