Posts mit dem Label Langzeitarbeitslose werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Langzeitarbeitslose werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 2. September 2012

Zwangsarbeit für Langzeitarbeitslose

Seit Jahren hatte das Arbeitsamt die Listen der Unternehmer und Organisationen unter Verschluss, die gegen einen beträchtlichen staatlichen Zuschuss Langzeitarbeitslose der sogenannten  Fas 3 beschäftigten ohne diesen auch nur eine Öre an Vergütung bezahlen zu müssen, da andere Ämter, sehr häufig das Sozialamt, für den Unterhalt dieser Angestellten bezahlten, die, nach Aussage des Arbeitsamtes durch eine sinnvolle Beschäftigung zurück ins Berufsleben geführt werden sollen.

Allerdings hatte das Göteborger Arbeitsamt nicht damit gerechnet, dass so mancher, der die Listen in den Händen hatte, die Auswahl der Arbeitgeber etwas merkwürdig fand, darunter selbst Angestellte der staatlichen Behörde. Nicht verwunderlich war es daher, dass nun seit wenigen Tagen diese Listen über Internet verbreitet werden, damit auch die Allgemeinheit erfahren kann welche Unternehmen Göteborgs von diesen staatlichen Maßnahmen profitieren.

Wer die Liste des Göteborger Arbeitsamts etwas genauer betrachtet, stellt nun fest, warum sie unter Verschluss gehalten wurde, denn die Mehrheit der Unternehmen bietet nur Arbeitsplätze, die üblicherweise von fest angestelltem und bezahltem Personal ausgeführt werden, wobei bisweilen auch nur hoch qualifizierte Langzeitarbeitslose gesucht werden. In den Kommentaren, die auf Internet zu diesen Listen verbreitet werden, spricht man überwiegend von Sklaverei und nicht von Maßnahmen der Wiedereingliederung, um die es sich eigentlich handeln sollte. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt durch das Göteborger Arbeitsamt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Kostenlose Arbeitskräfte in Göteborg

Wer in Schweden drei Jahre lang arbeitslos ist, gerät in die sogenannte Phase 3, was für Arbeitnehmer bedeutet, dass sie als schwer vermittelbar gelten und für Arbeitgeber, dass sie, zumindest theoretisch, gewinnträchtig dabei helfen können, den Arbeitslosen zu einer beruflichen Tätigkeit zurückzuführen.

In den 16 Monaten seit die schwedische Regierung dieses Programm auf die Beine stellte, hat die Göteborger Arbeitsvermittlung bereits 70 Millionen Kronen an Arbeitgeber bezahlt, die Langzeitarbeitslose beschäftigen, ohne dass auch nur eine der Firmen verpflichtet war einen der Beschäftigten zu übernehmen oder ihm eine sinnvolle Arbeit zu geben. Da der Arbeitnehmer hier täglich kostenlos acht Stunden zur Verfügung stehen muss, kann er in der Regel nur von der Sozialunterstützung leben, was zusätzliche staatliche Kosten verursacht.

Der Erfolg dieser Maßnahme ist jedoch, dass immer mehr Firmen entstehen, die Langzeitarbeitslose mit sinnloser Arbeit beschäftigen und für jeden Angestellten die staatliche Prämie kassieren. So die Jobbfabriken in Göteborg, die während eines Jahres bereits 200 Langzeitarbeitslose überwiegend sinnlos beschäftigte, für die sie eine Prämie von 10 Millionen Kronen erhielten, ohne dass auch nur einer der Angestellten zurück ins Arbeitsleben geführt werden musste.

Herbert Kårlin