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Mittwoch, 10. August 2011

Göteborg – Stockholm auf Umwegen

Wer im Raume Göteborg wohnt und mit seinem Fahrzeug nach Stockholm will, beachtet in der Regel nicht die Hinweisschilder Richtung Hauptstadt, sondern benutzt die Straßen, auf denen er schneller und sicherer nach Stockholm kommt. Nur Fremde folgen den Schildern und geraten damit in Staus und auf einer Straße, die sich durch seine Unfallhäufigkeit auszeichnet. Was man jedoch als Schildbürgerstreich betrachten könnte, ist nichts anderes als die Auslegung von Bestimmungen durch das schwedischen Straßenverkehrsamt.

Wer daher als Fremder von Göteborg nach Stockholm aufbricht folgt dem Hinweisschild, das die logische alte Verbindung mit dem Verkehrsknotenpunkt Örebro aufnimmt, einen Weg, der bereits in geschichtlicher Zeit für Güterverkehr angewandt wurde, einer Zeit, als man noch mit Pferdewagen unterwegs war und sich niemand vorstellen konnte, dass irgendwann einmal Autos und Autobahnen entstehen könnten.

Während das schwedische Straßenverkehrsamt immer noch die Strecke über die E20 vorschlägt, auf der man gut eine halbe Stunde länger nach Stockholm braucht als über die Alternativstrecke R40 und E4, haben die Internetseiten und GPS längst die veränderte Situation verstanden und sagen dem Benutzer sogar, dass man über die vom Straßenverkehrsamt empfohlene Strecke nur rund 250 Kilometer Autobahn zur Verfügung hat, während die Logik rät, die über 400 Kilometer Autobahn der GPS-Strecke zu benutzen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. Januar 2011

Göteborg und chinesischer Kopfstein

Göteborger Kopfsteinpflaster kommt überwiegend aus China. Im Jahre 2006 unterschrieben Lieferanten und Hersteller mit Göteborg einen Vertrag, in dem Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Arbeiter geklärt werden. Zwischen Juni und September wurden nun erstmals die Hersteller des Kopfsteinpflasters überprüft.

Das Ergebnis der Kontrolle, die Göteborg gemeinsam mit Stockholm, Malmö und Örebro unternahm, zeigte genau das Resultat, das zu erwarten war. Keiner der fünf chinesischen Unternehmen hielt sich an die Vertragsbedingungen. Der einzige positive Punkt war, dass die chinesischen Firmen keine Kinder beschäftigten und nun die Gesundheit der Arbeiter überwacht wird.

Allerdings hat das negative Ergebnis der Inspektionen keinerlei Folgen für die fünf chinesischen Unternehmen, die erneut eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zusagten, da weltweit kein Unternehmen zu entsprechenden Preisen Kopfstein liefern kann wie China. Die Stadt Göteborg hofft nun, dass sich die Situation der Arbeiter in China innerhalb der nächsten fünf Jahre verbessern wird.

Herbert Kårlin