Posts mit dem Label Preiserhöhung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Preiserhöhung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. Juni 2012

Öffentlicher Verkehr in Göteborg wird teurer

Auch wenn der öffentliche Verkehr in Göteborg jetzt schon das Schlusslicht der drei Großstädte Schwedens ist, wenn man Leistung und Preis gegenüberstellt, so wird Västtrafik im Herbst erneut die Preise erhöhen ohne seine Leistungen in irgend einer Weise zu verbessern. Selbst in Stockholm bezahlt man bei einer Monatskarte für die gleiche Kilometerzahl statt 1365 Kronen nur 790 Kronen, wobei die Busse in Stockholm im Durchschnitt neuer und verkehrssicherer sind als jene in Göteborg.

Durch die Preiserhöhung in diesem Herbst in Höhe, die im Durchschnitt bei sechs Prozent liegen wird, wird für viele Göteborger das Autofahren wieder rentabler als den Bus zu nehmen, der in vielen Randgebieten ohnehin nur sehr selten verkehrt und in Stoßzeiten so überfüllt ist, dass man sich bei einem Stehplatz eher als Sardine als als Passagier empfindet, und dennoch für einen Sitzplatz bezahlt hat.

Wenn im kommenden Januar die Maut in Göteborg eingeführt wird, ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der Passagiere bei Västtrafik um weitere zehn Prozent ansteigt ohne dass dafür die notwendige Menge an Bussen und Straßenbahnen eingesetzt werden kann, da sonst die Bestellungen der Fahrzeuge bereits getätigt wären. Die Situation für die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel wird sich daher ab kommenden Januar weiterhin verschlechtern und vermutlich auch eine neue Preiserhöhung heraufbeschwören.
Herbert Kårlin

Samstag, 29. Oktober 2011

Öffentliche Verkehrsbetriebe in Göteborg werden teurer

Wie der sozialdemokratische Vorsitzende der Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik, Leif Blomqvist, am Freitag erklärte, werden sich die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt ab dem 8. Januar 2012 um durchschnittlich 5,5 Prozent erhöhen. Die extrem hohe Preissteigerung verteidigt Västtrafik damit, dass die Wartung ständig höhere Ressourcen fordert und sich die Anzahl der Reisenden bedeutend erhöht hat.

Ohne mit einem einzigen Wort von den höheren Einnahmen durch die steigende Anzahl von Reisenden zu sprechen, erklärt Leif Blomqvist, dass die voraussichtlichen Zusatzkosten in Höhe von 290 Millionen Kronen mit 130 Millionen durch die Preiserhöhung und mit 159 Millionen durch Steuergelder finanziert werden sollen. Die vergessenen Erhöhungen durch die Reisenden scheinen daher in die Gewinne der Stadt zu fließen oder anderweitig intern verwendet zu werden.

Die zusätzlichen Einnahmen sollen für neue Züge und den Ausbau des Verkehrssystems angewendet werden. Betroffen von den Preiserhöhungen sind ausschließlich Fahrgäste, die kürzere Strecken, insbesondere im Stadtraum Göteborgs, nutzen. Wer Monatskarten für das gesamte Netz des Västra Götaland nutzt wird von der Preiserhöhung verschont und die Touristentickets werden, falls Kinder und Jugendliche mitreisen, sogar billiger.

Herbert Kårlin