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Dienstag, 15. Oktober 2013

Drogen weiterhin ein Problem in Göteborgs Schulen

Die neue dreijährige Studie zum Rauchen, Trinken und dem Genuss von Drogen an den Göteborger Schulen zeigt einige positive, aber auch einige negative Entwicklungen, wobei zu bedenken ist, dass sich die Studie nicht damit beschäftigt wie viele Zigaretten die Schüler rauchen, wie viel Alkohol sie trinken und wie hoch der Drogenkonsum ist, sondern es handelt sich lediglich um die Menge der Schüler, die in den entsprechenden Bereichen geantwortet haben.

Das Schillerska Gymnasium in Göteborg

Nach der Studie haben 44 Prozent der Schüler der neunten Klasse und 74 Prozent der Schüler der zwölften Klasse mindestens einmal innerhalb des letzten Jahres Alkohol getrunken, eine Anzahl, die bereits zum dritten Mal in der Folge leicht rückläufig ist. Ein sehr ähnliches Verhalten verzeichnet man beim Rauchen, denn unter den Grundschülern rauchen gegenwärtig nur noch vier Prozent und unter den Gymnasiasten findet man elf Prozent Raucher, wobei weibliche Schüler mehr rauchen und männliche Schüler öfter zu Snus greifen.

Problematisch zeigen sich die Zahlen hinsichtlich des Drogengenusses, denn unter den Schülern der neunten Klasse haben acht Prozent während der letzten zwölf Monate mindestens einmal Drogen genommen und 21 Prozent der Gymnasiasten der zwölften Klasse, Zahlen, die in Göteborg erheblich über dem nationalen Durchschnitt liegen. Auch wenn Haschisch immer noch die am häufigsten benutzte Droge ist, so steigt im Gymnasium in den letzten Jahren vor allem die Anwendung von Spice, einer Droge, die in ihrer Wirkung als weitaus unberechenbarer eingestuft wird.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Gesundheit in Göteborg eine Frage des Stadtteils

Wenn man die Gesundheit von Kindern in einzelnen Stadtteilen Göteborgs vergleicht, so schneiden jene in denen dominant Einwanderer wohnen weitaus schlechter ab als jene in denen eine rein nordische Bevölkerung wohnt. Insbesondere betroffen ist der Stadtteil Bergsjön, wobei jedoch auch andere Stadtteile im Nordosten der Stadt die gleiche Tendenz zeigen.

In Stadtteilen mit hoher Einwanderungsrate haben Kinder weitaus häufiger Karies und leiden unter Übergewicht oder Fettleibigkeit, was vor allem Kinder langfristig zu einer Risikogruppe verwandelt, da Übergewicht die Ursache für zahlreiche schwer zu behandelnden Krankheiten ist und die Krankenkassen erheblich belasten werden.

Die Ursache für die Unterschiede des Gesundheitszustands in verschiedenen Stadtteilen ist ebensowenig untersucht wie der Unterschied in Bildung und wird daher vor allem im sozialen und kulturellen Hintergrund der Bewohner gesucht, da man in diesen Stadtteilen auch überdurchschnittlich viele Frauen findet, die während der Schwangerschaft rauchen, Neugeborene häufig untergewichtig sind, aber, auf der anderen Seite, in diesen Stadtteilen kaum Alkoholprobleme auftauchen, da die moslemische Bevölkerung kaum zu Alkohol greift.

Herbert Kårlin