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Montag, 10. Juni 2013

Göteborg versinkt im Müll

Auch wenn Göteborg eine eigene Abteilung für eine saubere Stadt gegründet hat, sich als Vorbild für andere Städte sieht, aktiv daran arbeitet die Bevölkerung zu erziehen und immer wieder Umweltpreise an Land zieht, so ist der Wahlspruch der sauberen Stadt nichts anderes als ein PR-Aktion und die Aktionen und Tatsachen zeigen eine völlig andere Gegebenheit.

Dass man nach den Abschlussfesten der Studenten Flaschen, Glassplitter und anderen Unrat auf öffentlichen Plätzen und Straßen findet, auch noch am Morgen nach den Festen, ist bereits eine Tradition, aber wer sich den Schlosswald oder die Umgebung eines Stadions nach einem Fest betrachtet, stellt fest, dass die Göteborger bisher nicht wissen, dass es Abfalltonnen gibt oder man den Abfall mit nach Hause nehmen kann, denn nach einem Konzert benötigt man eine Hundertschaft um jede Art von Abfall, aber auch Höschen und Lebensmittel, einzusammeln. Dass dann auch noch zu wenig Abfalltonnen aufgestellt werden, ist ein Zeichen dafür, dass die Verwaltung gar keine reine Stadt haben will.

Wenn man dann auf der Homepage der Stadt noch liest, dass alle öffentlichen Stellen städtischer Organisation immer rein sind und dies als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, so muss man an einem Wochenende nur einen Besuch im städtischen Freizeithafen und Seebad in Fiskebäck machen, denn dort hat man bisweilen das Gefühl eine beginnende Müllhalde zu entdecken und man stellt sich ernsthaft die Frage wie Göteborg als saubere Stadt prämiert werden kann, denn einen Tag im Jahr die Schüler die Stadt reinigen zu lassen führt nicht zu einer sauberen Stadt, wohl aber zu einem Preis, der von keiner ernsthaften Organisation vergeben werden kann.

Herbert Kårlin

Samstag, 31. Oktober 2009

Sauberes Göteborg mit Papierkörben und grünen Flächen

Nachdem Göteborg immer mehr in den Ruf geriet eine der schmutzigsten Städte Schwedens zu sein, will nun die stadteigene Gesellschaft Trygg dies ändern und Göteborg in eine der saubersten Städte des Landes verwandeln. Zwar muss die Gesellschaft ebenfalls 5% ihres Budgets einsparen, aber ein Sonderzuschuss von 10 Millionen Kronen für das Jahr 2010 ermöglicht dennoch eine sehr positive Entwicklung und ein Aufstocken des Budgets.

In erster Linie sollen im Stadtraum im nächsten Jahr 1800 neue Papierkörbe aufgestellt werden, damit weniger Plastikflaschen, Bierdosen und Papier auf den Straßen landen, sondern in den dafür vorgesehenen Behältern, die eine sinngemäße Entsorgung erlauben. Da die Leerung der bisherigen Papierkörben teilweise ebenfalls nicht gewährleistet war, ist zu hoffen, dass auch hier die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden und entsprechende Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die nächste Maßnahme betrifft die sehr aufwendige und teure Reinigung von Mauerflächen, Transformatoren und ähnlichen Flächen, die regelmäßig mit Farbsprays verunreinigt werden. Hier sollen Spaliere errichtet werden und entsprechende Pflanzen die Flächen begrünen um zukünftige Schmierereien zu reduzieren oder zu verhindern. Bereits zum Sommer 2010 soll Göteborg wieder eine saubere Stadt sein und seinen Besuchern eine angenehme Seite der Stadt zeigen.

Herbert Kårlin