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Freitag, 4. Februar 2011

Die südlichen Schären rüsten gegen militärische Übungen

Nach der Entscheidung der Regionalregierung des Västra Götalands, die es den militärischen Einheiten erlaubt, 100 Tage im Jahr Schießübungen in den südlichen Schären einzuplanen, etwa zehnmal soviel wie bisher, wollen sich die Bewohner der Inseln gegen diese Entscheidung wehren.

Auf sämtlichen Inseln liegen mittlerweile Unterschriftlisten aus, die die Lokalregierung zwingen sollen die Entscheidung zurückzunehmen. Auf Unverstand bei den Inselbewohnern stößt vor allem die Erklärung, dass in Zukunft selbst die NATO an Übungen teilnehmen soll, obwohl Schweden nicht im militärischen Bündnis vertreten ist.

Militärische Sprecher weißen darauf hin, dass die extreme Menge an Schießübungen ja nicht jedes Jahr gleich hoch sein wird und sie nur auf die Situation vor 1990 zurückgreifen wollen. Sie vergessen dabei jedoch, dass damals die südlichen Schären von ausländischen Touristen nicht betreten werden durften und heute gerade die Schären eine bedeutende Attraktion für ausländische Besucher sind. Auch die Stadt Göteborg hat Einspruch gegen die Entscheidung der Regionalregierung eingelegt.

Herbert Kårlin

Freitag, 21. Januar 2011

Schiessübungen auf den südlichen Schären

Erst seit 1997 konnten die südlichen Schären Göteborgs als touristisches Gebiet erschlossen werden, da erst zu diesem Zeitpunkt diese Inseln auch für Ausländer zugänglich wurden, nachdem das Gebiet nicht mehr als militärisches Schutzgebiet galt. Diese Entwicklung scheint sich nun wieder umzukehren.

Die letzten Jahre durfte das auf Könsö stationierte Militär noch 25 Tage im Jahr Schiessübungen veranstalten. Nach einer neuen Genehmigung und Druck von Europa und NATO sollen ab 2011 nun jährlich nicht mehr 100.000 Schuss auf den Schären abgefeuert werden, sondern fast 1,5 Millionen, wobei insgesamt acht der Inseln direkt von den Übungen betroffen sind.

Da mit dieser Ausdehnung an Schiessübungen die gesamte Entwicklung der südlichen Schären in Frage gestellt ist, legt die Stadt Göteborg heute Einspruch gegen diese Entscheidung ein und hofft, dass ein gerichtlicher Beschluss die Rechte der Bevölkerung höher einstuft als den Wunsch Europas, der Nato und des schwedischen Militärs aus den südlichen Schären wieder ein Militärgebiet zu machen.

Herbert Kårlin