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Samstag, 9. Juni 2012

Göteborg braucht mehr Abfall

Die Abfallverbrennungsanlage Renova in Göteborg gehört zu den modernsten Anlagen der Welt, die durch die Verbrennung von Abfall für 30 Prozent der Fernwärme und fünf Prozent Strom der Stadt sorgt. Die Kapazität der Verbrennungsanlage ist so hoch, dass allerdings der gesamte Abfall Göteborgs und seiner Umgebung nicht ausreicht um die Anlage kostenneutral oder mit Gewinn arbeiten zu lassen, daher muss Abfall importiert werden.

Da jedoch in den letzten Jahren die modernen Verbrennungsanlagen in ganz Schweden wie Pilze aus dem Boden schossen, muss der Abfall mit Lastwagen und Schiffen aus anderen Ländern geholt werden. Göteborg profitiert vor allem davon, dass Norwegen seinen Abfall mangels ausreichender Anlagen los werden will und kann daher preisgünstig Abfall in Wärme und Strom verwandeln.

Göteborg lobt diese Lösung und spricht von grüner Wärme, die zudem die Müllhalden in Norwegen verhindert und denkt dabei wenig an die kurzsichtige und umweltschädliche Warte der Aktion. Denn zum einen sind auch in Norwegen keine Müllhalden mehr erlaubt, und zum anderen verursacht der Import durch den Transport bereits einen Schaden und verhindert zudem, dass Norwegen die grüne Wärme nutzen kann, Norwegen also das umweltschädliche Öl verbrannt werden muss um Wärme zu schaffen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Februar 2011

Norwegischer Abfall wird in Göteborg verbrannt

Um einen Teil Göteborgs mit Fernwärme zu versorgen, müssen große Mengen an Anfall verbrannt werden. Da die eigene Abfallmenge jedoch nicht ausreicht, musste die Göteborger Müllverwertung Renova bereits voriges Jahr 140.000 Tonnen Abfall aus Norwegen importieren. Und der Bedarf steigt in diesem Jahr weiterhin an.

Täglich rollen daher Lastwagen mit Abfall vom Nachbarland nach Göteborg um rund 25 Prozent des nötigen Mülls zu liefern, was nach Renova umweltfreundlicher ist als den Müll auf eine Müllkippe zu kippen und Norwegen nicht dazu zwingt eigene Müllverbrennungsanlagen zu errichten.

Umweltorganisation halten jedoch nicht mit den Argumenten Göteborgs mit, da man einen Teil der Verbrennung durch Quellsortierung verhindern könnte, was weitaus umweltfreundlicher ist. Der enorme Bedarf an Abfall für Fernwärme hat dagegen den umgekehrten Effekt, dass nämlich immer mehr Abfall verbrannt werden muss um das aktuelle System aufrecht zu erhalten.

Herbert Kårlin