Montag, 29. August 2011

Göteborg blickt auf Abfall aus Italien

Das Göteborger Unternehmen Stena Recycling AB, ein Unternehmen, das sich auf die Aufbereitung von Abfall und die Wiederverwertung von Müll spezialisiert hat, ist nun am Müll aus Neapel interessiert, der dort in und um die Stadt bergeweise zur Verfügung steht und die italienischen Kapazitäten weit übersteigt, während schwedischen Müllverbrennungsanlagen bei weitem nicht ausgelastet sind.

Nach Stena Recycling soll der Müll aus Neapel importiert und auf die verschiedenen schwedischen Anlagen für Müllverbrennung verteilt werden, die Energie beim Verbrennungsprozess gewinnen und diese wieder in den Kreislauf zurückführen. Auch wenn der Verbrennungsprozess in Schweden als umweltfreundlich betrachtet werden kann, so ist eine weitere Frage inwieweit beim Transport CO2 oder andere schädliche Stoffe in die Atmosphäre verbreitet werden.

Da mittlerweile jedoch ein harter Markt innerhalb der Müllverwertung entbrannt ist, muss Stena Recycling nun in Neapel ein Angebot unterbreiten und für die Tonne Müll ein Angebot machen, das erheblich über dem schwedischen Marktpreis von 400 Kronen pro Tonne Müll liegt. Sollte Neapel das schwedische Angebot akzeptieren, so erfolgt erst eine Probesendung an Müll, da im Abfall weder Metall noch Essensreste enthalten sein dürfen, sondern dieser ausschließlich aus brennbaren Stoffen wie Papier, Holz oder Plastik bestehen muss.

Herbert Kårlin

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