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Mittwoch, 13. November 2013

Weihnachtsgeschäft Göteborgs mit schlechten Vorzeichen

Nach einer städtischen Verordnung darf das Straßenverkehrsamt Göteborgs zwischen dem 1. Dezember eines Jahres und dem folgenden 7. Januar im zentralen Göteborg keinerlei Baustelle betreiben um den Weihnachtshandel nicht zu stören, eine Verordnung, die das Amt dieses Jahr erstmals eigenmächtig außer Kraft setzte, denn zwei der störendsten Baustellen werden auch in dieser Zeit weiterhin bestehen.

Während die gigantische Baustelle bei Skeppsbron vor allem die Zufahrt nach Göteborg stört und den Autofahrern eine große Anzahl an Parkplätzen nimmt, sieht die Situation in der Drottninggatan anders aus, denn hier findet man Geschäfte, die schon jetzt über einen Umsatzeinbruch klagen und wegen den Bauarbeiten mit Sicherheit auf einen Teil ihres Weihnachtsgeschäfts verzichten müssen, ohne natürlich auf irgendeinen Ersatz vom Straßenverkehrsamt rechnen zu können.

Das Amt sieht die Situation jedoch völlig anders, denn da die Drottninggatan ohnehin für den Autoverkehr gesperrt bleiben muss, ist es nach den Verantwortlichen auch unsinnig die Straßenarbeiten ruhen zu lassen, wobei sie vergessen, dass es gegenwärtig auch für Fußgänger bereits eine Zumutung ist sich durch die Bautätigkeiten zu schlängeln. Die Arbeiten bei Skeppsbron, die gleichzeitig die Zufahrten zu vier Straßen der Stadt und zu einem zentralen Platz blockieren, sind nach dem Straßenverkehrsamt so umfassend, dass eine Unterbrechung von fünf Wochen einfach unsinnig sei, eine Meinung der die Geschäfte kaum zustimmen können.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 18. Dezember 2011

Stockendes Weihnachtsgeschäft in Göteborg

Auch wenn der Dachverband HUI des schwedischen Handels noch vor wenigen Monaten einen Aufschwung von mindestens einem Prozent beim diesjährigen Weihnachtsgeschäft voraussagte, so sind in Göteborg, wie auch in anderen Teilen Schwedens, die Läden selbst am Samstag vor Weihnachten noch relativ leer und nur die Boutiquen, die bereits mit dem Schlussverkauf begonnen haben, können einen gewissen Kundenstrom verzeichnen.

Die Inhaber der Läden sehen bei diesem Kundenverhalten sehr verschiedene Ursachen. Während ein Teil die Schuld an der Krise der vergangenen zwei Jahre sucht, sehen andere das Problem in der erneut steigenden Anzahl der Arbeitslosen, dem ungemütlichen Wetter, das diesen Dezember in Göteborg herrschte, oder auch an der überdurchschnittlichen Wärme und dem Mangel an Schnee, die keine weihnachtlichen Gefühle aufkommen lassen.

Allgemein stellen die Händler in Göteborg fest, dass die Kunden dieses Jahr weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben und kaum jemand glaubt daran, dass der schwedische Umsatz während des Weihnachtshandels dieses Jahr erneut 65,2 Milliarden Kronen erreichen wird. Obwohl der Internet-Handel auch dieses Jahr erneut eine steigende Tendenz zeigt, so scheint das Jahr 2011, erstmals seit vielen Jahren, wieder einen Rückgang im Weihnachtsgeschäft zu verzeichnen.

Herbert Kårlin