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Donnerstag, 9. Januar 2014

Göteborger Filmfestival im Endspurt

Gestern erschien der Katalog zum 37. Internationalen Filmfestival in Göteborg in dem Filmenthusiasten zwischen dem 24. Januar und dem 3. Februar aus 500 Filmen aus 80 Ländern ihre Wahl treffen müssen, da es unmöglich ist alle angebotenen Filme zu sehen, selbst dann nicht, wenn man die Zeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend in den Kinosälen Göteborgs verbringen will und den Rest des Festivalprogramms vergisst.


Die Höhepunkte des diesjährigen Festivals sind vorab schwer einzuschätzen, da zahlreiche Überraschungen und Premieren auf die Besucher warten. Besucher, die aus anderen Ländern anreisen, sollten in jedem Fall einen Blick auf die 19 neuen nordischen Filme werfen, die während der zehn Tage geboten werden, wobei man dabei nicht vergessen sollte, dass ein weiterer Schwerpunkt auf die Produktionen aus Island und Russland gelegt wurde und, unter anderem, der Dokumentarfilm Pussy versus Putin gezeigt wird, dem auch ein Seminar zum Thema folgt.

Wer während des Göteborger Filmfestivals tiefer in das Filmgeschehen blicken will, dem werden in diesem Jahr rund 40 verschiedene Seminare angeboten und ein Besuch im Göteborger Filmstudio, wobei man am 29. Januar auch einer der zur Zeit bekanntesten isländischen Musikgruppe lauschen kann, nämlich Hjaltalín. Das Einzige womit man während der zehn Tage nicht rechnen sollte, ist ausreichend Schlaf, denn die Filmtage beginnen sehr früh und enden sehr spät.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. November 2013

Göteborg will die Stadt des schwedischen Films werden

Auch wenn man bei dem Begriff Filmstadt in Schweden in erster Linie an Ystad, seinen Filmfond und seine Studios denkt, so soll sich dies nach Meinung des Göteborger Stadtrats nun ändern, denn die Stadt will bereits im kommenden Jahr zehn Millionen Kronen in die Entwicklung der Filmbrache in der Stadt stecken und plant innerhalb einer absehbarer Zeit das kreative Filmzentrum Schwedens zu werden.

Sein Ziel will Göteborg vor allem durch einen starken finanziellen Einsatz gewinnen, unter anderem dadurch, dass Film i Väst ab kommenden Jahr doppelt so viel Geld als bisher erhält, nämlich 5,5 Millionen Kronen. Weitere zwei Millionen sollen in die Talentsuche und in kleinere Filmprojekte in Göteborg investiert werden. Der Hauptpunkt soll jedoch sein ein Filmzentrum in der Stadt einzurichten, das nicht nur internationale Filmemacher und Produzenten anziehen soll, sondern diesen auch dabei helfen soll Risikokapital zu finden.

Auch wenn die Filmindustrie Göteborg einen anhaltenden und guten Ruf bringen kann, so wird das Projekt, wie leider üblich in der Stadt, nicht von einem einzigen Amt geleitet, sondern wird eine Zusammenarbeit unterschiedlichster städtischer und regionaler Einheiten, was erneut zu einer unübersichtlichen Struktur und Konkurrenzdenken führen kann, die Göteborg bisher immer wieder zu Bestechungsaffären brachte. In jedem Fall sieht Göteborg im Kinofilm eine Zukunft, auch wenn es im nordischen Raum im Grunde nur noch einen einzigen Filmvertrieb und eine einzige gigantische Kinokette gibt, die zudem auf Göteborg nicht sehr gut zu sprechen ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. Januar 2013

Das Filmstudio in Göteborg

Obwohl die Göteborger Filmstudios bereits 2010 eingeweiht wurden, so sind diese drei Studios mit einer Fläche von über 10.000 Quadratmetern den meisten Bewohnern der Stadt immer noch unbekannt. In Verbindung mit dem Göteborger Filmfestival soll das Studio jedoch für einer breite Schicht geöffnet werden, zumal die Anlage bereits heute die Heimat von 45 Firmen ist, die im Filmgeschäft arbeiten und sich jedes Jahr weiter entwickelt.

Jeweils am ersten Wochenende des Filmfestivals kann jeder, der sich etwas mehr für das Filmgeschehen in Göteborg interessiert, an den aktuellen Dreharbeiten im Studio teilnehmen, zumindest als Zuschauer. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, sollte sich daher schon heute vormerken, dass die nächste Chance eines Besuches vom 24. bis zum 26. Februar 2014 vorgesehen ist und ein Ereignis darstellt, das man sich in Göteborg nicht nehmen lassen sollte.

Das Besondere an diesen drei Tagen ist jedoch, dass drei bekannte Filmer, die auch am Filmfestival eine Rolle spielen, das gleiche Drehbuch erhalten und dieses dann auf ihre Weise als Film festhalten sollen. Die Zuschauer sind daher in der Lage alles von der Vorbereitung bis zum fertigen Produkt zu sehen und zu erleben wie unterschiedlich ein Filmer an den gleichen Stoff geht und wie unterschiedlich sie eine Atmosphäre des Drehbuchs auffassen.

Herbert Kårlin