Posts mit dem Label Design werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Design werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Mai 2014

Torsten und Wanja Söderbergs Preis 2014

Gestern wurde im Designmuseum Röhsska in Göteborg der Preisträger des diesjährigen Torsten und Wanja Söderbergs Preises bekannt gegeben, der bedeutendste Preis des Nordens auf den jeder Designer hofft, da es sich nicht nur um einen Geldpreis in Höhe von einer Million Kronen handelt, sondern weil dies die größte Auszeichnung im nordischen Raum ist und daher auch sehr viele Türen öffnet.


Der Designpreis des Jahres 2014 ging erstmals in der Geschichte der Stiftung an eine schwedische Modeschöpferin, nämlich an die im Jahre 1971 geborene Ann-Sofie Back, die im Jahre 2000 ihr Geld noch bei der schwedischen Firma Acne verdiente und mit ihrem Einkommen an einer eigenen Collection zu arbeiten begann. Ann-Sofie kletterte dann sehr schnell den Weg nach oben, sammelte Preise und schuf Mode für Frauen, Mode, die mittlerweile in allen bedeutenden Modezentren der Welt verkauft wird.

Das Modelabel Back zeichnet sich durch einen sehr eigenen avantgardistischen Styl aus und ihre Schöpfungen kann man an Kate Moss, Lady Gaga und Rhianna ebenso sehen wie an Kronprinzessin Victoria oder der schwedischen Sängerin Robyn. Ann-Sofie Back richtet sich mit ihrer Mode an eine jüngere und schlanke Schicht, die sich in teurer Kleidung wohl fühlt. Dies zeigt sich auch an ihren Präsentationen, denn die Models sind an der Grenze zur Magersucht, damit die Kleidung am Körper fließen kann und optimal ins Licht gerückt wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Samstag, 6. April 2013

Modemesse Fresh Fish in Göteborg

Zwischen dem 5. und 7. April 2013 findet die siebte Modemesse Fresh Fish in Göteborg statt, eine Modemesse bei der man nicht die Namen der großen Modemacher dieser Welt findet, sondern an der jene Modedesigner teilnehmen, die erst die ersten Schritte in diesem Geschäft machen, ohne jedoch ihren bekannten Kollegen nachzustehen, denn die Kreativität und das Können bieten auch diese Küken des Modegeschäftes.

Bei Fresh Fish präsentieren dieses Jahr 40 skandinavische Modedesigner ihre Produkte, die die gesamte Breite der aktuellen Mode umfassen, denn außer Kleidung werden auch Accessoires und Schmuck geboten. Die Aussteller wurden unter rund 200 Bewerbern ausgewählt, die alle nach einer Fachausbildung den Weg in die selbständige Kreation wagten und bei Fresh Fish ein Publikum finden, das sich für modernes skandinavisches Design interessiert.

Wie bereits voriges Jahr, so findet die Modemesse Fresh Fish im Clarion Hotel Post in Göteborg statt und erwartet während der drei Tage zwischen 3500 und 4000 Besucher. Auch wenn die Preise für die besten Designer, die sowohl von einer Fachjury als auch vom Publikum gewählt werden, relativ bescheiden ausfallen, so ist die Messe für die meisten der anwesenden Designer die erste Chance seine Käufer direkt zu treffen und eine direkte Reaktion auf ein Design zu erfahren.

Herbert Kårlin

Vetenskapsfestivalen Göteborg 2013

Freitag, 7. September 2012

Ond Design (Böses Design) in Göteborg


Die am 8. September beginnende Ausstellung im Röhsska Museum in Göteborg weicht mit dem Titel der Ausstellung erstmals von den positiven Titeln ab, die man in der Regel von einem Designmuseum erwartet, denn Design soll nach der gegenwärtigen Auffassung nach Idealen streben, Dingen, die jeden Betrachter träumen lassen, egal, ob es sich um Mode, Möbel oder andere Dinge handelt.

Die kommende Ausstellung im Röhsska Museum steht unter dem Titel Ond Design, also Böses Design, auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um hässliche Gegenstände handelt, sondern um Dinge, nach denen früher viele strebten, aber auch heute noch viele streben, obwohl sie dabei dem Bösen dienen oder, geschichtlich betrachtet, dienten, denn Design lebt nur durch den Verkauf, also die Produktion.

Eine Silberdose erinnert selten an die Kinderarbeit, die dafür nötig ist. Bei Zucker denkt man nicht an die Sklaven, die früher auf den Zuckerplantagen beschäftigt wurden und beim Kauf einer billigen Jeans will man nicht wissen, dass die Frauen in Indien oder China, die sie herstellen, für einen Hungerlohn 16 Stunden am Tag arbeiten. Selbst die Handschellen lassen heute viele eher an Sexspiele denken als an jene, die sie unschuldig tragen mussten.

Herbert Kårlin

Montag, 30. Mai 2011

Lösung für Zigarettenkippen in Göteborg

Über die Hälfte des Abfalls auf Göteborgs Straßen besteht aus Zigarettenkippen, die nicht nur erhebliche Schäden in der Umwelt anrichten können, sondern auch Probleme für die Stadtreinigung bedeuten, da die kleinen Kippen zwischen dem Kopfsteinpflaster verschwinden, das Papier sich bei Regen auflöst und Tabakkrümel dann im Abwasserkanal landen.

Mitte letzten Jahres begann Göteborg dann 1500 neue Designer-Papierkörbe, vor allem in der Innenstadt, aufzustellen, die auf der Oberseite eine Art Aschenbecher beinhalten, was jedoch das Problem mit Zigarettenkippen auf den Straßen kaum verbesserte, da die Mehrheit der Göteborger diese Vorrichtung mehr als Design-Ausschmückung halten als als Aschenbecher.

Als nächsten Schritt wird nun das städtische Unternehmen Trygg, das bereits die Idee der Designerpapierkörbe verwirklichte, von einem Designer angepasste gestanzte Schilder an den Aschenbechern anbringen, die Raucher mit dem Text „Fimpa här“ auf die Aschenbecher aufmerksam machen sollen, auf sehr dezente Art und Weise. Eine klassische einfache Zeichnung könnte die Augen jedoch mehr anziehen und gleichzeitig alle ausländischen Besucher der Stadt auf die Aschenbecher aufmerksam machen, die in der Stadtlandschaft nahezu untergehen.

Herbert Kårlin

Samstag, 20. November 2010

Design des Bösen im Röhsska in Göteborg

Für das Jahr 2011 plant das Röhsska Museum für Design in Göteborg eine Ausstellung besonderer Art, bei der nicht das ideale Design einer Epoche im Mittelpunkt steht, sondern Design, das in der Kriegsepoche im Nazideutschland entstand um Menschen zu quälen oder auch zu töten, Design, das dem Bösen diente.

Ted Hesselbom, Direktor des Röhsska Museums mit dieser Ausstellung die Diskussion um die Frage „Was ist Design?“ anregen und bei der Ausstellung „Design des Bösen“ innerhalb der Präsentation auch das allgemeine Profil des Nazideutschlands mit integrieren, eine Lebensart, die für diese Zeit typisch war.

Da die Ausstellung noch in der Planung ist, wurden die Objekte der Ausstellung noch nicht bestimmt. Nach Wunsch von Ted Hesselbom wird man den elektrischen Stuhl der Hitler-Epoche finden, Werkzeuge der Tortur und unter Umständen vom Nazideutschland entwickelte Waffen. Unter Umständen aber auch die für diese Zeit typischen Stöckelschuhe Deutschlands und andere Mode aus dem Berlin jener Tage.

Herbert Kårlin