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Montag, 9. Juni 2014

Eine Wildbiene starb im Västra Götaland aus


Seit Jahren konnte man im Västra Götaland feststellen, dass die Wildbiene Megachile lagopoda immer seltener wurde. Bei einer Bestandsaufnahme der Insekten im vergangenen Jahr suchten die Wissenschaftler nun vergebens nach dem kleinen und sehr nützlichen Insekt. Ab diesem Jahr muss man sich daher damit abfinden, dass eine weitere Insektenart in der Region ausgestorben ist und ohne Hilfe der Bevölkerung auch nicht wieder zurückkehren kann.

Das größte Problem für diese Wildbiene war die veränderte Landwirtschaft und die verstärkten Einsätze des Straßenverkehrsamts, denn zum Überleben braucht die Megachile lagopoda sehr viele Wildblumen, die jedoch durch immer früheres Mähen der Wiesen und das Mähen aller Straßenränder ebenfalls immer seltener werden. Die Blumenpracht, die man noch auf alten schwedischen Fotos sehen kann, ist einfach am Verschwinden, und damit auch die Insekten die diese Blumen zum Überleben benötigen.

Dies ist allerdings nur der erste Schritt des ökologischen Kreislaufs, denn die Wildbienen sorgen auch für die Befruchtung von zahlreichen Gemüsearten, Früchten und vielem mehr. Ohne diese Bienen wird also auch der landwirtschaftliche Ertrag in Schweden sinken und die Preise für viele Lebensmittel müssen steigen. Dass viele Schweden zudem immer mehr zu Steingärten neigen statt auch etwas Wiese zu bewahren, hilft den Wildbienen ebenfalls kaum.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Mai 2012

Geschützte Insekten im Västra Götaland bedroht

Nur an zehn Stellen Schwedens findet man heute noch die seltene Steinfliege Nemura Dubitans, die es bereits in zahlreichen Gegenden Europas auf die Rote Liste geschafft hat. Eine dieser Gegenden mit dem seltenen Insekt befindet sich im westschwedischen Härryda, nahe einer Neubausiedlung. Nun soll die Heimat dieser Steinfliegen durch eine Abwasseranlage ökologisch umgewandelt werden, obwohl die Gemeinde im Västra Götaland die Aufgabe hat so seltene Tiere wie die Nemura Dubitans zu schützen.

Nahe des Baugebietes findet man heute noch ein kleines natürliches Sumpfgebiet mit einigen kleinen Bächen, die von natürlichen Quellen des nahen Waldes gespeist werden, ein ideales Gebiet für die seltenen Insekten, die sich hier ungestört vermehren konnten. Schon bald soll dies, nach mehrheitlichem Beschluss der Gemeinde Härryda, nun anders werden und der menschliche Egoismus über den Naturschutz gestellt werden.

Härryda muss natürlich dem Regenwasser im Wohngebiete einen Abfluss bieten und hat nun, obwohl es dafür auch andere Stellen gibt, genau jenes Gebiet für einen Dammbau gewählt, der das verunreinigte Regenwasser aufnehmen soll, einen Platz, der ideal für die Nemura Dubitans ist, die die kleinen Rinnsale benötigen. Ein höheres Wasserniveau und das verunreinigte Wasser der Straßen mit Umweltgiften, das sich in Zukunft dort befinden soll, sind ein Todesurteil für die Insekten. Für Härryda sind die Steinfliegen jedenfalls eher eine gesundheitliche Gefährdung als schützenswerte Insekten, auch wenn es diese heute kaum noch in Schweden zu entdecken sind.
Herbert Kårlin