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Mittwoch, 8. Mai 2013

28 ermordete Frauen im Västra Götaland

Zwischen dem Jahr 2000 und heute wurden im Västra Götaland 28 Frauen von Personen ermordet, die ihnen nahe standen, eine Zahl, die mittlerweile auch der Justiz und der Regierung zu denken gibt. Nun soll die frühere Staatsanwältin Barbro Jönsson diese Fälle analysieren um eventuell einen Weg zu finden, die dieser Art von Morden ein Ende bereitet.

Allein im Großraum Göteborg wurden bereits in diesem Jahr mehrere Frauen von ihren Partnern ermordet. Die meisten unter diesen Frauen hatten bereits vorher mehrmals die Polizei oder das Sozialamt wegen Morddrohungen eingeschaltet ohne dass ihnen von diesen Seiten edoch geholfen worden wäre. Wie es zu all diesen Morden kommen konnte ist den Behörden und der Polizei jedoch unklar, da man zwischen der Drohung und der Tat einen Unterschied sieht.

Barbro Jönsson soll sich nun mit allen 28 Fällen intensiv beschäftigen und jedem einzelnen Fall im Detail nachgehen, ohne jedoch die Schuld einer Behörde zu suchen, sondern um die Tat zu verstehen. Die große Hoffnung ist indes Warnzeichen zu erkennen, eine Schema zu finden oder ein anderes Element, das bedrohten Frauen in Zukunft helfen kann. Die Politik der Polizei im Västra Götaland will jedoch nicht den Weg beschreiten lieber einmal zu viel zu helfen statt eine Frau im Stich zu lassen. Wie viel Zeit Barbro Jönsson für ihre Analyse bleibt und wie viele Frauen in der Zwischenzeit noch sterben müssen, ist ebenfalls ungewiss.

Herbert Kårlin

Samstag, 2. März 2013

Mord in Göteborg

Als gestern Morgen gegen sieben Uhr die Göteborger Polizei angerufen wurde, nachdem Bewohner im westlichen Göteborg Schüsse an einem Parkplatz gehört hatten, fand man eine schwer verletzte Frau im Alter von 45 Jahren am Boden liegen, die auch im Krankenhaus nicht mehr gerettet werden konnte. Bis zum frühen Abend war die Polizei äußerst verschwiegen und wollte nicht über das Problem sprechen, das sich hinter diesem Mord versteckt.

Auch als noch am selben Vormittag ein 51 Jahre alter Mann bei Vedum vorerst festgenommen wurde, gab es keine Information darüber, warum ein gewisser Verdacht auf diesen Mann fiel und die Polizei erklärte, dass es sich beim Stand der Dinge nur um ein Verhör handeln würde. Tatsache ist jedoch, dass dieser Mann sehr wohl gezielt gesucht wurde und beim rechtzeitigen Einschreiten der Behörden der Mord vermutlich sogar verhindert worden wäre.

Die Tote war die frühere Partnerin des Mannes und war vom Festgenommenen bereits bedroht worden. Als die Frau daher im Januar den Antrag auf ein Kontaktverbot stellte, wurde dieses abgelehnt, da schließlich nicht jede Frau, die bedroht wird, getötet wird. Die Behörden sahen den Fall als harmloses Familienproblem an und ließen die Frau allein und ohne jeden Schutz mit ihren Problemen, die damit endeten, dass sie auf offener Straße erschossen wurde. Eine klare Auskunft will die Polizei indes immer noch nicht geben.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Tierschützer Göteborgs arbeiten mit Morddrohung

Der Kampf einiger Tierschutzorganisationen Göteborgs gegen Boutiquen, die Pelzwaren verkaufen, wird immer härter und verlangen vom Steuerzahler täglich einen höheren Einsatz, da in manchen Fällen beide Seiten nicht von ihrem Standpunkt abweichen. In manchen Fällen muss die Polizei rund um die Uhr Personal zum Schutz von Personen und Material abstellen.

Besonders stark betroffen ist die Boutique Fioruccis, die seit einem Jahr bereits fünfmal Schäden zu beklagen hatte und deren Fensterscheiben nur noch mit Klebeband zusammenhalten. Fast täglich steht eine Gruppe an Tierschützern mit Plakaten vor der Tür, die eventuelle Kunden vom Kauf in diesem Laden abhalten wollen. Niemand weiß welche Gruppe friedlich protestiert und welche zur Gewalt greift und Pauschalisierung wird daher groß geschrieben.

Charlotte Alfredsson, die Besitzerin von Fioruccis, will dem Druck nicht weichen und besteht darauf in ihrer Boutique das zu verkaufen, was sie für richtig hält. Mittlerweile erhielt bereits ihre 16-jährige Tochter Morddrohungen, die von der Polizei ernst genommen werden und daher die Überwachung von Laden und Personen erneut erhöhen musste. Die Frage in Göteborg lautet mittlerweile nicht mehr, ob es ethisch ist Pelz zu verkaufen oder nicht, sondern ob Morddrohung ein Mittel ist und ob der Pelzverkauf wichtiger ist als das Leben der eigenen Tochter.

Herbert Kårlin