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Freitag, 2. November 2012

Schmuckingenieur Sigurd Bronger in Göteborg

Sigurd Bronger erklärt einige seiner Schöpfungen
 
In der Regel sieht man Schmuck als Ziergegenstand, dessen einzige Funktion es ist die Schönheit einer Steines, der Verarbeitung des Goldes oder eines anderen Materials hervorzuheben und dabei den Blick von der der Person, die ihn trägt, auf das Schmuckstück zu ziehen. Eine tatsächliche praktische Funktion haben diese Schmuckstücke jedoch nicht. Diesen Rahmen sprengt der norwegische Schmuckingenieur Sigurd Bronger mit seinen Schmuckunikaten.

Sigurd Bronger, der seine Schmuckstücke „Instrumente zum Tragen“ nennt und jedes Werk mit einer extremen Präzision gestaltet, verbindet Ästhetik und Funktionalität, wobei jedes Werk eine Geschichte hat und eine neue Technik fordert. Für diese einmalige Leistung erhielt der Künstler gestern den begehrten Torsten och Wanja Söderbergs Pris, der mit einer Million Kronen dotiert ist und Sigurd Bronger die Schaffung weiterer Werke erlaubt, deren Herstellung nicht nur zeitaufwendig ist, sondern auch sehr hohe Kosten verursacht.

Eine sehr große Auswahl der Schmuckstücke, die Sigurd Bronger zwischen 1992 und heute herstellte, kann man zwischen dem 6. November und dem 3. März im Röhsska Designmuseum in Göteborg entdecken, wobei es bei dieser Ausstellung sinnvoll ist nicht nur die Ausstellungsstücke zu betrachten, sondern auch die zugehörigen Texte zu lesen um die Idee, die hinter dem Schmuckstück steht, zu verstehen. Die Ausstellung öffnet am 6. November um 16 Uhr 30.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 16. Mai 2012

Göteborger Kunstpreis geht an Sigurd Bronger


Nachdem 2012 die schwedische Designgruppe FRONT den begehrten Torsten und Wanja Söderbergs Preis erhielt und voriges Jahr der dänische Modedesigner Henrik Vibskov, geht der diesjährige Preis an den norwegischen Schmuckingenieur Sigurd Bronger, der sich mit seinen aufsehenerregenden Broschen, Ringen und anderen auffälligen Schmuckstücken weltweit einen Namen gemacht hat.

Der Norweger erhielt den Preis insbesondere, weil er mit seinen künstlerischen Objekten in eine Sagenwelt einer mechanischen Landschaft einlädt in der teilweise Alltagsgegenstände oder banale Objekte durch eine neue Komposition zu Kunst werden. Wer seine Werke genau betrachtet, stellt sich die Frage, ob man eine Reise in die Vergangenheit der Industrialisierung macht  oder in eine Utopie der Zukunft.

Der Osloer Sigurs Bronger, der jedes Jahr nur drei bis vier neue Werke schafft, kennt keine Grenzen wenn er nach Material sucht, denn ein Diamant kann sich in seinen Händen ebenso in ein Kunstwerk verwandeln wie ein ausgeblasenes Ei oder ein Luftballon. Wichtig ist für ihn jedoch die Liebe zum Material und der Schalk im Auge. Wenn man sich nur fünf Minuten mit Sigurd Bronger unterhält, so stellt man fest, dass das Kind in ihm noch nicht gestorben ist.
Herbert Kårlin