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Sonntag, 17. August 2014

Neue Wohnungen am Wasser geplant

Nachdem das Masthuggskai, an dem heute die Stena-Fähren nach Dänemark liegen, im Jahre 2019 ausgelagert wird und schon im nächsten Jahr ein kleiner Teil des von Stena gemieteten Grundes der Stadt wieder zur Verfügung stehen wird, haben nun vier Architekturbüros, darunter eines aus Göteborg, den Auftrag erhalten dort einen neuen Stadtteil zu planen. Statt der hunderte von Parkplätzen, die sich heute dort befinden, sollen ab 1917 Wohnungen, Büroräume und ein wenig Grün entstehen.

Wie sehr viele neu geplante Stadtteile in Göteborg, so werden die Bauten nahe am Göta älv liegen und für eine sehr hohe Summe verkauft oder vermietet werden können. Auch wenn die Stadt bei seiner Ausschreibung, an der sich ursprünglich 27 Architektenteams beteiligten, einen Stadtteil schaffen will, der nicht nur sozial und ökonomisch durchdacht sein soll, sondern auch die Integration und die Sicherheit fördert, so spricht diese wenig von der politischen Integration, sondern der architektonischen Integration, will jedoch mit der Wortwahl doppeldeutig bleiben um die Bewohner nicht gegen sich aufzubringen.

Wenn man die Ausschreibung etwas genauer liest, so findet man auch, dass der neue Stadtteil ökologisch durchdacht sein soll, was grundsätzlich mit höheren Baukosten verbunden ist und auch bedeutet, dass sich anschließend die Preise für ein Bostadsrätt oder eine Mietwohnung im obersten Bereich ansiedeln wird und damit die Segregation der Stadt noch weiter vorangetrieben wird, da sich der Normalverdiener dort kaum den Quadratmeterpreis erlauben kann. Touristisches Interesse weisen die neu geplanten Stadtteile ohnehin keines auf.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 8. November 2013

Stena-Boote verschwinden aus dem Zentrum Göteborgs

Nach langen Diskussionen über die Zukunft der Dänemark-Boote bei Masthugget kam es nun zu einer endgültigen Entscheidung zwischen Stena-Line und der Stadt Göteborg. Stena-Line darf die aktuelle Anlegestelle noch bis zum 31. Dezember 2019 benutzen, muss dann jedoch das Kai verlassen haben, denn der neue Vertrag kann nicht mehr verlängert werden und die Stadt Göteborg erhält den Grund am Wasser wieder zurück.


Allerdings wird bereits an einer neuen Lösung für Stena-Line gearbeitet, denn da das Deutschlandterminal in Majnabbe noch bis 2024 benutzt werden darf und dieser Vertrag auch verlängert werden kann, werden vermutlich sämtliche Fähren dorthin verlegt, was bedeutet, dass sie weiterhin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen sind und die jährlich rund 1,6 Millionen Passagiere nicht mit einer langen Anfahrt rechnen müssen.

Für die Stadt Göteborg bedeutet dies, dass sich die Stadt ab 2020 an einer der attraktivsten Gegenden der Stadt, nämlich entlang des Göta älv ausdehnen kann. Mit Sicherheit wird eine Passage für Fußgänger entlang des Wassers offen gehalten, aber interessanter ist dabei der Baugrund, denn Wohnungen in dieser Lage können zu Höchstpreisen verkauft werden, werden aber auch die Innenstadt ausdehnen, so dass eine bisher unattraktive Gegend auch für touristische Zwecke genutzt werden kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg