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Sonntag, 23. Februar 2014

OUT TO SEA? in Göteborg

Gestern wurde im Seefahrtsmuseum in Göteborg die Ausstellung OUT TO SEA? eröffnet, eine Wanderausstellung des The Garbage Projekt, das das Designmuseum in Zürich zusammenstellte um die Bevölkerung über die fortschreitende Verschmutzung der Weltmeere zu informieren und dabei die verschiedensten Aspekte der Meeresverschmutzung mit den ökologischen Folgen darstellt. Göteborg ist damit in Europa die sechste Stadt, die diese Ausstellung beherbergt und diese mit einer Vitrine aus dem Bohuslän ergänzt.


Bereits am ersten Tag konnte das Seefahrtsmuseum über 800 Besucher zählen, die mehr über die Meeresverschmutzung wissen wollten, wobei die Zahlen, die die Ausstellung begleiten, schockierend sind, denn allein an der Küste des Bohuslän wird jede Stunde des Jahres ein Kubikmeter Abfall angeschwemmt und jede Sekunde werden weltweit 8000 Kilogramm Plastik hergestellt, die zu einem erschreckend hohen Teil in den Meeren landen um dort ihr zerstörendes Dasein zu beweisen.

Die Ausstellung, die auch von didaktischem Interesse ist und von mehreren Filmen begleitet wird, soll jedoch wegen den teilweise sehr “brutalen“ Bildern von Kindern nur in Begleitung von Eltern oder Lehrern besucht werden, die diese Bilder auch erklären können. Wer die Ausstellung verlässt und dabei auch erfahren hat, dass bereits 95 Prozent der Seevögel der Nordsee schon Plastik in den Mägen haben, wird auch wissen, dass der Mensch die Verantwortung für diese Vermutzung trägt und erfahren haben wie viel Umweltverschmutzung eine Kreuzfahrt mit sich bringt.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. Mai 2012

Das gefährlichste Wrack liegt vor Västra Götaland

Nach einer Analyse der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg, die das Umweltrisiko von 17.000 Wracks, die vor der schwedischen Küste auf Grund liegen, nach ihrer Gefährlichkeit einstufte, ist das Fahrzeug S/S Skytteren, das seit 70 Jahren vor Lysekil liegt, jenes, das für das schwedische Meer und die Küste die größte Gefahr bildet und eine Umweltkatastrophe verursachen kann.

Die S/S Skytteren sollte am 1. April 1942 innerhalb eines Konvois schwedisches Kriegsmaterial an die Alliierten liefern und wurde als einziges der Schiffe von den Deutschen beschossen, woraufhin der Kapitän die Skytteren vor dem Bohuslän versenken ließ. Da das Schiff eine weite und gefährliche Reise vor sich hatte, befand sich, nach Informationen der Regionalregierung des Västra Götalands, nahezu 6000 Kubikmeter schweres Öl an Bord, das seit spätestens 2005 aus den Tanks austritt, wenn auch noch in kleinerer Menge.

Wie viel Öl bisher ausgetreten ist und um welche Menge an Öl sich noch in den Tanks des Wracks befindet, ist unbekannt, wobei bisher allerdings auch keine Maßnahmen ergriffen wurden das noch vorhandene Öl abzupumpen und damit ein mögliches Umweltchaos zu verhindern. Vor der schwedischen Küste liegen etwa 17.000 Wracks, wovon 2500 als Risiko für die Umwelt betrachtet werden und 31 eine extrem hohe Gefahr für die Meeresfauna und Meeresflora bilden.
Herbert Kårlin